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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gehölze-Forum (Moderatoren: Hilmar, winterliesel)  |  Thema: Cercidiphyllum japonicum 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Cercidiphyllum japonicum  (Gelesen 7257 mal)
Helga7
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Ich liebe dieses Forum!


« am: 15. Juli 2003, 21:32:47 »

Ich hab mir gedacht, dass wir den schon mal hatten, aber bei der Suche nix gefunden!
Deshalb meine Frage: Duften die Blätter im Herbst verlässlich? Ich hab mich heute in einer Gärtnerei informiert und erhielt die Auskunft, dass er noch nie geduftet habe. Ausserdem hat mir die Dame auch erklärt, dass Cercidiphyllum und Cercis das Gleiche wären!
Er gefällt mir sehr gut, allerdings ohne Duft ist er weniger interessant.
Ciao und danke
Helga
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Sepp
Gast
« Antworten #1 am: 15. Juli 2003, 21:40:14 »

Meines Wissens duften sie verlässlich.

Ausserdem hat mir die Dame auch erklärt, dass Cercidiphyllum und Cercis das Gleiche wären!

Quatsch.
Cercis=Judasbaum; Caesalpinaceae
Cercidiphyllum= Kuchenbaum, Katsurabaum; Cercidipyllaceae

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michael
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michael
Akebia quinata


WWW
« Antworten #2 am: 15. Juli 2003, 21:43:46 »

Hallo,

so viel wie ich weiss, duften die Blätter erst mit beginnender Herbstfärbung. Hat wohl was mit Fermentierung(?) zu tun.

Dazu eine kleine Geschichte; wir sind beim Studium mal zwecks Botanikkentnisse durch eine Baumschule gegangen, auf einmal roch es nach Kuchen. Der Strauch stand ca. 10m weiter in schönster Herbstfärbung. Ein richtig intensiver Geruch nach Kuchen, ich glaub das werd ich nie vergessen ...

michael
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #3 am: 16. Juli 2003, 05:51:44 »

tolle gärtnerei  Grinsend

der warda arbeitet bei der dritten auflage seines buches an geruchsseiten, damit man diesen tollen geruch testen kann Zwinkernd  - mein schöner hagelfriesierter katsura wird heuer seinen ersten herbst bei mir erleben - bin schon soooo gespannt.
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freundliche Grüße,
Bernhard
Iris
Gast
« Antworten #4 am: 16. Juli 2003, 07:07:25 »

Der Duft ist auch witterungsabhänig und wird wohl auch von unterschiedlichen Nasen unterschiedlich stark wahrgenommen. Er sollte aber - wenn man ihn im Garten hat und öfter "beriechen" kann - schon ab und an dem liebevollen Besitzer Appetit auf Lebkuchen machen.

Helga, du hast diese "Gärtnerin" hoffentlich aufgeklärt? Wenn ich so etwas lese, dann merke ich immer, wie jung und aggressiv ich noch bin und wie viel an Selbstkontrolle mir noch fehlt Grinsend.

Liebe Grüsse,
Iris
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KarinL
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400 m ü.NN, Zone 7b


« Antworten #5 am: 16. Juli 2003, 08:06:18 »

Ich meine mich erinnern zu können, daß in dem alten Thread erwähnt wurde, daß  bei eher saurem Boden Duft und Herbstfärbung bei Cercidiphyllum intensiver sind.
Mein Katsurabaum stand bisher im Lehmboden und hatte weder Duft noch besondere Herbstfärbung. Nach diesem Posting habe ich ihn im zeitigen Frühjahr ausgebuddelt und in ein Riesenloch mit Rhodo-Erde neu gepflanzt. Mal schauen, wie er sich jetzt im Herbst verhält.
Eine Änderung hat diese Aktion aber schon gebracht: der Austrieb ist jetzt leuchtend rot, auch ein Charakteristicum dieses schönen Baumes, vorher war das bestenfalls als rötlich zu bezeichnen.
Helga, diese "Gärtnerei" wirst Du doch wohl in Zukunft meiden, oder?
Grüße Karin
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PP
Gast
« Antworten #6 am: 16. Juli 2003, 08:13:26 »


Der Duft entwickelt sich meiner Erfahrung nach beim Welken, hab das
beim Schneiden meines Kuchenbaumes festgestellt.
Man kann einige Blätter in ein verschlossenes Glas geben und kurze Zeit
in die Sonne stellen, dann mal dran schnuppern.
Ich finde der Duft hat eine fruchtige Note, mit einer gewissen Ähnlichkeit zu
Gewürzstrauch (Calicanthus) ist aber einer von den Düften, die man bei zu
intensivem Inhalieren sehr schnell nicht mehr wahrnimmt.
Wäre interessant zu wissen, welche physiologischen Prozesse es verursachen,
daß man manche Düfte nach dem ersten Schnuppern nicht mehr wahrnehmen kann.
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peterr
Gast
« Antworten #7 am: 16. Juli 2003, 08:19:10 »

