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gartenlandschaftsforum => Boden- und Düngungsforum => Thema gestartet von: Jörg am 24. März 2015, 11:36:09



Titel: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Jörg am 24. März 2015, 11:36:09
Bereits vor Jahren bin ich auf eine wirksame Methode  - ohne Gift! - zur Schneckenbekämpfung gestoßen.
Nachzulesen in:
http://www.freisinger-gartenblog.de/2014/04/nematoden-nuetzlinge-gegen-nacktschnecken/
Diese genannten NEMATODEN gegen Schnecken gibt es hier (z.B.) zu kaufen:
https://www.google.de/?gfe_rd=cr&ei=dC0RVcyxI4awOuOGgQg&gws_rd=ssl#q=nematoden+gegen+schnecken+kaufen&revid=1828714363
Auch gegen Dickmaulrüssler etc. kann man sie einsetzen. Siehe auch:
https://www.google.de/?gfe_rd=cr&ei=ki4RVc_DFMiMOoSsgYgN&gws_rd=ssl#q=Nematoden
Auf zum Halali gegen ein Zuviel von  - na sagen wir mal - "Gartenschädlinge"


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: ratte am 24. März 2015, 22:29:42
gegen schnecken hilft nur ein schneckengang am abend mit der gartenschere in der hand


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: ankaa am 25. März 2015, 02:38:45

@ Jörg

"Nematoden, Fadenwürmer – Millionen mikroskopischer Raubtiere aus der Gießkanne gegen die gefräßigen Nacktschnecken."

und dann alles 9 x wiederholen! Das ist für mich unvorstellbar, den ganzen Garten  immer wieder dermaßen zu begießen. Die Nematodenpreise (http://www.schneckenprofi.de/nematoden-phasmarhabditis-hermaphrodita.html?id=5Voj6e9r&mv_pc=329) sind außerdem auch nicht von schlechten Eltern.

Da ziehe ich doch Schneckenkorn und rattes Methode vor, auch wenn die anfangs immer etwas Überwindung kostet.

Gruß ankaa


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Jörg am 25. März 2015, 13:50:01
Schneckenmord und Umweltvergiftung,
auch den Igeln bekommt das gar nicht!
Arbeiten so umweltbewusste Gartenfreunde ???


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: BrigitteHH am 25. März 2015, 14:15:17
Ich persönlich finde es ja auch nicht besonders umweltfreundlich, sämtliche Schnecken im Garten zu vernichten. Auch nicht, wenn sie mit Nematoden gekillt werden.
Da finde ich den gezielten Einsatz von Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Methaldehyd sinnvoller (Eisenpräparate wirken hier nicht, die Körner werden von Vögeln gefressen). Ich schütze nur bestimmte Pflanzen (meist nur im Jugendstadium) vor Schneckenfraß. Im restlichen Garten bleiben die Schnecken unbehelligt und können ihren Aufräumarbeiten nachgehen.

Methaldehyd wird im Boden mikrobiell vollständig abgebaut (zu Kohlendioxyd und Wasser).

Wenn Igel genügend Insekten finden, fressen sie übrigens kaum Schnecken. Ich habe des öfteren beobachtet, daß Igel, die ich mit Igelfutter zugefüttert habe, die kleinen Schnecken, die auf dem Napf saßen, total ignoriert haben.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Jörg am 25. März 2015, 17:04:04
Übrigens gegen Schneckenfraß verwende ich gerne die (nicht recycelbaren) klaren Plastikflaschen.
Sie sind wie ein eigenes kleines Treibhaus für die gefährdeten Pflänzchen. Boden abgeschnitten,
über die Pflanze gestülpt, gut ins Erdreich eingedrückt und bei Bedarf kann man den Schraubdeckel
zur Lüftung (auch zeitweise) abschrauben.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: ankaa am 25. März 2015, 18:41:41

@ Jörg, wenn du solche massive Nacktschnecken plage wie ich in deinem Garten hättest, würdest du vielleicht anders denken.

Schneckenringe, natürlich tief in die Erde gedrückt, halten Schnecken nicht fern. Auch ins Hochbeet gelangen sie. Hinter meinem Garten ist eine Wiesenflächen. Von dort wandern die Schnecken auch immer wieder in den Garten ein.

Ist Schnecken von Nematoden beseitigen zu lassen nicht auch Schneckenmord?  ???

Gruß ankaa


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: lamassu am 26. März 2015, 14:51:32
gegen schnecken hilft nur ein schneckengang am abend mit der gartenschere in der hand
eine weitere runde in aller früh ist manchmal auch empfehlenswert, da erwischt man dann auch noch die frühschicht


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: tassilo am 29. März 2015, 18:06:28
Kalkstickstoff richtig dosiert, ist auch ein Mittel was Schnecken dezimiert. Ist im Bioanbau erlaubt.
Ist auch was für das Beschleunigen von Kompost und hemmt auch darin die Schnecken.
Probier ich nun bald mal aus. Nur auf Sämlinge darf es nicht geraten.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: herba am 29. März 2015, 19:33:22
Kalkstickstoff reduziert auch die Schneckeneier im Boden.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: ratte am 29. März 2015, 20:54:10
nein die frühschicht braucht man fürs aufräumen, sind ja kanibalen

aber im sommer gehe ich jeden abend durch den garten, ich habe nicht den eindruck dass ich jemals alle schnecken abmurksen kann, dafür sind es zu viele und es kommen immer wieder neue vom feld herüber


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: lamassu am 30. März 2015, 08:16:18
aber wenn die kannibalen so einen reichgedeckten frühstückstisch vorfinden bleibt ja viel zuviel energie für die nachwuchsproduktion 8)
im ernst: das problem bei mir ist ähnlich. rundum felder/wiesen + im garten zu viele plätze an denen sie gut versteckt den tag verbringen können



Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: ratte am 30. März 2015, 18:22:58
ja aber schnecken bevorzugen fleisch und gehen dann nicht so doll an die pflanzen

das hoffe ich zumindest….. ;D


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: thuja thujon am 30. März 2015, 21:17:26
In einer Schnecke ist zumindest ziemlich viel von den Mineralien und Co drin, was eine Schnecke zum wachsen und gedeihen braucht.


Ansonsten bin ich manchmal doch ein Freund der ausgeprägten Frühjahrstrockenheit hier. Die dezimiert den Nachwuchs schon enorm.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: beaune am 27. Mai 2015, 19:41:30
Ich habe auch das Problem mit einer angrenzenden Wiese und ewig vielen Versteckmöglichkeiten für die Schleimer.
Deswegen würde mich interessieren, ob die Nematoden wirken oder ob das nur eine sehr gewiefte Art des Geldverdienens ist. Weil Schneckenprobleme sind wohl weit verbreitet und in der Not ist man bestimmt auch bereit, die Preise für die Nematoden zu zahlen.

Aktuell gehe ich auch mit dem Eimer auf Pirsch und sammle sie ab, später werden sie mit kochendem Wasser übergossen. Salz empfinde ich als Quälerei, dann doch lieber zerschneiden. Wenn man dann nach erfolgter Runde durch den Garten noch ein paar Hauptpunkte, an denen die Leichen zuvor liegen blieben ansteuert, kann man schon die nächsten wieder zerschnippeln (Köderleichen sozusagen... ;D)
Dass wir Igel im Garten beherbergen hat leider nicht zur Schneckenreduktion beigetragen.

Aber die Zeit, das Gelände abzusuchen muss man auch erst mal haben, deswegen wäre die Nematodenlösung doch nicht uninteressant. Wenn ich das recht verstanden habe, vermehren und entwickeln sich die Würmer in den infizierten Schnecken weiter. So gesehen müsste das doch ein Selbstläufer sein, solange die Erde feucht ist und genügend Schnecken da sind??  ???

Wie dem auch sei, gibt es hier schon jemand mit Erfahrung?

Viele Grüße
beaune


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: IngeborgSabine am 28. Mai 2015, 13:41:24
Beaune, Du sagst es:"solange der Boden feucht ist"  ;)
Ich habe einmal Nematoden bestellt, kamen auch ganz schnell.
Alles genau nach Vorschrift ausgebracht
Aber dann: Den Boden ca. 10 Tage feucht halten!
Da ich das nur mit Kannenschleppen bewerkstelligen kann.
Jeden Tag also mindestens 30 Wasserkannen hätte schleppen müssen.
Das habe ich nicht wirklich durchhalten können, also weggeschmissenes Geld.

