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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gemüse-Forum (Moderator: Arnold)  |  Thema: Spinat 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Spinat  (Gelesen 5501 mal)
eremurus
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Naturraum 102, Klimazone 7b


« Antworten #15 am: 15. Januar 2017, 20:06:47 »

Dann ist Überwinterungsanbau vielleicht die bessere Wahl. Das geht natürlich nicht mit allen Sorten, aber  Verdil und Butterflay würden sich z.B. eignen. Oder Aussaat im August/September für die Herbsternte, doch zu dieser Jahreszeit ist es bei uns meist auch ziemlich warm und trocken.
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Luna
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Klimazone 7b, 800 m.ü.M.


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« Antworten #16 am: 15. Januar 2017, 21:30:21 »

Bevor der Schnee kam, stand bei mir der Winteriese mit einer Blattgösse von etwa 10 cm im Beet, ich werde ein Bild einstellen sobald der Schnee weg ist.

Bisher war es wie mit dem Feldsalat, sobald der Schnee weg ist geht die Ernte weiter
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... Anhänger von Slow Food!
Tappsi
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« Antworten #17 am: 16. Januar 2017, 07:22:53 »

Ich hab voriges Jahr - nein, vor 2 Jahren -  Herbst gesät und hatte bis ca Mai eine üppige Ernte. Auch an den ca 40 cm hohen "Stauden" kann man eimerweise Blätter pflücken, bis die Pflanzen dann zu sehr schießen.
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eremurus
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Naturraum 102, Klimazone 7b


« Antworten #18 am: 16. Januar 2017, 20:33:27 »

Cool, dann mache ich das auch so: Lebensmittel, Gründüngung, Permakultur in einem!

Mit den nicht winterharten Spinatsorten starte ich dann trotzdem so früh wie möglich.

Gestern fand ich noch einen Sortenvergleich aus dem Jahr 2006, allerdings hatte ich von den Sorten noch nie etwas gehört. Nach etwas Recherche fand ich dann heraus, dass es sich dabei wohl ausschließlich um F1-Saatgut handelte. Leider war ich zu müde, um mir Details zu merken.
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thuja thujon
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phänologischer Naturraum 22, 100 m ü. NN


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« Antworten #19 am: 16. Januar 2017, 22:55:32 »

Die neueren Sorten/F1-Hybriden, sind darauf ausgelegt, zu einem bestimmten Zeitpunkt (früh, mittel spät usw) ausgesäht zu werden und werden dann wegen des zarten Laubes schnell durchkultiviert. Wenn Wuchsstockungen auftreten ist das Qualitätsverlust und macht eventuell die Ernte unbrauchbar. Geerntet wird auch auf einen Rutsch und dann schnell verarbeitet, zB nach 4h alles fertig und schockgefrostet, damit keine Vitamine verloren gehen.

Im Garten sieht die Welt etwas anders aus, da hat man andere Schwerpunkte.
Matador kann man zB im Herbst säen und als allererstes die Schosser ernten, bevor sie zu derb im Laub werden. Damit hat man dann auch gleich das für die Weiterzucht unbrauchbarste wegselektiert.  Die schnellwüchsigsten Pflanzen, die am schönsten in den Winter gehen, lässt man stehen. Diejenigen, die etwas hinterherhinken, werden zuerst gelbe blätter an der Basis bekommen und langsam anfangen zu faulen. Das ist die zweite Ernte. Bedeutet leider viel Putzarbeit und man sollte alles an einem Tag verschaffen, sonst faults im Kühlschrank weiter, wenn man nach Feierabend und ernten keine Lust mehr zum verschaffen hat.
Das was dann noch steht sind die schönsten Pflanzen, die lässt man überwintern.
Im Frühjahr ausputzen, wegen der Pilzkrankheiten und Bakterienfäulen. Nochmal andüngen und das was dann als erstes schiesst, wieder abernten und verschaffen.
Diejenigen Pflanzen, die als letztes schiessen, die sind es wert, dass man sie blühen lässt. Zwischen den letzten beiden Varianten liegt nicht viel Zeit, da muss man wenn es warm wird jeden Tag danach gucken und die entsprechenden Pflanzen für die Saat markieren. Bis die Stängel von den ersten Schossern wirklich groß sind, hat man aber noch genug Zeit, um zu ernten.

