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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Rosen-Forum (Moderatoren: Giuseppe, winterliesel)  |  Thema: Warum Rosen schneiden wenn die Forsythia blüht? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Warum Rosen schneiden wenn die Forsythia blüht?  (Gelesen 5574 mal)
Jens
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"Fortis imaginatio generat casum"


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« am: 20. März 2018, 12:11:42 »

Hallo an euch alle!

Die Regel mit der Forsythiablüte ist ja allen Rosengärtnern genug bekannt. Aber was steckt für eine Erklärung dahinter. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der Forsythiablüte und dem richtigen Zeitpunkt des Rosenschnittes. Hängt die Entwicklung bzw. Ausbildung der Blüten eines Forsythiastrauches irgendwie mit den beginnenden Aktivitäten in der Rose zusammen. Oder ist es am Ende nur ein lang beobachtetes Phänomen, das nun keine die Rose extrem schädigenden Witterungen mehr auftreten.

Vielen Dank für eure Antworten schon mal im Voraus und leicht winterliche Grüße aus dem Dresdner Rosengarten.

Jens
« Letzte Änderung: 22. März 2018, 19:23:15 von Jens » Gespeichert

"Es gibt Augenblicke,in denen ist eine Rose wichtiger als ein Stück Brot"     Rainer Maria Rilke
krissy
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« Antworten #1 am: 20. März 2018, 13:18:56 »

Hier ist eine der üblichen Seiten zu diesem Thema: http://www.gartentechnik.de/pflanzen/gehoelze/straeucher/rosen/rosenschnitt-zur-forsythienbluete/
Für mich absolut kontraproduktiv, erst zur Forsythienblüte zu schneiden. Die hat grade erst begonnen und die Rosen sind schon alle längst ausgetrieben. Ich schneide sie immer schon im Jan./Febr., sonst müsste ich fast den kompletten ersten Austrieb wegschneiden.  
« Letzte Änderung: 20. März 2018, 15:38:05 von krissy » Gespeichert
winterliesel
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winterliesel
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« Antworten #2 am: 21. März 2018, 21:54:24 »

Ob wohl noch jemand weiß, woher es kommt? Ich denke, inzwischen längst nicht mehr. Für mich gehört das zum "alten Erfahrungswissen". Die Forsythie sehe ich da quasi als "Zeigerpflanze", genauso wie Schneeglöckchen den Vorfrühling einläuten.

Nicht in jeder Klimazone und Höhenlage ist ein Rosenschnitt im Januar/Februar sinnvoll oder möglich, bitte nicht pauschalieren. Sieht man ja besonders dieses Jahr mit dem kalten Märzanfang.
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<°)))o><) Komik entsteht, wenn man Tragödien anschaut und dabei ein Auge zukneift. (E. Ionesco)

Glück ist eine schnurrende Katze auf dem Schoß.
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krissy
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« Antworten #3 am: 22. März 2018, 09:45:11 »

Nicht in jeder Klimazone und Höhenlage ist ein Rosenschnitt im Januar/Februar sinnvoll oder möglich, bitte nicht pauschalieren. Sieht man ja besonders dieses Jahr mit dem kalten Märzanfang.

Das ist schon klar. Muss sich halt jeder nach seinen örtlichen bzw. persönlichen Gegebenheiten richten. Die paar Minusgrade zuletzt haben den Austrieben hier jedenfalls nicht geschadet. Müsste ich jetzt alle wegschneiden, wenn ich die Forythienblüte als Massstab nähme. Es kommt ja noch ein Aspekt hinzu: Jetzt beginnt sich die Arbeit draussen (auch mit den Kübelpflanzen) so langsam wieder zu häufen. Deswegen erledige ich soviel wie möglich im Winter, bin sowieso noch etwas hintendran, auch weil es da oft zu nass war. Ist schon 'ne schwierige Kiste insgesamt. 

http://up.picr.de/32170354nz.jpg[/img]]
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Habakuk
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« Antworten #4 am: 31. März 2019, 00:30:11 »

Rosen blühen am frischen Trieb, also sollten sie im Frühling geschnitten werden, damit sie frische Triebe bilden.

Man schneidet üblicherweise oberhalb eines austreibenden Auges. Vor dem Austrieb existieren "schlafende Augen", die unsichtbar sind und erst durch den Austrieb (ohne Knospe) merkt man "Aha da war ein schlafendes Auge". Im Jänner treibt noch nichts aus. Zur Zeit der Forsythienblüte gibt es erste zarte Austriebe, die dem Strauch noch nicht viel Kraft gekostet haben.

Die Apikaldominanz der Spitzenknospe (siehe dort ) bremst das Wachstum der Seitenknospen. Auch darum soll man die Spitzen wegschneiden, damit es zu möglichst vielen Verzweigungen kommt (an deren Enden dann Blüten kommen).

