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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Stachelbeerbäumchen - wann pflanzen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Stachelbeerbäumchen - wann pflanzen  (Gelesen 10369 mal)
Eva
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You are a guest of nature. Behave.


« am: 07. Mai 2002, 17:21:12 »

Hallo Forum,
ich hab schon wieder so'ne Anfängerfrage:

ich möchte gern ein Stachelbeerbäumchen haben. In ein/zwei Wochen wird das Beet an der Stelle so weit sein, daß ich pflanzen könnte. Und die Baumschule bietet zur Zeit auch noch Stachelbeerbäumchen  (aber nicht mit Ballen) an - ist das schon zu spät im Jahr, oder kann ich noch? Eile habe ich nicht - wenn ich jetzt nicht mehr pflanze ist es dann Herbst besser - oder nächstes Jahr im Frühling?

Welche Sorten sind empfehlenswert, resistent, lecker (zum gleich Essen und für Marmelade, gerne süüß) für Oberösterreich - Zone 5?

Vielen Dank schon mal im Voraus
Eva
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Andreas Regner
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


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« Antworten #1 am: 07. Mai 2002, 17:32:27 »

Hallo,

kommt ein bischen drauf an, wie die Pflanzen gelagert sind. Könnte sein, dass sie speziell für den Versand vorbereitet sind und noch laublos. Dann wäre auch wurzelnackte Ware kein Problem.

Freilandpflanzen sind schon voll ausgetrieben und blühen auch schon. Da wäre die wurzelnackte Verpflanzung zwar möglich, aber ziemlicher Quälkram und mit höheren Ausfällen zu rechnen.
Insofern würde ich dann eher zur Herbstpflanzung oder auch zur Pflanzung im zeitigen nächsten frühjahr raten.
Oder aber Containerware, die allerdings viel teurer ist.

Die neueren Sorten, die mittlerweile nicht mehr als mehltauresitent sondern nur noch als mehltaufest vertrieben werden (wobei ich noch keinen Befall an diesen Sorten feststellen konnte) finde ich alle nicht so schmackhaft wie die alten sorten (habe bisher u.a. Invictus und 3 versch. Hinnonmäki ausprobiert). Aber durchaus trotzdem essbar.
In isolierten Lagen kann auch immer mal wieder der Anbau alter Sorten gut probiert werden.
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grüsse
andreas
Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
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« Antworten #2 am: 07. Mai 2002, 22:43:15 »

Ja, Andreas,

das stimmt schon. 'Invicta' und die rote 'Hinnonmäki', von denen ich je ein Kniestämmchen gepflanzt habe, schmecken zwar nicht gerade fad, aber so den richtigen Kick von "Macherauchs Spätlese" bekommt man bei ihrem Verzehr auch nicht ganz. Dafür hatte ich jedoch ebenfalls bisher keinerlei Probleme mit dem Amerikanischen Stachelbeermehltau.

Es kann aber schon sein, daß ich die auch so nicht hätte, da Stachelbeeren hier herum ohenhin nicht besonders beliebt zu sein scheinen. Ich habe in der unmittelbaren Nachbarschaft zumindest noch keine gesehen. Und nota bene, auch zuhause bei meinen Eltern und Großeltern hatten wir keinen Mehltau auf den Stachelbeeren (m.E. waren das alte Macherauch-Sorten), da wir jedes Frühjahr vor dem Austrieb konsequent ALLE Triebspitzen großzügig angeschnitten haben.

Giuseppe S.
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Eva
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You are a guest of nature. Behave.


« Antworten #3 am: 08. Mai 2002, 12:47:42 »

Danke für die Tipps,

die Baumschule hat Pflanzen, die schon ausgetrieben sind und das Blühen anfangen - also wird's wohl eher Herbst. Isoliert wird die Stachelbeere schon sitzen (brauche ich da übrigens gleich einen Befruchter dazu?) - aber woher kriegt man Bäumchen von alten Sorten?

