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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Feigen-Experimente und Erfahrungen 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Feigen-Experimente und Erfahrungen  (Gelesen 14234 mal)
winterliesel
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winterliesel
Don't feed trolls - Naturraum 69, Klimazone 7b


« am: 18. Juli 2015, 22:08:08 »

Auf Anregung von Axtimwalde mache ich hier mal einen neuen Faden auf. Hier quasi die "Vorgeschichte" aus den Juli-Plaudereien 2015.

Ich überlege, ob wir einen Feigenstrang aufmachen sollten?
Also ich habe im Moment vier Feigenpflanzen (Ficus carica) im Garten, davon haben 3 Namen (Brown Turkey, Peretta, Dalmatie, eine unbekannte ist aus einem Steckling aus Hessen. Vorbestellt für nächstes Jahr habe ich mir bei Seiler noch die Negronne, die zur Zeit nicht lieferbar ist. Ich habe Platz dafür eingeplant und sammle weiter Steckies.

Ich interessiere mich sehr dafür und beobachte zur Zeit die Unterschiede im Wuchs und Blatt, glaube aber nicht dass es so einen wahnsinnig hohen Ertrag gibt, dass ich mit einem Strauch schon z.B. genug für Frischverzehr und Marmelade hätte. Hier tragen die Feigen nicht so üppig, wie weiter unten z.B. im Elsass. Ich sehe es ja in der Umgebung. Der zweite Schub Früchte wird eher selten reif. Haben wir denn noch Feigenfans hier?
...

... Wenn meine Pflanzen dann so weit sind, hätte ich auch schnell Steckis mit Sortenbezeichnung über. Feigen müssen regelmäßig geschnitten werden. Wir können noch eine Vergleichspflanzung in Oldenburg/Ol machen.

Irene, kannst Du noch ein paar Steckis mehr schicken? Hanne und Winterliesel, bestimmt sonst noch jemand, möchten vielleicht auch welche. Ich leite dann den Versand ab D in die Wege  Lächelnd. Wir haben hier doch noch mehr Leute mit wintermilder Umgebung, z.B. Blaue Rose ...? Ich mach die Steckis pflanzfertig und verteile im Frühjahr. Falls Du verschiedene Bäume nimmst, wäre eine Bezeichnung sinnvoll: z.B. Irene 1, Irene 2, blaue 1, blaue 2, grüne 1, grüne 2... oder so

Winterliesel, würdest Du den Beitrag vielleicht ins Obstforum verschieben? Vielleicht meldet sich ja wirklich noch jemand, der etwas dazu beitragen kann. Ein Planten- Feigenexperiment :-)

Und da ich bisher nicht wirklich viel über Feigen weiß, habe ich natürlich im Forum mal die Suche angeworfen und bin über Walthers tolle Linksammlung hier innerhalb des Forums gestoßen - auch Feigen sind dabei vertreten (neben vielen vielen anderen). Da muss ich mich die nächsten Tage erst einmal durchlesen.

Insbesondere die Frage, ob es hier oben eine reelle Chance gibt, mag ich noch nicht so richtig beurteilen. Wir haben zwar meistens nicht so irre kalte Winter (verglichen mit anderen Regionen), aber -15 erreichen wir schon hin und wieder. Und der gefürchtete Kahlfrost ist hier der eigentliche Oberkiller für empfindlichere Pflanzen - Teerosen z.B. werden hier eher nichts im Freiland.

Aber zu einem Experiment lasse ich mich durchaus schon mal verleiten  Zwinkernd.
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<°)))o><) Komik entsteht, wenn man Tragödien anschaut und dabei ein Auge zukneift. (E. Ionesco)

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lamassu
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« Antworten #1 am: 19. Juli 2015, 08:38:49 »

der faden ist eine gute idee + ich lese da gern mit,
mit leichten neidgefühlen natürlich

obwohl ich jemand kenne der (ein paar hundert höhenmeter tiefer) eine feige unterm balkon hat
+ übern winter eine art gehäuse aus noppenfolie rundumbaut

+ ganz eigentlich habe ich mir nicht zum ersten mal überlegt
wie so eine feige in einm kübel wohl wäre...
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Axtimwalde
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Phänolog. Naturraum 22 (nördl. Oberrheintiefland)


« Antworten #2 am: 19. Juli 2015, 09:40:09 »

Ich hab mich durch die Linksammlung gelesen und vergessen zu antworten, aber schon weiter geplant. Danke für die große Mühe Walther und Winterliesel.

Also, wenn ich genügend Stecklinge bekomme, können wir das Experiment mit bewurzelten Minifeigen im nächsten Frühjahr starten. Zu den Stecklingen von Irene hab ich hier noch einen Strauch um die Ecke, bei dem ich Stecklinge nehmen darf. Meine verholzten vom Spätwinter (von dem Strauch) sind leider noch nicht so weit, scheinen aber überlebt zu haben.