Weil diesen Ablauf ein Gemüsebauer, der zB für Iglo produziert, nicht wirklich hinbekommen kann, schon garnicht wenn er noch Nitratgrenzwerte usw einhalten muss, deswegen gibts die F1-Hybriden, die man durch die Kulturführung sehr gut steuern kann. Man muss unterm Strich weniger düngen, hat zur Ernte so gut wie kein Nitrat mehr drin und zarteres Laub.

Ich denke, man sollte sich erstmal überlegen, wie man eigentlich Spinat anbauen und ernten möchte und sich dann die passende Sorte raussuchen. Mittlerweile gibts auch viele robuste bzw resistente Sorten, die entweder weniger Abfall anfallen lassen oder in manchen Jahren etwas weniger Pflanzenschutz brauchen. Echter Mehltau an Spinat ist selten ein Problem im Hobbygarten, wenn 50% der Ernte (Putzabfall miteingerechnet) wegen Bakteriosen und mangelnder Fruchtfolge nur zum kompostieren brauchbar sind. Solche Resistenzen sind also nicht immer einen Mehrpreis wert, auch wenn das die Werbung gerne bei jeder Gelegenheit rausposaunt.
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eremurus
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Naturraum 102, Klimazone 7b


« Antworten #20 am: 17. Januar 2017, 19:06:24 »

Gut erklärt, vielen Dank!  Smiley

Da wir seit 10 Jahren unsere Höchst- und Tiefsttemperaturen aufschreiben, kann ich sagen, dass nur wenige Wochen im Jahr gleichbleibend warm sind, ansonsten gibt es erhebliche Schwankungen, vor allem im Frühjahr und Herbst. Daher wird es sowieso schwierig, eine für meine Klima-und Bodenverhältnisse gute Sorte zu finden.
Matador werde ich jedenfalls nun doch noch einmal in meinen Versuch aufnehmen.
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thuja thujon
Moderatoren
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phänologischer Naturraum 22, 100 m ü. NN


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« Antworten #21 am: 14. Februar 2017, 19:45:49 »

Ich denke, je eher man weis, was man eigentlich machen will, also wann kann gesäht und wann soll geerntet werden, wenn man dann noch eine Vorstellung davon hat, wie groß die Pflanzen bis dahin sein sollen, dann lässt sich am ehesten eine passende Sorte finden. Sorten, die man fortlaufend über eine längere zeit beernten kann, wirds nicht geben. Da muss man versetzt aussäen.

Was den Boden angeht, den kann man verbessern. Bzw bei Minutenboden auch erstmal gleichmäßiger giessen. Im Gemüsebau ist Beregnung Standard, geht nicht ohne. In der Regel wird nur die tägliche Verdunstung ersetzt.
Das hat nix mit der Gartengehölzregel durchdringend giessen zu tun, Gmüse reagiert empfindlich auf Wuchsstockungen.
Deswegen bedeutet eine Woche Schlechtwetter auch Qualitätsverlust. Gelbe Keimblätter am Spinat verkaufen sich nicht gut und sind Ausgangspunkt für Fäulnis.


Käme als Alternative auch Rübstiel in Frage? 
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eremurus
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Naturraum 102, Klimazone 7b


« Antworten #22 am: 15. Februar 2017, 10:42:38 »

Rübstiel kenn ich nicht, wäre vielleicht eine Alternative, falls mich keine der inzwischen 9 Sorten überzeugt.
Was die Bewässerung anbelangt, bin ich wegen der Schneckenplage zwiegespalten. Nach wie vor bin ich dabei, unsere Gartenerde zu verbessern. Um einerseits die Wasserhaltekraft zu erhöhen und andererseits hoffentlich das Milieu für die Schnecken unattraktiver zu gestalten.

Die Sorte "Erste Ernte" habe ich inzwischen ausgesät, allerdings im Haus. Heute beginne ich mit dem Abhärten, so dass die Pflänzchen demnächst ins Freiland pikiert werden können. Sobald die Töpfchen leer sind, kommt die nächste Sorte dran. Je nach Wetterlage säe ich auch gleich im Freiland.
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