Dieses Jahr ist es hier bei uns ohnehin so trocken, dass Schnecken das kleinste Problem sind  ;D
Da komme ich mit schnippeln gut über die Runden

L.G. IngeborgSabine


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: beaune am 29. Mai 2015, 20:10:46
Hallo IngeborgSabine,

tut mir leid, dass es bei dir nicht zufriedenstellend geklappt hatte! Konntest du gar keinen Erfolg feststellen? Oder war es schon "etwas" besser mit den Schleimern?
Nach meinem Verständnis müssten ja zumindest die von der ersten Riege von den Fadenwürmern befallen werden und somit eine Weile eine Verbesserung eintreten. Nässe hin oder her (für den eingedrungenen Wurm ist der Schneck ja eh feucht solange er lebt und wenn er nimmer lebt, dann ist ja schon mal der Zweck erfüllt).
Ich bezweifle halt momentan (noch), ob das Zeug wirklich wirkt oder ob es des Kaisers neue Kleider sind, die man sich einredet... :P...Deswegen die Frage nach Erfahrungen!

Viele Grüße
beaune


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: lamassu am 16. Juni 2015, 09:19:03
grad von einer schneckenrunde zurück-
heute hat es sich rentiert


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Axtimwalde am 16. Juni 2015, 17:09:46
da wir knochentrockenen Boden haben, sehe ich auch keine Schnecken. Im Frühjahr waren hier mal ein paar Gehäuseschnecken, die müssen jetzt wohl in schattigere Gärten ausgewandert sein.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: beaune am 17. Juni 2015, 07:09:49
...ich könnte k....!!! Ich habe sage und schreibe 2 (!!!) Kilo Schnecken gesammelt! Und das war nicht das erste Mal!

Wie ekelhaft!!! Ich würde sie echt am liebsten auf den Mond schießen!

Gruselgrüße
von
beaune


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: lamassu am 17. Juni 2015, 08:45:59
du hast mein vollstes mitgefühl, wirklich

ich habe gestern die am stärksten befallenen salatköpfe kompostiert-
nach dem zerschneiden der übeltäter natürlich


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: lamassu am 18. Juni 2015, 08:38:32
grad wieder einmal festgestellt wie schneckenfreundlich unser garten ist
gut dass ich gestern noch schneckenkorn gesät habe


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Hahahanne am 18. Juni 2015, 10:08:30
Trotz der Schneckenplage freue ich mich über die Weinbergschnecken. Die habe ich erst seit 2 Jahren im Garten.

LG Hanne


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: clara am 18. Juni 2015, 16:48:11
Lach Hanne
ich hab grad gedacht, die Boten kommen am frühen Morgen, ob ich ein Warnschild aufstelle: Vorsicht Weinbergschnecken - passen Sie auf wohin Sie treten...

grad jetzt wo es wieder geregnet hat, bis die so über den Weg sind, das dauert
knack.. leider passiert es auch uns immer mal

aber ne olle Nacktschnecke hab ich auch gesichtet.
so rotbraun, dunkel


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: beaune am 19. Juni 2015, 13:44:16
@ lamassu, hast du keine Igel im Garten? Ich habe immer total Muffe, dass das Schneckenkorn trotz der gegenteiligen Aussage der Hersteller die Igel schädigt. Wäre ja nicht das 1.Mal, dass eine Aussage der Industrie so nicht 100% richtig ist...Deswegen gehe ich immer absammeln (heute wieder 1,4 kg), wobei ich gestehen muss, dass Schneckenkorn viel einfacher ist! edit: Aber das passt wiederum nicht auf die Weinbergschnecken auf! :(

Laufenten müsste man sich leihen können!

Viele Grüße
beaune


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: lamassu am 19. Juni 2015, 15:36:57
@beaune:
es sind igel im garten, schon seit jahren + schneckenkorn benutze ich auch schon lang
absammeln allein ist einfach zu wenig- rundum wiesen, im garten jede menge grosse steine + die hecken + mit ihnen schattige verstecke werden auch immer grösser





Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Nilus am 19. Juni 2015, 17:18:13
Schneckenkorn ist für alle Tiere schädlich. Mein Kater hatte zwischen der Pfote Ferromol, das angeblich unschädliche, leicht geleckt und wurde sehr krank. Der Tierarzt bestätigte, dass jedes Schneckenkorn SEHR schädlich für alle Tiere ist.

Tagetes in die Nähe von Salat pflanzen geht ganz gut. Nacktschnecken stehen auf Tagetes.

Nilus


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: tassilo am 19. Juni 2015, 20:07:46
Ich fand es auch sehr, sehr schlimm,  dass trotz vorherigem Sammeln und woandershin Schaffen so viele Weinbergschnecken am Schneckenkorn draufgegangen sind!!!
Ich stelle komplett auf schneckenunempfindliche Stauden um.
Salat kaufe ich halt.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Bettina246 am 29. Juli 2015, 15:18:54
Wir hatten in unserem Garten auch kürzlich sehr große Probleme mit Schnecken. Gerade beim Pflanzen von Salat ist es ärgerlich, wenn man diesen dann teilen muss.
Um der Schneckenplage ein Ende zu setzen, haben wir uns für Schneckenkorn entschieden [/url]. Das hat seinen Zweck auch recht schnell erfüllt.
Trotzdem werden wir demnächst noch auf die Bio Variante umsteigen, da diese vermutlich noch etwas umweltverträglicher ist.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Walther am 29. Juli 2015, 17:22:05

Hallo Bettina246

Wir, das Forumsteam, möchten, dass sich jeder umfassend informiert fühlt und Spaß im Forum hat. Hier schreiben Garten- und Pflanzenexperten genauso wie Einsteiger. Damit sich bei uns jeder wohl fühlen kann ist es wichtig, dass das Forum nicht missbraucht wird, zB durch Versuche Werbung als Link, als Produktnamens-Nennung oder mit Bezugsquellenangaben hereinzuschmuggeln.

Auch bei Deinem Beitrag scheint es sich um eine  'Social-Media-Kampagne' zu handeln. Bitte lies die Netiquette: http://www.planten.de/hilfe/netiquette/spam/ (http://www.planten.de/hilfe/netiquette/spam/). Ich habe Deinen Beitrag darum zunächst erst mal gekürzt bzw. den Link entfernt. Bitte unternimm keinen zweiten Spamversuch!

Gruß
Walther


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 25. Januar 2016, 11:42:16
Letztes Jahr hatten wir wirklich sehr viele Schnecken im Garten. Nun überlege ich, ob dies nicht vielleicht eine hausgemachte Plage ist. Relativ nah zum Gemüsegarten ist der Kompostplatz, auf dem auch meine Küchenabfälle landen (roh und ohne tierische Bestandteile). Auf dem Kompost wimmelte es von Schnecken, die ich eigentlich als Gartenhelfer bzw. Nützlinge ansehe. Helfen sie doch mit, aus Kartoffelschalen, welken Salatblättern etc. Dünger für die nächste Gemüsesaison herzustellen. Doch was zu viel ist, ist zuviel. Nun überlege ich, ob ich mir nicht einen Wurmturm oder ein Bokashi zulege. Der Wurmturm soll den Vorteil haben, dass die Nahrungsreste tatsächlich zu Kompost verarbeitet werden können. Der Nachteil besteht wohl darin, dass die Würmer auch aus dem Turm zu fliehen versuchen, wenn man das für sie optimale Milieu nicht schaffen kann.
Beim Bokashi sehe ich den Vorteil, dass ich keinen Dünger mehr kaufen muss, da die in den Nahrungsmitteln enthaltene Feuchtigkeit sich sammelt und zum Düngen verwendet wird. Der Nachteil scheint zu sein, dass die Lebensmittelreste höchstens austrockenen, sich aber nicht in Komposterde verwandeln. Wenn ich diese Lebensmittelreste nun draussen auf dem Kompost entsorge, habe ich das Schneckenproblem also von Neuem.
Und wie sieht es aus, wenn der Kompost tatsächlich nur mit Stauden- und Gehölzschnitt sowie Herbstlaub gefüttert wird. Nimmt die Schneckenplage dann tatsächlich ab? Außerdem müsste ich zusätzlich den Rasenschnitt zur Grünabfuhr geben, weil dieser die Schnecken auch magisch anzieht.
Wie seht ihr das?


