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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Schattenmorellen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Schattenmorellen  (Gelesen 2209 mal)
Alter Berg
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Alter Berg
So heißt mein Garten


« am: 25. November 2003, 08:20:07 »

Hallo,

in meinem Garten stehen 2 uralte Schattenmorellen. Sioe standen schon dort als ich ein Kind war, und das ist mehr als vierzig Jahre her. Als ich den Garten vor ca 10 Jahren übernommen habe, musste ich feststellen, dass diese Bäume stark von Monila befallen sind. Ich habe mir große Mühe mit Rückschnitt und Hygiene gegeben und konnte die Krankheit auch recht gut eindämmen. Die Erträge waren in den letzten Jahren immer recht gut.
Nun habe ich festgestellt, dass zumindest ein Baum unrettbar verloren ist. In mittlerer Höhe des Stammes ist die Rinde in einer Länge von 20cm regelrecht aufgeplatzt, das darunterliegende Holz ist völlig verottet und gibt dem Baum keinerlei Halt mehr. Es ist nurmehr dem Zusammenhalt der verbleibenden Rinde zu verdanken, dass der Baum noch nicht zusammengebrochen ist. der andere Baum zeigt in kleinerem Ausmaß das gleiche Bild. Ich bin bereits entschlossen beide Bäume zu roden und jungen Ersatz zu schaffen.
Ich habe 2 Fragen:
Ist dies ein bestimmtes Krankheitsbild, welches auf andere Bäume übertragen werden kann?

Könnt Ihr mir eine monilaresistente Sauerkirschsorte empfehlen?

LG Lilo  
« Letzte Änderung: 25. November 2003, 08:21:02 von Alter Berg » Gespeichert
gregor
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« Antworten #1 am: 25. November 2003, 10:15:04 »

Das Holz alter Bäume wird irgendwann morsch – sonst täten sie  ja ewig leben. Ist ein völlig normaler Alterungsprozeß, zwar sehr wohl durch Pilze hervorgerufen, aber keine Krankheit in dem Sinn. Moderne Baumchirurgie kann den Verfall verlangsamen, aber nicht aufhalten. Mach Dir also keine Sorgen wegen anderer Bäume.
Alte, morsche Bäume können aber bis zum völligen Zusammenbruch noch durchaus reich tragen und sind vor allem Lebensraum für viele Tiere. Andererseits aber auch Gefahrenquelle. Wir haben gerade dasselbe Problem mit einem alten Rheinischen Bohnapfel, wo wir zwischen Erhalt der beiden Spechthöhlen und Verletzungsgefahr für uns beim Zusammenbruch im stark frequentierten Innenhof bzw. der Gefahtr eines Dacheinbruches hin- und hergerissen sind.
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d'Ehre
Grischa
Günther
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #2 am: 25. November 2003, 10:21:51 »

Unsere hat nach jahrelangem Kampf der Hallimasch endgültig dahingerafft.
Mal ist der Ast abgebrochen, mal ein anderer, am Ende waren es nur mehr ein paar Ruinen. Der Busch war schon überaltert, hat aber immer noch gut getragen. Heuer hab ich die Reste entfernt, eine reichliche Hallimaschernte (ein paar Kübel) bewundert, und wenn der Pilz die Wurzelreste im Boden verzehrt hat, kommt wieder was dort hin.
Helfen tut da vermutlich nichts.
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Andreas Regner
Global Moderator
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


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« Antworten #3 am: 29. November 2003, 13:28:43 »


Könnt Ihr mir eine monilaresistente Sauerkirschsorte empfehlen?


Hallo,

eine resistente Sorte gibt es meines Wissens leider nicht. Es gibt einige Sorten, die weniger anfällig sind (Schattenmorelle ist das Monilaopfer schlechthin. Glücklicherweise hält sich diese leckere Sorte duch den Privatanbau. Aus dem Bio-Erwerbsobstbau ist sie praktisch völlig verschwunden).

Für Nordeutschland eine typische  monilafestere Sorte:
Kelleris Nr. 16   =  Morellenfeuer
Ich meine eine dänische Züchtung aus den 50iger Jahren.

Aber auch hier musst du dann sehr hinterher sein mit Schnittmassnahmen (Rückschnitt ins gesunde Holz) die Erkrankung im Griff zu halten.
« Letzte Änderung: 29. November 2003, 13:29:07 von Andreas Regner » Gespeichert

grüsse
andreas
Hannah
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Hannah

« Antworten #4 am: 08. Dezember 2003, 16:00:55 »

Hallo,
ich hatte einen sehr gut tragenden Morellenfeuer-Baum, etwa 7 Jahre lang, bis die die Monilia ihn voll erwischte und keine einzige Weichsel mehr zu ernten war. Ich habe ihn umgeschnitten und die neue Sorte Karneol gepflanzt, die wirklich moniliafest sein soll. Bis jetzt stimmt das, aber der Baum ist ja noch sehr jung (2 Jahre). Die Sorten Morina und Safir sollen auch recht widerstandsfähig sein.

LG    Hannah
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Caracol
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Caracol

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« Antworten #5 am: 08. Dezember 2003, 22:56:35 »

Ja, man sollte sich schon überlegen, ob man wirklich den richtigen Standort für einen Kirschbaum hat. Wie hierzulande, wo wir oft kalt-feuchte Sommer und Frühlinge, oder soll ich sagen Jahre  Zwinkernd  haben, ist das nicht gerade das ideale Klima für einen Prunus.

Was sie mögen sind gut besonnte südexponierte Hanglagen, wo die warme Luft zirkulieren kann. Was sie nicht mögen sind starke Feuchtigkeit besonders im Frühjahr, die dann die Pilzsporen in die Blüten tragen.

Manche Biobauern haben ja schon sehr erfolgreich mit Regendächern für Kirschbäume experimentiert und haben die Auftretenswahrscheinlichkeiten von Monilia laxa dramatisch verringern können. Aber wer will so etwas schon  im eigenen Garten machen.  Huch
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Allerbeste Gärtnergrüße von Gert
aus der Klimazone 8b - Südengland
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