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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gehölze-Forum (Moderatoren: Hilmar, winterliesel)  |  Thema: Forsythien-Problem 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Forsythien-Problem  (Gelesen 16985 mal)
Louise
Gast
« am: 01. Oktober 2003, 19:51:28 »

Hallo Gehölz-Experten,

mein Problem ist eine mittlerweile äusserst unschön aussehende Forsythie im Vorgarten. In diesem Frühjahr habe ich jeweils, so wie man das überall liest, einige Stämme bodennah zurückgeschnitten. Dies in der Hoffnung, dass sie nun kompakter wird. Leider aber war dies nicht der Fall, meine F. streckt alle Äste, Stämme, Neutriebe weit von der eigentlichen Mitte weg. Also innen hohl und nach aussen tlw. äusserst unschöne, lange und dürre Triebe  Ärgerlich Gibt es hierfür noch irgendeinen Vorschlag, die die F. besser aussehen lässt?

Ansonsten habe ich mir jetzt auch schon überlegt, die F. ganz zu entfernen - hat jemand von Euch sowas schon mal gemacht und vor allem wie? Eins weiss ich schon, mit meinem eleganten Damenspaten komme ich da nicht sehr viel weiter Huch

Schon mal vielen Dank, Louise
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psilostemon
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psilostemons Garten in OÖ
...achtet auf Kleines und ihr werdet Großes finden


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« Antworten #1 am: 01. Oktober 2003, 19:56:08 »

Hallo Luise,
bin da nicht gerade die Expertin, aber mein Großvater hat mal in irgendeinem Anfall seine Forsythie, einen alten, knorrigen, ausladenden Strauch, auf einer Seite völlig bodeneben abgesägt. Wir waren recht geschockt und glaubten nicht, dass sie jemals wieder nachtreiben würde. Aber siehe da: Im ersten Jahr kamen lange, grüne, biegsame Triebe, die ausgelichtet und gekürzt wurden und schon im nächsten Jahr verdickten und verzweigten sich die Äste und nun schaut es schon wieder ganz passabel aus. Du könntest mit dem Ausreißen noch bis Frühling warten und dann Stecklinge machen - dauert nur ganz kurz und schon hast du wieder einen schönen, neuen, kompakten Strauch.
VLG, Katrin (die alles lieber rettet als ausreißt  Smiley)
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Meine Geraniumhomepage findet ihr, wenn ihr ins Profil klickt :-)
ernst
Gast
« Antworten #2 am: 01. Oktober 2003, 20:24:02 »

Auch nicht Experte! Aber Versuch macht kluch! Brutal zurückscneiden, nach der Blüte noch einmal auf ein Drittel zurücknehmen, dann wirds buschig! Nesthäckchen hat recht, nicht roden, Stecklinge machen Grinsend Zwinkernd, gell Luise.
lG,ernst
Warum immer diese gelbblühenden, unmodernen Sträucher? Zwinkernd
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2003, 20:24:45 von ernst » Gespeichert
Caracol
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Caracol

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« Antworten #3 am: 01. Oktober 2003, 20:29:52 »

Ist völlig logisch eigentlich, weil Forsythia eine ausgeprägte Basitonie hat, d.h. neue Triebe sprießen aus dem Boden hervor. Und wenn man die alten absäbelt, regt man das natürlich noch mehr an.
Also wenn schon weg, dann lieber ganz ausgraben.
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Allerbeste Gärtnergrüße von Gert
aus der Klimazone 8b - Südengland
Louise
Gast
« Antworten #4 am: 01. Oktober 2003, 20:40:14 »

Ganz vielen Dank für Eure schnellen Antworten!

Caracol, red doch bitte nicht so fremdländisch mit mir, was zum T... ist Basitonie Huch Huch Huch Ausgraben, hast Du da Erfahrung? Mir schwant, ich bräuchte einen Bagger..

Wer fragte noch nach gelb und unmodern Zwinkernd?? Hat der Vorbesitzer hingesetzt!!

Also = brutalstmögliches Zurückschneiden, nur wann? Jetzt oder im Frühjahr?


