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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Boden- und Düngungsforum (Moderator: Walther)  |  Thema: Grundstück mit Kiefern und Birken 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Grundstück mit Kiefern und Birken  (Gelesen 9394 mal)
nana
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« am: 25. April 2002, 15:47:52 »

hallo gartenfreunde!

meine frage: anfang juni, werden wir ein gartengrundstück beziehen, welchen mit 4 kiefern  und 6 birken bewachsen ist (abstand zwischen den bäumen ca. 4-6m). wie kann ich den dortigen boden für andere pflanzen (gemüse?, blumen?) nutzbar machen und was kann ich auf dem nun vorhandenen boden pflanzen?

viele grüße

nana
« Letzte Änderung: 27. September 2012, 06:53:06 von flor » Gespeichert
nana
*
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« Antworten #1 am: 26. April 2002, 09:57:16 »

hallo raphaela,

also, in erster linie denke ich daß der boden dort wegen der kiefern sauer ist, oder? das grundstück ist ca. 800qm groß, und es steht noch eine laube drauf. bis auf wenige qm, die hinter der laube liegen, ist es nach süden ausgerichtet. unter den bäumen, die über das grundstück verteilt sind, oder in der nähe wachsen knallerbsensträucher, ansonsten ziemlich vermooster rasen. ich möchte ein kleines gemüsebeet anlegen (hochbeet?) und sonst einen naturgarten anlegen. für mich ist alles absolutes neuland, ich kenne mich nur mit balkonbepflanzung aus. daher, bitte liebe leute, alles möglichst genau erklären... Zwinkernd.

so, hoffentlich habe ich jetzt alles richtig beschrieben und bekomme viele schöne antworten.

gruß an alle
bis bald

nana
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ernst
Gast
« Antworten #2 am: 26. April 2002, 15:52:41 »

hallo nana!
kiefern und birken sind pioniergehölze, dh. sie siedeln sich dort an, wo andere pflanzen noch keine chance haben. sie entziehen im bereich ihrer wurzeln dem boden jede feuchtigkeit und alle nährstoffe. bei mir wachsen unter kiefern bestenfalls rododendren, unter birken nichts!
wenn du ein gemüsebeet anlegen wilst, mußt du das außerhalb des einflßbereiches der bäume tun.
grüße ernst
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nana
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« Antworten #3 am: 26. April 2002, 17:08:16 »

was heißt außerhalb des einflußbereichs der bäume, wie weit geht der einflußbereich einer birke oder kiefer? habe eben zufällig gesehen, daß tulpen in der nähe von kiefer und birke wuchsen.

gruß
nana
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mara
Gast
« Antworten #4 am: 26. April 2002, 17:26:39 »

Hallo Nana,
Kiefern bilden eine Pfahlwurzel: deshalb können unter ihnen vor allem flachwurzelnde, Schatten und sauren Boden vertragende Pflanzen gedeihen. Der Platz ist also für Rhododendren prädestiniert.

Die Birken sind der schwierigere Fall, weil sie den Boden auslaugen. In Hochbeeten kannst du aber alles pflanzen, was sich mit den gegebenen Lichtverhältnissen zufrieden gibt.
Unmittelbar hinter unserem Garten ist ein Birkenwäldchen, aber weil das Gelände abschüssig ist, haben wir unser Grundstück mit Hilfe von Bahnschwellen sozusagen terrassiert, was ungefähr einem großen Hochbeet gleichkommt. Die zusätzlich aufgebrachte Erde in bis zu 1 meter Höhe reicht aus, um die Pflanzen vor den Birken zu schützen. Es geht also alles!
Gruß, Mara
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nana
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« Antworten #5 am: 26. April 2002, 19:25:11 »

hallo mara,

das ist ja wenigstens aufbauend. habt Ihr, als die terassen angelegt wurden, sie mit folie unterlegt, und was ist mit den bösen birkensamen, setzen sich die nicht überall fest? was habt Ihr denn auf den terassen angepflanzt?

vielen dank
nana
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mara
Gast
« Antworten #6 am: 26. April 2002, 21:30:47 »

hallo nana,
nein, keine Folie. Birkensamen sind überhaupt kein Problem, zumindest bei mir nicht. Im "aufgestockten" Teil wächst alles - auch Tiefwurzler wie Rosen.

Hier in der Gegend stehen überall Birken und Kiefern, trotzdem schaffen's die Leute, dazwischen ihre Gärten anzulegen.
Woanders im Garten habe ich ein Beet unmittelbar über Birkenwurzeln angelegt, indem ich den Boden lockerte (sogut es ging) und ganz dick Humus auftrug (dazu ist ein Komposthaufen gut!). Die Pflanzen kriegen jedes Jahr im Frühling eine neue Lage Kompost, und ich wässere etwas besser als sonst im Garten.
Es macht alles ein bisschen mehr Mühe, aber es geht...
Gruß, mara
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nana
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« Antworten #7 am: 26. April 2002, 21:38:34 »

mara,

Du machst mir mut. wäre es vermessen, dich um eine konstruktionsanleitung für aufgestockte gartenbeete zu bitten? du schriebst, daß Ihr dazu bahnschwellen verwendet habt, kann man da einfach bei der bahn nach ausrangierten schwellen fragen, oder seid Ihr dort beschäftigt?