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Hahahanne am 25. Januar 2016, 12:06:25
Wieviel Igel leben in deinem Garten?

LG Hanne


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 25. Januar 2016, 13:17:15
Meistens trollen sich zwei Igel durch den Garten. Mit den vielen Schnecken sind die jedoch total überfordert.

Unsere Katze nimmt leider, leider keine Rücksicht darauf, dass Spitzmäuse auch Schnecken fressen. Die Wildvögel fressen vermutlich lieber Würmer, Raupen und diverse Kerbtiere.

Ich liebäugelte schon mit der Haltung von Laufenten oder Hühnern, doch da der Garten nur schlecht einzuzäunen ist und wir den Enten auch nicht die passende Badegelegenheit bieten können, wäre diese Lösung sehr arbeitsaufwändig und relativ kostspielig.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Hahahanne am 25. Januar 2016, 13:44:15
Inzwischen habe ich mal in deinem Album gestöbert. Das sieht ja schon sehr igelfreundlich aus.  :D

Wenn die beiden stacheligen Gäste nicht reichen, wie wäre es mit einem Steinhaufen, in dem sich Blindschleiche, Salamander und andere Kanditaten wohl fühlen? So etwas zwischen Kompost und Gemüsebeet platziert, eröffnet denen ein super Jagdrevier.

https://www.schneckenprofi.de/redak/feinde.html (https://www.schneckenprofi.de/redak/feinde.html)

Ich habe, als bei mir noch zarter Salat wuchs, auch viel auf Ablenkungsfütterung gesetzt. Die äußeren Blätter habe ich vor Ort abgeputzt und gleich neben dem Beet fallen lassen. Das schmeckt den Schnecken besser, als kräftige, gesunde Pflanzen.

Über die Jahre hinweg habe ich auch Schnittgut von Sträuchern verbastelt. Aufrecht unter die Sträucher gestopft brauchte ich es nicht anderweitig zu entsorgen und es enstanden regelrechte Höhlen. Nach dem Laubfall ist es darunter ziemlich kuschelig.
Ich möchte das jetzt nicht aufreißen und nachschauen, aber ich verwette mein Hinterteil darauf, dass es darunter sehr lebendig ist.  ;D

Das muss ja nicht vorne dran sein, wo es wenig dekorativ ist. Jeder Strauch hat auch ein "hinten".
Zusätzlich empfehle ich eine Wasserstelle am Boden. Igel und Kröten erreichen die Vogeltränken da oben nicht.

LG Hanne



Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 25. Januar 2016, 14:01:08
Hallo Anne,

danke für den Link und den Hinweis auf die Ablenkungsfütterung. Die habe ich letztes Jahr auch gemacht, was vor allem den Weinbergschnecken gut gefallen hat. Letzes Jahr waren es einfach zu viel Schnecken. Wer weiß, vielleicht ist es dieses Jahr besser, schließlich hatten wir einen langen trockenen Sommer - möglicherweise hat der ein paar Schnecken auf dem Gewissen!
Vielleicht sollte ich den Kompost möglichst oft wenden, so dass die frischen Teile eher unten sind und für die Schnecken nicht so einfach zu erreichen - aber das ist vermutlich auch nur "Wunschdenken" ::)

Liebe Grüße, Barbara


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Walther am 25. Januar 2016, 14:28:52
In meinem Garten halte ich die Schnecken größtenteils unter Kontrolle indem ich Verstecke für sie auslege: auf den Komposthaufen und auch anderswo, wo man die Besiedelung leicht kontrollieren kann.

Es handelt sich um geeignete Brettstücke und/oder naturbraune Wellpappe (zB von Bananenkartons).
 
(http://www.planten.de/wp-content/uploads/GartenBüroSchereRiot_IMG_4396.jpg)

Eine normale, dafür reservierte Büroschere hilft dann bei der Halbierung.

LG
Walther



Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Nilus am 25. Januar 2016, 18:09:09
Schneckenkorn - auch dieses scheinbar tier- bzw. igelfreundliche - ist nichts!

Ich gehe von der Aussage verschiedener Tierärzte aus:
Für alle Säugetiere ist jede Art von Schneckenkorn ganz übel, führt zu schweren Erkrankungen mit hohem Fieber, Schüttelfrost, sogar zum Tod. Genannt wurden in erster Linie Katzen und Igel, aber auch Marder, Füchse etc. sind betroffen.
Daher sollte jeder die Finger vom Schneckenkorn lassen.

Ich baue manche Dinge nicht mehr an, obwohl sich die Nacktschnecken schon sehr dezimiert haben, seit ich immer mehr Weinbergschnecken habe, die nie größe Schäden angerichtet haben.

Eine größere Ecke mit Blaukissen ist empfehlenswert, das lieben sowohl Nackt- als auch Weinbergschnecken. Und die Blaukissen wachsen trotzdem weiter  :)

Ich lasse auch Sonnenblumen zwischen Gehwegplatten stehen, die nehmen alle Schnecken auch sehr gerne.
Gruß
Nilus


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: bonifatius am 25. Januar 2016, 19:16:28
Ich mache es wie Walther, hatte vor Jahren noch ein riesiges Schneckenproblem, inzwischen habe ich mehr Schnegel im Garten als Schnecken, sie sollen ja die Gelege fressen.
Was im Garten an Abfall anfällt wird gehäckselt, da sitzen nur wenige Schnecken drauf die ich dann bei den abendlichen Streifzügen mit der Schere bearbeite. Das ist eine eklige Angelegenheit, aber die humanste, Schneckenkorn würde ich schon aus diesem Grund nicht nehmen, weil es ewig dauert bis das die Schnecken dann verendet sind.

Boni


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Habakuk am 25. Januar 2016, 19:34:47
Nacktschnecken machen 3 bis 4 Generationen im Jahr und jede Schnecke legt bis zu 400 Eier und weil jede Schnecke sowohl Männchen als Weibchen zwittrig ist, JEDE Schnecke. Also für jede den Winter überlebt habende Schnecke theoretisch 400 x 400 x 400 Nachkommen pro Saison = also theoretisch 64.000.000 (64 Millionen).

Glücklicherweise gibt es Fressfeinde:
Igel, (Lauf)Enten, Hühner und Fasane (futtern sie und scheissen dann grünlichen Kot),
Eidechsen und Kröten,
Glühwürmchen (stechen sie an und zuzeln/saugen sie wie ein Vampir aus)
Gehäuseschnecken und die Tigernacktschnecke (fressen die Eier)
Ameisen (futtern auch die Eier),
u.v.a.m.

Wenn Du Die 1. Generation 14 Tage nach der Schneeschmelze killst, dann beseitigst Du auch alle Nachkommen, Schneckenkinder, Schneckenenkel und Schneckenurenkel.

D.h. Du solltest im MÄRZ wenn's warm wird und die Jungschnecken gerade 1 cm lang sind, flächig Ferramol-Schneckengift streuen, das Eisenphosphat, das tötet Schnecken und Moos, vergiftet aber nicht die Fressfeinde. Schätze 3 kg / 1000 m². Das Mittel versickert aber mit Regen, also vor einer Trockenwetterperiode streuen, damit es ein paar Tage und Fressnächte liegen bleibt. Und vorher den Rasen vertikutieren, denn unter dem Mulm ist das Schneckenparadies.

Dann hast Du Schneckenruhe das ganze Jahr und auch gleich das nächste Jahr. Darfst also die Kosten auf 2 Jahre aufteilen/kalkulieren.

Die Igel sollen Mäuse fressen.

Und dann brauchst Du auch nicht deinen Mähroboter herschenken, der das Schneckenfutter = Schneckenregendach in der Wiese liegen lässt.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Nilus am 25. Januar 2016, 19:38:17
Leider killt das viel gelobte Ferramol mehr als nur Nacktschnecken. Siehe mein Beitrag weiter oben.
Ich denke, die Tierärzte sagen die Wahrheit.

Nichts für ungut.

