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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Kübel- und Zimmerpflanzen-Forum (Moderatoren: Steffen_Reichel, Citrus)  |  Thema: Mandarine krank aus Überwinterung 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Mandarine krank aus Überwinterung  (Gelesen 3341 mal)
beaune
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« am: 24. Mai 2019, 17:52:23 »

Hallo liebe Pflanzenfreunde,

vor 3 Tagen holte ich meine Mandarine aus der Gärtnerei, wo sie professionell überwintern durfte. Allerdings bin ich doch sehr erschrocken, als ich sie sah! Ihre Blätter sind blasshellgrün, fast gelb und eigenartig gespreckelt!
Der Gärtner sagte, es sei Phosphormangel, da sie letzten Herbst voll war mit Früchten, die ich erst Ende Januar im Winterquartier geerntet hatte. Er habe ihr einen salzartigen Phosphordünger hingestreut. Außerdem habe sie die rote Spinne gehabt, gegen die er sie gespritzt habe.
Ich nahm sie mit heim und machte einen Bodentest, indem ich das wenige lose Material (mit dem Salzdünger) so gut es ging beiseite kehrte und dann mit einem Löwenzahnausstecher versuchte, zwischen den Wurzeln Erde in wenigen cm Tiefe rauszupopeln (sie ist stark durchwurzelt). Das Ergebnis des Tests von Neud**f war stark sauer (gelbe Farbe)!

Ich glaube ja nicht, dass das gut ist und habe beschlossen, bei euch um Rat zu fragen. Schließlich scheint es nicht so einfach zu sein, den richtigen Mangel herauszufinden.
Wie sollte der PH einer Mandarine sein? Sie stammt übrigens aus einer Gärtnerei in Italien und ist leider namenlos. Die Früchte sind nicht ganz so groß wie die gekauften Mandarinen/Clementinen, doch unheimlich aromatisch im Geschmack!
War die Phosphorgabe richtig? Ich soll in 3 Wochen nochmal eine Portion Dünger bei ihm abholen.
Oder wie sollte ich weiter vorgehen? Sie tut mir sehr leid, wie sie da steht…

Viele Grüße
Beaune

Mandarine_ganz
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beaune
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« Antworten #1 am: 24. Mai 2019, 17:58:52 »

Irgendwie hat es mit dem 2. Bild nicht funktioniert, deswegen hier noch die Blattansicht. Er verliert jetzt auch ziemlich viel davon... Traurig

http://forum.planten.de/galerie/v/user/beaune/Mandarine_Blatt.JPG.html
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beaune
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« Antworten #2 am: 28. Mai 2019, 07:46:53 »

 Verlegen Verlegen Verlegen
Hat denn niemand einen Rat für mich?  Weinen

Viele Grüße
Beaune
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Cosima
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Waterkant


« Antworten #3 am: 28. Mai 2019, 12:59:49 »

Hallo Beaune,

Steffen, der Zitrusspezialist, scheint gerade nicht da zu sein. Hast Du schon mal die Suche bemüht (oben in der Button-Leiste)? Vielleicht findest Du unter den Mandarinenthreads dort ja schon mal Anhaltspunkte?

Über die Düngung von Zitruspflanzen wurde hier schon oft diskutiert.
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Allerbeste Grüße, Cosima

Buddhafiguren sind die Gartenzwerge von heute.
Meine moderativen Beiträge sind blau
beaune
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« Antworten #4 am: 28. Mai 2019, 18:08:53 »

Hallo Cosima,

vielen Dank für deine Antwort!
Ja, ich hatte schon gesucht, doch auch feststellen müssen, dass je nach Schadbild die Maßnahmen doch auch unterschiedlich sind. Und eben um dieses Schadbild und deren Beurteilung ging es mir. Auf seinen Seiten warnt Steffen vor HaKaPhos blau, da dieser zuviel Phosphor beinhalte. Mein Gärtner hat sogar extra mit Phosphor gedüngt...Da bin ich total verunsichert. Je nach Schadbild können ja doch konträre Maßnahmen angebracht sein.  Huch

Vielleicht meldet sich Steffen ja noch zu Wort. Im Frühjahr ist halt auch viel zu tun, da wird er nicht so viel Zeit für das Forum aufbringen können.

