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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Boden- und Düngungsforum (Moderator: Walther)  |  Thema: Rosskastanienabfälle auch auf den Kompost? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Rosskastanienabfälle auch auf den Kompost?  (Gelesen 13010 mal)
brittamaus
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« am: 04. Oktober 2012, 19:23:47 »

Hallöchen!

Meine Nachbarin hat mal von einem Gärtner gesagt bekommen, Blätter, etc. von Rosskastanien gehören nicht auf den Kompost da sie nicht verwittern. Nun wollt ich grad Laub und Kastanienschalen auf den Kompost bringen, dachte ich, fragst mal eben nach.  Augen rollen
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winterliesel
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winterliesel
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« Antworten #1 am: 04. Oktober 2012, 21:31:35 »

"Nicht verwittern" ist wohl nicht wirklich korrekt ausgedrückt. Laub verrottet teilweise sehr viel langsamer und enthält Gerbstoffe. Bei Kastanien würde mich eher die Miniermotte davon abhalten, das Laub auf den Kompost zu tun.
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<°)))o><) Komik entsteht, wenn man Tragödien anschaut und dabei ein Auge zukneift. (E. Ionesco)

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brittamaus
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« Antworten #2 am: 05. Oktober 2012, 06:50:23 »

Also nicht drauf. Danke für den schnellen Tipp ;-)

LG
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Walther
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Walther

« Antworten #3 am: 05. Oktober 2012, 09:37:03 »

Schnell muss nicht unbedingt richtig sein.

Wenn ich mir bei Wikipedia das Kapitel 'Gerbstoffe' durchlese, kann ich als Laie doch eigentlich nur zu dem Schluss kommen, das Gerbstoffe im Kompost ein Segen wären/sind.

Und warum sollte denn ein Kompost, der langsam gerottet/gereift ist, schlechter für den Gartenboden und die Pflanzen geeignet sein als einer aus schneller Rotte? Ist nicht eine stabile Humusschicht im Garten der Traum eines jeden Gärtners?

Zitat
hat mal von einem Gärtner gesagt bekommen
Der wollte lieber seine Tüten-Blumenerde verkaufen: aus Torf, der vermutlich noch viel mehr Gerbstoffe enthält, noch langsamer entstanden ist .... und in dem sich Pflanzen sauwohl fühlen.

LG
Walther

« Letzte Änderung: 05. Oktober 2012, 12:13:04 von Walther » Gespeichert
brittamaus
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« Antworten #4 am: 06. Oktober 2012, 07:14:20 »

Hmm... gibt mir zu denken.

Mein Kompost ist aber klein und würde ihn doch schon gerne nächstes Jahr nutzen. Wenn die Kastanienabfälle aber ca. 4 Jahre brauchen, dann schmeisse ich sie lieber (und leider) in die Biotonne.

Sagen kann man auch nicht wie lange es dauert, bis Kastanie verrottet oder? Denke, es ist ja von Kompost zu Kompost verschieden, oder?
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winterliesel
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winterliesel
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« Antworten #5 am: 06. Oktober 2012, 12:27:20 »

.. Sagen kann man auch nicht wie lange es dauert, bis Kastanie verrottet oder? Denke, es ist ja von Kompost zu Kompost verschieden, oder?

Ja. Hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. Größe, Temperatur, Zusammensetzung, Feuchtigkeit ...

Wenn Dein Komposthaufen eher klein ist, wirds vermutlich länger dauern. Aber evtl. schaust Du mal nach Infos zu Laubkompost - vielleicht gibt's für Dich ne Alternative (z.B. Laub im Plastiksack kompostieren - Versuch bei mir läuft noch und mit langsamer zersetzenderem Laub dauert es definitiv länger als ein Jahr). Vorsichtig wäre ich bei Kastanie allerdings immer noch wegen der Miniermotte.
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Citrus
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« Antworten #6 am: 06. Oktober 2012, 13:09:57 »

...ne Alternative (z.B. Laub im Plastiksack kompostieren - Versuch bei mir läuft noch ...

In Noch-Garten-Zeiten hab ich das mit gutem Erfolg praktiziert. War gemischtes Laub, allerdings ohne besonders harte Laubarten.

Kastanienlaub würde ich wegen der Miniermotte aber auch nicht kompostieren, (auch nicht in Biotonne) sondern in den normalen Abfall geben.
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Herzlichen Gruss   Citrus

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brittamaus
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« Antworten #7 am: 06. Oktober 2012, 15:11:55 »

Wieso nicht in Biotonne?