Gruß
Nilus


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: aquileia am 25. Januar 2016, 19:59:47
Die Igel sollen Mäuse fressen.
Aber nur, wenn sie sie erwischen!  ;)

aquileia


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Habakuk am 25. Januar 2016, 20:05:46
Leider killt das viel gelobte Ferramol mehr als nur Nacktschnecken. Siehe mein Beitrag weiter oben.
Ich denke, die Tierärzte sagen die Wahrheit. Nichts für ungut. Gruß Nilus

Das war der Bericht einer Illustrierten über 2 tote Tiere und keine wissenschaftliche  Untersuchung oder Publikation  (http://www.jki.bund.de/downloadFatPdf.php?file=09_0011.pdf)

Es ist eher das veraltete  Methiocarb (http://www.igelkomitee-hamburg.de/Igel%20und%20Schnecke%20-%20Igel%20und%20Schneckenkorn%20PDF%20Nov09.pdf).

"Die LD 50 für Ferramol liegt oberhalb von 5000 mg/kg Körpergewicht. Ferramol ist damit ungiftiger als Kochsalz, welches eine LD 50 von 3750 mg/kg Körpergewicht aufweist", sagen die Hersteller.

Da musst Du schon 1 kg der Schneckenkörner futtern, da es dort nicht zu 100% enthalten ist (siehe diese  Quelle (http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_y.htm)).

Anders hingegen das Metaldehyd enthaltende Schneckenkorn: Die "akute orale LD50 (des Metaldehyds) beträgt 210-600 mg/kg Körpergewicht für Hunde und 207 mg/kg für Katzen.  Die Dekontamination und/oder Behandlung wird bei gesunden Hunden sowie Katzen ab einer Einnahme von 20-40 mg/kg Körpergewicht empfohlen."  (lesenswerte Quelle)  (http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?clinitox/toxdb/KLT_010.htm?clinitox/klt/toxiklt.htm)
 


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Cosima am 25. Januar 2016, 20:22:23
Hier hatten wir schon vor einiger Zeit einen Thread zu den Gefahren der verschiedenen Schneckenkörner:

http://forum.planten.de/index.php/topic,48834.0.html (http://forum.planten.de/index.php/topic,48834.0.html)

Man kann es auch mit Kaffee bzw Kaffeesatz versuchen. Anscheinend ist es inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass das Koffein Schnecken verjagt und bei entsprechender Menge auch töten kann (hab jetzt nicht extra nach der Studie gesucht):

Zitat
Inzwischen auch wissenschaftlich nachgewiesen ist die gute Wirkung von Kaffee gegen Schnecken. Geringe Konzentrationen halten die Tiere vom Fressen ab oder vertreiben sie, größere Konzentrationen sind sogar tödlich. Verantwortlich hierfür ist das Koffein, das wahrscheinlich wie ein Nervengift wirkt. Man kann, soweit ausreichend vorhanden, Kaffeesatz flächig ausstreuen oder ringförmig um die besonders zu schützenden Pflanzen ausbringen. Auch starker Bohnenkaffee hilft, er wird analog zu den anderen Tinkturen über die Blätter gesprüht.

von hier: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/gartentipps/00546.html (https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/gartentipps/00546.html)



Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Cosima am 25. Januar 2016, 20:34:46
Ich denke, die Tierärzte sagen die Wahrheit.
Nichts für ungut.

Tierärzte sagen das, was sie für die Wahrheit halten. Oder das, was der Kunde hören will. Oder sie wollen dem Kunden nicht direkt sagen, dass sie nicht wissen (können), was die Ursache einer Vergiftung ist. Es gibt viele Gründe, warum auch Tierärzte falsche Sachen sagen können.

Nichts für ungut.

PS: Wobei Tierärzte natürlich nichts falsch machen und sich selbst rechtlich schützen, wenn sie tierbesitzende Gärtner einfach pauschal vor allen Haus- und Gartenchemikalien warnen.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Habakuk am 26. Januar 2016, 00:20:32
Reicht schon ein gefundenes Zuckerl/Bonbon mit dem Zuckeraustauschstoff Xylit (Birkenzucker), um einen Hund dem Grab näher zu bringen (Wikipedia Xylit) (https://de.wikipedia.org/wiki/Xylit#Tiermedizinische_Bedeutung)


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: thuja thujon am 26. Januar 2016, 01:06:38
Ich glaube es hilft keinem weiter, wenn man generell Schneckenkorn oder diverse Zuckerarten unter Generalverdacht stellt und deswegen Angst davor bekommt.
Methiocarb hat sich beim Schneckenkorn eingebrannt, schwer es wieder rauszubekommen, dass die heutigen Schneckenkörner damit nichts mehr zu tun haben.
α-D-Glucopyranosyl-(1-2)-β-D-fructofuranosid, wenn man so will hauptverantwortlich für Diabetes und zig Tote jedes Jahr, ohne `Kristallzucker´ wäre die Welt auch nur bitter.
Da braucht es auch keine Diskussion dass Fruchtzucker noch schlimmer ist, man sollte eher den verträglichen Umgang damit üben weil Kuchen ohne Zutaten kein Kuchen ist. Schließlich lässt sich für jede Zutat eine Anwendung finden, die so nicht wirklich sinnvoll ist. Auch Kakao für den sonntäglichen Marmorkuchen enthält hochgiftiges Koffein, deutlich mehr als ausgelaugtes Kaffeepulver. Wer es beim Kaffekochen nicht schafft, das Koffein in die Tasse zu bekommen, der hat das falsche Extraktionsverfahren und sollte sich mal fragen, warum er sich überhaupt die krebserregenden Röstaromen antut. 

Auf die Schneckenbekämpfung gemünzt, ich sehe wenig Sinn darin, mir Rückzugsbodendecker zu pflanzen oder zwei mal am Tag nach der Bohnenaussaat mit der Schere durch den Garten zu trampeln.
Holzbretter zum ködern und dann zerschnippeln, ok, erfordert tägliche Kontrolle. Wenns regnet, fressen sie mir dazwischen die Keimlinge ab.
Bodenbearbeitung im Herbst, nach der Eiablage, zusammen mit Verzicht auf flächendeckendes giessen im Frühjahr hat ähnliche Effekte.
Barrieren, naja, werden erfahrungsgemäß irgendwann überwunden wenns was gutes dahinter gibt. Schnecken sind Gourmets, fressen nur bestimmtes. Um dort hinzukommen, auf scheinbar unmöglichste Art, dafür kennt sie fast jeder.

Das beste was ich gegen Schnecken kenne, ist ein trockenes Frühjahr mit einem heißen Sommer, der darf ruhig gewittrig sein, hauptsache die diesjährige Schneckenbrut konnte sich nicht so richtig im trockenen Frühjahr entwickeln und hat danach auch nicht mehr viel zu lachen.
Weinbergschnecken kommen mit solchen Jahren eher klar, vielleicht gibt es die deswegen in Norddeutschland eher seltener.
Hier im Oberrheingarben bekommen sie mittlerweile Konkurrenz von der gefleckten Weinbergschnecke, eigentlich ein Bewohner südlicheren Geländes. 

Die Jahre sind verschieden, ich denke, man sollte sich jedes Jahr genau angucken und dann überlegen, was man gegen die Schnecken macht. Päckchenweisse Schneckenkorn kann genauso falsch sein wie wochenlanges rumgetrampel auf feuchtem Boden. Die Geschichte wird vereinfacht, wenn man die Schleimer kennt, wie die Schnecken auf was reagieren. Wann genau man nach dem kühlen Frühjahr mal losziehen sollte usw. und wann der Igel nach dem trockenen Frühjahr ausreichend ist.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 26. Januar 2016, 12:25:26
Es erscheint mir logisch, dass Erwerbsgemüsebauer und Selbstversorger auf Schneckenkorn zurückgreifen. Schließlich geht es um ihr "täglich Brot". Für mich kommt Schneckenkorn jedoch nicht in Betracht.
Als Hobbygärtnerin baue ich Gemüse an, das es bei uns nicht (mehr) im Handel zu kaufen gibt und bin froh, dass es den Bio- oder Demeter-Erwerbsgärtner gibt (der Erstere benutzt vielleicht auch Schneckenkorn  - das blende ich jetzt gerne mal aus 8)), mit dessen Gemüsen ich meinen Speiseplan in der Hauptsache bereichere.
Die Frage ist doch, weshalb es diese Schneckenplage überhaupt gibt und was ich dagegen tun kann. Nicht was ich gegen die Schnecken tun kann, sondern was ich gegen die Plage tun kann. Denn für mich ist eine Schnecke erst mal nützlich als Reinigungskraft und Bodenverbesserer. Erst die Vielzahl macht sie für mich unerträglich.

