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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gehölze-Forum (Moderatoren: Hilmar, winterliesel)  |  Thema: Zierquitte essbar? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Zierquitte essbar?  (Gelesen 50741 mal)
Susaa
Gast
« am: 04. Februar 2004, 13:11:11 »

Hallo

sind Zierquitten essbar oder kommt es da auch auf die Sorte an??? Habe schon im Archiv gesucht, konnte nichts finden....

Gruss aus hamburg
susanna
« Letzte Änderung: 19. März 2010, 14:15:25 von Walther » Gespeichert
sandy
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sandy
Jeder Tag ist schön.


« Antworten #1 am: 04. Februar 2004, 13:49:57 »

So als Frucht würde ich sie nicht essen mögen.
Aber der Gelee mit Äpfeln, den ich daraus mache, der schmeckt wunderbar - und wir leben alle noch !
« Letzte Änderung: 04. Februar 2004, 13:50:08 von sandy » Gespeichert
brennnessel
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« Antworten #2 am: 04. Februar 2004, 14:06:58 »

Zierquitten werden besonders in den Baltischen Staaten als Zitronenersatz verwendet, sollen viel mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte haben, hat mir mal eine lettische Brieffreundin versichert. Ich bekam auch gleich das Rezept hiefür:
ZITRONENSAFTERSATZ: Zierquitten in Scheiben schneiden, in ein Glas schichtweise mit Zucker einlegen. Nach etwa drei Tagen löst der Zucker den Saft aus den Früchten, abseihen - ist im Kühlschrank einige Zeit lagerfähig. Die Fruchtscheiben verwende ich zuletzt noch einmal für ein Apfelkompott, in dem ich sie noch mitkochen lasse und nachher entferne (sind ziemlich sauer, geben aber dem Kompott noch einen wunderbaren Geschmack!). Die Früchte sind kühl sehr lange lagerbar, drum verwende ich sie so nach und nach..... Es gibt da die bekannte Zierquitte "Cido" - wird auch als "Nordische Zitrone" verkauft. Die gute Frau hatte noch ein Rezept auf Lager: FALSCHES ANANASKOMPOTT:
Zucchini in Scheiben schneiden, Mittelteil mit Kernen) herausstechen (dass Ring entsteht),  in diesem Quitten-("Zitronen")saft kurz aufkochen (Scheiben werden etwas glasig...) - und in Schraubgläser füllen. Ist auch einige Wochen haltbar und schmeckt der tropischen Ananas veblüffend ähnlich!!!!    
Seit ich diese Rezepte bekommen habe, verdirbt bei mir nie mehr eine Zierquitte!  
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Walther
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Walther

« Antworten #3 am: 04. Februar 2004, 14:30:34 »

Meine Erfahrung ist, dass es auf die Sorte ankommt. Manche sind nur sauer oder schmecken bää, manche sind äußerst aromatisch und schmecken noch seeehr viel besser als die normalen Quitten.

Im nächsten Oktober/November solltest du durch Hamburg streifen und verschieden aussehende Früchte sammeln. Merke dir dabei, von welchem Busch welche Zierqitte stammte, denn Zierquitten lassen sich leicht durch Stecklinge und Steckholz vermehren.

Eine Marmeladentestreihe bringt es dann zu Tage, welche dir besonders gut schmecken.

Ich habe mich bei meiner Auswahl nur auf die Blütenfarbe konzentriert und habe darum Sorten aus verschiedenen Geschmacksbereichen.
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a.regner
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« Antworten #4 am: 04. Februar 2004, 23:05:36 »

Rezepte gibt's u.a. in dem leider nur noch antiquarisch erhältlichen Buch von Friedrich und Schuricht: Seltenes Obst. Orignal-VK war mal so etwa 15 Euro - die sich ggf. lohnen.  Zwinkernd
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Viele Grüsse
Andreas
Caracol
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Caracol

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« Antworten #5 am: 05. Februar 2004, 00:51:56 »

Ich mische immer etwas Chaenomeles -Quitten meiner vorzüglichen Holunder-Apfel-Marmelade bei, um den Pektingehalt der Quitte auszunutzen. Leider sind die Früchte der Chaenomeles meist so klein, dass außer dem Kerngehäuse kaum was übrigbleibt.   Traurig

Aber ein Quittenbaum (Cydonia oblonga)... das wär's! Da hat man Früchte einer vernünftigen Größe und die schöne Blüte noch dazu, und die flauschigen Blätter und die altertümliche Rinde und... ich könnte ins Schwärmen kommen. Überhaupt, das Wort "Quittenbaum" schon allein weckt Träume.
« Letzte Änderung: 05. Februar 2004, 00:52:20 von Caracol » Gespeichert

Allerbeste Gärtnergrüße von Gert
aus der Klimazone 8b - Südengland
Tolmiea
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Liebe ich dieses Forum???


