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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Pilze, Moose, Flechten, Amöben und 'andere' Lebensformen...  |  Thema: Pilz in Pflastersteinen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Pilz in Pflastersteinen  (Gelesen 31328 mal)
Bolke
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Bolke
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« Antworten #15 am: 19. August 2015, 15:55:44 »

So, jetzt hab ichs versucht - und alles mit ganz festem abbürsten verbunden:

Soda - nix
Essig - nix
Salzsäure (!) - nix

Ohjee, da schauts schlecht aus.  Huch Aber die ganze Einfahrt oder zumindest dort, wo es arg ist, zu bürsten, das würde ich mir sowieso nicht antun. Muß ich mich wohl damit abfinden !?
Auf alle Fälle danke für die Tips mit dem Soda und dem Essig.
« Letzte Änderung: 19. August 2015, 15:57:39 von Bolke » Gespeichert

Liebe Grüße, bin 'ne Wolke,
Bolke
Walther
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Walther

« Antworten #16 am: 19. August 2015, 18:45:04 »

Muß ich mich wohl damit abfinden

Naja, Du kannst Dich auch darauf freuen, dass die riesige versiegelte Fäche, wenn Du an jetzt nichts mehr machst, immer mehr von der Natur erobert wird. Mit dem Auto kommt man trotzdem durch  Zwinkernd

Es werden sich niedrige Pflanzen in den Ritzen ansiedeln die auch mit Reifen und Tritten zurecht kommen, sogenannte Trittgesellschaften - je nach Art und Nutzung der Fläche. Der hässliche Betoncharakter mit seinen typischen Flecken wird dann bald überlagert und vergessen sein. Ein ganz neues natürliches Biotop entsteht.

Man kann sogar gezielt einzelne Pflastersteine wieder ziehen und geeignete Pflanzen ansiedeln. Keinesfalls Dünger oder Mutterboden verwenden! Auch das Ausbringen einer kleinräumigen (also nicht die ganze Fläche abdeckenden) Deckschicht aus Sand und/oder Steinchen/Gravel wäre überlegenswert und chic.

LG
Walther
« Letzte Änderung: 19. August 2015, 18:46:43 von Walther » Gespeichert
clara
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« Antworten #17 am: 19. August 2015, 19:12:14 »

hm Walther, irgendwie möchte ich fast haben was du vorschlägst - denn Terrassenflächen sind die ritzen auch immer voll
und solange kein Stuhl hakelt ist mir das eigentlich auch recht.
Nun sind ja die Fugen hier auf dieser Seite erheblich breiter, als eine sorgfältig aneiandergereihte Verlegung - selbst des blödesten Betons.
Nachbars wirft immer die Flamme an und sengelt einfach ab, während ich zum ritzenkratzer greife.

aber die Vorstellung, dass dieses "Gemüse" das Wasser schon vorreinigt, für den Ablauf in das Grundwasser entsrpricht doch wieder meinem Gedanken vom Erhalt unserer Welt.

Ich habe neuerdings die blaue Glockenblume in allen Fugen, und die grüne Jungfer oder wie sie noch heisst, akeleien auch.
Wilde Möhre, und ja, die Malven, sprich Stockrosen richten sich auch darin ein.

Frage bleibt aber bei einer Terrasse wo auch immer mal etwas für die Mäuse abfällt, ob man das dann liegen lässt ..
128qm Versiegellung hab ich natürlich nicht - und doch - manchmal sehe ich auch so Pflänzchen in der Natur - wo ein möchte - ich -haben Effekt entsteht.

Hast du Beispielfotos von derart nicht künstlich geformten Pflanzengesellschaften?
« Letzte Änderung: 19. August 2015, 19:14:01 von clara » Gespeichert

Blumigen Gruß
clara
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Axtimwalde
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« Antworten #18 am: 19. August 2015, 20:40:18 »

ehrlich- mit dem Gedanken unsere 7 m breite und 18 m lange Einfahrt wenigstens teilweise vom Pflaster zu befreien und dort trittfestes Grünzeug anzusiedeln, habe ich schon vor dem Einzug ins neue Haus gespielt. Ich bin sogar schon so weit und achte genau darauf, welchen Bereich wir vom Eingangspodest wirklich nutzen und denke im Randbereichen könnte Dachwurz was werden. Das was mich derzeit davon abhält, ist die regional bedingte, lang anhaltende Trockenheit und ob es wirklich Sinn macht, das ganze über Monate regelmäßig zu gießen. So ganz ohne Wasser wird das leider nichts, unter dem Pflaster ist ja auch eine dicke Schicht Splitt und Schotter. Aber grundsätzlich finde ich die Idee einfach toll.
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thuja thujon
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« Antworten #19 am: 19. August 2015, 21:11:12 »

Hauswurz habe ich am Rand von einigen Wegen im Garten und ich muss sagen, die wachsen dort in Lehm mit ein bisschen, vielleicht 2-3cm Splitt obenauf.
Ehrlich beobachtet sind sie absolut nicht trittfest. Das nehmen sie doch schon übel mit wenn man mal etwas breiter läuft wie der Weg.