Tatsächlich habe ich meine Art der Kompostbereitung in Verdacht.
Und meine Art der Bodenverbesserung: des Düngens und des Umgrabens.

Meine erste Maßnahme: Messen des ph-Wertes in allen Beeten.
Bisher brachte ich immer Urgesteinsmehl aus, weil ich davon ausging, dass wir einen kalkhaltigen Boden haben. Nachdem ich herausgefunden habe, dass ich auf Braunerde und damit womöglich auf eher sauerer Ede anbaue, sollte ich besser Algenkalk verwenden. Damit will ich eine feinkrümelige Bodenstruktur erreichen, die nicht so schnell verschlämmt und in der sich bei Trockenheit keine Risse und Unterschlupfmöglichkeiten für Schnecken bilden.

Meine zweite Maßnahme: Umsetzung des Komposthaufens im August/September
Ich werde also weiterhin Küchen- und Gartenabfälle im Kompostsilo sammeln, ihn jedoch früher als sonst umsetzen. Die herausgesiebte Komposterde werde ich entweder sofort auf die Beete streuen oder so lagern, dass sie für Schnecken nicht erreichbar sind und sie so ihre Eier nicht darin ablegen können.

Meine dritte Maßnahme: frühestens im Herbst nicht winterharte Gründüngung aufbringen
Wie ich weiter mit dem Gelbsenf verfahren soll, weiß ich noch nicht. Im Dezember hatte ich ihn 10 cm über dem Boden abgeschnitten. Die kurzgeschnittenen Stängel warf ich als Mulch darüber. Ich wollte so den Boden vor Regen und Kälte schützen (und damit auch die Schnecken  :() und außerdem den Regenwürmern Futter bereitstellen. Das Beste wird sein, das Beet spätestens im Februar abzuräumen. Das Mulchmaterial werfe ich zusammen mit den Schnecken auf den Kompost, so dass sie wenigstens ein paar Meter zu den Setzlingen oder Sämlingen kriechen müssen - falls es ihnen im Kompost nicht doch besser gefällt.

LG, Barbara



Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Hahahanne am 26. Januar 2016, 13:38:21
...Nicht was ich gegen die Schnecken tun kann, sondern was ich gegen die Plage tun kann. ...   ... Erst die Vielzahl macht sie für mich unerträglich.

Genau darum geht es und so wie dein Garten aussieht, schaffst du das.  :D

Kleinstflächen, wie Anzuchtbeete, kannst du ja bei Bedarf zusätzlich schützen.
Solche Flächen mache ich dann aber sicherheitshalber auch für Igel und Co. unzugänglich. Da ist es mir egal, ob irgendjemand eine wissenschaftliche Studie bezahlt hat, welche die Unbedenklichkeit eines bestimmten Schneckenkorns beweist. Da will ich einfach nicht leichtfertig sein.

LG Hanne


OT:
Es ist erstaunlich, mit welcher Vehemenz hier Schneckenkorn teilweise in Großmengen für bedenkenlos erklärt wird. Dachte ich doch in einem ökologisch orientierten Gartenforum zu sein. Manchmal weiß man sich nicht besser zu helfen und wendet ggf. doch auch einmal eine chem. Keule an, aber diese in Bausch und Bogen gut zu finden befremdet mich dann doch.
Für mich lautet die Frage, was kann ich besser machen, um so etwas in Zukunft zu vermeiden?


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Nilus am 26. Januar 2016, 18:02:16
Tierärzte sagen das, was sie für die Wahrheit halten. Oder das, was der Kunde hören will. Oder sie wollen dem Kunden nicht direkt sagen, dass sie nicht wissen (können), was die Ursache einer Vergiftung ist. Es gibt viele Gründe, warum auch Tierärzte falsche Sachen sagen können.

Nichts für ungut.

PS: Wobei Tierärzte natürlich nichts falsch machen und sich selbst rechtlich schützen, wenn sie tierbesitzende Gärtner einfach pauschal vor allen Haus- und Gartenchemikalien warnen.

Das kann so nicht verallgemeinert werden, liebe Cosima.
Ich habe mehrere Tierärzte durch und bin wegen meines ziemlich wilden Tierheimkaters in einer großen Praxis gelandet mit Groß- und Kleintierversorgung und angeschlossener Tierklinik. Die Ärzte dort sind alle aktive Tierschützer.
Man kann von ihnen Listen mit den für das entsprechende Haustier passenden Giftstoffen (Pflanzen, Unkrautvernichtungsmittelinhaltsstoffe -wasfüreinwort :), Schneckenkorninhaltsstoffe etc.

Als ich mal mit meinem erkrankten Kater dort vorsprach, war nach der gründlichen Untersuchung die erste Frage: Haben Sie einen Garten? Streuen Sie Schneckenkorn? Oder ist es möglich, daß der Kater in andere Gärten geht, in denen Schneckenkorn benutzt wird? .....

Diese Ärzte haben mein ganzes Vertrauen. Falls ein Tier stirbt, kann man es obduzieren lassen. In dieser auf dem Land befindlichen Praxis lassen das viele Leute machen und viele der Haustiere kommen wegen der "Gartenpflege" um!

Tut mir leid, daß mein Beitrag so lange geworden ist. Aber war im Garten alles versprüht, vergossen und gestreut wird ist alles andere als tierfreundlich. Nebenbei: Warum haben wir das große Bienensterben???

Gruß
Nilus


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Cosima am 26. Januar 2016, 20:43:11
Als ich mal mit meinem erkrankten Kater dort vorsprach, war nach der gründlichen Untersuchung die erste Frage: Haben Sie einen Garten? Streuen Sie Schneckenkorn? Oder ist es möglich, daß der Kater in andere Gärten geht, in denen Schneckenkorn benutzt wird? .....

Diese Ärzte haben mein ganzes Vertrauen. Falls ein Tier stirbt, kann man es obduzieren lassen. In dieser auf dem Land befindlichen Praxis lassen das viele Leute machen und viele der Haustiere kommen wegen der "Gartenpflege" um!

Na ja, habe ich je behauptet, dass jedes Schneckenkorn für Warmblüter ungiftig ist? Habe ich je behauptet, dass irgendwelche Gartenchemikalien Warmblüter nicht umbringen können?  ???

Was die Bienen angeht, haben wir gerade hier diskutiert:

http://forum.planten.de/index.php/topic,49561.0.html (http://forum.planten.de/index.php/topic,49561.0.html)


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: thuja thujon am 26. Januar 2016, 23:58:13
Um das Thema Missernte, Biologisch, Demeter und Schneckenkorn nochmal aufzugreifen, hier die Betriebsmittellliste des Demeterbundes.

www.demeter.de/sites/default/files/richtlinien/demeter_betriebsmittelliste_2015_final.pdf (http://www.demeter.de/sites/default/files/richtlinien/demeter_betriebsmittelliste_2015_final.pdf)

Offensichtlich ist nicht nur der Einsatz von Schneckenkorn im Demeteranbau rechtlich kein Problem.

Es gibt Situationen, da möchte ich auch selbst etwas ernten, Zuchtlinien erhalten oder wertvolle Sorten erhalten. Ich möchte mir in diesen Situationen nicht von Schnecken oder anderen Schädlingen den Erfolg in Frage stellen lassen. Wenn das mit biologischen, physikalischen oder chemischen Methoden möglich ist, suche ich mir davon die verträglichste/nachhaltigste aus.

Der Unterschied zum Bauern ist der, dass ich es nicht aus Profitgründen mache, zur Sicherung der eigenen Existenz, sondern aus Spass am Hobby.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 27. Januar 2016, 09:44:13
Hanne, vielen Dank, du machst mir Mut!

Thuja, auch dir vielen Dank für den tollen Link. Ich habe mir die Liste angesehen. Dank dieser fand ich heraus, dass es unterschiedliche Urgesteinsmehle gibt, nämlich solche für saure und solche für alkalische(basische) Böden. Darauf achtete ich bisher nicht.