Bei Obstbäumen spricht man davon, dass der erste Austrieb (resp. die erste Verdunstung der Blätter) den Saftfluss ankurbelt (darum sollte man nicht ALLE Spitzen wegschneiden sondern 1-2 belassen).

Im Herbst vor dem Laubfall werden Nährstoffe von den Blättern in Holz und Wurzeln verlagert. Deren Power führt dann bei geschnittenen Rosen (oder Obstbäumen) zu kräftigem Neuaustrieb. Deshalb sollte man NICHT ZU SPÄT schneiden (wenn quasi schon vieles heraufgepumpt ist das wäre sozusagen nach der Forsythienblüte), denn dann müssen die Blätter erst wieder  Kohlenhydrate nachproduzieren und der Starkaustrieb erfolgt dann zu spät.
« Letzte Änderung: 31. März 2019, 00:34:23 von Habakuk » Gespeichert

Als die Mücke zum ersten Male den Löwen brüllen hörte, da sprach sie zur Henne: "Der summt aber komisch." "Summen ist gut", fand die Henne. "Sondern?", fragte die Mücke. "Er gackert", antwortete die Henne. "Aber das tut er allerdings komisch."
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clara
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« Antworten #5 am: 31. März 2019, 02:37:46 »

danke Habakuk, das hab ich auch nicht gewusst.
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clara
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Sharlely
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« Antworten #6 am: 28. Mai 2019, 09:27:59 »

Es gibt ja die Herbst-Rosenschneider und die Frühlings-Rosenschneider.

Ich habe gelernt, dass man im Frühling schneiden soll, denn wenn man im Herbst schneidet friert dann eventuell noch Einiges runter und geht kaputt. Eine größere Pflanze übersteht den Winter besser als eine Runtergeschnittene.

Und schneiden wenn die Forsythien blühen, weil es dann nicht mehr so arg kalt wird. Ja oft ist dann schon Einiges ausgetrieben. Aber die ganzen dünnen spirreligen Äste sollen ja weg und nur die kräftigen soll man stehen lassen. Die geschnittene Rose wächst auch sehr schnell nach. Früher wollte ich auch nie was abschneiden, alles sollte natürlich wachsen dürfen. Bei Rosen ist das aber nicht förderlich, dann hat man lange dünne Triebe und wenige Blüten.

Wildrosen schneidet man ja eher nicht.
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ohei2
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« Antworten #7 am: 07. März 2020, 22:12:42 »

Ich denke, dass mit den Forsythien ist einfach ein Anhaltspunkt.

Dieses Jahr zum Beispiel haben bei mir im Garten die Rosen teils schon kleinfingerlange Austriebe, aber von den Forsythien ist noch nichts zu sehen. Dafür steht aber der Ranunkelstrauch in den Startlöchern und zeigt erstes Gelb.

Winter war eigentlich nicht vorhanden dieses Jahr. Ich bin nicht mal sicher, ob wir überhaupt Minusgrade hatten.

Gruß Oliver
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Sharlely
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« Antworten #8 am: 08. März 2020, 10:18:12 »

Ja die ganze Natur kommt durcheinander. Man muss sich da selbst auch neu orientieren und die Pflanzen zu beobachten ist eine gute Sache. Wenn sie schon stark austreiben ist meiner Meinung nach ein guter Zeitpunkt für den Schnitt, sie zeigen es selbst an. Dann tut es mir oft weh den Austrieb wegzuschneiden. Früher hab ich immer alles wachsen lassen, aber jetzt seit ich schneide blühen sie mehr und sind kräftiger und schöner.

Die Wildrosen und die Einmalblühenden Rosen werden aber nicht geschnitten und die Strauchrosen und Kletterrosen werden auch nicht so tief runtergeschnitten.

Ich finde man sollte nach Gefühl gehen. Die Einmalblühenden haben ja die Knospen dann schon angesetzt und die würde man wegschneiden.


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clara
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« Antworten #9 am: 10. März 2020, 14:46:37 »

schon erledigt  Grinsend
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Wilhelmus
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abends schließt die Nevada ihre rosafarbnen Blüten


« Antworten #10 am: 18. März 2020, 08:45:17 »

Die Rosen blühen am frischen Trieb: Nein, dies betrifft nur öfterblühende Rosen. Die ganzen Alba, Gallica, Pimpinellifolia etc. blühen am alten Trieb des Vorjahres bzw. der Vorjahre. Man schneidet sie wo nötig am besten Ende Juni/anfang Juli. Dann treiben sie nochmal aus und blühen im Folgejahr auch gut. Bei den modernen, öfterblühenden Rosen kann man auch noch Ende März/Anfang April schneiden. Sie treiben normalerweise dann nur um so stärker neu aus, blühen dann halt etwas später. Aber die spätere Blüte finde ich nicht so schlimm, da im Frühjahr ja genug andere Blumen blühen. Manche öfterblühenden Rosen sind halt empfindlich und es kann der Frost in die Schnittstellen gehen. Für nächste Woche sind kräftige Nachtfröste angesagt.
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