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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gehölze-Forum (Moderatoren: Hilmar, winterliesel)  |  Thema: Forsythien-Problem 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Forsythien-Problem  (Gelesen 16963 mal)
Louise
Gast
« Antworten #15 am: 02. Oktober 2003, 22:34:29 »

Oh je Bernhard! Ich habe nur ein sehr gewöhnliches Forsythien-Problem und wollte nicht einheimisch/nicht-einheimisch diskutieren... Aus leidlicher Erfahrung weiss ich, dass es da einfach keinen Konsens gibt - schade eigentlich! Sind wir nicht alle Asylanten?  Huch

Ganz liebe Grüsse in die Steiermark, Louise!
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #16 am: 02. Oktober 2003, 22:37:39 »

ja, ich hab mein zitat auch nur gepostet, da es bisher immer als diskussionsstop gewirkt hat.

es macht jedenfalls keinen sinn, bei jedem gehölz immer wieder die selbe diskussion zu führen, die noch dazu meist OT ist.
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freundliche Grüße,
Bernhard
Louise
Gast
« Antworten #17 am: 02. Oktober 2003, 22:41:34 »

Bernhard, nachdem wir das auf dem kurzem Dienstweg abschliessend geklärt haben, was sagst Du als Gehölz-Spezialist zur Forsythie?
Nochmal liebe Grüsse, Louise
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #18 am: 03. Oktober 2003, 06:51:31 »

 Huch spezialist  Huch

grundsätzlich: ich bin ja meist gegen rodung. da ich selbst von meinen großeltern den garten übernommen habe, kenne ich das problem mit alten unschönen, einstmal "unprofessionell" geschnittenen sträuchern. zum teil laboriere ich nach vielen jahren nun immer noch daran, den einen oder anderen strauch zu verjüngen und in eine mir gefällige strauchform zu bringen. es ist nicht immer leicht. und manchesmal, besonders auch bei umgestaltungen, bleibt nur das roden oder das verpflanzen. man kann diesen langen prozess aber auch als herausforderung betrachten.

auch ich habe zwei so alte haudegen im garten. eine riesengroß, opulent, wird mit der heckenschere nach der blüte zurückgeschnitten und danach manuell ausgelichtet. sie schiebt auch immer wieder neue triebe nach. mit ihrer gewaltigen größe habe ich mich abgefunden.

einen andere hat sich nun die letzten jahre sämtlichen - gutgemeinten  Augen rollen - erziehungsversuchen gekonnt widersetzt. als belohnung dafür, daß ich sie nie verstümmeln wollte (mag die 15 cm-über-dem-boden-absäbel-variante nicht), bleibt mir also nur diese radikalverjüngung. wir werdens beide verkraften. sie wird wieder austreiben und im selben jahr von auch noch pinziert werden, damit sie buschiger wird. ich werde sie anfangs ignorieren (können), da sie nicht solitär, sondern irgendwo im dschungel steht.

ein andere alternative, die für eventuelle umgestaltungen in frage käme: radikal verjüngen, ausgraben, neu einpflanzen, wässern, wächst garantiert an. ist vielleicht gar nicht die schlechteste variante, da sie dann auch unterirdisch viele neue wurzeln bildet und verjüngt wird. gegen roden und verschreddern verwahre ich mich als gehölzliebhaber. dann schon lieber verschenken ....
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2003, 07:02:13 von bernhard » Gespeichert

freundliche Grüße,
Bernhard
punga
Gast
« Antworten #19 am: 03. Oktober 2003, 07:23:20 »

Hallo zusammen

Bernhard - kann man über die Sorten nichts erfahren -da gibt es ja Riesenunterschiede im Pflanzenhabitus!?
Davon abgesehen - würde ich auch zu Deiner rustikalen Methode greifen.

Zu einheimisch und eingewandert bleibt mir zu sagen, dass halb Deutschland heute exotisch essen wird.

Kartoffeln
Steak aus Argentinien
Tomaten aus Bulgarien
Kiwi aus Neuseeland
anschließend einen Cognak aus Frankreich und
eine Zigarre aus Cuba

Schön' Tach noch

punga
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Silvia
Gast
« Antworten #20 am: 03. Oktober 2003, 07:32:42 »

Kann es sein, dass sich manche Sorten nicht in Form bringen lassen? Ich habe eine Forsythie, die macht auch lange, gebogene Triebe, die bis zum Boden hängen. An Schnittstellen verzweigt sie sich kaum, sondern schiebt an der Stelle einfach einen neuen Zweig heraus anstatt mehrerer. Irgendwie wächst sie kreuz und quer gestrüppig, anstatt schön kompakt. Was kann man da machen?

Viele Grüße
Silvia
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #21 am: 03. Oktober 2003, 07:36:51 »

hallo,

ich hab ganz vergessen. eine junge steht auch noch rum. mit namensschild. der ist mir gerade nicht präsent. von den alten ist kein name mehr in erfahrung zu bringen. leider.
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freundliche Grüße,
Bernhard
fisalis
Gast
« Antworten #22 am: 03. Oktober 2003, 08:21:14 »

Hans hat ja nicht in erster linie auf die Exoteneigenschaft der Forsythie aufmerksam gemacht, sondern drauf hingewiesen, dass sie keinem Vogel hier was nützt. Sei nochmal wiederholt, damits nicht untergeht. Cornus mas versorgt demgegenüber eine zweistellige Zahl von Vogelarten.

Selbst habe ich meine Forsythie in Mordabsicht bodennah abgesägt, aber da muss man noch jahrelang jeden Frühling Neutriebe abschneiden, bis sie den Geist aufgibt. Daher kann man aus dem Wurzelstock wohl jede neu gewünschte Form hinbringen.
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Hans
Gast
« Antworten #23 am: 03. Oktober 2003, 08:55:39 »

Hallo zusammen,

hier geht es doch wirklich nicht um heimisch/exotisch. Danke fisalis.

