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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Apfelsorten für Sandböden 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Apfelsorten für Sandböden  (Gelesen 5238 mal)
ForstTechnik
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« am: 27. Februar 2011, 19:37:27 »

Ich suche für unseren Garten in 16348 Wandlitz einen gutschmeckenden, rotwangigen Tafelapfel, der auch mit trockenerem Sandboden klar kommt, ab September/Oktober pflückreif und essbar ist und nicht zu stark wächst. Das ist aber nicht leicht, weil meistens irgend etwas nicht passt. In die engere Wahl habe ich bisher folgende Sorten genommen:

Jakob Fischer (wächst aber stark)
Kaiser Wilhelm (wächst aber stark)
Danziger Kantapfel (nicht für trockene Sande?)
Müschens Rosenapfel (wo zu kaufen?)
Prinz Albrecht von Preußen ((nicht für trockene Sande?)

Was ist von diesen Sorten zu halten? Welche Sorten wären noch empfehlenswert?


Über eine Antwort würde ich mich freuen.
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Zwiebelchen
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Zwiebelchen
Rosenfan, jetzt schwäbisch-fränkischer Wald, 500 m


« Antworten #1 am: 27. Februar 2011, 19:55:28 »

Mein Jakob Fischer ist im September reif und muß gleich gegessen oder verarbeitet werden. Läßt sich nicht lagern. Wie er auf Sandboden wächst weiß ich nicht. Bei uns auf der Streuobstwiese ist es ein großer und breiter Apfelbaum.
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Grüße vom Zwiebelchen
Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt. (chinesisches Sprichwort)
Walther
Global Moderator
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Walther

« Antworten #2 am: 28. Februar 2011, 16:53:17 »



Einen entscheidenden Einfluß darauf, ob eine Apfelsorte an Deinem Standort gut gedeiht, übt auch die Unterlage aus.

Du solltest Dich bei den Obst-Baumschulen Deiner Region nach Erfahrungen erkundigen, welche Unterlage für Deinen Standort empfehlenswert ist.

LG
Walther

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Apfelmann
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WWW
« Antworten #3 am: 28. Februar 2011, 18:45:56 »

Ich empfehle dafür immer eine Verkostung, danach ist man schlauer und weiß welche Geschmäcker so am besten sind.
In Wandlitz ist 2011 am 02. Oktober der Tag der Regionen,
da könnten wir eine kleine Verkostung machen,
ich bin da seit ein paar Jahren immer zur Obstsortenbestimmung im Agrarmuseum.
Im märkischen Sand gibt es einige schöne Apfelsorten,
ohne starke Unterlage und Hilfe des Gärtners wird aber meistens nix.
Müschens Rosenapfel gibt es hier nicht, da müßten Reiser von den Pomologenfreunden aus McPom besorgt werden,
der Magdeburger Reisermuttergarten wurde gesperrt, es gibt Versorgungsschwierigkeiten bei den Baumschulen
Jakob Fischer wurde oft als Stammbildner und sogar als Unterlage verwendet,
Danziger Kantapfel, Prinz Albrecht, Kaiser Wilhelm, Gascoynes Scharlachroter und Jakob Lebel wachsen sehr stark
James Grieve, Schöner von Herrnhut sind schon besser,
dann gibt es noch den Dülmener Rosenapfel,
Schau auf meine Seite, da sind auch die Termine und ein paar kleine Empfehlungen,
Als Baumschule empfehle ich Fischer in Lichterfelde bei Eberswalde, er ist einfach der Beste im Land für alte Sorten.

LG
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ForstTechnik
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« Antworten #4 am: 01. März 2011, 21:12:03 »

Vielen Dank für die Antworten. Die Verkostung von Apfelmann ist natürlich eine gute Idee, komisch, dass ich noch nie die Gelegenheit hatte. Allerdings wollte ich jetzt im Frühjahr schon pflanzen. Und da ich beim Geschmack nicht zu wählerisch bin, kommt es mir insbesondere auf einige passende Sorten für den Standort an. Geplant ist ein Hochstamm, was wohl mit einer wüchsigen Unterlage einhergeht, oder?

An James Grieve hatte ich auch schon gedacht, war bisher aber nicht sicher, ob er auch sommerliche Trockenheit erträgt. Schöner von Herrnhut sich soll ebenfalls nicht für nährstoffarme trockene Sandböden eignen. Beide passen aber wegen ihrer mittleren Wüchsigkeit und auch ihrer Pflückreife.  Das gleiche trifft auf den Dülmener Rosenapfel zu.

Was ich mich frage ist, wie eng man die Standortsangaben nehmen muss. Ich werde das Pflanzloch natürlich mit Kompst und Bentonit aufwerten. Gießen will ich Sommer allerdings später nur in längeren Trockenperioden.

Was ist von dem Geflammten Kardinal zu halten?

Ich will aber niemanden mit zu vielen Fragen nerven. Zur Baumschule Fischer werde ich auf jeden Fall gehen.

Grüße

Oliver

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Apfelmann
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« Antworten #5 am: 01. März 2011, 22:52:38 »

Der Geflammte Kardinal ist auch nicht schlecht,
der Kardinal und besonders der Dülmener Rosenapfel ähneln dem Gravensteiner, kommen aber mit schlechteren Bedingungen klar,
vernünftiger Apfelanbau benötigt guten Boden,
auf schlechtem Boden - Sand und Ackerzahlen von 20 - 30 Bodenpunkten sind als Unterlage Sämlinge (meist Bittenfelder Sämling) oder die neue A 2 (bin mir nicht ganz sicher) notwendig,
die Bäume dürfen nicht in gute Erde oder Kompost reingepflanzt werden, sie machen sonst keine Wurzeln, der gute Boden muß mindesten 5 - 10 cm weg sein, damit die Wurzeln dahinwachsen,
wenn die Bäume angewachsen sind, mindestens 1 x im Jahr Nährstoffe über Kompost, Mist, Mulch .., ist auch für die Bodenfruchtbarkeit wichtig,
gegen Wühlmäuse einen Korb aus Karnickeldraht bauen, hilft für 3 - 5 Jahre

LG
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