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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Kübel- und Zimmerpflanzen-Forum (Moderatoren: Steffen_Reichel, Citrus)  |  Thema: Wachsblumenbaum: Probleme mit Trockenheit/Krankheit 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Wachsblumenbaum: Probleme mit Trockenheit/Krankheit  (Gelesen 2721 mal)
BijanK
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« am: 15. Januar 2016, 15:33:47 »

Hallo allerseits,

ich pflege seit einigen Monaten einen etwa 40cm großen Wachsblumenbaum (NICHT Wachsblume, sondern die Nadelbaumvariante). Ich hatte schon beim Kauf den Verdacht auf eine Schädigung, da die Pflanze trotz voller, grüner Krone die Nadeln abwarf.

Seitdem krankt sie an einer an den Astspitzen einsetzenden Trockenheit, die langsam zur Vertrocknung des ganzen Astes vom Astende hin zum Stamm führt.

Durch einen radikalen Rückschnitt konnte ich die Pflanze zwischenzeitlich zu einem enormen neuen Austrieb bringen, aber auch dieser stoppte nach einigen Wochen und die Vertrocknung setzte wieder ein.

Weiß jemand etwas über typische Krankheiten bei diesen Pflanzen?

Die Pflanze hat eine großen Topf, war stets moderat gewässert, steht hell und bisher überwiegend bei 18-21 Grad.

Weiß jemand sonst evtl. auch einen Handel, der diese Pflanzen vertreibt?
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krissy
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« Antworten #1 am: 15. Januar 2016, 21:30:18 »

Was ist denn ein Wachsblumenbaum ? Kenne als Wachsblumen nur die Hoyas (Schlingpflanzen).
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cooperi
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« Antworten #2 am: 16. Januar 2016, 01:28:25 »

...
Wachsblumenbaum (NICHT Wachsblume, sondern die Nadelbaumvariante).
...

Na ja,
solch einen Nadelbaum gibt es natürlich gar nicht!

Also sollten wir erst einmal klären, um welche Pflanze es überhaupt geht ...

Ich vermute mal so in Richtung der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae): Chamelaucium

Gruß
Peter
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krissy
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« Antworten #3 am: 16. Januar 2016, 10:18:11 »

Ah ja klar. Die gibt's im Spätwinter/zeitigen Frühjahr in gut sortierten Gartencentern. Hier steht auch einiges: https://pflanzio.de/chamelaucium-uncinatum/

Diese ganzen Australier, z.B. Grevilleen und Akazien, die im Winter gern richtig kühl, aber frostfrei und natürlich möglichst hell stehen wollen, sind nach meinen Erfahrungen allgemein etwas heikel. Am idealsten ist da wirklich ein kaltes Gewächshaus/Wintergarten. Und dann kannst du immer noch etwas zu viel oder zu wenig giessen, vielleicht auch mal kein optimales Substrat verwenden, und schon mucken sie. Nur mein Eucalyptus-Bäumchen gedeiht schon seit Jahren ganz gut; steht meist auch im Winter geschützt draussen, da etwas frostverträglich. Man ist in dieser Jahreszeit immer versucht, solche blühenden Pflanzen anzuschaffen, aber eigentlich räumt man in Ermangelung optimaler Räumlichkeiten dann dauernd ein oder aus. Auf die Terrasse bei mildem Winterwetter, in einen kalten Überwinterungsraum ans Fenster bei Frost.     
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BijanK
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« Antworten #4 am: 16. Januar 2016, 13:14:22 »

@krissy: Vielen Dank! Das ist schon mal eine Orientierung. Ich gieße die Pflanze kaum und sie steht ziemlich kühl, aber ich befürchte das ändert augenblicklich nichts mehr. Ich werde sie wohl abschreiben.

Gibt's irgendwo ein Nachschlagewerk, wo ich herausfinden kann, welches Substrat für welche Pflanze optimal geeignet ist?
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krissy
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« Antworten #5 am: 16. Januar 2016, 18:11:36 »

Auszugsweise aus einem meiner Wälzer - Dumont's grosse Pflanzenenzyklopädie - 2 Bände mit über tausend Seiten, sehr vielen Abbildungen und recht ausführlichen Beschreibungen (kann ich generell empfehlen, obwohl nicht ganz billig, gibt's manchmal auch antiqurisch):

Chamelaucium ist eine Gattung mit 23 immergrünen Straucharten, die aus Westaustralien aus sandigen Heideformationen und saisonal trockenen Gebüschfomationen stammen. In frostgefährdeten Gebieten sollten sie im kühlen Gewächshaus oder Wintergarten gehalten werden. Die meisten Arten sind frostempfindlich; C. uncinatum veträgt kurze Zeitspannen mit Temperaturen um 0 Grad. Unter Glas in kalkfreier Topferde in vollem Licht kultivieren, bei heisser Sonne schattieren. Gut angewachsene Pflanzen in der Wachstumsphase mässig giessen und monatlich einen flüssigen Volldünger verabeichen; im Winter wenig giessen. Im späten Winter umtopfen oder den Oberboden austauschen. Draussen in sehr stark wasserduchlässiger, neutraler bis saurer, armer bis mässig fruchtbarer, sandiger Erde in der vollen Sonne kultivieren. Pflanzen unter Glas benötigen einen starken Rückschnitt.

Also, da es sich um ein Myrtengewächs handelt, ist es klar, dass das Substrat sauer sein muss. Ich würde deswegen Hortensien- bzw. Azaleenerde mit Sand mischen und Blähton o.ä. beifügen wg. der Durchlässigkeit. Möglicherweise hast du mal etwas zuviel gegossen, weil die Pflanze eigentlich bei 18 - 21 Gad zeitweise zu warm stand. Aber das ist nur eine Vermutung.
Wie gesagt, diese ganzen Australier sind ziemlich heikel meiner Erfahrung nach und verzeihen nicht viele Pflegefehler bzw. keine nicht optimalen Kulturbedingungen. Unabhängig davon wird mir vermutlich irgendeine dieser austral. Pflanzen, die jetzt nach und nach blühend in Gartencentern o.ä. angeboten werden, in den Einkaufswagen hüpfen und dann versucht man, sie so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Das kann im Einzelfall durchaus schon mal ein paar Jahre klappen.
Wenn ich demnächst z.B. zu Sunflower (Frankfurt) fahre, haben die garantiert verschiedene Australier da stehen. Wenn ich z.B. im Februar eine blühende Akazie anschaffe, kann ich Glück haben, dass ich sie nur teilweise im kalten Überwinterungsraum halten muss (direkt am Fenster) und häufig, zumindest tagsüber, rausstellen kann. Manchmal haben wir schon im März keinen nennenswerten Frost mehr, dann wird sowieso fast alles wieder ausgeräumt.   

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BijanK
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« Antworten #6 am: 16. Januar 2016, 18:15:15 »

Super, vielen Dank, das gibt mir schonmal einen Eindruck! Und guten Erfolg mit den Australiern. :-)
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