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forum.planten.de  |  Querfeldein  |  Verwendung unserer Pflanzen in Haus und Küche (Moderator: Cosima)  |  Thema: Wie lagert man Birnen? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Wie lagert man Birnen?  (Gelesen 4104 mal)
Hans13
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die Gartenernte ist zur Selbstversorgung


« am: 11. September 2013, 20:11:38 »

Hallo und guten Abend.
Auch hier bei euch Fachleuten brauchte ich mal einen Rat.
Mein Williams Christbaum, an Spalier gezogen und schon einige Tage alt, hat uns in diesem Jahr reicht beschert. Ohne groß zu spritzen und zu düngen. Ist ja auch bis jetzt spitzenmäßig.
Vor 10 Tagen habe ich die noch sehr harten Birnen abgemacht. Sie hatten doch angefangen zu fallen, weil die eine oder andere angestochen war und die Wespen sich daran lapten.
Wir also abgenommen und schön in nen feuchten Keller gelegt. Wir waren nur eine Woche im Urlaub. Und....was soll ich euch sagen: die Birnen kannste vergessen. Ich sage euch. Ich habe einen Hals wie eine Keksdose: so rund und so dick.

Darf ich nun in die Runde mal fragen, was ich alter Simpel falsch gemacht habe?
Sollte ich die Birnen in den Kühlschrank und runterkühlen bis knapp über Null?
Ne, noch länger hängen lassen wäre nur Futter für die Wespen gewesen.

Wenn ich Antworten bekäme, wäre mein "Keksdosenhals" vielleicht nicht so "schwer".

Danke auch.

MfG
Hans13
« Letzte Änderung: 12. September 2013, 17:32:48 von Hans13 » Gespeichert

Es grüßt der Gartenfreund aus der "Toscana" Deutschland´s: aus der Pfalz
thuja thujon
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« Antworten #1 am: 15. September 2013, 08:48:16 »

Hallo Hans,
eigentlich hast du garnicht viel falsch gemacht.
Die Williams hält sich einfach nicht lange. Beim Übergang von Grün zum ersten Gelb muss sie schleunigst vom Baum runter, 2 Tage hinlegen und sie sind saftig, zuckersüß und haben in guten Jahren auch das unvergleichliche Aroma.
Wirklich lagern lassen sie sich nicht, sind sie erstmal vom Baum halten sie keine 2 Wochen. Ohne Kühlung noch weniger.

Dieses Jahr war es für die Williams zu trockenwarm. Erst war es zu kalt und regnerisch, und als die Früchte hätten reifen sollen, war es heiß und pures Stresswetter. Sprich, es war dieses Jahr mehr eine Notreife als eine harmonische, langsam verlaufende Aromabildung. Die Birnen waren einfach zu schnell reif, sind mit dem Zucker und vor allem Aromabilden einfach nicht hinterhergekommen. Und solche Früchte haben auch keine besonders gut ausgeprägten abwehrmechanismen gegen Fäulnis usw. Wenn die Schale im Wuchs wegen der Hitze stockt und ein paar Tage später Regen fällt, suagen sich die Früchte wieder voll mit wasser, die harte Schale kommt nicht nach mit ausdehnen und es entstehen feinste Risse. Die sind zwar mini und mit bloßem Auge nicht zu sehen, sind aber groß genug, dass Krankheitserreger die Frucht besiedeln können. Und so faults dann eben munter in die weichen Birnen rein... 

In Trockenperioden den Baum regelmäßig giessen mag zwar ein bisschen Linderung verschaffen, ganz weg bekommt man die Problematik aber deswegen nicht. Wenn oben die Sonne brutzelt gibts immer härtere Schalen die Rissempfindlich sind, egal wie gut die Wasserversorgung untenrum ist. Etwas bedeckteres Wetter mit regelmäßigem Regen ist einfach deutlich stressfreier als Hitzerekorde im Wechsel mit Unwettern.

Schau dir auch mal die Trauben an dieses Jahr, die haben viel harte Schale und verhältnismäßig viel Kern für das wenige Fruchtfleisch.
Ich hoffe wenigstens die Lageräpfel können sich noch halbwegs normal entwickeln.

Gruß thuja
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Hans13
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die Gartenernte ist zur Selbstversorgung


« Antworten #2 am: 15. September 2013, 19:11:28 »

Hey Thuja.
Wir hatten die Birnen bewusst im "grünen" Zustand abgenommen. Dann waren wir eine Woche weg. Nur eine einzige Woche. Unsere Tochter hat uns per SMS schon verzeifelte Mitteilungen geschickt, was sie nun mit den gelben Birnen machen soll. Vor lauter Schreck hat sie halt Kompott und jede Menge Marmelade gekocht. Weil wir halt nicht da waren. Und soll ich dir was sagen: die Marmelade schmeckt sau lecker. So was habe ich in meinem Leben auch nocht nicht gegessen. Aber die Not macht erfinderisch.
Den Rest der noch halbgrünen Birnen haben wir dann halt schnell in Gläser eingeweckt. Und dann im Winter so zu einer Mehlspeise z.B. Kaiserschmarren schmeckt solch eine leckere Birne ganz besonders gut dazu.
Oder was meinst du dazu?

MfG
Hans13
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thuja thujon
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« Antworten #3 am: 19. September 2013, 21:59:44 »

Hört sich auf jeden Fall gut an. Eingemachte Birnen habe ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gegessen.
Hört sich auch nach deutlich weniger Arbeit an als Williams zu vermosten und zu destillieren.
Ich weiß noch granicht, was ich mit der Ernte von meinem Hochstamm in ein paar Jahren mache. In der Zeitung standen die Tage ein paar Williams zum abholen für die Schnapsfreunde. Ist vielleicht auch eine option, um mit Menge fertig zu werden.

Lagerobst ist mir doch deutlich lieber.
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Mary
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« Antworten #4 am: 20. September 2013, 07:10:52 »

muss auch noch schnell mein Senf dazu geben
ich hab neulich auch das erste mal " Birnenmarmelade" gegessen.War wirklich super super gut, eigentlich eher wie  ein Mus denn Marmelade
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grüssle ,mary
Zwiebelchen
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Zwiebelchen
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« Antworten #5 am: 21. September 2013, 14:08:28 »

Mein William hat dieses Jahr auch erstmals gut getragen. Als die ersten Birnen von den Vögeln angefressen wurden habe ich alle abgepflückt. Sie lagen dann in einer Schüssel in der Veranda. Durch die Kühle die letzten Wochen haben sie sich sehr gut gehalten und ich kann jeden Tag eine saftige Birne essen.
Wenn der Baum mal mehr trägt will ich Birnen einwecken. Ist einfach eine Köstlichkeit im Winter. Erinnert mich an meine Kindheit.
Birnenmarmelade? Noch nie gehört. Merke ich mir mal vor.
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Grüße vom Zwiebelchen
Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt. (chinesisches Sprichwort)
Mary
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« Antworten #6 am: 21. September 2013, 16:01:12 »


Birnenmarmelade? Noch nie gehört. Merke ich mir mal vor.

Das war mehr wir Apfelmus, bloss aus Birnen Lächelnd
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grüssle ,mary
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