Irene, hättest Du Fotos von Deiner Feige?
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haelthir
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« Antworten #3 am: 19. Juli 2015, 21:27:59 »

ich fange mal an,
ich habe eine `Fehmarn`von Hortensis und eine afghanische Feige von aukt*onshaus im Freiland, hier in Lüneburg. Sie schlagen sich... naja. Die Fehmarn hat den letzten Winter, der ja keine r war gut überstanden, vorher fror sie immer zurück. Die einzige Frucht hat sie leider abgeworfen.
Die afghanische Feige mickert sehr stark.

Im Topf habe ich noch viele andere Sorten, da schlägt sich die Fehmarn gut.
Auffällig ist, dass die franz. Sorten von Baumaux (z.B. Negronne Dalmatie etc.)  im Ertrag schlechter sind als meine anderen von Hortensis, aukt*onshaus usw.
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Axtimwalde
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Phänolog. Naturraum 22 (nördl. Oberrheintiefland)


« Antworten #4 am: 19. Juli 2015, 21:48:56 »

Für mich ist das Thema ja noch ganz neu, in Ostwestfalen wäre ich nicht auf die Idee gekommen, eine Feige in den Garten zu setzen. Durch den Umzug in die Pfalz müssen wir ja völlig neu anfangen, deshalb bin ich auch auf Feigen gekommen. Ich gehe da derzeit noch ganz entspannt heran, was hier nicht wächst und trägt fliegt wieder raus. Deshalb bin ich auch so scharf auf Stecklinge von Irenes Feige. Eine namenlose Hausfeige, die zuverlässig trägt, ist mir hundertmal lieber, als eine "blaublütige" mit Züchterstempel. Einen Baum hab ich im Auge, da bin ich noch nicht sicher, ob die Stecklinge etwas geworden sind. Für die Forums- Versuchsreihe könnte ich auch von dort noch mal welche erhalten.

Auf die Idee gekommen bin ich auch durch die Berichte über die Kirschessigfliege, welche hier ja schon deutliche Schäden verursacht. Obst möchte ich schon im Garten haben, mit Apfel und Feige fange ich an:-).
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haelthir
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« Antworten #5 am: 19. Juli 2015, 22:13:59 »

interessant, meine beste dieses Jahr ist eine gelbe Pfälzer Feige vom Auktionshaus (weiß ja eh jeder welches das ist) Der Feigenort Deidesheim liegt doch auch in der Pfalz..?
Vielleicht ist das einen Besuch wert...
« Letzte Änderung: 19. Juli 2015, 22:15:30 von haelthir » Gespeichert
Axtimwalde
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Phänolog. Naturraum 22 (nördl. Oberrheintiefland)


« Antworten #6 am: 19. Juli 2015, 22:24:48 »

Deidesheim ist nicht weit entfernt, wir waren dort aber noch nicht. Für Anfang August haben GG und ich aber eine Radtour dorthin geplant.
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haelthir
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« Antworten #7 am: 19. Juli 2015, 23:17:24 »

Vielleicht wäre es eine gute Idee, wenn jeder von seinen Auspflanzerfahrungen berichtet, es gibt so viele Sorten überleben tun ja die meisten, aber wirklich tragen tun viel weniger...
Oder wir verabreden uns zum testen...
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iGartenhexe
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iloetterle
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« Antworten #8 am: 20. Juli 2015, 00:06:03 »

Nun, ja auch meine aus Paris zugewanderte Feige hat den Spätfrost nicht so gut gefunden, auch die kalten Winter davor haben ihr nicht gefallen. Aber Jedesmal wenn wir dachten jetzt ist sie hin, hat sie wahnsinnig ausgetrieben und gefruchtet. Ich hatte sogar schon einen Ersatz besorgt, da GG Feigen liebt. Jetzt haben wir eine blaue und eine grüne Sorte.
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Jetzt grüße ich aus Südfrankreich

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thuja thujon
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phänologischer Naturraum 22, 100 m ü. NN


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« Antworten #9 am: 20. Juli 2015, 00:21:50 »

Hallo,
einer bewährten Sorte, die schon immer das macht, was man kennt, würde ich auch den Vorzug geben, im Vergleich zu irgendwelchen überteuerten Blablawerbefeigensorten.

Pfalz, hier gibts die normale pfälzer Fruchtfeige an jeder 2ten Ecke, die ist nichts anderes als eine Abart der Brown Turkey. Aktuell gibts wohl in der Pfalz nur einen einzigen Pomologen, der sich mit Feigensorten auskennt. Ich tue mir da extrem schwer und wegen des Unkrautcharakters habe ich mich auch die letzten Jahre gegen einen ausgepflanzten Feigenbaum im Garten gesträubt. Die letzten Topfpflanzen sind im letzten Extremwinter zurückgefroren, danach habe ich nichts mehr gepflanzt.
Habe aktuell nur eine, die angeblich supergroße Früchte bringen soll. Kann noch nichts dazu sagen, die habe ich erst vor ein paar Wochen als kleinen Zweitrieber eingepflanzt. Ich mag mich auch noch nicht wirklich daran gewöhnen, eimerweise reife Feigen kurzfristig zu verschaffen, mit keinem Platz im Kühlschrank.

