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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Boden- und Düngungsforum (Moderator: Walther)  |  Thema: Mikrobielle Carbonisierung und der Humusaufbau nach „Walter Witte“ 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Mikrobielle Carbonisierung und der Humusaufbau nach „Walter Witte“  (Gelesen 6598 mal)
Habakuk
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Jeder Tag ist ein Geschenk !


« am: 26. Juni 2013, 00:24:58 »

Was haltet ihr davon ?
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Als die Mücke zum ersten Male den Löwen brüllen hörte, da sprach sie zur Henne: "Der summt aber komisch." "Summen ist gut", fand die Henne. "Sondern?", fragte die Mücke. "Er gackert", antwortete die Henne. "Aber das tut er allerdings komisch."
aus: A.Paula/T.Fritz (Hg.): Brücken zum Fremden
thuja thujon
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« Antworten #1 am: 26. Juni 2013, 07:33:15 »

Nicht viel, es klingt alles andere als schlüssig.

Wird an anderer Stelle erwähnt welche Bakterien Lignin und Cellulose zu Humin- und Fulvosäuren umsetzen?
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Manni0815
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« Antworten #2 am: 01. Juli 2013, 07:33:50 »

Gärreste aus Biogasanlagen sind mir zu sehr mit Pestiziden belastet, insbesondere Neonics und Herbizide.  Sofern Mais vergärt wird, ist der Kaliumanteil zu hoch.
Wenn Calcium- und Magnesiumionen nicht in deutlich überwiegendem Verhältnis zu Kalium stehen, ist die Kapazität der Wasserspeicherung begrenzt.
Bei sehr leichten Böden kann das Einarbeiten von Kohle die Funktion des Tons ersetzen. (dauert lange)
Sicherlich ist eine künstliche Carbonatisierung schneller, als die Bildung von Humuskomplexen im Boden.
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Edu
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« Antworten #3 am: 28. Oktober 2013, 21:27:36 »

Die Komentare zur Mikrobiellen Carbonisierung verdeutlichen leider, dass von den Teilnehmern niemand die wahren zusammenhänge kennt.     Bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung ging es darum, dass es natürliche Prozesse geben muss, die den innerten Kohlenstoff  der abgestorbenen Biomasse nicht oxidieren.  Wie wir es viel zu oft praktizieren  z.B.  - bei der aeroben Kompostierung, - Stalldunglagerung, - belüftenden Bodenbearbeitung usw.           Den Kohlenstoff, den die grüne Pflanze und nur sie, binden kann in einer offenen Tafelmiete zu fast 100 % zu erhalten, dass ist natürliche Biotechnologie.   Die wenigsten haben eine Vorstellung wie der "Dauerhumus" wirklich aussieht.  Das der Weg der Inkohlung (Kohleentstehung)  nicht über den Torf, sondern über die Kohlenstoffverbindung die  mikrobiell als Dauerhumus gebildet wurde, verläuft.  Das Dauerhumus eine schwarze Masse ist, der seine Zellstruktur vollständig verloren hat. Der beliebig in Wasser gelöst und wieder zurückgetrocknet  (zu Humaten) werden kann, ohne seine chemischen Eigenschaften zu verlieren.  Mehr darüber .....

Hallo Edu, Deinen Link zu Deiner Website musste ich leider entfernen. Auch bei Dir muss ich kommerzielle oder nichtkommerzielle Links im ersten Beitrag aus leidvoller Erfahrung als Spam werten. http://www.planten.de/hilfe/netiquette/spam/. Teile doch einfach Deine Erfahrungen mit uns. Gruß, Cosima
« Letzte Änderung: 29. Oktober 2013, 10:13:31 von Cosim@ » Gespeichert
thuja thujon
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« Antworten #4 am: 29. Oktober 2013, 00:12:25 »

Gärreste kann man auch selbst herstellen. Der Bodensatz der Jauchefässer ist ja auch nichts anderes. Neonics und Herbizidmetaboliten findet man im Hobbygarten eher selten.
Unterschiedliches Quellverhalten der Bodenkolloide aufgrund der Alkali- und Erdalkalimetallionenverhältnisse wird nach einmaliger Gabe kaliumbetonter Stoffe in der Praxis wenig aufffallen. Wenn mit dem neuerdings beliebter werdendem  Backpulver zB. gegen Mehltau gespritzt werden sollte, ist die Diskussion darüber sowieso vergebens. Zudem werden die Mengen an Calcium aus dem Leitungswasser oft unterschätzt.

Kohle als Tonersatz? Inwiefern? Elektrochemisch sind die absolut unterschiedlich, an Kohle lagern sich nicht besonders viele Nährstoffe an. In kohlebasierter Hydrokultur sind die Nährstoffe schnell weg, das Puffervermögen ist nur minimal.


@Edu: ich stimme dir in Teilen zu, aber das hier liest sich komisch.
Bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung ging es darum, dass es natürliche Prozesse geben muss, die den innerten Kohlenstoff  der abgestorbenen Biomasse nicht oxidieren.
Es soll also einen Prozess geben, der aktiv nichts tut?  Huch
Wenn die Bodenflora und -Fauna keine Enzyme parat hat, um elementaren Kohlenstoff zu nutzen, ist er inert. Sehe ich auch so.

Die langfristige Speicherung von Kohlenstoff ist wichtig, kann man auch durch Wiedervernässen von Mooren machen. Im Garten haben wir andere Schwerpunkte. Da gehts doch eher um Bodenverbesserung durch eine günstige Bodenbeschaffenheit und -Mikrobiologie. Gerade mit schnell gegorenen Pflanzenresten habe ich aufgrund der polyphenolischen Stoffwechselprodukte schlechte Erfahrungen gemacht. Die Ligninrotte kommt da meiner Meinung nach zu kurz.

Versuche es mir doch bitte zu erklären, ohne dass ich das verlinkte Buch kaufen muss.

Gruß thuja
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