Ich habe nur auf den fast nicht vorhandenen ökologischen Wert der Forsythien hierzulande hingewiesen. Und bei aller Liebe zu Blumen und Gehölzen sollte man neben der subjektiven Schönheit bzw. den Geschmack des einzelnen bei der Auswahl der Gehölze deren ökologischen Wert schon in Betracht ziehen.  
Für einen verantwortungsvollen Gärtner oder Naturfreund eigentlich eine Selbstverständlichkeit, nehmen doch unsere Gärten in Summe mehr Platz ein, als die unter Schutz gestellten Flächen.

Aber hier darf man dazu anscheinend nicht Stellung nehmen, ohne mit dümmlichen Vergleichen wie "Argentinisches Steak" usw. konfrontiert zu werden.
     
Mir geht es überhaupt nicht darum, ob eine Pflanze hier oder dort beheimatet ist. Die Kanadische Felsenbirne dürfte der heimischen Felsenbirne in nichts nachstehen. Der Schmetterlingsstrauch sollte in keinem Garten fehlen. Es gibt genügend Beispiele für wertvolle Exoten.

Aber die Forsythie ist ja nun wirklich nutzlos. Ausserdem ging es bei diesem Thread darum, ob Louise sie rodet oder nicht. Und da ist es eine gute Möglichkeit sie durch einen nützlichen Strauch (ob heimisch oder nicht, spielt keine Rolle) zu ersetzen.


Schöne Grüße
Hans  
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Silvia
Gast
« Antworten #24 am: 03. Oktober 2003, 09:02:54 »

Aber die Forsythie ist ja nun wirklich nutzlos.

Also, das kannst du so aber nicht sagen, Hans Zwinkernd. Im Frühjahr erfreut sie mit ihrem leuchtenden Gelb immer wieder mein Auge und das tut mir nach den grauen Wintermonaten sehr gut. Es hebt meine Stimmung. Das ist für mich schon mal durchaus ein Nutzen - Balsam für die menschliche Seele. Lächelnd

Man muss doch nicht immer ans Essen denken. Zwinkernd

Lieben Gruß

 
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fisalis
Gast
« Antworten #25 am: 03. Oktober 2003, 09:18:37 »

Aber eben an die Vögel. Versuchs doch mal mit den frühen Blüten der Kornelkirsche, Silvia, die werden dein Herz im Frühling zu unaufhörlichen Freudensprüngen anregen, toppen jede Forsythienblüte, zumal, wenn sich dann noch ein farbiges Vögelchen drauf niederlässt Smiley
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Silvia
Gast
« Antworten #26 am: 03. Oktober 2003, 09:24:06 »

Fisalis, du glaubst nicht, wie viele Vögel wir hier haben und sie haben zu fressen ohne Ende Lächelnd. Dafür gibt es genügend Möglichkeiten bei uns im Garten. Außerdem wohne ich direkt am Wald. Die kleinen Flieger werden mir meine Forsythie bestimmt gerne gönnen. Zwinkernd

Viele Grüße
Silva
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #27 am: 03. Oktober 2003, 09:51:52 »

ihr werdet es nicht glauben, aber bei mir gibts tatsächlich sambucus nigra und racemosa, cornus mas, colutea, corylus, virburnum opulus, syringa und jede menge anderer "heimischer" oder "ökologisch" nützlicher sträucher im garten. ich hatte zig brutpaare im garten und die laben sich jetzt an vogelbeere und co. alle wohlgenährt. die alte forsythie gibt ihnen deckung und sie lieben es zu ihren füßen nach würmern zu picken. für mich erfüllt sie eine wohlfahrtsfunktion. genauso für den kater, der sich im schatten aalt. man sollte das alles nicht zu eng sehen. am besten ist noch immer eine gesunde mischung.

vielleicht sollten wir in querbeet mal einen thread öffnen, der platz für eine grundsatzdiskussion bietet. der hinweis von hans ist mit sicherheit wertvoll, da er für louise sicherlich ein entscheidungskriterium darstellt. das problem ist nur, die immer wieder kehrende grundsatzdiskussion, die zwangsläufig nicht nur sachlich und threadbezogen bleibt.
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2003, 09:52:29 von bernhard » Gespeichert

freundliche Grüße,
Bernhard
Silvia
Gast
« Antworten #28 am: 03. Oktober 2003, 10:03:19 »

Um mal wieder auf das Thema zu kommen:

Was empfiehlst du denn bei solchen Hoppenstaken, denen die Fülle fehlt, Bernhard? Muss man beim Schnitt etwas Besonderes beachten?

LG Silvia
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2003, 10:04:38 von Silvia » Gespeichert
Caracol
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Caracol

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« Antworten #29 am: 03. Oktober 2003, 11:25:09 »

Ja, Silvia hat völlig recht. Die Forsythienblüte im Frühling ist einfach wunderbar, besonders wenn, wie bei uns, ein Chaenomeles (sehr beliebt bei den Piepmätzchen) hindurchwächst und man eine schöne Farbkombination von gelben und roten Blüten hat.

Und jetzt im Herbst erfreut uns die Forsythie auch noch mit einer wunderschönen roten Laubfärbung.  Lächelnd Lächelnd Lächelnd

* Forsythia Rotfärbung (Photo) (143 KB, 640x480 - angeschaut 256 Mal.)
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2003, 12:40:06 von Caracol » Gespeichert

Allerbeste Gärtnergrüße von Gert
aus der Klimazone 8b - Südengland
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