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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Kann ich die Triebe meines Weines etwas einkürzen? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Kann ich die Triebe meines Weines etwas einkürzen?  (Gelesen 6886 mal)
gartenuta
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gartenuta

« am: 12. Juni 2016, 19:31:14 »

Ich hab einen kleinen Garten. Mein Wein,  nur eine Pflanze, hat jede Menge Früchte angesetzt. Aber er macht meterlange Triebe die mich in dem kleinen Garten etwas überfordern. Ich müsste alles wieder irgendwie leiten und fest machen. Er hat nur ein kleines etwa 180 m hohes Geländer. Kann ich ihn etwas absäbeln so 50cm über dem Fruchtansatz oder lieber nicht? Danke schon mal.
« Letzte Änderung: 12. Juni 2016, 19:50:47 von gartenuta » Gespeichert

grüner gruß von gartenuta
clara
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Klimazone 8 - Phänolog. Naturraum 67 36m NN


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« Antworten #1 am: 12. Juni 2016, 20:29:41 »

Gartenuta - jetzt wo die Früchte dran sind  - da bin ich skeptisch bzw auch überfragt.

Kürzlich hatte hier aber jemand einen guten Link zum Rebenschnitt - (wir hatte eigentlich Glyzinen beim Wickel)
und es wurde geschrieben, dass drei Knospen stehen bleiben müssen. Also schneiden an sich ja -

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Blumigen Gruß
clara
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ein feines und interessantes Forum mit netten usern
und informativem Austausch - mit Gartenerfahrungen, keine Ausbildung -
krissy
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #2 am: 12. Juni 2016, 20:30:52 »

ich habe meinen (blaue trauben) an einer pergola und gestern auch etwas eingekürzt, weil er ringsum die rosen und stauden bedrängte. schadet ihm nicht.
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aquileia
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aquileia
Klimazone 6b/Naturraum 05


« Antworten #3 am: 12. Juni 2016, 21:18:03 »

Zuerst einmal: Es geht hier nicht um den Schnitt im Winter oder frühen Frühjahr, sondern um den Schnitt im Sommer.

Gewöhnlich schneiden die Winzer ihre Weinstöcke im Sommer erheblich zurück, um die Kraft in die Trauben und nicht in die Triebe zu leiten. Gleichzeitig werden etliche der angehende Trauben entfernt um die Qualität der verbleibenden zu erhöhen.

Auch ich werde in den nächsten Tagen meine Wein kräftig zurückschneiden und "auslichten". Es kann dann sein, dass neue Triebe entstehen, die nochmals Blüten ansetzen. Diese reifen aber nicht mehr aus. Also auch nochmals entfernen.

aquileia
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haelthir
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« Antworten #4 am: 12. Juni 2016, 22:13:55 »

Du kannst ihn ruhig zurückschneiden. ein zwei Nodien über einer Traube geht ohne Probleme. Ranken ohne Trauben können etwas länger bleiben, da kappst Du nur die Spitzen. Meinen großem Wein behandel ich auch so, allerdings etwas später, wenn die Trauben schon halbgroß sind.
Wenn Deine Pflanze etwas kleiner ist solltest Du sehen, das insgesamt noch genug Blattmasse übrig bleibt um die Pflanze zu versorgen. Dann kappst Du weiter von den Trauben weg.
Später ist es auch gut die Blätter direkt über den Trauben abzuknipsen, damit mehr Sonne herankommt.
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bonifatius
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« Antworten #5 am: 12. Juni 2016, 22:20:17 »

Mir ist es so erklärt worden, abwechselnd eine oder zwei Fruchtansätze je Trieb lassen, 6 bis 8 Blätter hinter dem letzten Fruchtansatz abschneiden.
Ich hab es vor 3 Wochen gemacht, einige Ansätze entfernt, in der kommenden Woche muss ich nochmal nachschneiden.

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sandor
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« Antworten #6 am: 13. Juni 2016, 15:31:03 »


Wenn man es so macht, wie vom  Missionar beschrieben, hat man schon viel richtig gemacht.
Allen vorherigen Ratschlägen kann ich keinen Glauben schenken.
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gartenuta
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gartenuta

« Antworten #7 am: 19. Juni 2016, 10:27:43 »

Ich danke euch für die sehr schönen Ratschläge, werde sofort schneiden gehen.
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grüner gruß von gartenuta
haelthir
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« Antworten #8 am: 19. Juni 2016, 16:09:47 »

Wenn man es so macht, wie vom  Missionar beschrieben, hat man schon viel richtig gemacht.
Allen vorherigen Ratschlägen kann ich keinen Glauben schenken.

Ich denke auch, daß die Methode von Bonifatius gut funktioniert.
@Sandor womit begründest Du Deine Beurteilung, Erfahrung oder Glauben?
Nicht böse sein, aber wenn man etwas beurteilt, sollte auch eine Begründung dazugehören. Einfach Erfahrungen anderer zu bestreiten, ist überflüssig, es sei denn es gibt Argumente dagegen. Und wie immer gibt es viele Methoden die funktionieren, manche besser manche schlechter, aber das muß man ausprobieren.
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sandor
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« Antworten #9 am: 19. Juni 2016, 19:02:52 »

Wie jetzt, nun ist Bonifatius Schnittanleitung für Dich die richtige. In Faden 4 hast Du es ganz anders beschrieben. Meine geschätzten ca. 50 Tafeltraubenstöcke werden den Laubschnitt nach Deiner Anleitung sicher nicht bekommen.
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thuja thujon
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phänologischer Naturraum 22, 100 m ü. NN


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« Antworten #10 am: 19. Juni 2016, 19:30:56 »

Es ist immer alles relativ...