Liebe Grüsse an Euch, Louise
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ElkeCascaja
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Mein großer Garten
Herrlicher Sommer


« Antworten #5 am: 01. Oktober 2003, 21:25:32 »

Also ich habe einen Forsythien-Riesenbusch, etwa 4 x 2 Meter  Grinsend
Wenn du die Äste jetzt schneidest, blüht im Frühjahr nix, weil die Blüten schon jetzt als kleine Knospen am Strauch sind (guck mal nach). Ich schneide meine immer direkt nach der Blüte. Einige einzeln stehende Sträucher sind bei mir dieses Jahr auch so ausladend geworden, die werde ich nach der Blüte auch ratzeputz kürzen.
Forsythien wurzeln bei mir nicht tief. Große Löcher brauchte ich nie graben, die Wurzeln kleben allerdings so starrsinnig an der Erde.
Was soll das mit dem Damenspaten, ich habe auch so einen und grabe hier den ganzen Garten (und ich habe ein paar Quadratmeter!!) damit um  Cool
Gerade weil der etwas kleiner ist, kann man/frau den viel schwungvoller in die Erde rammen.
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Münsterland in Westfalen, Zone 7? ca. 80 m ü NN
Louise
Gast
« Antworten #6 am: 01. Oktober 2003, 22:32:46 »

 Ok, also im Frühjahr die Radikalkur (mein Gott, wie lange siehst das dann unschön aus  Huch Huch)

Elke, natürlich habe ich auch einen Damenspaten und würde den nie wieder hergeben und lasse auch im allgemeinen gar nix auf den kommen, nur bei riesigem Forsythienstrauch ausgraben wäre das ja so eine David/Golliath-Geschichte, oder Zwinkernd
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Caracol
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Caracol

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« Antworten #7 am: 01. Oktober 2003, 22:49:07 »

Caracol, red doch bitte nicht so fremdländisch mit mir, was zum T... ist Basitonie Huch Huch Huch

Hab ich doch geschrieben, Louise! Basitonie bedeutet, dass neue Triebe aus dem Boden (Basis) hervorsprießen. Jedes Gehölz wächst ja anders und die Forsythie entwickelt halt diese neue Triebe, die aus dem Boden schießen und im nächsten Jahr blühen werden.

Der richtige Schnittzeitpunkt der Forsythie ist NICHT zum Frühjahrsbeginn und auch nicht jetzt im Herbst sondern SOFORT NACH der Blüte. Nur so hat der Strauch die Zeit, Knopspen für's nächste Jahr zu bilden.
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Allerbeste Gärtnergrüße von Gert
aus der Klimazone 8b - Südengland
Cornelia-Wesermarsch
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« Antworten #8 am: 02. Oktober 2003, 17:37:15 »

.. sofort nach der Bluete koennte man theoretisch sogar einen
strengen Formschnitt (mit der Heckenschere!) anbringen, ich hab
schon richtig kastenfoermige Forsythienhecken gesehen und
das sah nicht schlecht aus. Unsere Gartenvorgaenger hatten auch einen
Drang zu im Gelaende verteilten F., noch dazu verschiedene Sorten
in verschiedenen Gelbtoenen. Ich habe sie alle ausgebuddelt,
was nicht sehr schwer war, und zusammen auf einen Knick als
leicht geschnittenen Hecke gesetzt. So sehen sie schon fast gewollt
aus. Also nicht wegschmeissen, sondern den richtigen Platz oder
die richtigen Partner aussuchen.

Gruesse, Cornelia
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Hans
Gast
« Antworten #9 am: 02. Oktober 2003, 19:02:14 »

Hallo zusammen,

der richtige Platz für diese Standardexoten ist China und Japan. Hier bei uns sind sie ökologisch wertlos. Nicht ein Vogel hat etwas davon und auch die allermeisten Insekten machen einen großen Bogen um die Forsythien.
Also doch besser roden und ein einheimisches Gehölz pflanzen.  Smiley Alle Tiere des Gartens würden sich darüber freuen.  Zwinkernd

Schöne Grüße
Hans
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Fleadheat
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N 52° 14' 15'' O 09° 51' 15''; Klimazone 7b


« Antworten #10 am: 02. Oktober 2003, 19:10:43 »

Hallo zusammen,
Hans hat recht. Der beste Platz für das Goldglöckchen ist der Schredder. Ausgraben ist relativ einfach (s. EC) und eigene Erfahrung. Danach am Besten einen Cornus mas, der blüht auch gelb.