« Antworten #6 am: 05. Februar 2004, 02:12:59 »

Rezepte gibt's u.a. in dem leider nur noch antiquarisch erhältlichen Buch von Friedrich und Schuricht: Seltenes Obst. Orignal-VK war mal so etwa 15 Euro - die sich ggf. lohnen.  Zwinkernd

stimmt.
Ich schreib mal das kürzeste ab.
Quitten-Sahne-Shake
500 gr. Quitten, 200 gr. Vanille-Eis, etwas Schlagsahne
gekochte Quittenwürfel im Mixer verkleinern. Das Vanille-Eis zfügen. Sofort in Gläser servieren und mit Schlagsahne garnieren.

Geht auch prima mit unseren Zierquitten wenn sie richtig reif sind.

Ansonsten wäre noch die Verwendung die Jürgen Dahl empfahl. Kleine  rohe getrocknete Quittenstückchen als saure Drops lutschen.

liegrü g.g.g.
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a.regner
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« Antworten #7 am: 05. Februar 2004, 06:51:35 »

Ein klein bischen OT - aber durchaus auch noch zur Thematik dazugehörend:


Kategorie Wildobst-Bücher auf pflanzenbuch:
http://www.pflanzenbuch.de/modules.php?name=Buecher&op=viewslink&sid=46

Kategorie Quittenbücher-Bücher auf pflanzenbuch:
http://www.pflanzenbuch.de/modules.php?name=Buecher&op=viewslink&sid=43

Kochrezepte Quitte auf planten.de (kann man analog verwenden)
http://www.planten.de/kochbuch/obst/quitte/
« Letzte Änderung: 07. März 2004, 11:56:58 von Andreas Regner » Gespeichert

Viele Grüsse
Andreas
a.regner
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« Antworten #8 am: 05. Februar 2004, 07:11:18 »

Meine Erfahrung ist, dass es auf die Sorte ankommt.


Ja, kann ich bestätigen: Die allermeisten Chaenomeles-Sorten
http://www.pflanzenbuch.de/pflanzendatenbank_id4718.html
die in D im Handel üblich sind, sind Züchtungen in Bezug auf die Blütenfarbe. D.h. es wurde nur an der Farbe herumgespielt, u.U. mit dem Ergebnis, dass die Frucht weniger wertvoll ist.

Spekulation (!): Ähnlich wie bei der Kornellkirsche, Cornus mas
http://www.pflanzenbuch.de/pflanzendatenbank_id5603.html
kann ich mir vorstellen, dass es bei der Scheinquitte = Zierquitte sogenannte Volksselektionen in verschiedenen osteuropäischen Ländern gibt. Damit ist gemeint, dass die Bevölkerung (aus ihrem Nutzungsanspruch heraus) bestimmte grossfrüchtige, wohlschmeckenede, gut verarbeitbare usw. Klone +- gezielt weitervermehrte. Zu dieser Thematik findet man im o.a. Werk von Friedrich/Schuricht ein bischen was - allerdings nur in Bezug auf die Kornellkirsche.
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Viele Grüsse
Andreas
Andi H.
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Andi H.
Blümchen blau...


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« Antworten #9 am: 05. Februar 2004, 17:51:33 »

Andreas Zeitlhöfler hat in seiner Diplomarbeit einige interessante "Wild"-Obstsorten beschrieben, u. a. auch mit Infos zu Chaenomeles japonica (Zierquitte):
Link

Liebe Grüße
Andreas
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andreasNB
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« Antworten #10 am: 06. Februar 2004, 17:50:48 »

Meines Wissens lassen sich alle Zierquitten zu allem möglichen weiterverarbeiten. Roh ist sie allerdings genauso wenig genießbar wie die "richtige" Quitte (Cydonia oblonga).

