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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Unterlage Gisela5 als Spindelbusch 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Unterlage Gisela5 als Spindelbusch  (Gelesen 5755 mal)
Gimli
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Bin mal gespannt!


« am: 03. Juni 2003, 21:46:39 »

Hi Leute, hat hier jemand Erfahrung mit der Unterlage Gisela5
 für Süßkirschen und mit der Erziehung als Spindelbusch?
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Gruß aus dem schönen Rheinhessen
peterr
Gast
« Antworten #1 am: 04. Juni 2003, 10:06:42 »

GiSelA 5 reduziert den Wuchs um etwa 50% im Vergleich zur Standartunterlage F 12/1.
Das Institut für Obstbau der Technischen Uni Weihenstephan bietet Weiroot- Unterlagen an, die den Wuchs um 30 - 70% reduziert.

peterr
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Gimli
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« Antworten #2 am: 04. Juni 2003, 11:27:52 »

Hallo Peter,

danke für die Info. Gibt es Untersuchungen welche dieser beiden Unterlagen am stabilsten ist, bzw. welche sich durchgesetzt hat? Ist es richtig das die schwachwachsenden Unterlagen am zwechmäßigsten als Spindelbusch erzogen werden?
Ich habe vor diesen Herbst meinen Schneiders Späte Halbstamm in einen größeren Nachbargarten auszupflanzen weil er mir zu gigantisch wird:Smiley. Im Gegenzug würde ich gerne zwei schwachwachsende pflanzen, Hedelfinger und große Prinzessin, und diese als Busch bzw. Spindelbusch erziehen.

gruß jürgen
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Gruß aus dem schönen Rheinhessen
peterr
Gast
« Antworten #3 am: 04. Juni 2003, 12:22:25 »

Hey Gimli,

jetzt hab ich ein Loch im Bauch und du bist Schuld!

Ich werde trotzdem an kompetenterer Stelle deine Fragen klären lassen und Bericht erstatten.
Eines weiss ich jetzt schon sicher: Bei mir stehen zwei "Hedelfinger" rum. Mit einem Stammumfang in einem Meter Höhe von 157 cm und 170 cm!Entsprechend hoch und breit. Ich schätze mal, dass diese tolle Kirsche sich für kleinere Gärten nicht soooo gut eignet. Hedelfinger auf schwach wachsender Unterlage kenn ich nicht. Was aber wiederum nichts heisst.

peterr
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Wühlmaus
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Wühlmaus
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« Antworten #4 am: 06. Juni 2003, 21:31:13 »

Eine/n Hedelfinger auf Gisela hab ich hier seit 6 Jahren im Garten.
Der Baum ist (bisher) wirklich zwergenwüchsig.  Durch die Schnittunterstützung sollen die Zweige für einen optimalen Ertrag massiv nach unten gelenkt werden.

Bin aber insgesamt nicht sonderlich zufrieden. Es heißt doch, diese Sorte sei selbstfruchtend. Aber das klappt wohl nicht so gut. Und die Wildkirschen in nächster Nachbarschaft sind wohl nicht der passende Partner. Entsprechend mickrig ist der Ertrag.
Immerhin strengt sie sich heuer an und hat noch nicht die schwarze Kirschblattlaus....

Zur Ehrenrettung des Baumes sei aber gesagt, daß er wirklich nicht im optimalen Kirschklima wächst und ich ihm an dieser Stelle auch kein genehmeres Kleinklima schaffen kann Traurig

Wühlmaus
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Baumfex
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« Antworten #5 am: 06. Juni 2003, 21:57:13 »

Hedelfinger ist meines Wissens nicht Selbstfruchtbar. Ich würd einfach ein paar Sorten einveredeln, die sich gegenseitig befruchten. Entweder im August (Augenpfropfen hab ich selbst noch nicht ausprobiert) oder ab März (Anplatten), bzw. ab April (Rindenpfropfen).

LG
Baumfex
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Gimli
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« Antworten #6 am: 08. Juni 2003, 19:29:47 »

Hallo Wühlmaus,

Baumfex liegt richtig mit ihrer Einschätzung, die Hedelfinger braucht als Pollenspender eine dieser Sorten: Schneiders Späte, Dönissens Gelbe, Große Prinzessin, Große Schwarze oder Kassins Frühe Herzkirsche.

gruß gimli
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Gruß aus dem schönen Rheinhessen
Gimli
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« Antworten #7 am: 08. Juni 2003, 19:40:35 »

Peterr,
ich bin in Sachen GiSelA 5 fündig geworden und zwar wird sie am zweckmäßigsten als Busch bzw. Spindelbusch erzogen also nicht mit konventioneller pyramidaler Krone.