Zitat
ich hab
schon richtig kastenfoermige Forsythienhecken gesehen und
das sah nicht schlecht aus.
Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden  Grinsend
Gruß
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Unkraut ist die Auflehnung der Natur gegen die Diktatur der Gärtner
apusupa
Gast
« Antworten #11 am: 02. Oktober 2003, 19:19:30 »

Unsere Forsüzje sieht grossartig aus, seitdem sie weg ist Cool
« Letzte Änderung: 02. Oktober 2003, 19:20:24 von Apus » Gespeichert
Louise
Gast
« Antworten #12 am: 02. Oktober 2003, 20:03:10 »

Eine gemischte Hecke in "Kastenform" hat schon unser Nachbar  Augen rollen, wobei ich sagen muss, seine Forsythie sieht sehr kompakt aus - da kommt nämlich alle 4 Wochen so ein "Edward-mit-den-Scherenhänden" vorbei Grinsend

Ausbuddeln nicht schwer  Lächelnd OK, wenn Hans sagt, dass ökologisch sinnvoll ist, spricht doch nichts dagegen  Zwinkernd

Liebe Grüsse, Louise
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fionelli
Gast
« Antworten #13 am: 02. Oktober 2003, 20:29:24 »

Leichter und schneller wachsen Steckhölzer bei Forsythien.
Vielleicht ist der Strauch einfach schon zu alt. Auch wenn ökologisch nicht sinnvoll, schön sind sie im Frühjahr doch. Vielleicht kann man ja friedliche Koexistenzen pflanzen?
Macht nicht jede Pflanze Sinn? Vielleicht benutzt der Schmetterling die Forsythienblätter einfach nur mal zum Ausruhen? Wo läßt sich den dort eine Grenze ziehen? Einheimisch sind doch viele Pflanzenarten nicht.
Ist das jetzt schon OT?
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #14 am: 02. Oktober 2003, 22:29:12 »

offtopic:

wobei wir wieder einmal bei heimisch/nicht heimisch angelangt wären ....  Ärgerlich ....... den nicht sinnvoll zu setzenden time mark, habe ich ja schon öfter erwähnt. ich kanns nicht lassen, mich diesbezgl. wieder mal selbst zu zitieren:

"ja,ja, beim ruf nach heimischen gehölzen laufen die gemüter heiß. wie oft rufen naturschützer dazu auf, wieder die "heimischen" streuobstwiesen zu forcieren. aber genau diese streuobstwiesen sind ja jahrhundertelang gepflegte und gewachsene kulturlandschaft ... und in der uns bekannten und soviel gepreisenen form nunmehr ökologisch wichtig (sehr hohes tierartenaufkommen), als "heimisch" angesehen, in der ureigensten bedeutung des wortes - wo setze ich jetzt den time mark (?) - sicher nicht heimisch.

zu meinem lieblingsbeispiel - die edelkastanie: als ihre natürliche verbreitung wird im allg. die franz. mittelmeerküste, schweiz, österreich, balkan und kaukasus angegeben, auch vorkommen im appennin zählen dazu. in fast jedem buch findet man hier andere angaben. das eine buch nennt nordafrika als heimat, ein anderes verneint französische vorkommen und solche auf der iberischen halbinsel als natürlich. wieder ein anderes führt die römer als die verbreiter der castanea sativa in unseren breiten an. bronzezeitliche funde beweisen aber, das edelkastanien im nördlichen alpenraum schon wuchsen, lange bevor die römer kamen (obgleich letztere die c.s. sehr wohl propagierten) - sie haben die cs bei uns also nicht eingebürgert. reine bestände existieren auch in deutschland. in der südsteiermark gibt es ausgedehnte laubmischwälder mit sehr hohem cs-anteil. diese bestände werden in der literatur (auch in wissenschaftlicher und in lehrbüchern) als "ursprünglich" bezeichnet. verbreitet findet man aber auch den hinweis darauf, daß aufgrund der bedeutung der edelkastanie als nahrungsmittel  (grundnahrungsmittel vor allem für die arme bevölkerung) in den vergangenen jahrhunderten eine eideutige identifizierung des naturstandortes bzw. vorkommens wahrscheinlich nie 100%-ig geklärt werden kann.
wenn ich jetzt zb in der südsteiermark eine edelkastanie pflanze, pflanze ich ein heimisches oder ein exotisches gehölz. die meinungen könnten unterschiedlicher nicht sein. einige werden hier auf basis xenophober einstellung argumentieren, ander wissenschaftlich, viele gefühlsmäßig ...
...viele dieser fragen nach "ursprünglich heimisch" können wahrscheinlich gar nicht eindeutig geklärt werden. wobei so richtig ursprüngliches in unserer heutigen kulurlandschaft manchmal sogar schon wieder exotisch anmutet und die kulturlandschaft wieder eine neues "heimisch" geschaffen hat."

ich find, es paßt hier dazu! vielleicht hats ja irgendwer noch nicht gekannt Zwinkernd

ende offtopic

bei aukt*onshaus konnte ich letztens lesen, daß jemand eine "fozizie" zu versteigerung anbietet.  Lächelnd ist ja wirklich köstlich!!
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freundliche Grüße,
Bernhard
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