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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Trockener Ast in einer Kirsche 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Trockener Ast in einer Kirsche  (Gelesen 2976 mal)
martinleupold
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« am: 15. Juli 2016, 21:06:14 »

Da neu im Forum, versuche ich meine Frage mal hier zu platzieren:

Ein Bekannter hat einen wunderschönen Kirschbaum im Garten stehen. Dieser hat plötzlich seit diesem Jahr einen trockenen Ast.

Bild in meiner Galerie

Da ich leider nicht vom Fach bin: Wie kann ich die Ursache für einen trockenen Ast herausfinden? Liegen Schäden am Ast vor? Worauf muss ich bei der Begutachtung achten?

Danke für Eure Hilfe!

MArtin
« Letzte Änderung: 15. Juli 2016, 21:16:26 von martinleupold » Gespeichert
Apfelmann
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WWW
« Antworten #1 am: 15. Juli 2016, 22:13:56 »

Für mich handelt es sich hier um eine Süßkirsche mit Monilia -Spitzenndürre,
Monilia - Spitzendürre ist ein Pilz der über die Blüte in die Leitungsbahnen des Baumes eindringt und diese verstopft. Die Äste sterben ab, die Bäume / Pflanzen können Pilze nicht bekämpfen, sie versuchen diese abzukapseln, dieser Schutz klappt aber nicht immer.
Hier bei uns haben wir noch zusätzlich sehr starke Trockenschäden,

Die kranken Äste sollten jetzt noch großzügig herausgeschnitten werden.

LG
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aquileia
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aquileia
Klimazone 6b/Naturraum 05


« Antworten #2 am: 15. Juli 2016, 22:51:54 »

Ergänzend: Befallene, abgestorbene Fruchttriebe lassen sich leicht vom Ast abbrechen. Schaue auch an den anderen Ästen, die noch nicht kahl sind, (und gegebenenfalls an weiteren Kirschbäumen) nach abgetrockneten Fruchttrieben.
Die kranken Äste sollten jetzt noch baldmöglichst großzügig herausgeschnitten werden.
Sollte die Schnittfläche einen braunen Kern haben, ist zu befürchten, dass der Pilz bereits sehr weit in den Baum eingedrungen ist.
Schnittgut entsorgen oder verbrennen, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.

aquileia
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thuja thujon
Moderator
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phänologischer Naturraum 22, 100 m ü. NN


WWW
« Antworten #3 am: 16. Juli 2016, 23:59:48 »

Hallo martinleupold,

ich galube nicht so recht an Monilia. Monilia kommt über die verregnete Blüte in den Baum  und wandert dann das Holz entlang.
Wenn die unteren Äste geblüht haben, sollten die also auch betroffen sein.
Wenn nur der jetzt kahle Ast geblüht hat, wäre er schon vor ein paar Wochen braun geworden und die braunen, vertrockneten Blätter würden noch am trieb hängen. Mittlerweile, immerhin Mitte Juli, hätte er zumindest bei mir auf einem recht wüchsigen Standort auch schon Ersatztriebe aus dem alten holz geschoben. Auf eehr schwachem Sandboden muss da snicht unbedingt sein, aber bei Minilia bleiben immer die kaputten Blätter am baum hängen.

Ich tippe deshalb auf etwa, was mana uf dem Foto nicht sieht.
Der Baum wurde schon das ein oder andere mal auch ins kräftige Holz zurückgeschnitten, an diesen Stellen siedeln sich gerne auch mal Holzpilze an, die auch erst 3-4 jahre später Symptome zeigen können. Wenn du den trockenen Ast mal genau kontrollierst und nach uten gehst, bis du die Stelle gefunden hast, wo die Rinde etwas anders aussieht oder Seitentriebe rauskommen oder ein große, unverheilte Schnittwunde klafft, weißt du, bis wohin der Ast noch Saft hat. Die Rinde darüber sollte schon etwas trockener, dunkler und etwas rissiger-eingefallener sein. Sie könnte sich auch schon etwass weniger gut am Stück abziehen lassen.

Darunter ist der Baum in der Regel noch vital, da holzzerstörende Pilze eh nicht bekämpft werden können, bleibt nur der Rückschnitt auf die Übergangsstelle. Wenn es sich anbietet, dass man auch ein Stück darunter absägen kann, mach das.
Solange der Ast dort geügend Zug hat und damit wüchsig ist, kann er Pilze eindämmen, quasi auswachsen. Das ist keine Garantie, aber manchmal gibt man einem Baum dadurch nochmal ein neues Leben.

Ich würde also den trocknen Ast Richtung unten kontrollieren und auf die nächstbeste Stelle im ´gesunden´ Holz absägen, so dass neben der Schnittstelle ein Ast mit ordentlich Zug ist, so dass durch dessen Vitalität die große Sägewunde zumindest die Chance hat, ohne größere Infektionen schnell genug überwallt zu werden. Zuschmieren mit Baumwachs bitte nicht machen. Nur an der richtigen Stelle sauber absägen, Stichwort Astring, Versorgungsschatten usw.

Gruß thuja
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martinleupold
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« Antworten #4 am: 24. August 2016, 21:43:28 »

Danke für die Tipps! Ich werde mal forschen...

MArtin
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gartenreike
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« Antworten #5 am: 25. April 2017, 17:36:09 »

Bei meinen Eltern ist seit Jahren ein trockner Ast mit am Baum und er trägt immer noch Kirschen am restlichen Baum. Diese sind allerdings deutlich kleiner geworden, deswegen würde ich den Ast schon absägen...
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