Wie schon von den Vor"rednern" gesagt, werden in der Literatur verschiedene Sorten für die Fruchtproduktion genannt.
Werde die Tage mal nachlesen und dann genaueres schreiben können. Die Diplomarbeit ist mir bekannt, habe sie auch schon ausgedruckt, nur kann ich sie momentan nicht öffnen  Huch

Die angesprochene Zierquitten-Sorte aus dem Baltikum dürfte die Sorte "Cido" sein.
Siehe hierzu auch http://www.cido.de

Noch eine Frage an Walther:
Kennst Du die genauen Sortennamen derjenigen Zierquitten welche Dir schmecken und diejenigen welche Deiner Erfahrung nach bää sind ?

Grüße Andreas
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Andreas Regner
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


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« Antworten #11 am: 07. Februar 2004, 05:28:06 »

Die angesprochene Zierquitten-Sorte aus dem Baltikum dürfte die Sorte "Cido" sein.

Cido ist mir auch öfter über den Weg gelaufen  Zwinkernd

Ich selber habe sie noch nicht oder nur selten gepflanzt.

Wenn ich mich recht erinnere hat MITSCHURIN Selektionen erzeugt. Das wäre auf jeden Fall überprüfenswert bzw. erhaltungswürdig - ist zwar ein paar Jahrzehnte her, deswegen ja aber auch nicht zwanghaft unaktuell.
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grüsse
andreas
micc
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Spongebob

« Antworten #12 am: 07. Februar 2004, 10:24:45 »

Wie stehts denn mit der chinesischen Zierquitte
Chaenomeles(oder meinetwegen Pseudocydonia) sinensis?
Deren Früchte sind ja noch größer, als die der gemeinen Quitte und duften auch nicht übel.
Hat da schon jemand die Früchte kulinarisch verarbeitet, oder sollte man davon Abstand nehmen?
Ich weiss nicht mehr, wo ich ein Exemplar mal gesehen habe. Entweder Kölner Flora oder Essener Gruga.
« Letzte Änderung: 07. Februar 2004, 10:25:53 von micc » Gespeichert
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« Antworten #13 am: 10. Februar 2004, 18:47:26 »

Pseudocydonia sinensis kann man sicher auch verwenden.
Allerdings glaube ich nicht das hier die Früchte größer sind als die von Cydonia oblonga. (Falls Du diese mit "gemeiner Quitte" meinst.)
Die Früchte von P.sinensis, welche ich letzten Herbst gesehen habe, waren nur so ca. +/- 10x5 cm groß (aus dem Gedächtnis geschätzt).

Im übrigen.
Sind Pseudocydonia sinensis und Chaenomeles sinensis wirklich 2 Namen für die gleiche Pflanzenart ?

Den Duft fand ich im übrigen aber auch als sehr angenehm.
Vollkommen anders als der Duft der anderen (Zier-)Quittenarten.
Hoffentlich keimen meine mitgebrachten Grinsend Samen.

Aber nun zu den empfohlenen Zierquitten-Sorten für die Fruchtgewinnung.
Auswahl aus:
Pirc, Helmut (2002): "Wildobst im eigenen Garten".- Leopold Stocker Verlag
und
Friedrich/Schuricht (1989): "Seltenes Kern-, Stein- und Beerenobst".- Neumann Verlag (antiquarisch/aukt*onshaus)

'Cido'
Blüte orange, dornenlos, hoher Vitamin-C-Gehalt, selbstunfruchtbar (?), Fruchsaftausbeute bis 60 % der Gesamtmasse, kleinbleibender Strauch
'Carl Ramcke'
Blüte zinnoberrot, spät-, lang- und reichblühend, bis 1,5 m hoch
'Crimson and Gold'
Blüte dunkelrot, Wuchs sehr breit wachsend (kriechend), reich fruchtend, bis 1m hoch
'Pink Lady'
Blüte dunkelrosa, bis 1m
'Nivalis'
Blüte weiß, großfrüchtig, bis 2 m hoch
'Fusion'
scharlachrot, Früchte ebenfalls recht groß (siehe Link zur Diplomarbeit)

Gruß Andreas
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Pezi
Gast
« Antworten #14 am: 19. März 2010, 12:18:30 »

Eine Frage zur Zierquitte Nivalis:

Kann man diesen Strauch durch Schnitt gut in Form halten oder verliert er dadurch seine schöne Form?

Zierquitten wachsen soweit ich mich entsinne eher "durchsichtig" und nicht so dicht wie zum Beispiel eine Weigelie, die komplett zumacht?

Danke von einer Rat suchenden  Zwinkernd
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