Gruß Eva
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Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
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« Antworten #4 am: 08. Mai 2002, 22:29:23 »

Tja, Eva,

ich glaube, die muß man mittlerweile genauso suchen wie Graham Thomas vor 50 Jahren alte Rosen gesucht hat - in alten Gärten und evt. bei irgendwelchen Vereinen, die alte Nutzpflanzen sammeln, da keine "normale" Gärtnerei sie mehr anbietet. Selbst naturwuchs hat nur noch 'Hinnonmäki', 'Invicta' und 'Remarka'.

Aber ein paar Webseiten habe ich doch noch gefunden. Interessanterweise viele Österreicher dabei:
http://www.planten.de/pflanzen/obst/stachelbeeren/
http://www.obstbaum-koenig.de/beerenobst.htm
http://www.artner.biobaumschule.at/02-beerenst.htm
http://members.aon.at/reinmueller-garten/obstgehoelze.htm
http://www.schickgarten.at/index.htm?/obst.htm

So, das soll mal fürs erste genügen.

Giuseppe S.

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peterr
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« Antworten #5 am: 09. Mai 2002, 06:53:25 »

Asiroma gelb, Erdina, Macherauchs Resistenta, Schwarze,  Summertime Rot, Violett... gibts bei Mitgliedern von Arche Noah/ A- 3553 Schloss Schiltern/ Langenlois/www.arche-noah.at

Peterr
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ernst
Gast
« Antworten #6 am: 14. Mai 2002, 04:56:30 »

hallo!
noch ein tipp zur verspäteten frühjahrspflanzung:
habe schon mehrmals mit erfolg wurzelnackte ware in container getopft, um sie später an ihrem endgüligen ort zu pflanzen. bei mir ist das oft schon dadurch notwendig, da zu dem  zeitpunkt, wo wurzelnackte ware im flachland angeboten wird, bei mir der boden noch gefrohren sein kann. im schlimmsten fall topf einsenken und im herbst pflanzen.
grüße ernst!
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gartenzwerg
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #7 am: 14. Mai 2002, 21:56:51 »

Südländer, noch eine Anfängerfrage: Bekommen die Stachelbeeren den Mehltau von infizierten Nachbarpflanzen oder habe ich Dich da falsch verstanden? Ich habe nämlich zwei Containerpflanzen (Hinnonmäki) gesetzt und die Nachbarn haben keine. Das hieße dann also, dass ich gute Karten hätte, oder? Und das Schneiden der Triebspitzen beugt vor? Grüße, Doris
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Giuseppe
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Giuseppes Fotoalbum
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« Antworten #8 am: 14. Mai 2002, 22:40:20 »

Nun, Doris,

der Mehltau "liegt in der Luft", d.h. die infizierten Pflanzen können ruhig einige hundert m entfernt sein, die Sporen werden vom Wind herumgewirbelt. Manche sprechen sogar von km, wobei mit größer werdender Entfernung einfach die Streuung der Pilzsporn größer wird und nicht mehr so viele ein kleines, neu gepflanztes Stachelbeerbäumchen treffen.

Die gefährlichsten Sporenquellen sind aber sicherlich die, die am Bäumchen selbst sitzen, und das tun sie bevorzugt in den Triebspitzen. Deswegen war es zuhause die wichtigste Regel beim Stachelbeerschnitt, nachdem der Strauch bzw. die Krone ausgelichtet war, ALLE Triebspitzen anzuschneiden.

Mit meinen 'Invicta' und 'Hinnonmäki' habe ich das nie mehr so gezielt gemacht und habe trotzdem keine Probleme mit dem Mehltau. Insbesondere die 'Invicta' braucht aber jedes Jahr einen kräftigen Auslichtungsschnitt, sonst erhält man ein undurchdringliches Knäuel von extrem stacheligen Zweigen, aus dem nur noch die Wespen Stachelbeeren ernten können.

Die 'Hinnonmäki' (rot) ist da etwas zurückhaltender. Da kann man auch mal ein Jahr nicht schneiden und sie gerät nicht außer Rand und Band.

Giuseppe S.
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