auf jeden fall bin ich froh, daß es doch nicht aussichtslos ist, im garten etwas anzupflanzen.  Smiley

gruß
nana
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Günther
Gast
« Antworten #8 am: 26. April 2002, 22:10:18 »

Von den Kiefernwäldchen im Steinfeld weiß ich, daß drunter oft die schönsten Walderdbeeren wachsen.
Unter unserer Birke wächst auch genug. Schneerosen, Buschwindröschen, Lerchensporn, Primeln, Veilchen, Himmelsschlüssel, Leberblümchen, große Wiesenglockenblumen, eine nicht näher identifizierte Wolfsmilch, Weißes Waldvögelein, also keine Rede davon, daß drunter nichts wächst.
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mara
Gast
« Antworten #9 am: 27. April 2002, 00:03:44 »

uuufff. eben hatte ich eine ausführliche Antwort geschrieben - aber weil ich vergessen hatte, mich einzuloggen, ist alles weg! Also nochmal:

Es stimmt, was Günther schreibt. Auch im Wäldchen hinter unserem Haus ist der Boden zwischen den Birken nicht leer. Und im Frühling blüht auch dieses und jenes (unter anderem Lunaria in Massen!)
Aber anspruchsvollere und später blühende Pflanzen brauchen schon gärtnerische Hilfe.
Übrigens, das Vorhandensein von Kiefern ist kein Beweis für sauren Boden.

Unsere Bahnschwellen sind tatsächliche alte ausrangierte (aber wir haben mit der Bahn nichts zu tun!); nur heute würde ich keine mehr nehmen: damals wussten wir nicht, dass die alten Bahnschwellen mit Lindan behandelt wurden.

In deiner ersten Frage hattest du was von Hochbeet geschrieben. Ich denke, für das Gemüse ist das das Richtige. Für den Naturgarten müsste es reichen, wenn du durch das Auftragen von viel Humus den Boden verbesserst (unbedingt einen Komposthaufen anlegen!)

Viel Freude mit deinem neuen Garten!! mara
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #10 am: 29. April 2002, 09:18:34 »

hallo nana,
aus eigener erfahrung weiß ich: das unterpflanzen von birken ist mühsam, aber mit gärtnerischem zutun durchaus möglich. wie bereits oben angeführt, ist das ansiedeln von zb frühlingsblühern völlig problemlos.
 frühlingsknotenblumen, schneestolz, winterlinge, krokus und konsorten fühlen sich unter meinen birken wohl.

gehölze anzusiedeln bedarf etwas mehr aufwand und geduld. ist aber durchaus möglich. die zu erwartende endhöhe mußt du allerdings aufgrund von licht und wurzelkonkurrenz etwas herunterschrauben.

erfolgreich war und bin ich zb mit cotinus coggygria (heimischer perückenstrauch). dieser scheint sich bis dato dazu entschlossen zu haben die riesige birke völlig zu ignorieren. er braucht zwar an sich viele nährstoffe (die kriegt er durch kompostgaben), schätzt aber einen trockenen standort. letzteren gewährleistet die birke mit konsequenter sicherheit Smiley

auch ein ranunkelstrauch (kerria japoonica pleniflora) hat sich erfolgreich im einflußbereich der birke etabliert. die 2 m höhe des freistandes in voller sonne (die sie bei meinem vater erreicht) erreicht sie unter der birke nicht. aber sie blüht trotz halbschatten üppig. besonders zur blütezeit ein optischer hit: die aufstrebenden ranunkelästchen voller gelber blüten. von oben leicht durchsetzt mit dem grazilen ende des birkenästchenvorhanges. ein richtiger hingucker. ranunkeln sind allerdings begnügsam.

auf jeden fall mußt du die pflanzlöcher großzügig gestalten. das kann mitunter mühsame langwierige kleinarbeit sein. große birkenwurzeln habe ich dabei nicht abgehackt, sondern einfach umgraben. ich will ja meinen lieblingen nicht unnötig schaden.
du siehst vieles, wenn auch nicht alles ist möglich.
nur mut Zwinkernd
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freundliche Grüße,
Bernhard
SabineN.
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Frühling 2007 im Aukruger Garten
Hoffnung auf Zukunft-das Herzstück aller Gärtnerei


« Antworten #11 am: 29. April 2002, 10:17:50 »

nana , da Birken relativ flach wurzeln , kannst Du Gehölze und sogar Kletterrosen auch mit einer "Wurzelsperre" einpflanzen , um ihnen den Start zu erleichtern . Dazu musst Du einfach in die ausgestochenen Pflanzlöcher entsprechender Grösse mit tief gelockertem Boden einen Eimer / Maurerkübel ohne Boden geben , in den Du dann mit guter Erde ( kompostvermischt oder bei Rosen : Rosenerde )  Deine Pflanzen setzt und während der ersten Zeit gut wässerst . Dazu setze ich eine grosse Plastikflasche ohne Boden  umgekehrt mit in das Pflanzloch , um die Wasserzufuhr direkt an die Pflanzenwurzeln zu gewährleisten . Später kannst Du die dann auch entfernen . Das funktioniert bei mir seit Jahren problemlos ! Viel Glück wünscht SabineN. aus Aukrug
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Liebe Grüsse aus der Klimazone 7b ??
aus Eppstein
Sabine
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