Beim Consortium Deutscher Baumschulen habe ich noch folgende Info zu GiSelA 5 gefunden:

Weltweit bewährte verzwergende Unterlage.
Abstammung: Prunus cerasus Schattenmorelle x Prunus canescens. Gekennzeichnet durch einen um 50 % schwächeren Wuchs als Prunus avium Sämling und früh einsetzende, jährliche hohe Erträge. Nach anfänglichem stärkeren Wachstum wird der Baum mit Ertragsbeginn ruhiger. Weitere Vorzüge von GiSelA 5 sind: Flache Astabgänge, keine Neigung zur Bildung von Schossern, hervorragende Winterhärte und Toleranz gegen pollenbürtige Viren. GiSelA 5 hat sich unter unterschiedlichen Umweltbedingungen, mit vielen Sorten, verschiedenen Erziehungsformen und Pflanzdichten weltweit bewährt und in gemäßigten Klimagebieten als schwachwuchsinduzierender Standard durchgesetzt. GiSelA 5 wird zum Anbau auf guten Böden empfohlen, mit regelmäßigem Schnitt und Bewässerung, um Wachstum und Fruchtgröße zu fördern.

Sorry für das Loch im Bauch Augen rollen

gruß gimli
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Gruß aus dem schönen Rheinhessen
peterr
Gast
« Antworten #8 am: 15. Juni 2003, 12:29:42 »

Die Kompetenz macht immer noch Urlaub. Aber ich hab was gefunden in: Schnitt der Obstgehölze von Hilkenbäumer/Ritsch:

WEIROOT:

Diese aus Weihenstephan stammende Prunus cerasus- Hybride hat ihren Namen aus der ersten Silbe von Weihenstephan und dem englischen Rootstok-Wurzel, also WEIROOT. Die bisher selektierten Weiroot- Klone 10, 13 und 14 bringen etwa 40% der Wuchsstärke der Vogelkirsche. Es wird empfohlen, die Unterlagen nur zu okulieren, weil sich nach Reiserveredelungen mit Süsskirschen an den Veredelungsstellen starke Wülste bilden. Neben Frosthärte und Standfestigkeit üben diese Unterlagen einen positiven Einfluss auf Frühzeitigkeit des Ertrages und die Ertragshöhe aus. Negativer Erscheinungen sind die teilweise starke Wurzelschosserbildung und eine Unverträglichkeit mit bestimmten Edelsorten.


GISELA:

Das Institut für Obstbau an der Uni Giessen hat in den 60er und teilweise 70er Jahren mehrere zehntausend Kreuzungen mit den Arten Prunus avium, P. cerasus, P. fruticosa, P. canescens, P. concinna, P. incisa, P. nipponica, P. subhirtella, und P. pseudocerasus durchgeführt. Die meisten der entstandenen Hybriden sind vegetativ vermehrbar, vornehmlich über Meristemvermehrung. ..."Gisela 5" hat eine Wuchsstärke von etwa 40% der F 12/1. Sie bringt frühen und hohen Ertrag und neigt kaum zur Schosserbildung. Nach den bisherigen Ergebnissen sind mit den meisten Süsskirschen keine Unverträglichkeiten aufgetreten...



peterr


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Gimli
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« Antworten #9 am: 18. Juni 2003, 12:13:12 »

Hallo Peter,

danke für deine Recherchen. Nachdem was du schreibst und was ich so gelesen habe denke ich das die GiSelA 5 die am zur Zeit beständigste und weitverbreiteste schwachwachsende Unterlage für Süßkirschen ist.
Im Herbst werde ich mir zwei von diesen Bäumchen zulegen und auch gleichzeitig meinen Halbstamm Schneiders Späte umpflanzen in einen Nachbargarten. Der Halbstamm auf Prunus avium steht schon im vierten Jahr, aber ich denke das Umpflanzen im Herbst müsste noch gehen. Empfiehlt es sich eigentlich vor dem Auspflanzen einen Graben um den Baum zu ziehen und die Wurzeln zum Teil zu kappen, quasi als Vorbereitung auf Schlimmeres Huch

gruß gimli
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Gruß aus dem schönen Rheinhessen
Baumfex
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« Antworten #10 am: 18. Juni 2003, 21:39:50 »

Wenn der Wurzelballen zu groß ist, macht das mit dem Graben sicher Sinn. Wurzeln aber unbedingt sauber abschneiden und den Graben dann mit lockerer Erde wieder auffüllen. Wann der beste Zeitpunkt dafür ist oder ob es noch bessere Methoden gibt weiß ich nicht Unentschlossen

Weiß zufällig auch jemand was für eine Lebenserwartung GiSelA 5 in etwa hat??

LG
Baumfex
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Gimli
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« Antworten #11 am: 19. Juni 2003, 00:10:55 »

Hallo Baumfex,

so rein gefühlsmäßig denke ich ist der Spätsommer der beste Zeitpunkt die Wurzeln zu kappen. Ich werd das einfach mal so machen wie du beschrieben hast, ist sicherlich besser als den ganzen Baum auf einmal rauszuhauen.
Was die Lebenserwartung von Süßkirschen auf GiSelA 5 angeht so hab ich mal was von 20 bis 30 Jahren gelesen. Möglicherweise ist das auch von der veredelten Sorte abhängig.

gruß
gimli
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