Viele Grüße
Beaune
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Apfelmann
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WWW
« Antworten #5 am: 29. Mai 2019, 19:08:12 »

So wie der Topf aussieht, ist er einfach zu klein und es entstand ein allgemeiner Nährstoffmangel,

das Bäumchen braucht einen größeren Topf, mindestens 5-6 cm mehr,
welche Erde hier gebraucht wird, weiss ich leider nicht.

LG
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thuja thujon
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phänologischer Naturraum 22, 100 m ü. NN


WWW
« Antworten #6 am: 30. Mai 2019, 00:21:45 »

Die hellen Flecken auf den Blättern sind die durch die Rote Spinne geschädigten Zellen. Wenn die angestochen werden, bilden sich an den abgestorbenen Zellen Luftblasen unter der Kutikula und das bewirkt diesen etwas silbrigen Glanz.
Die Blätter sind also geschädigt und können das nicht mehr auswachsen. Nährstoffmangel erkenne ich keinen.
Ab jetzt sollte der Baum einen angepassten Dünger bekommen, Hakaphos grün und ähnliches, Stickstoffbetontes, damit er die Blattschäden schnell wieder auswachsen kann.

Wenn er beginnt die Blätter abzuwerfen, kann das wegen den Spinnmilben sein oder weil der Gärtner sie mit öl behandelt hat, es kann aber auch ein Wurzelschaden sein, weil die pflanze noch im festen Lehm steht. Austopfen und Wurzeln kontrollieren bitte. Bei verfärbten Wurzelspitzen in durchlässige Erde umtopfen und Wurzelballen warm halten, keine Citruserde aus dem Baumarkt verwenden.  
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beaune
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« Antworten #7 am: 01. Juni 2019, 05:32:28 »

Guten Morgen Apfelmann und Thuja Thujon,

vielen dank für eure Antworten!
Der Topf ist schon in der für mich maximal händelbaren Größe. Ich kann nicht 2x im jahr mit schwerem Gerät auffahren, um die Pflanze in die Gärtnerei zu bringen. Und wenn man uralte Bonsais anschaut, dann gibt es ja auch Möglichkeiten, die Pflanzen in einer kompakten Größe zu halten. Das allerdings ist eine Kunst, die ich leider nicht beherrsche.  Verlegen
Was ich aber wahrscheinlich machen werde ist, die Krone zurück zu nehmen, um das Verhältnis wieder zurecht zu rücken. Bitte korrigiert mich, wenn das falsch wäre.

Wenn er beginnt die Blätter abzuwerfen, kann das wegen den Spinnmilben sein oder weil der Gärtner sie mit öl behandelt hat, es kann aber auch ein Wurzelschaden sein, weil die pflanze noch im festen Lehm steht. Austopfen und Wurzeln kontrollieren bitte. Bei verfärbten Wurzelspitzen in durchlässige Erde umtopfen und Wurzelballen warm halten, keine Citruserde aus dem Baumarkt verwenden. 

Könntest du mir das mit dem Öl noch näher erklären? Ich habe selbst - wenn die Jahre Schädlinge auftraten - mit Neemöl gespritzt. Schließlich will ich die Früchte ja auch essen und deswegen nicht mit hochchemischer Keule um mich werfen. Aber irgendwas muss ich ja machen. Da du das Schadbild so fundiert erklären konntest, kannst du mir bestimmt auch bei dieser Frage helfen? Was kann ich biologisch gegen Rote Spinne und Co machen, damit ich nächstes Jahr nicht wieder das gleiche Problem habe??

