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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gehölze-Forum (Moderatoren: Hilmar, winterliesel)  |  Thema: Flieder - Pilz 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Flieder - Pilz  (Gelesen 2838 mal)
clara
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Klimazone 8 - Phänolog. Naturraum 67 36m NN


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« am: 13. April 2018, 09:54:16 »

Der Flieder ist ein Wildtrieb den ich schon 30 Jahre pflege. Heimatstückchen.
Nun hat sich ein Pilz gebildet.
Was ist das für einer und sollte ich den Ast besser wegnehmen?
Pilze haben aber auch ihren Sinn. Was tun sprach Zeus? Täte ihn gerne behalten,
den Flieder aber auch.

Die Meisen gehen derzeit an die Knospen - Tränke? Flieder-IMG-8372-Pilz-vorne
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Blumigen Gruß
clara
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Cosima
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Waterkant


« Antworten #1 am: 13. April 2018, 13:38:58 »

Vielleicht ein Dickstacheliger Schwammporling / Breitstacheliger Schwammporling / Spongipellis pachyodon?

 Huch
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Allerbeste Grüße, Cosima

Buddhafiguren sind die Gartenzwerge von heute.
Meine moderativen Beiträge sind blau
clara
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« Antworten #2 am: 13. April 2018, 14:29:20 »

https://www.123pilze.de/DreamHC/Download/DickstachelPorl.htm
hm, Gefährdung unbekannten Ausmasses
    

Meist Laubholz, parasitär an Lebendholz oder saprophytisch (folgezersetzend) an Totholz, Weißfäuleauslöser, ganzjährig, sehr selten, RL Schweiz (VU = verletzlich), RL-G Deutschland (GEFÄHRDUNG unbekannten Ausmaßes).

hm, auf was bezieht sich nun "sehr selten"?

Oberseite muss ich mal angucken ob die Filzig ist.
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Blumigen Gruß
clara
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aquileia
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aquileia
Klimazone 6b/Naturraum 05


« Antworten #3 am: 13. April 2018, 14:46:00 »

Also, ich sehe auf dem Bild einen abgestorbenen Aststummel und unterhalb des Pilzes ebenfalls Rindenmaterial das nicht mehr ganz taufrisch aussieht.

Ich würde den Ast entfernen, um ein Um-Sich-Greifen des Pilzes zu verhindern (So Dir Dein Flieder lieb ist.).

Bei mir hat der Flieder in den letzten beiden Wintern deutliche Schäden an der Rinde und an einigen der Äste erlitten. Das sind einfach Einfallstore für Sporen und damit für die Ansiedlung von Pilzen.

aquileia
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clara
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« Antworten #4 am: 13. April 2018, 23:07:59 »

du hast sehr richtig geguckt Aquileia.
Mein anderer Hochstammflieder hat auch gelitten - an der sonnenseite ist die Rinde wie abgeschält -
Hab mich gefragt ob man die auch weiss kalken könnte zum Schutz`?
Flieder_101_8357_Rinde-Sonnenseite

Wie desinfiziert man eigentlich eine Schere für Garten?
Reicht Spirtus?


sorry - drei Themen
« Letzte Änderung: 13. April 2018, 23:12:14 von clara » Gespeichert

Blumigen Gruß
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Apfelmann
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« Antworten #5 am: 14. April 2018, 12:31:35 »

Schutzanstrich:
Weißkalk geht immer,
mit der Bohrmaschine im Eimer + Wasser Bürsten-streichfähig rühren + ein bischen Latex-Bindemittel damit der erste Regen nicht gleich alles wieder abwäscht
Ich nehme auf 8-10 l Pampe 1/4 Latex-Büchse.
Weißkalk desinfiziert und ätzt - immer Handschuhe und olle Klamotten benutzen.

Lehm ist die bessere Alternative, auch Holzfreundlicher. Such mal Baumschutz-Lehm.
(Wir haben in der Nähe ein Kiesgrube und im Garten auch eine kleine Lehmader.)

Werkzeugdesinfektion:
1 l Gesamtmenge - 3/4 Brennspiritus + 1/4 Wasser
dieses Rezept habe ich von meiner Lieblingsbaumschule und es wurde auch vom Pflanzenschutzdienst für Feuerbrandschaden empfohlen.

Feuer / Gasflamme / ab 100 Grad desinfiziert alles nicht schmelz- und brennbare.

LG
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« Antworten #6 am: 14. April 2018, 14:20:39 »

super Apfelmann, auch dir einen dicken Dank.

Ich hatte nur die Schneiden von Hand mit Tuch und unverdünntem Spiritus angedacht gehabt! - geht das auch?

Lehm ist mir auch sympathischer als Kalk, da der Stamm auch dann da einzeln stehen und leuchten würde.
Ich kenne ihn aber nur vom Töpfern
An den Kiesgruben wird eher nur Stein verkauft, aber Lehm? Zumal die meisten hier eher Badeseen sind.
Ich such mal - auch gut. :-) will mal nicht so träge sein.
Und müsste der ganze Stamm damit eingekleistert werden? Und wie hält das dann?
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Blumigen Gruß
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« Antworten #7 am: 15. April 2018, 09:59:46 »

Die Kiesgrubenleute mögen keinen Lehm, der verklebt alles, sogar die ganz großen Geräte.
Hinterher muß immer eine halbe Stunde alles wieder entkleistert werden.

