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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Boden- und Düngungsforum (Moderator: Walther)  |  Thema: Sortenreine Hobelspäne statt Mulch? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Sortenreine Hobelspäne statt Mulch?  (Gelesen 16983 mal)
Dornroeschen
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Dornroeschen
Mein Garten haßt mich!


« Antworten #15 am: 21. Juli 2012, 19:41:49 »

Ich könnte ja mal Fotos von extensiven Rosenbeeten in Rindenmulch machen, da sieht man vieles, aber keine Rosen. Dafür fast meterhohes Unkraut, das ein- oder zweimal im Jahr von der Stadt gerodet wird. Und sowas soll ansprechend sein?
Klar, solche Bilder könnte ich auch machen... aber nicht von meinem Garten, sondern von den Parkbuchten vor´m Haus, die von der Stadt "gepflegt" werden... aber gut gemeint, ist halt nicht gut gemacht...
Daher mein Erfahrungsbericht:
Habe mir in den letzten 10 Jahren zweimal Profi-Unterstützung geleistet.
Beim ersten Mal: Rodungshacke ->14 cm Bodenschicht reduziern->Rindenmulch auftragen-> Ruhe (bis auf das Beikräuter zupfen)-> dafür aber, dank der Mulchqualität "damals" (sehr klein gehäckselt) -> fast täglich Gehweg fegen wegen des "Wühleffekts" von Vögeln, Nachbars-Katzen und Hunden. Nun war der Mulch verrottet.
Beim zweiten Mal: Der Gärtner hat durch radikalen Rückschnitt im Herbst 2011 Licht in den Garten "gepflanzt" und im Frühsommer war´s dann wieder soweit: 6 m3 Pinienmulch, dieses Mal recht grob gehäckselt -> und wie aquileia schreibt: "nur noch Winden (bei mir zudem Luzerne) und Löwenzahn alle paar Wochen jäten -> und gut, v.a. im direkten Vergleich zur Parkbucht  vor´m Haus;D
@ aqulileia:
teile Deine Meinung zu 100 % und
@ walther: wer verschiebt den Thread jetzt wieder ins Planungs- und Handwerksforum?
LG Ina
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Gartenzwerge tragen roten Mützen, damit sie beim Rasenmähen nicht überfahren werden...
Cosima
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Waterkant


« Antworten #16 am: 21. Juli 2012, 22:45:47 »

@ walther: wer verschiebt den Thread jetzt wieder ins Planungs- und Handwerksforum?

Ähm, warum? Es geht immer noch ums Mulchen, oder?

LG
Cosima
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Allerbeste Grüße, Cosima

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thuja thujon
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« Antworten #17 am: 22. Juli 2012, 00:34:29 »

Wenn Rindenmulch ausbringen und alles vergessen nicht reicht, worin besteht dann der Nutzen?
Natürlich muß ich alle drei bis vier Wochen drüber gehen um die Beikräuter zu entfernen, die es trotzden schaffen, durch diese Schicht durchzuwachsen. Das sind weitgehend Wurzelunkräuter, wie z.B. Winden.
Das geht mir ohne Mulch nicht anders. Wobei es auch mal eher 8 bis 12 Wochen sind, deswegen kommt auch manches Wildkraut zum aussamen, u.a. deswegen ist auch immer für ausreichend Nachschub gesorgt.
Ich denke da spielt der Faktor `wann´ eine entscheidende Rolle, im Frühjahr bevor sie Samen ansetzen, nochmal das was nachkommt, kurze Zeit später diejenigen Wildkräuter welche hohe Temperaturen zum keimen benötigen und diese nochmal kurze Zeit später. Gegen Herbst nochmal `reinemachen´ + Laub drauf und das war es schon. Damit kann ich und die ordnungsbewussten Spaziergänger schonmal ganz gut leben. Ganz ohne `Pilzsubstrat´, wie Günther schreibt.
Da wird wohl aber auch die Ausgangssituation eine wesentliche Rolle spielen, ist einmal halbwegs `sauber´ und man bleibt dran, gehts eigentlich ohne besonders viel Aufwand. Erst recht im Gemüsebeet, zur Not auch mit einem Einzinken-Grubber statt Riesenhacke.

@Günther: wuchshemmende Stoffe ausbringen und gleichzeitig ordentlich Dünger dazu, um die Wirkung zu `neutralisieren´? Ein Schritt vor, 2 zurück...
Da kann ich nichts gutes dran finden.
Hobelspäne, ordentlich in Öl getränkt (Rapsöl etwa), ist auch eine gewisse physikalische Barriere und hält im Vergleich zu ungetränkten deutlich länger den zersetzenden Bakterien und Pilzen stand. Aber auch die werden langfristig die Bodenqualität verändern und den Humusgehalt erhöhen.
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« Antworten #18 am: 22. Juli 2012, 09:54:30 »


@Günther: wuchshemmende Stoffe ausbringen und gleichzeitig ordentlich Dünger dazu, um die Wirkung zu `neutralisieren´? Ein Schritt vor, 2 zurück...
Da kann ich nichts gutes dran finden.


Wer bringt wuchshemmende Stoffe aus?
Kopf schief halten: Rindenmulch verbraucht beim Abbau Stickstoff, zur Eiweißbildung der zersetzenden Bakterien udgl. Dieser Stickstoff fehlt erst mal, daher Ersatz/Nachschub durch Hornspäne. Nach der Zersetzung der ganzen Geschichte ist in Summe ein Mehr an Stickstoff vorhanden.
Die "pösen" Gerbstoffe sind ziemlich irrelevant.
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thuja thujon
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« Antworten #19 am: 22. Juli 2012, 11:31:54 »

Holz zersetzt sich auch ohne ein extra an Stickstoff, geht nur nicht so schnell. Siehe Baum der im Wald in der Luft hängt und trotzdem verrottet oder der große Haufen Sägemehl.

Stickstoffmangelsymptome bei rindenmulchgemulchten Pflanzen sind erkennbar, der Rückschluss auf Stickstoffentzug durch die Rotte aber etwas vorschnell. Wenn die stickstoffproduzierenden Cyanobakterien gehemmt werden, fehlt deren Stickstoff weitgehend im Boden. Daher die Mangelsymptome. Die stellen sich auch schon ein, wenn der Rindenmulch noch garnicht wirklich auf Hochtouren zersetzt wird.

Siehe auch:
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5847/pdf/Hildebrand_Erfassung_und_Charakterisierung.pdf
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Günther
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« Antworten #20 am: 22. Juli 2012, 11:47:32 »

Auch Cyanobekterien "produzieren" keinen Stickstoff....
Natürlich verrotten Holz und Rinden auch ohne zusätzliche Stickstoffzufuhr - das Gegenteil wurde nie behauptet - aber der Stickstoff für den Aufbau von organischem Material (Aminosäuren) muß von irgendwo herkommen, ob aus dem Boden drunter (wo er dann mangelt) oder aus einer zugesetzten Stickstoffquelle.
Will ich den Mulch als eine eher wachstumshemmende Bodenbedeckung, dann geb ich nichts dazu. Will ich vorübergehende Mangelerscheinungen verhindern, geb ich was dazu.
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