In der Zwischenzeit untersuchte ich meinen Boden und stellte fest, dass meine ursprüngliche Einschätzung richtig war. Er hat einen ph-Wert von ca. 8 und ist damit keineswegs sauer, wie ich es in der Beschreibung von Braunerden las. Also sollte ich darauf achten, dass ich Urgesteinsmehl aus Basalt verwende. Und vor allem keinen Algenkalk.
Leider habe ich mein Gesteinsmehl in einen Eimer mit Deckel umgefüllt und die Verpackung entsorgt. Ich weiß daher nicht mehr, ob ich Diabas oder Basalt gekauft hatte.
Aus der Liste konnte ich auch entnehmen, dass Schafwolle nichts für meine Gemüseerde ist, weil sie den ph-Wert noch weiter anhebt.

Jedenfalls stelle ich fest, dass Demeter ganz in meinem Sinne handelt: Erst dann Schneckenkorn, wenn gar nichts Anderes mehr geht.

Das Andere probiere ich jetzt einfach mal durch.
Als Nächstes: schauen, ob die Packung doch noch zu finden ist und dann kommt Maßnahme zwei: der richtige Umgang mit meinem Kompost.
Übrigens arbeitete ich im Frühjahr Hornspäne und Kompost oberflächlich in die Gemüsebeete ein. Hornspäne bringe ich jetzt nicht mehr auf den Beeten auf. Sie kommen künftig nur noch mit in den Kompost, da sie ebenfalls Schnecken anlocken sollen.
Der fertige Kompost wird nicht mehr als Haufen auf den Beeten gelagert (nicht verteilt wegen der Gründüngung). Er wird entweder so gelagert, dass keine Schnecken dran kommen oder schon vor der Gründüngung flächig auf den Beeten verteilt, so dass er den Schnecken nicht zur Eiablage zur Verfügung steht.

Auf geht's (bei 11 Grad draußen - morgens um 9 Uhr am 27.01.2015: Frühling?)

LG, Barbara


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 27. Januar 2016, 10:29:40
Ich bin's nochmal!
 
Was bin ich doch für eine gute Hausfrau! Klar, ich habe die Verpackung entsorgt, vorher jedoch die Beschreibung des Urgesteinsmehls ausgeschnitten und in den Vorratseimer gelegt.  ;D

Mein Urgesteinsmehl ist von D..ner und besteht aus Phonolith-Mineral-Mehl, welches am Kaiserstuhl gewonnen wird. Also hat es vermutlich einen hohen ph-Wert (bis zu 10 ph ?). Kennt sich jemand von euch damit aus und kann dies bestätigen oder berichtigen?
Wenn es nämlich stimmen würde, wäre es das falsche Urgesteinsmehl für meinen Garten, weil es meine Gartenerde noch mehr verschlämmt, als es ohnehin der Fall ist. Dadurch verstärkt sich die Rissbildung bei Trockenheit und dann brauche ich mich über die Schneckenplage erst recht nicht zu wundern.

Der ph-Messer steckt nun in gekaufter Blumenerde. Womöglich reagiert er nicht zuverlässig und zeigt mir falsche Werte an  ::)

Gruß, Barbara


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Nilus am 27. Januar 2016, 16:17:44
Na ja, habe ich je behauptet, dass jedes Schneckenkorn für Warmblüter ungiftig ist? Habe ich je behauptet, dass irgendwelche Gartenchemikalien Warmblüter nicht umbringen können?  ???

Was die Bienen angeht, haben wir gerade hier diskutiert:

http://forum.planten.de/index.php/topic,49561.0.html (http://forum.planten.de/index.php/topic,49561.0.html)

Cosima,
bitte nicht falsch verstehen. Ich wollte niemandem zu nahetreten, niemanden beleidigen oder mit besserwisserischem Beitrag kränken. Was ich wollte: Lediglich meine gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse bzw. Aussagen der Tierärzte weitergeben.
Wenn es falsch angekommen ist, bitte ich um Entschuldigung.

Gruß
Nilus


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Cosima am 27. Januar 2016, 17:16:03
Nilus, ich habe Deinen Beitrag ganz und gar nicht so empfunden. Du bist mir weder zu nahe getreten, noch hast Du mich beleidigt, noch gekränkt. Wo auch? ??? 

Ich habe nur festgestellt, dass die Aussagen Deiner Tierärzte und Dein Bericht in Beitrag 48 nicht dem widersprechen, was ich vorher geschrieben hatte.

Die erwähnte Giftstoffliste für Haustiere ist eine gute Sache, die würde mich auch mal interessieren.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Walther am 27. Januar 2016, 19:35:21

Wenns regnet, fressen sie mir dazwischen die Keimlinge ab.

Ja, das tun sie, aber auch junger Staudenaustrieb zB von Dahlien oder frisch gepflanzete Jungpflanzen sind begehrt.
In hiesigen Gärten kann man verschiedene Schutzmaßnahmen beobachten. Nicht alle eignen sich für jede Anbauform aber sehenswert sind sie allemal.

(http://www.planten.de/wp-content/uploads/Schneckenschutz_IMG_1536.jpg)

Solche Gläser, auch größere, verwende auch ich bei einigen besonders geschätzten Dahlien, die ich keinesfalls an die Schnecken verlieren möchte, mit gutem Erfolg.

(http://www.planten.de/wp-content/uploads/Schneckenhütchen_IMG_8408.jpg)



LG
Walther


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 29. Januar 2016, 18:24:14
Hallo Cosima,

danke für den Tipp mit dem Kaffeesatz. Heute habe ich bei meiner Arbeitsstelle nachgefragt, ob ich den dort anfallenden Kaffeesatz mitnehmen darf. Bei ca. 30 Kollegen kommt ein bisschen mehr zusammen als in meinem Haushalt. Die erste Ladung ist schon gesichert... ;D
Hoffentlich wirkt sich das Koffein nur auf die Schnecken aus und geht nicht ins Gemüse über. Ich male mir schon fatale Möglichkeiten aus!

Gruß, Barbara


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Cosima am 29. Januar 2016, 18:44:53
Hallo Barbara,

du kannst ja dann mal berichten, ob es geholfen hat.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 30. Januar 2016, 21:08:39
Gerne, noch muss ich ein bisschen weiter sammeln....

Heute überlegte ich, ob ich mir nicht doch einen Thermokomposter zulege. Aussuchen würde ich mir den Thermokomposter von Neudorf mit der doppelten Wand, Fassungsvermögen 530 l. Eigentlich mag ich dieses typische Plastikgrün nicht und zog bisher Holzkomposter vor. Vielleicht könnte ich die Schneckenplage in meinem Garten jedoch mit so einem grünen "Monster" reduzieren. Habt ihr diesbezüglich Erfahrungen?

Gruß, Barbara


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Hahahanne am 30. Januar 2016, 23:31:18
Ich hatte bis vor kurzem 2 Plastikkomposter im Garten, allerdings andere Modelle.

Was mich an diesen Teilen stört, ist die fehlende Luftzufuhr. Das gab zumindest bei mir keine ordentliche Kompostierung. Auch die Feuchtigkeit ist schlecht kontrollier- und regulierbar. Entweder versuppt das Zeug, oder es ist zu trocken. Man sieht es einfach nicht von außen.
Vielleicht habe ich mich auch nur jahrelang zu blöd angestellt.  :-[

Jetzt habe ich 2 Streckmetallkomposter mit Boden und Deckel. Kleinstgetier kann nach Belieben rein und raus, Ratten und Waschbären haben keine Chance.
Eine extrafeine Brutstätte für neue Schneckengenerationenbraucht auch ein offener Kompost nicht zu sein. 1x umsetzen nach den ersten Frostnächten bringt die Gelege ans Licht und zerstört diese.

LG Hanne


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 31. Januar 2016, 17:47:34
Aha, vielen Dank. Gestern habe ich tatsächlich überlegt, den Kompost umzusetzen. Der Einkauf von Aussaaterde und Kompostern hat jedoch zu lange gedauert.
Gestern Abend war ich im Forum noch auf der Suche nach dem Thermo- oder Schnellkompostthema. Die Mehrzahl der Beiträge entsprach dem, was auch du an Erfahrungen mit diesen Behältern gesammelt hast. Einmal war auch die Rede von Schnecken im Schnellkomposter, also ist auch dies nicht die Lösung für mein Schneckenproblem.
Auf der Seite von Weihenstephan entdecke ich noch einen interessanten und ausführlichen Artikel über Kompostierung.
Fazit: ich bleibe beim offenen Komposter, allerdings aus Betonpfosten und  WPC-Holz. Außerdem will ich den Kompost öfter als bisher umsetzen und wie du mir rätst, dies auch in den nächsten Tagen in Angriff nehmen.