Bei Baumschnittlehrgängen in Privatgärten mache ich mir in einem  Eimerchen 1-2 l Desinfektionszeug fertig.
das mitgebrachte Werkzeug wird vorher mit einem langen Heizkörper-Pinsel abgewaschen, Scheren werden eingetunkt und abgepinselt.

Der originale Baumschutzlehm ist ein sehr feiner streichfähiger Lehm, der mit Leinöl versetzt wird, mit Wasser kann die gewünschte Konsistenz ermischt werden, (mit Sägespänen kann zu dünnes wieder eingedickt werden)
Wie weit eingepinselt wird ist immer Geschmacksache, auf jeden Fall die schadhaften Stellen.
Ich benutze den Lehm als Unterlage für Klebstreifen bei rissiger Borke zum dichtmachen gegen die kleinen Unterkrabbler und  damit die Rinde an jungen Bäumen nicht so leidet.

LG
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Apfelmann
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« Antworten #8 am: 15. April 2018, 10:54:38 »

Normaler Brennspiritus geht eigentlich auch, warum die etwas verdünnte Mischung besser sein soll, weiß ich nicht.

LG
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« Antworten #9 am: 15. April 2018, 11:20:53 »

Danke Apfelmann, alles notiert.

in Angebot ist Lehm nicht in hiesigen Kiesgruben die ich kenne - alles andere für Garten schon
Wir sind hier aber auch eher SANDgebiet.
« Letzte Änderung: 15. April 2018, 11:37:52 von clara » Gespeichert

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« Antworten #10 am: 16. April 2018, 20:45:21 »

heute habe ich den Ast abgeschnitten und noch einmal genauer betrachtet
Der Pilz hat rötlichbraune Reihen

aber was mir mehr Sorge macht: der Ast hat einen grauen Belag - wie Zement so grau.
Er stand immer sonnig und im Wind, aber seit einigen Jahren ist da nun eine Pergolawand.
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« Antworten #11 am: 28. April 2018, 10:11:22 »

bin noch mal da
am Hochstammflieder habe ich nun auch diesen asphaltgrauen Belag entdeckt- auf der Rinde - sehr dünn und schon einmal gegoogelt was das sein könnte:
http://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/schaeden-flieder.

dieses hier hat meine Aufmerksamkeit an sich gezogen: Silber-, Milch- oder Bleiglanz – Stereum (Chondrostereum) purpureum

Die Blätter verfärben sich glänzend bleiartig silbrig-grau. Sie können im Sommer verbräunen und abgeworfen werden.

Es ist so, das Blätter vorzeitig braun werden - aber hängt das mit dem was am Stamm ist zusammen?

Genau hab ich auch nicht begriffen, was zu tun ist.
Lehm - da bin ich auch noch nicht pfündig geworden wo ich ihn bekommen - streichfähig machen mit Leinöl oder Wasser... für die abgefressene/abgefallene Sonnenseite des Hochstamms.

ratlos bin - wer kann helfen?

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« Antworten #12 am: 02. Mai 2018, 11:41:10 »

Lehm  - beim nächsten Ofensetzer anfragen oder z.B. nach Liebig Baumschutzlehm googeln
Lehm wird mit Wasser immer schön pampig, sehr guter Lehm kann bis zur Sprühfähigkeit verdünnt werden,
der Baumschutzlehm ist mit Leinöl angesetzt und wird auch mit Wasser nach Wunsch Verdünnt.

Der Flieder ist geschwächt und nun beeinflusst sich alles gegenseitig und wenn die Pflanzen älter werden, dann gibt es eine manchmal sehr eigenartige oder auch faszinierende Abfolge von Krankheiten und Besiedlungen.
Pilze können nicht wirklich bekämpft oder beseitigt werden, nur das Ansiedeln, die Infektion kann verhindert werden,
dafür gibt es diese Kupfer- oder auch Schwefel-Fungizide.
Im Kleingarten ist das alles aber nur sehr begrenzt möglich.

LG
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« Antworten #13 am: 02. Mai 2018, 14:32:13 »

Danke Apfelmann -
hat ja nen stolzen Kurs so ein 5l Eimer...

In der Umgebung oder Umgebungsofensetzer wird gebaut, aber kein Material abgegeben.
Für den Wandputz gibts dagegen einiges -aber sicher nicht so sinnvoll für Baum.

Über den Kalkanstrich hab ich mich nun auch informiert - der müsste jährlich erneuert werden.
Der Lehm? Nässt evtl durch - muss wohl dann auch erneuert werden.

Mit Fungiziden hab ichs nicht so -
Blüten bilden beide Bäume und ein dritter will noch verpflanzt werden.
Ich denke ich werde besser nicht den Arzt spielen - evtl nur den Stamm abdecken damit die Sonne nicht reizt

Schiete secht Fiete...
die duften immer so wunderbar.
Alles hat ein Ende - nur die Wurst hat zwei
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« Antworten #14 am: 07. Mai 2018, 11:54:55 »

habe mich in Rendsburg erkundigt -
 "Flechten, die wären harmlos und kommen oft an älterem Holz vor. Insgesamt kommen mehrere eher abiotische Ursachen in Frage z. B. Frostrisse oder Risse durch hohe Wärmeeinstrahlung. Auch einige Pilze, die meist aber Schwächeparasiten sind, könnten am Schadbild beteiligt sein. Für tierische Schaderreger sehe ich keinen Hinweis." Zitatende "Genaueres eher mit Einsendung von Proben Gegen Gebühr.


was die Frostrisse angeht, hatte ich ja selbst schon vermutet.

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