Sedum acre ist meine Empfehlung für solche Stellen. Meist kommt er schon automatisch wenn der Boden nur so trocken ist, das nicht viel anderes wächst.  Sedum album wächst meiner Meinung nach zu schnell für dirket neben dem Weg, 30cm weiter ist er aber ok. Wenn der Boden schon mit einem Löffel Erde zum anwachsen aufgepeppt wird, gehen auch niedrige Nelken, die können drüberlaufen ganz gut vertragen.
Wenn es etwas höher sein darf, geht auch Natternkopf.
Hätte ich eine trockene Einfahrt und Auto bleibt eh draußen, würde ich versuchen Bilsenkraut anzusiedeln. Dass ist wohl sehr speziell von den Ansprüchen her.

Wenn man statt Zierpflanzen gezielt fördern lieber Gemüse dort anbauen möchte ist Portulak eine Option.

Ansonsten gibts noch eine paar Unkräuter, die sich auf solche Stellen spezialisiert haben.
Hier bei Herrn Blaich´s Neophytensammlung findet man einige, gerade die gefleckte Wolfsmilch ist Spezialist auf diesem Gebiet:
http://www.guenther-blaich.de/pflgs.php?par=kune&lan=D&fm=pflfamla

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Bolke
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Bolke
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« Antworten #20 am: 23. August 2015, 12:44:50 »

Aber wie ist das dann mit schneeschaufeln ? Da gibts ja wohl ein Problem mit Winter. Eine bepflanzte Fläche vom Schnee zu befreien ..... und dann mit dem Auto drüber ?

Leider war bei uns damals die Bauvorschrift, die Garage ganz am Ende des Grundstücks hinzubauen. Ein paar unserer Nachbarn haben asphaltiert, das ist zwar wartungsfrei, aber hat uns nicht zugesagt.

An zwei Stellen habe ich  Pflastersteine entfernt, tief runtergegraben, mit guter Erde aufgefüllt und Kletterrosen gesetzt. Die fühlen sich da sehr wohl.

Da Unkraut und besonders das Moos entferne ich regelmäßig - im Winter besteht sonst immense Rutschgefahr. Das Moos würde mir nämlich nichts ausmachen, das sieht sogar ganz hübsch aus. Und vorne bei der Haustür habe ich eine Bank stehen, hier hat sich Mohn ausgesäht und den lasse ich auch blühen. Der gefällt mir da.

BILD3618
« Letzte Änderung: 23. August 2015, 13:20:41 von Bolke » Gespeichert

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« Antworten #21 am: 23. August 2015, 14:33:18 »

Könntest du mal eine gesamtaufnahme machen?
mir Irfan kann man auch eine Zeichnung aus einem Foto  machen, so das dein Glück nicht sofort erkennbar ist.


eine Autozufahrt kann man in der Mitte zwischen der Fahrspur öffnen - der Schnee würde dort auch gut abtauen -
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aquileia
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« Antworten #22 am: 23. August 2015, 22:19:50 »

Clara, das mit dem Schnee ist so eine Sache! Du gibst für dich Klimazone 8 an. In welcher Klimazone Bolke wohnt, kann ich zwar nicht sagen, aber Voralpen deutet doch eher auf Klimazone 5 oder 6 hin. Da sieht es mit dem Schneeräumen schon ganz anders aus. Da ist es nicht damit getan, mal schnell über den Schnee zu fahren und vier Tage später ist alles ohnehin weggetaut.

Von dem Gehsteig um das Grundstück einmal abgesehen, ist unsere Garageneinfahrt ca. 8 m lang und wohl 5 m breit. Auf der einen Seite sind zwei kleine Beete mit Lavendel. Die werden beim Schneeräumen gnadenlos mit Schnee zugeschaufelt. Ich könnte da nicht noch zusätzlich bewachsene Flächen in der Gartenzufahrt brauchen. Ich könnte da noch nicht einmal so "Rasensteine" brauchen. Da ließe sich der Schnee einfach nicht rasch und effektiv zur Seite schippen.