Liebe Grüße, Barbara


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Walther am 01. Februar 2016, 12:37:26

(http://www.planten.de/wp-content/uploads/Schneckenverzweiflung_IMG_8362.jpg)

Die Schneckenplage treibt manchmal merkwürdige Blüten, hier wird versucht das Pflanzsubstrat durch Schneckenkorn zu ersetzen.  ;)

Diese optisch eher ansprechende Maßnahme könnte erfolgreich sein, ein Beet schneckenfrei zu halten. Selbständig durchschwimmen Schnecken so einen Graben wohl nicht, erfordert aber Wasserstandüberwachung. Ob der eigentliche Zweck des abgebildeten Grabens allerdings wirklich die Schneckenkontrolle ist, ist mir nicht bekannt.

(http://www.planten.de/wp-content/uploads/SchneckenrinneDahlem_IMG_2698.jpg)

LG
Walther




Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Hahahanne am 01. Februar 2016, 14:27:34
Ach du Schxxxx, manchmal treibt es wirklich Blüten.
Obwohl, so ein apartes blau...    ;D

LG Hanne


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: bamboo-norddeutsch am 02. Februar 2016, 01:17:45
Ohne Worte, zumindest die ersten Bilder... Langsam sollte es sich doch einmal rumgesprochen haben, das man mit Schneckenkorn die Schnecken wunderbar anlockt. Wenn, nicht direkt in den  Kulturen, sondern in den Randbereichen anwenden. Alles andere ist Humbug.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Walther am 02. Februar 2016, 09:16:28

Natürlich nicht 100% sicher, aber zumindest im Hobbygartenbereich unterstützend einsetzbar ist auch dieser selbstgebastelte Schneckenkragen aus einem größeren (ca. 3 Liter) Plaste-Topf.

(http://www.planten.de/wp-content/uploads/SchneckenkragenDIY_IMG_1540.jpg)

Da wurde einfach der Boden rausgeschnitten und um die zu schützende Pflanze in den Boden gedrückt. In Schwarz, Braun oder Grün ist er nicht so aufdringlich sichtbar, wie die käuflichen Lösungen.

(http://www.planten.de/wp-content/uploads/SchneckenkragenDIY_IMG_1538.jpg)

LG
Walther


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 02. Februar 2016, 20:46:37
Tolle und interessante Fotos und Ideen, Walther. Das ganze Gemüsebeet mit einem Wassergraben einzufassen kann ich mir ganz gut vorstellen. Fragt sich allerdings, ob sich dann statt der Schnecken möglicherweise eine Schnakenplage einstellt  ::) ;D

Gruß, Barbara


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Habakuk am 03. Februar 2016, 00:09:54
Wenn Du Die 1. Generation 14 Tage nach der Schneeschmelze killst, dann beseitigst Du auch alle Nachkommen, Schneckenkinder, Schneckenenkel und Schneckenurenkel.

Wie ich auf Seite 3 im Beitrag #38 schon ausführlichst erklärte...

Wie Du Todesengel spielst, sei Dir überlassen.

Ich machte auch schon die Erfahrung, dass Kakaoschalen-Mulch Schnecken in kakaoschalenfreie Bereiche vertreibt. Aber Du musst ihnen dann ein Rückzugsgebiet gönnen. Wenn Du den ganzen Rasen damit einpuderst, wissen sie nicht wohin. Außerdem duftet dann dein ganzer Garten nach Kakao statt nach Rosen oder Jasmin.

Natürlich nicht 100% sicher, aber zumindest im Hobbygartenbereich unterstützend einsetzbar ist auch dieser selbstgebastelte Schneckenkragen aus einem größeren (ca. 3 Liter) Plaste-Topf.
... und ist die Schnecke eingeschleppt mit der Salat-Jungpflanze...


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 03. Februar 2016, 14:35:30
Hallo, Habakuk,

deinen o. g. Beitrag habe ich gelesen, nochmals vielen Dank dafür. Trotzdem werde ich kein Schneckenkorn mehr verwenden.

Ich stimme dir zu, dass es im Frühjahr, bei den momentanen Temperaturen also jetzt schon jede Menge Jungschnecken gibt.

An anderer Stelle, z.b. Wikipedia, las ich, dass die Jungschnecken nach dem Schlüpfen unterirdisch unterwegs sind. (Wenn ich an meine Möhrenaussaaten denke oder diverse Setzlinge, kann ich das nur bestätigen.) Das ist wohl auch der Grund dafür, dass ich trotz Argusaugen noch keine in den Gemüsebeeten entdecken kann. Ich weiß schon, wo ich einige finden könnte: z.B. im verrottenden Laub der Hemerocallis, unter den Bergenienblättern etc..
Doch wie schon geschrieben: sie im Garten zu haben, ist durchaus sinnvoll, da sie auch bei der Humusbildung mitwirken. Außerdem wohnen hier jede Menge Weinbergschnecken und einige Tigerschnegel. Auch diese haben in meinem Garten selbstverständlich Bleiberecht.

Noch etwas Anderes: der Literatur nach paaren sich Schnecken nur einmal im Jahr und legen danach pro Schnecke 200-400 Eier. Nachwuchs gibt es also nicht ganz so oft (die Jungschnecken schlüpfen im Herbst und im Frühjahr (oder vielleicht auch in so einem milden Winter wie momentan) und nicht ganz so viele. Es reicht trotzdem, um sich die Haare zu raufen :-\ und um sich Gedanken darüber zu machen, wie ein natürliches Gleichgewicht in Punkto Schnecken wieder herzustellen ist. Und zwar ohne blaue Dekoration!

Nicht für Ungut, ich habe sonst großen Respekt vor deinem Wissen, lese deine Beiträge wirklich gerne und lerne auch viel daraus.

LG, Barbara



Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Walther am 04. Februar 2016, 16:26:11

Schneckenkragen gibt es natürlich auch im Handel, man ist nicht auf Eigenbau angewiesen.
Hier ein Modell aus Blech:

(http://www.planten.de/wp-content/uploads/Schneckenkragen_IMG_8365.jpg)

Dieses Kunststoffexemplar ist gleichzeitig auch noch Gießrand(?) und Halter für Stützstäbe.
Ich habe es bei einer Tomate in einem Tomatenhaus fotografiert. Bei Tomaten ist ein Schneckenkragen wohl eher nicht nötig? Oder verschmähen sie diese auch nicht?

(http://www.planten.de/wp-content/uploads/SchneckenkragenIMG_3647.jpg)

LG
Walther


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 04. Februar 2016, 19:13:21
Die Schneckenkragen auf dem ersten Foto sehen aus wie Ufos! Sind aber sicher hilfreich. Tomatensetzlinge wurden bei mir auch angefressen, vermutlich in Ermangelung anderer Nahrung. An der bewussten Stelle stand sonst nur Efeu zur Verfügung  ::). Später im Jahr wurden die Tomatenpflanzen und -früchte jedoch verschont.

Und ich? Rudere zurück!!! Doch kein Kaffeesatzsammeln, denn in einem anderen Gartenforum las ich, dass diese Art von Schneckenbekämpfung verboten ist, da "weder Kaffee noch Kaffeesatz als Pflanzenschutzmittel zugelassen sind". Also gut, spare ich mir schon die Schlepperei nach Hause.

Alternativ benutze ich doch Schneckenkorn - ich seh' jetzt etliche grinsen  ;).

Beim Schmökern im Netz habe ich nämlich auch diverse Bastelanleitungen für Schneckenfallen entdeckt. Was mich wiederum an meine BIO-Schneckenfang-Geräte erinnert hat, die ich im vergangenen Jahr auf einen Bio-Gartenmarkt gekauft habe. So richtig glücklich bin ich mit den Dingern nicht geworden: es ekelte mich vor den Schnecken, die in den darin eingebauten Schlitzen hängenblieben (ich darf gar nicht dran denken, dann wird mir schon schlecht). Außerdem krochen die meisten Schnecken drum herum. Vielleicht roch das Lockmittel nicht gut genug? Nun habe ich die Teile aus dem Garten geholt (wo ich sie nachlässig stehen ließ nach dem Motto: rausgeworfenes Geld). Und was sehe ich da? Jede Menge mumifizierte Schleimerchen! Jetzt stehen die Geräte geputzt (mit heißem Wasser und Wurzelbürste) auf der Fensterbank zum Trocknen. Morgen werde ich sie mit ein paar Körnchen des restlichen Schneckenkorns füllen und ab damit in den Garten. So bekomme ich

a) mein restliches Schneckenkorn weg (oder auch nicht) und
b) da die Schnecken den Weg aus dem Gerät nicht mehr herausfinden (falls sie ihn je hineinfinden), habe ich ein, zwei, drei...Mitesser weniger.