Wir (Gärtner und ich) hatten sie vor ca 5-6 Jahren in frisches zitrustaugliches Substrat gesetzt, denn davor hatte sie normale Blumentopferde und ich ein ungünstiges Gießverhalten, so daß sie wirklich nicht gut da stand.  Unentschlossen Das war aber bevor sie zum Überwintern in die Gärtnerei kam. So gesehen steht sie zumindest nicht in Lehm. Das, was ich ich beim Entnehmen der Bodenprobe bemerkte, war halt alles fein und fest durchwurzelt...

Ich habe ehrlich gesagt Angst, dass ich die Pflanze, wenn ich sie aus dem Topf nehme, nicht mehr richtig hinein bekomme. Wie oben schon geschrieben, kann ich mir einen größeren Topf wegen des Händlings nicht leisten. Ich müsste ja dann das vorhandene und eventuell gar nicht geschädigte Wurzelwerk zurückschneiden, um die Lücken im Topfinneren wieder auffüllen und frisches Substrat einbringen zu können?
Anderereseits möchte ich ihr auch keinen Wurzelschaden zumuten.

Viele Grüße
Beaune
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winterliesel
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winterliesel
Don't feed trolls - Naturraum 69, Klimazone 7b


« Antworten #8 am: 04. Juni 2019, 07:56:50 »

Wenn der Ballen nicht mehr aus dem Topf zu bekommen ist, versuche einmal, ein bisschen von der obersten Bodenschicht abzutragen und dort dann frisches lockeres Substrat aufzufüllenn (wie schon geschrieben: keine Baumarkt-Citruserde). Schöner wäre es schon, wenn Du Dir die Mühe machst, die Wurzeln wenigstens einmal zu kontrollieren wie  Thuja schon schrieb und ggf. geschädigtes Wurzelwerk zurückschneidest.

Aufpassen bitte, dass das Substrat nicht höher am Wurzelhals anliegt als vorher.
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<°)))o><) Komik entsteht, wenn man Tragödien anschaut und dabei ein Auge zukneift. (E. Ionesco)

Glück ist eine schnurrende Katze auf dem Schoß.
Rosige Grüßle - Lizzy
beaune
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« Antworten #9 am: 11. Juni 2019, 06:58:52 »

Also ich habe mittlerweile einiges in Steffen's Citrus-Buch gelesen und bin dabei, der Mandarine einen neuen Topf nach Versailler Vorbild zu bauen. Allerdings behindert mich ein Bandscheibenvorfall und es geht nur mühsam vorwärts.
Um den Ölbrand auszuschließen wollte ich sie zusätzlich mit Schmierseifen-Spirituslösung abspritzen, weiß aber nicht, wie ich vorgehen muss. Reicht es, die Mischung einfach aufzusprühen oder muss ich jedes Blatt einzeln damit abreiben?

Viele Grüße
Beaune
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Steffen_Reichel
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« Antworten #10 am: 26. August 2019, 18:58:39 »

Also, 30 Gramm Schmierseife (biologische Schmierseife) mit 30 ml Spiritus auf einen Liter Wasser vermischen, damit spritzen.
Abwischen nur da, wo diese Lösung nicht gut hinkommt oder man einen starken Befall vermutet.

Pflanze durchdringend wässern, dann den Topf abnehmen...  neues Substrat am Besten torffrei, ist nicht nur für die Umwelt besser, ist auch für die Pflanze optimaler.

Die Gelbfärbung der Blätter kommt durch kühle Temperaturen in der Winterung - und dann durch den doch recht massiven Spinnmilbenbefall. Kein gutes Zeichen, denn es scheint, daß die Gärtnerei viel zu dicht überwintert und damit Schädlinge sich explosionsartig vermehren können.

Einen guten Dünger benutzen, wie schon geschrieben ist ein Nährsalz sehr effektiv, HaKaPhos grün oder Amarillo ist eine sehr gute Wahl...

Art dürfte Citrus deliciosa "Avana" sein, die Mittelmeermandarine. Nicht mehr im kommerziellen Anbau, aber als Zierpflanze extrem beliebt.

Sorry für meine Abwesenheit...
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''Bei genügend Licht und Wärme bringt nichts so schnell eine Citruspflanze um!" Dr. H.K. Wutscher
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