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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gehölze-Forum (Moderatoren: Hilmar, winterliesel)  |  Thema: Gemeiner Liguster krank 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Gemeiner Liguster krank  (Gelesen 5952 mal)
Wolfgang
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Ich liebe meine Frau!


WWW
« am: 10. Mai 2002, 11:29:05 »

Hallo,
weiß jemand Rat? Mein zehnjähriger Liguster-Hochstamm rollt die Blätter längs zusammen und wirft sie ab. Wenn ich richtig diagnostiziere, hat er in den aufgerollten Blättern Blattläuse. Doch ich bin unsicher, denn Läuse hat er noch nie gehabt.
Spritzen nützt nicht so viel; in die aufgerollten Blätter gelangt der Nebel kaum. Kann man Mittel wie Lizetan anwenden, die über die Wurzeln wirken?
Wäre schade, wenn er nach zehn Jahren (gerade konnte ich ihn vom Stab emazipieren) den Geist aufgäbe.
Wolfgang
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #1 am: 10. Mai 2002, 11:40:07 »

hallo wolfgang,

es gibt auch systemische insektizide, bei welchen der sprühnebel nicht in ritzen und ecken des gehölzes vordringen muß. der unterschied zu den kontakt-spritzmitteln wie du sie meinst: systemische mittel werden von der pflanze aufgenommen und IN der pflanze transportiert und gelangen auf diese weise in ALLE teile derselben. die saugenden schädlinge kriegen davon überall ab, wo sie die pflanze ansaugen. beispiele dafür wären etwa roxion oder decis.

ich bin aber sicher, du bekommst auch nicht-chemische tipps hier.
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freundliche Grüße,
Bernhard
Hans
Gast
« Antworten #2 am: 10. Mai 2002, 12:15:31 »

Hallo zusammen,

ob denn wirklich die Blattläuse für das Einrollen der Blätter verantwortlich sind?
Wenn der Liguster in den letzten Jahren noch nie welche hatte. Ich glaube nicht so recht dran. Und wenn doch, so fehlt ihm vielleicht etwas anderes. Läuse bevorzugen prinzipiell kranke oder kränkelnde Pflanzen.

Bevor man zur chem. Keule greift, sollte man die Ursache der Krankheit genau kennen. Sonst spritzt man ja vielleicht ein falsches Mittel.

Neben den giftigen Tips gibt es natürlich auch ungiftige gegen die Blattläuse:

Zum Beispiel
Absammeln, Abwischen oder Abpinseln der Blätter mit Wasser, Abspritzen mit einem harten Wasserstrahl

Ein Spritzer Geschirrspülmittel in eine mit Wasser gefüllte Sprühflasche geben und damit die befallenen Pflanzen besprühen. Seifen- und Schmierseifenlösungen helfen auch

Brennnessel-Kaltwasserauszug

Wurmfarnblätter kochen und dann mit Wasser verdünnen

Und dann gibt es natürlich noch Pflanzen, die die Läuse nicht so sehr mögen und die natürlichen Feinde.


Schöne Grüße
Hans

Übrigens gibt jeder Hobbygärtner pro Jahr durchschnittlich 10 Euro für Pflanzenschutzmittel aus. 72 Tonnen (!) Wirkstoff (chem. und "biologischer")wurden allein im Jahr 2000 von Hobbygärtnern gekauft.
Es ist schon erstaunlich, daß es trotzdem immer noch so viele "Schädlinge" gibt!   Smiley


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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #3 am: 10. Mai 2002, 13:20:01 »

@hans: bitte steinige mich nicht gleich. ich hab doch nur wolfgang zögerliche spritzformulierung mit fakten klargestellt. den unterschied zwischen systemischen und kontakt-mitteln zu kennen, kann ja nicht schaden. ich hab wolfgang auch nicht aufgefordert zu spritzen, ich hab sogar noch ganz brav und ökologisch auf noch folgende nicht chemische vorgangsweisen verwiesen. alles klar - aber wahrscheinlich reagiert man (auch ich jetzt und hier) bei chemie gleich etwas übersensiebel?

@wolfgang: mit läusen könntest du gar nicht so schlecht liegen. es gibt tatsächlich eine eigene laus für den liguster: die viecher heißen myzus ligustri - die ligusterblattläuse: zu erkennen an:längs eingerollten blättern, zum teil nach unten eingerollte, verdrehte, später nekrotische blätter, blattfall, gelbliche läuse. in meinem buch namens farbatlas der gehölzkrankheiten von butin/nienhaus/böhmer wird zur bekämpfung -ich gebe sinngemäß die literatur wieder und empfehle nichts- bei schwachem oder beginnendem befall kaliseife (neudosan) und bei stärkerem befall allerlei chemisches (blattlausfrei pirimor g, pirimor granulat, roxion, rogor, metasystox r spezial, promanal, oder mittelchen in denen pyrethrum oder auch piperonylbutoxid drinnen ist.

bei bloß einem stämmchen kann man aber mit ein bisserl zeitaufwand auch ohne chemie auskommen. außer wenns gaaaanz arg ist.
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freundliche Grüße,
Bernhard
Wolfgang
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Ich liebe meine Frau!


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« Antworten #4 am: 10. Mai 2002, 14:38:04 »

Hallo Bernhard,
vielen Dank; Deine Beschreibung passt ziemlich genau. Zur Sicherheit werde ich wohl morgen mal meinen Gärtner aufsuchen. Leider hat sich der Befall schon über die ganze Krone ausgebreitet, weil ich zunächst auf die Robustheit der Pflanze gesetzt und nichts unternommen habe, weil ich im hektischen Alltag auch nichts sah.
Hans, Du hast ja mehr recht als uns lieb sein kann. Ich gehöre übrigens eher zu den zurückhaltenden Chemie-Anwendern und gebe Dir im Grunde recht. Nur sah ich meinen zehnjähigen Einsatz in Gefahr.
Wolfgang
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