Auf jeden Fall erleidet durch das Füllen und Aufstellen dieser Geräte kein Wurm, kein Igel, kein Vogel, keine Katze oder sonstiges Getier durch die blauen Körner Schaden. Das Schneckenkorn bleibt trocken und sickert nicht in meine Gemüseerde ein. Die Häuschenschnecken schlafen noch (u.a. direkt neben der Clematis Julia Correvon) und bleiben unbeschadet. Der Holzstapel mit den Getigerten ist zu weit weg, die werden der Verlockung auch nicht erliegen. Alle anderen Nacktschnecken: bitte zu Tisch!

Selbstverständlich werde ich trotzdem versuchen, durch bewussteres Handeln meinen Garten weniger schneckenfreundlich zu gestalten (s.o. bezüglich Kompost etc.)

Gruß, Barbara


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Cosima am 04. Februar 2016, 20:15:20
Und ich? Rudere zurück!!! Doch kein Kaffeesatzsammeln, denn in einem anderen Gartenforum las ich, dass diese Art von Schneckenbekämpfung verboten ist, da "weder Kaffee noch Kaffeesatz als Pflanzenschutzmittel zugelassen sind". Also gut, spare ich mir schon die Schlepperei nach Hause.

Ich will Dich nicht von Deinem Entschluss abbringen, aber das würde lediglich bedeuten, dass Du nicht hingehen und Deinen Kaffeesatz als Pflanzenschutzmittel verkaufen darfst. Die Marktlücke hätte sonst sicher schon jemand entdeckt und Tausende würden das neue teure Pflanzenschutzmittel mit Begeisterung kaufen. Ich versuche solche Informationen immer zu hinterfragen und Belege zu verlangen oder ich versuche notfalls, selbst welche zu finden. Aber normalerweise ist der, der so etwas behauptet, in der Pflicht.

Also, wenn sie in dem anderen Forum Belege bringen können, dass Kaffee oder Kaffeesatz im Privatgarten verboten sind - immer her damit.  :)

Man sollte Kaffeesatz allerdings nicht blind als Dünger (was ja auch propagiert wird) massenweise über alles kippen, da die chemische Zusammensetzung eben als Dünger nicht für alle Pflanzen das Optimale ist:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeesatz (https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeesatz)



Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: eremurus am 04. Februar 2016, 21:03:28
Hallo Cosima,

vielen Dank für den Link. Auch wenn der Kaffeesatz nicht gegen Schnecken helfen sollte, so ist er zumindest für meinen sehr kalkhaltigen, humusarmen Boden günstig. Nicht schlecht!

Mit dem Link-setzen bin ich nicht vertraut, doch wenn du den von mir in Anführungszeichen gesetzten Satz in die G...gleSuche eingibst, kommst du auf die Seite Garten.ch, aus der ich diesen Satz entnommen habe.

Gruß, Barbara


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Cosima am 05. Februar 2016, 11:18:52
Hallo Barbara,

ich habe den Link gefunden, es ist ein schweizer Gartenportal, wo eine Behauptung in den Raum gestellt wird, die so nicht korrekt ist, aber mal wieder wunderbar undifferenziertes EU-Bashing gestattet  :-X :

Zitat
Die Sache hat allerdings zwei Haken: In der EU steht die Bürokratie diesem Versuch im Weg. Da weder Kaffee noch Kaffeesatz als Pflanzenschutzmittel zugelassen sind – wer käme auch auf die Idee einen entsprechenden Antrag zu stellen!? – ist diese Anwendung verboten. Kaffee müsste demnach offiziell als Pflanzenschutzmittel geprüft und zugelassen werden. Soviel zur EU-Logik.

aus: http://www.garten.ch/gartenthema/mit-filterkaffee-gegen-schnecken (http://www.garten.ch/gartenthema/mit-filterkaffee-gegen-schnecken)

Es gibt eine Verordnung, die das In-Verkehr-bringen von Pestiziden regelt, die Richtlinie 1107/2009:

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32009R1107 (http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32009R1107)

Darin steht:

ZITAT:
Diese Verordnung enthält Bestimmungen über die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in kommerzieller Form sowie über ihr Inverkehrbringen, ihre Verwendung und ihre Kontrolle innerhalb der Gemeinschaft. ZITAT ENDE

Es geht also um die kommerzielle Verwendung und Verbreitung und Weitergabe.

In einem PDF von Bayer (dessen allgemeinen Tenor man nicht unbedingt bzw. nicht vollständig teilen muss) steht dann zum Beispiel:

ZITAT:
Ist der Genuß von Kaffee oder Alkohol ein Risiko?
Beide enthalten Naturstoffe (Koffein & Ethanol), welche in Tierversuchen schädliche Effekte verursachen, z.B.:

Reproduktion, Entwicklung, Tumorbildung (Karzinogen)

Würden Koffein und Ethanol als Pflanzenschutzmittel eingesetzt, so würden sie nach der EU-Richtlinie 1107/2009 unter die Cut-off Kriterien fallen.
ZITAT ENDE

aus: http://www.bfr.bund.de/cm/343/grenzen-des-vorsorgeprinzips-fuer-den-wirtschaftsstandort.pdf (http://www.bfr.bund.de/cm/343/grenzen-des-vorsorgeprinzips-fuer-den-wirtschaftsstandort.pdf)

Mit reinem Coffein ist ja auch nicht unbedingt zu spaßen:

http://gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll/gestis_de/014120.xml?f=templates$fn=default.htm$3.0 (http://gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll/gestis_de/014120.xml?f=templates$fn=default.htm$3.0)

Deswegen sollte man eben besser nicht 30 Tassen Kaffee am Tag trinken und deswegen ist es für Schnecken ab einer gewissen Dosis tödlich. Deswegen ist auch schon mal jemand an übermäßigem Colagenuss gestorben. Wie gesagt: Die Dosis macht das Gift.

Pures Koffein gilt als leicht wassergefährdend (WGK 1), genauso wie zB Harnstoff. Ich kann Dir jetzt aber nicht sagen, wie viele Kilo Kaffee oder Liter Pipi man in den Garten kippen müsste, um eine Gewässerschädigung hervorzurufen, wahrscheinlich eine ganze Menge. Vemutlich ist es auch wassergefährdend, wenn man literweise Spüli in den Garten kippt. Als kleiner Bestandteil einer punktuellen Rosenspritzung dürfte es aber wahrscheinlich nicht weiter ins Gewicht fallen. Hier geistern ja ein paar Chemiecracks herum, vielleicht können die etwas dazu sagen.

PS: Nicht, dass Du das falsch verstehst, ich möchte Dich nicht dazu bringen, Kaffee gegen Schnecken einzusetzen. Es ist mir relativ egal, wie jeder da vorgeht. Ich mach gar nichts mehr gegen die Schnecken und was nicht überlebt, wird nicht mehr angepflanzt.  ;D


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Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Salbei am 22. April 2016, 21:27:12
So schön zu lesen, lachen ist gesund!
Da sammelt man die Schnecken wieder gut gelaunt ab.
Danke,
Salbei


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Bayerman am 29. Mai 2016, 14:08:08
Ich habe mein Hochbeet mit zwei umlaufenden Drähten elektrifiziert. Sie laufen parallel und jeder hängt an einem Pol eines batterieversorgten Taktgerätes. Es sollte funktionieren.


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Bayerman am 29. Mai 2016, 14:10:03
P.s. die Spannung ist etwa 12 Volt, also für Menschen ungefährlich  :)


Titel: Re: Die Schneckenplage naht
Beitrag von: Hahahanne am 29. Mai 2016, 14:55:14
Dann darfst du dir mit dem Kompost, den du da einbringst, aber keine Schneckeneier reinbringen. Die armen Viecher könnten ja nicht einmal mehr flüchten.  ;)  ;D

LG Hanne