Cercidiphyllum so scheints, gehört zu den eher anspruchslosen Gewächsen. Meiner hat nur ein paar Schaufeln guter lehmiger Erde bekommen. Der Rest ist festgebackener Dreck. Allerdings gehört er wohl deshalb auch nicht zu meinen spektakulärsten Herbstfärbern. Ich habe ihn vor ein paar Jahren als "Pendula" gepflanzt und mich stets geärgert über seinen unbeholfenen Vogelscheuchenhabitus. Inzwischen entwickelt er sich so, wie es sein soll. Wunderschön! Die öfter zu lesende Warnung, er sei frostempfindlich, kann ich nicht betätigen. Selbst als Kleiner hat er schon über 28 Grad minus gelacht. Wohl weil er sehr trocken steht.
Fazit: Cercidiphyllum japonicum gehört in jeden Haushalt!

peterr
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Helga7
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« Antworten #8 am: 16. Juli 2003, 08:42:44 »

Ich dank euch schön für diese ermutigenden Aussagen! Lächelnd Lächelnd Lächelnd
Karin, die Gärtnerei kann ich nicht meiden, sie ist die einzige mit sehr grosser Auswahl und guter Qualität in meinem Eck von Österreich! Aber ich werd mich auch in Zukunft bei euch genauestens informieren, bevor ich denen was glaube Zwinkernd!
Die Sache mit Pflanzenverwandtschaften wird mir überhaupt allgemein bei unds zu leicht genommen. Im Frühling hab ich mich über Wisteras informiert, hatte zwei, drei in der engeren Auswahl, auf meine Anfrage wegen der gewünschten Sorten bekam ich als Antwort: Wir haben violett, rosa und weiss! No na!  Ärgerlich
Ciao
Helga
« Letzte Änderung: 16. Juli 2003, 08:43:54 von Helga7 » Gespeichert
KarinL
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400 m ü.NN, Zone 7b


« Antworten #9 am: 16. Juli 2003, 09:05:38 »

Helga,
tröste Dich, das mit den Wisterias würde Dir hier auch in fast jeder Gärtnerei so passieren. Aber Du hast ja uns...
Grüße Karin
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Ismene
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Ismene
NL Klimazone 7- 8


« Antworten #10 am: 16. Juli 2003, 11:27:57 »

Selbst in einem Arboretum vorgestern, war es eine auffällig Erscheinung, ich hab auch wie wild an den Blättern gerubbelt und nichts gerochen.
Besonders schön: die Blätter im Gegenlicht.
Ähnlich wie Coggyria (? Perückenstrauch) cotinus, dessen Blätter beim Zerreiben nach Mango   Schockiert riechen, da selbe Familie.  
Calycanthus hab ich seit 2 Jahren und an Blüte, Rinde oder Frucht nichts Besonderes gerochen.
Vielleicht einen Hauch, den ich wieder vergessen habe.  Gewürzstrauch find ich daher ein übertriebener Name.
Nothofagus antarctica habe ich jedoch auch wegen des Geruchs gepflanzt. Der riecht wirklich nach Zimt.

Ja, Katsurabaum gehört in jeden Haushalt auch ohne Kuchengeruch.
 
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Helga7
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« Antworten #11 am: 16. Juli 2003, 11:48:37 »

Hat aber Härtezone 7b, oder? Den würd ich mich nicht zu pflanzen getrauen, ich hab 6b! Huch
Ciao
Helga
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Iris
Gast
« Antworten #12 am: 16. Juli 2003, 11:51:55 »

Naja, ich fand ihn gar nicht vogelscheuchig. Ich habe mich eher amüsiert, dass er wie ein Verkehrspolizist aussieht, der den Verkehr regelt. Schon wieder so ein Unsinn Augen rollen. Ich bin prinzipiell natürlich für ungeregelten Verkehr, kann daher besonders über den karikierenden Katsura lachen! Allerdings verstehe noch nicht mal ich, wieso man so etwas Hübsches trauernd will. Der wird nämlich in vielen vielen Jahren ein richtig grosser und prachtvoller Baum. Leider wird er viel zu oft als Gehölzlein in der Hecke versteckt. Nicht, dass er da verreckt, aber es ist einfach nicht korrekt! Schöner ist er eben als Baum, der sich zum Himmel streckt.

Die Blüte von Calycanthus floridus hat bei mir leicht nach gewürzgenelkte Erdbeere gerochen. Und das Laub wenn ich mich recht erinnere getrocknet beim Zerreiben angenehm würzig.

Liebe Grüse,
Iris
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Iris
Gast
« Antworten #13 am: 16. Juli 2003, 12:02:37 »

Wen genau meinst du jetzt mit den Härteangaben, Helga?

Iris
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PP
Gast
« Antworten #14 am: 16. Juli 2003, 12:14:52 »


...richtig - es muß der C. floridus sein, der andere (wie heißt er doch gleich?)
riecht nämlich gar nicht.
Tollen Geruch haben beim Zerknüllen auch die Blätter von Liquidambar
und natürlich die vom Sassafras.
Mein Kuchenbaum ist eingekübelt und gefällt mir als Mega-Bonsai eigentlich
recht gut.
Stimme aber zu, wenn man die Möglichkeit hat ihn frei wachsen zu lassen
bildet er eine sehr schöne Baumform aus.
Übrigens wer Kuchenbäume im Bestand sehen möchte kann dies im Weinheimer
Exotenwald oder im  Arboretum Freiburg Günterstal.
l
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