Die Blätter über den Trauben versorgen die Früchte mit Zucker. Junge Blätter können das besser als ältere.
Ältere Blätter, also die in der Traubenzone, kann man abmachen (wenn danach keine Sonnenbrandschäden befürchtet werden). Die geben am wenigsten für das Aroma der Trauben, fördern die direkte Sonnenbestrahlung der Früchte und zudem das abtrocknen wegen Pilzvorsorge. Glechzeitig muss aber noch genug frisches laub da sein, um den Zucker in die Trauben zu pumpen.
Wegen dem letzten Effekt kann man sich dann streiten, ob 2 Blätter über der Traube reichen oder 6 besser sind, Qualitätsfanatiker wollen vielleicht 8 und noch einen Geiztrieb dazu, das muss man selber wissen. Wenns im Spätsommer bewölkt und dunkel ist, sind 8 Blätter besser als 4. Aber der Hobbygärtner guckt nicht, ob er 116 statt 108 Öchsle erreicht, sondern dem schmecken auch die eigenen Trauben wenn sie nur 87 Öchsle haben. Also unterm Strich, über Geschmack lässt sich nicht streiten und da sich Tafeltrauben vom Wuchs her höchstunerschiedlich in der jeweiligen Gartenecke benehmen, muss man für jede das passende rausfinden.  Die eine die wuchert sollte man anders schneiden als die, die sich vor lauter Früchten halber totträgt.

Wenn man konkrete Empfehlungen haben wollte, dann kommt man ohne Bilder und Pflegebeschreibung nicht drumrum. Und auch dann bleibt immernoch die Frage, ob es den Aufwand überhaupt rentiert, ob dem jeweiligen Besitzer der Zusatznutzen die Arbeit überhaupt wert ist.

Es gibt genug Hobbygärtner, die haben ihre Tafeltrauben an der Pergola oder Hauswand oder sonstwo als Beschattung stehen, da schüttelt fast jeder, der sie am Spalier hat mit dem Kopf. Den Wespen und Amseln ists aber egal, und am Schluss machen eh die Essigfliegen die Rechnung fertig, was falscher Mehltau und andere Pilze übriggelassen haben. Also Schnitt ist nicht alles.

Vielmehr sollte man meiner Meinung nach wissen, warum man was machen kann oder auch nicht. Entscheiden, was sinnvoll ist und was nicht, muss dann jeder für sich. Danach kommt das wann. Wann mache ich etwas, damit es auch wirklich Sinn ergibt? Nicht nur deswegen, sondern auch wegen der höchstunterschiedlichen Standorte, wird es immer pro 2 Gärtner 3 Meinungen geben.

Im Grunde alles ganz einfach und kein Grund zu streiten.
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bonifatius
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« Antworten #11 am: 19. Juni 2016, 20:28:07 »

Hallo,
Da hier die Kirschessigfliege angesprochen wird, auch eine Empfehlung von der Dame, die mir den Traubenschnitt erklärt hat, über jede Traube ein kl. Organzasäckchen ziehen, kosten bei aukt*onshaus etwa 20 Cent, dann ist dieses Problem zumindest erledigt.

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haelthir
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« Antworten #12 am: 19. Juni 2016, 20:57:46 »

Wie jetzt, nun ist Bonifatius Schnittanleitung für Dich die richtige. In Faden 4 hast Du es ganz anders beschrieben. Meine geschätzten ca. 50 Tafeltraubenstöcke werden den Laubschnitt nach Deiner Anleitung sicher nicht bekommen.

Am besten liest Du einfach noch einmal meinen 2ten Text. Thuja Thujons erster Satz trifft es auf den Punkt: alles ist relativ.

Mein Post zielt darauf ab, das Du einfach die Erfahrung anderer abtust, ohne eine Begründung zu liefern. Kann man tun, führt aber zu nichts.
Ich habe meine Erfahrung beschrieben, das sie die einzig richtige ist und es nicht noch bessere gibt, habe ich nicht geschrieben.
Das es nur eine richtige Lösung gibt, ist eine irrige Ansicht, die aber leider in den meisten Köpfen sitzt.
« Letzte Änderung: 19. Juni 2016, 21:02:11 von haelthir » Gespeichert
sandor
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« Antworten #13 am: 20. Juni 2016, 08:09:00 »

Meine Erfahrungen gehen dahin, dass manche, die solche Ratschläge geben, nicht mal den Sortennamen ihrer Rebe wissen. Geschweige denn den Unterschied zwischen Tafeltrauben und Keltertrauben kennen. Es ist eben einfach nur Wein.

Beweisen muss ich mich hier nicht.

In einem Kreis mit anderen Tafeltrauben Hobby-Anbauern setzen wier uns schon seit Jahren mit diesem Thema auseinander und immer ärgert es mich, wenn ich solch einen Beitrag lese.

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