Natürlich wachsen in den Fugen immer wieder Pflanzen oder irgendwelche Moose, die ich dort nicht haben möchte. Diese müssten schon lägst wieder entfernt werden. Na ja, der Herbst hält sicher noch ein Wochenende bereit um dies zu tun.

aquileia

 
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winterliesel
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winterliesel
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« Antworten #23 am: 23. August 2015, 22:23:57 »

Aber wie ist das dann mit schneeschaufeln ? Da gibts ja wohl ein Problem mit Winter. Eine bepflanzte Fläche vom Schnee zu befreien ..... und dann mit dem Auto drüber ? ...

Kommt drauf an - was für Ansprüche man stellt  Zwinkernd. Was das Schneeräumen angeht: ja, manchmal stört der Bewuchs (wir haben wasserdurchlässiges Öko-Pflaster mit extra-breiten Fugen verlegt, die Fahrspuren bleiben durch das tägliche befahren ziemlich frei bzw. da haben nur die ganz robusten und kurzen Pflanzen eine Chance zu überleben). Bei richtig viel Schnee (ja, sowas gabs hier oben auch schon mal  Zwinkernd)  ist es ziemlich egal, da haben wir einfach drüber weggeschoben. Bei weniger Schnee oder wenn man penibel schneefrei halten mag/muss (weil z.B. gleichzeitig "Fußweg"), dann stört es vermutlich schon.
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« Antworten #24 am: 23. August 2015, 22:50:03 »

Klar gibt es im Naturraum 69 mal mehr Schnee als üblich (und dann herrscht Chaos).

Die Sache sieht im Alpenvorland eben nochmal anders aus. Da kann es durchaus sein, dass der Schnee, der im Januar fällt, frühestens im März abschmilzt. Da geht es darum, die Garagenzufahrt und die Wege möglichst schnell frei zu schaufeln, bevor das Ganze zusammenfriert.

Und da stört beim Schneeräumen jeder Pflasterstein, der nur zwei oder drei Millimeter heraussteht.

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« Antworten #25 am: 23. August 2015, 23:46:12 »

grins - bei uns fiel der Schnee 2010 erst im März und wohin mit den ganzen Massen auf einem Reihengrundstück..? Er stapelte sich 150 cm an den Straßenrändern - aber zurück zum Voralpenland - da kann Bolke besser was zu sagen und mitdenken - das ist natürlich eine andere Region


Also die Zuwegung - da meine ich auch, dass die frei von Holpereien sein sollte.
Die Frage ist aber ob eine Zuwegung von Amtswegen immer schnurgerade verlaufen muss?
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« Antworten #26 am: 25. August 2015, 12:33:31 »

Hauseinfahrt komplett

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« Antworten #27 am: 25. August 2015, 20:16:40 »

Schön siehts aus!  Lächelnd Und der grüne Randstreifen ist ja auch schon integriert.

Hast Du schon einen Versuch gestartet, die "befallene" Fläche mittels Wärme/Flamme "trockenzulegen"? Das wär das einzige, was mir jetzt noch einfiele.  Unentschlossen Du schriebst ja, dass es überwiegend (nur?) den schattigeren Bereich betrifft.
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aquileia
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« Antworten #28 am: 25. August 2015, 21:05:25 »

Abflammen hilft nur gegen das Grün, das in den Ritzen wächst. Gegen die Pilze in den Steinen hilft das wohl wenig. Da müsste man die Steine wohl 2 Zentimeter tief auf ca. 60 °C aufheizen. Bei den grünen Kräutern reicht es, wenn der Vegetationspunkt entsprechend heiss wird.

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winterliesel
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« Antworten #29 am: 25. August 2015, 21:53:48 »

aquileia, Du hattest Hitze als Option selbst vorgeschlagen - und ich denke, einen Versuch ist es allemal wert. Pilze sind auch nicht hitzeresistent und selbst Flechten mögen es nicht besonders gerne allzu kuschelig-trocken.

Übrigens bin ich mir nicht mal sicher, ob die Organismen durch die bisherige Behandlung nicht doch schon geschädigt sind, nur weil sie im Beton festsitzen. Ich denke da nur bei den Rosen an die Mehltaupilze, die ja auch in situ bleiben, wenn man sie z.B. mit der Wasser-Milch-Mischung besprüht hat und sie abgestorben sind. Auch das wäre für mich ein Grund, es mit Wärme zu versuchen.
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