Ansonten tun es hier die Sorten der Sizilianer auch recht überzeugend, frieren etwas schneller zurück als die anderen, aber tragen auch gut und viel. Gartenindustriegepriesene `Exemplare´ findet man hier auch (vereinzelt), wachsen und fruchten, was sollen sie auch anderes tun. Hier passt höchstens mal ein Sommer nicht für die richtige Ernte, zurückfrieren tuts nur in Frostentstehungslagen in Extremwintern. Geschützt passiert auch hier nix.  

Da hier alle paar Ecken eine Feige steht, Steckis könnte man sicherlich viele machen, aber ich habe noch nicht jeden Baum über Jahre beobachtet, da sammle ich lieber erstmal nix, es sei denn, jemand will alles, egal was.

Um den Unterschied zwischen Restdeutschland und Pfalz zu verdeutlichen, hier ein Foto von einer Feige, nach dem letzten Extremwinter vor ein paar Jahren.

Feigenbaum

Ich kann nicht wirklich Empfehlungen für gefühlt Sibierien abgeben, ich kann nur raten, man sollte die Feigen niemals verhätscheln.
Das Exemplar auf dem Foto hat 50cm freie Erde, wurzelt unter Pflaster und Betonfundament und kann vom zweiten Stockwerk beerntet werden.
Am Gardasee siehts oft nicht viel anders aus. In bestem Boden friert sowas eher mal zurück.
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winterliesel
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winterliesel
Don't feed trolls - Naturraum 69, Klimazone 7b


« Antworten #10 am: 21. Juli 2015, 20:42:40 »

Das mit dem Verhätscheln würde bei mir vermutlich auch nichts werden, da der Überwinterungsplatz arg begrenzt ist. Aber reizen tät es mich schon. Pfalz ist natürlich eine ganz andere Nummer. Für hier oben wäre eine einigermaßen erprobt robuste Sorte natürlich am sinnvollsten.
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Axtimwalde
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« Antworten #11 am: 21. Juli 2015, 21:28:24 »

Etwas Glücksache wird es wohl im Norden werden. Aber das Klima in OL/OL kenne ich ja z.B. mittlerweile auch ganz gut und dort war es im Winter meistens wesentlich milder als in Ostwestfalen. Im Raum HH hat man den östlichen Einfluss stärker, aber die Nähe zum Wasser macht schon eine Menge aus. Ich hätte es ja immer noch ganz gern, wenn auch Hanne es wenigstens versuchen würde. Ganz nah am Haus, Südseite, Klinkerfassade. Irgendwann wäre der Wurzelballen unter der Erde so groß, dass die Feige vielleicht Herbstfeigen tragen könnte. Die nicht ganz ausgereiften Herbstfeigen kann man gut kandieren, hab ich letztens gelesen. Im Moment trau ich mich nicht Stecklinge zu machen. Nächste Woche beginnen hier die Sommerferien und die Temperatur fällt, dann schau ich noch mal.
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Axtimwalde
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Phänolog. Naturraum 22 (nördl. Oberrheintiefland)


« Antworten #12 am: 21. Juli 2015, 21:46:56 »

Ich tue mir da extrem schwer und wegen des Unkrautcharakters habe ich mich auch die letzten Jahre gegen einen ausgepflanzten Feigenbaum im Garten gesträubt.

Hallo Thuja, 2011 hatten wir den Ausnahmeherbst, danach kam der späte, lange Winter und letztes Jahr war es das extrem trockene und milde Frühjahr und nun haben wir diesen unglaublich warmen Frühsommer, die VG hat bei uns gerade zum wassersparen aufgerufen. Die Feigen haben ganz gute Inhaltsstoffe und können auch getrocknet und gelagert werden. Als Neuling in diesem Klima ist das die Pflanze für mich: a) hat noch etwas exotisches, b) zahle ich hier in Kirchheim für eine reife Feige 0,50€ c) macht die Kirschessigfliege zur Zeit keine Lust mehr auf anderes Obst.

Ich werde noch eine Zwetsche pflanzen, aber dann warte ich erstmal ab, was die Feigen so machen. Mach doch mit, in Deiner Gegend ist das Wetter schon wieder etwas anders. Ich meine, Du hast etwas mehr Regen und noch mehr Wärme?
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Phänolog. Naturraum 22 (nördl. Oberrheintiefland)


« Antworten #13 am: 21. Juli 2015, 21:55:05 »

+ ganz eigentlich habe ich mir nicht zum ersten mal überlegt
wie so eine feige in einm kübel wohl wäre...
Versuch macht kluch. Ein Steckling kostet nichts. Wobei ich in einer Gegend mit Schnee im Mai nicht mit Ertrag rechne, aber als Zierstrauch doch auch ganz nett. Ich werde Dich nicht vergessen.
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lamassu
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« Antworten #14 am: 21. Juli 2015, 22:10:15 »

Versuch macht kluch. Ein Steckling kostet nichts. Wobei ich in einer Gegend mit Schnee im Mai nicht mit Ertrag rechne, aber als Zierstrauch doch auch ganz nett. Ich werde Dich nicht vergessen.
oh!!
dabei wäre ich in der zwischenzeit schon wieder vernünftig geworden + habe mir vorgenommen die feigen die ich brauche (es gibt da ein rezept für feigenchutney) zu kaufen


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