Kompostieren im Plastiksack? Lächelnd *lustig* Einfach nen blauen Sack nehmen und alles von der Kastanie da rein. Knoten rein und 2 Jahre stehen lassen? Stell ich mir irgendwie ecklig vor :-/
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winterliesel
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winterliesel
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« Antworten #8 am: 06. Oktober 2012, 15:26:47 »

Biotonne deshalb nicht, weil die Puppen der Motte nur bei ausreichend hoher Kompostiertemperatur vernichtet werden. Wenn das nicht gewährleistet ist, werden die überwinternden Schädlinge fröhlich an die nächsten Verwender des Komposts weitergegeben  Schweigend.

Und in den Sack gehören natürlich Luftlöcher. Ist dann etwa genauso eklig wie anderer Kompost z.B. in Thermokomposter auch  Zwinkernd.
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« Antworten #9 am: 06. Oktober 2012, 16:54:47 »

Naja, die Biotonne wird ja eh am Montag abgeholt.

Schimmelt das dann nicht in dem Plastiksack?
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« Antworten #10 am: 06. Oktober 2012, 16:59:41 »

an die nächsten Verwender des Komposts weitergegeben 

Würde dich das nicht stören bzw. ärgern, wenn du mit gekauftem Kompost Schädlinge in deinen Garten bekommst?
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brittamaus
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« Antworten #11 am: 06. Oktober 2012, 17:10:19 »

Klar würde mich das stören. Aber wenn die Müllabfuhr die braune Tonne abholt und den darin enthaltenen Biomüll verarbeitet, werden dann nicht alle Schädlinge bekämpft (durch dämpfen, etc..)? Helfe natürlich gern die Umwelt im Lot zu halten und bin auch so total öko. Dass, ich da was falsch mache, wenn es denn so ist, wusste ich bis dato noch nicht. Hab aber auch nur 5Liter in der Hausmüll Platz. Weiß nicht, wie ich da den ganzen Kastanienberg rein kriegen soll. Bin da etwas überfragt. Hat da jemand eine Idee?
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winterliesel
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« Antworten #12 am: 06. Oktober 2012, 23:05:40 »

Soweit mir bekannt, wird hauptsächlich in gewerblichen Kompostieranlagen wirklich heiß genug kompostiert, um die Miniermottennachkommen zu vernichten. Ob die kommunalen das ebenfalls tun, kann ich Dir nicht sagen - da müsstest Du bei der örtlichen Anlage einmal nachfragen, wie es dort gehandhabt wird.

Evtl. kann man Dir da auch Alternativen zur örtlichen Entsorgung des Kastanienlaubs nennen.

Was die Schimmel-Frage angeht: nein, tut es nicht. Macht Dein Kompost ja auch nicht, oder? Falls Kompost schimmelt, hat man was falsch gemacht  Zwinkernd.
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« Antworten #13 am: 07. Oktober 2012, 12:22:21 »

Ich frag die Tage mal nach wie der Kompost bearbeitet wird und obs ne Sammelstelle für Kastanienabfall gibt.

Den Plastiksack, wo wird der am besten aufbewahrt?
In der Waschküche oder draussen in einer verlassenen Ecke?
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Walther
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Walther

« Antworten #14 am: 07. Oktober 2012, 12:36:37 »


Natürlich sind Komposttonne, Laubsack und Kompostplatz des regionalen Abfallentsorgers eine brauchbare Alternative oder Ergänzung zur Eigenkompostierung, besonders wenn man eigenen, selbst erzeugten Kompost nicht verwerten kann/will.

Aber eigentlich ist es doch für einen Großteil der passionierten Hobbygärtner schon erstrebenswert die eigene Kompostfläche der Größe nach an die eigenen tatsächlichen Bedürfnisse anzupassen. Wenn viele organische Reste im Garten anfallen kann auch die Freude an der Gewinnung von Humuserde entsprechend groß sein.

Ich habe sogar schon gehört, dass von 10 Quadratmetern Kompostfläche mehr und dauerhaftere Freude ausgeht als von 10 m² Rosenbeet. Solche Leute halten sich ihren Kompost, wie ein Haustier, das sie tagein-tagaus betreuen und pflegen, nicht in der hintersten Ecke, sondere stolz an einem repräsentativen Platz in praktischen Behältern.

Noch dazu ist kompostieren einfach. Und es gibt je nach Gusto verschiedene Rezepte, die zu bestem Erfolg führen.
Auch eine Miniermottenpuppe überlebt in solch einem 'Glücksreaktor' weder Pilze, Regenwürmere noch Rotte, wenn einfachste Regeln beachtet werden. Und dass es dann wirklich signifikant länger dauert halte ich für ein Gerücht.

LG
Walther

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