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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: actinidia arten 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: actinidia arten  (Gelesen 4560 mal)
PP
Gast
« am: 16. April 2002, 11:44:02 »

Hallo!

Hat schon jemand Erfahrung gesammelt mit
anderen Actinidia-Arten als A. chinensis?

Ich denke da an A. kolomikta, arguta, polygama
usw.

PP
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Andreas Regner
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« Antworten #1 am: 16. April 2002, 17:38:12 »

Hallo,

Suche nach Actinidia in der Pflanzendatenbank:
http://www.pflanzenbuch.de/pflanzendatenbank.php?&s=actinidia

Da sind 4 Arten bzw. Sorten beschrieben.
Actinidia deliciosa [Synonym: Actinidia chinensis] ist weniger frosthart (-20,5 Grad) als A. arguta (-26 Grad).

Actinidia kolomikta ist (bei wenigen Exemplaren, die ich kenne) sehr schwachwüchsig und kaum als Kletterer zu bezeichnen.

Actinidia arguta 'Weiki' hab ich selber. Wächst problemlos, will aber nicht zu trocken stehen.
Für entsprechend Interessierte auch obstbaulich zu nutzen.

Noch ein Artikel auf pflanzenbuch.de zu Kiwi:
http://www.pflanzenbuch.de/article.php?sid=129
derselbe auf planten.de:
http://www.planten.de/pflanzen/kletterpflanzen/kiwi/
« Letzte Änderung: 16. April 2002, 17:41:19 von Andreas Regner » Gespeichert

grüsse
andreas
Tolmiea
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Liebe ich dieses Forum???


« Antworten #2 am: 17. April 2002, 10:42:16 »

Die Weiki habe ich seit ca. 8 Jahren.
Nachdem die zwei Stöcke jahrelang nicht, bzw. kaum geblüht haben, hat sie letztes Jahr, eigentlich das erste Jahr, in nennenswerter Zahl gefruchtet. Die kleinen Beeren sind sehr lecker, aber nicht haltbar.

Vor einigen Tagen hat der neue Austrieb, einen zwar gewohnten,  aber diesmal besonders ausgedehnten und ausgeprägten  Frostschaden erlitten.
Sie steht wohl nicht ganz so günstig bei uns.

ligrü g.g.g.
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PP
Gast
« Antworten #3 am: 17. April 2002, 15:14:10 »

Hallo!

Tolmiea: Deine Erfahrungen mit der Frostempfindlichkeit von arguta kann ich
bestätigen. Bei mir ist der Neuaustrieb von arguta  noch empfindlicher als
bei chinensis, was ja kein Widerspruch zu einer absolut höheren Frosthaerte sein
muß, kommt wohl darauf an ob im Herkunftsgebiet Spätfröste auftreten.

Andreas:
Wie ist denn die Blattfaerbung (rot, weiß, grün)bei deinen A. kolomikta?
Kann es sein, daß die erst nach einigen Jahren auftritt oder
gibt es diesbezüglich verschiedene Sorten von Kolomikta ?
Ich kann mich erinnern im Bot. Garten in Sankt Petersburg
Kolomikta richtig wild an Zaeunen und Baeumen gesehn zu haben.
Waren aber leider keine Fruechte dran.

Gruß

PP
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Andreas Regner
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


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« Antworten #4 am: 17. April 2002, 21:59:03 »

Hallo PP,

ich selber habe A. kolomikta nicht - kenne sie nur von Kund/inn/en.

Die ungewöhnliche Färbung der Blattspitzen haben m.W. nur ältere männliche Pflanzen, die sich dann im Sommer rosa und weiss verfärben.

In den beiden Farbtönen kenne ich sie auch, wobei weiss häufiger war, was aber bei meiner sehr geringen Beobachtungsgrundlage eine Aussage mit sehr eingeschränktem Wert ist.

Essbar wäre sie wahrscheinlichst - allein, dass fast nur Männchen gepflanzt werden, was der Fruchtbarkeit denn doch etwas abträglich ist Zwinkernd
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grüsse
andreas
PP
Gast
« Antworten #5 am: 19. April 2002, 12:12:21 »

Hallo Andreas!

Da hab ich bei meinen Sämlingen ja noch eine
Chance, daß die sich umfärben.
Danke für die Info.

Gruß

PP

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gregor
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« Antworten #6 am: 21. April 2002, 23:52:59 »

Also daß bei A. kolomikta, einer sehr frostharten (die härteste/nördlichste der Gattung!), ostsibirische Art (Amur-Gebiet, wo die Art den russischen Namen Kolomikta trägt; im Zander wird dagegen Korea und Japan als Heimat angegeben, wobei Japan sicher falsch ist), nur die Manderln bunt wären, ist mir neu. Es stimmt allerdings, daß in Europa vorwiegend männliche Pflanzen kultiviert werden. Die bunteste Sorte, die in Europa fast ausschließlich kultiviert wird, ist eine männliche. Sie hat zwar einen Namen, da der aber nie angegeben wird, find ich ihn leider grad nicht. Ich glaub er beginnt mit A, aber das hilft nicht viel ;-)
In der Natur finden sich bunte und nicht bunte Klone. So bunt wie unsere Standardsorte sind sie aber kaum.
Eigene Erfahrungen hab ich wenige (Boden alkalisch, kalkreich, trocken). A. deliciosa, A. arguta und A. kolomikta sind bei mir nie durchgekommen :-( Ich möcht aber einige mit künstlicher Bewässerung erneut probieren und hab schon Infos über interessante Arten und Sorten gesammelt. Natürlich will ich unbedingt A. kolomikta, die übliche männliche. In Rußland wurden aber einige interessante Fruchtsorten entwickelt, und wer weiß, vielleicht verhelfen mir meine neuen Kontakte dort hin ja zu Pflanzen ;-)
Da die Art als einzige neutrale Böden bevorzugt und alkalische Böden relativ gut verträgt, ist sie für mich sowieso die beste. Früchte sind etwas kleiner als bei C. arguta.
'Aromatnaya': reichtragend, Früchte mittelgroß
'Krupnoplodaya': großfrüchtig, reich an Vitamin C
'Oluyckos':
'Pautske': Sorte aus Litauen
'Sentyabraskaya': frühreifend (Name bedeutet September, bei uns im August)
d'Ehre
Grischa
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d'Ehre
Grischa
gregor
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« Antworten #7 am: 22. April 2002, 00:30:51 »

Ach ja, A. kolomikta duftet, so wie A. arguta auch. Von A. arguta soll 'Ananasnaja' die beste weibliche Sorte sein: Früchte groß, reichtragend, spätfrosttolerant, auch an Neutrieben blühend (wichtig, wenn Blüten am alten Holz durch Spätfröste vernichtet werden). 'Dunbarton Oaks' ist eine süße Sorte aus Washington D.C. Männliche Pflanzen eignen sich auch als Bestäuber für A. callosa und A. purpurea.
Eine Standardsorte für den Gartenbau ist die japanische 'Issai', eine selbstfruchtbare Hybride von A. arguta.
A. callosa gehört auch zu den härteren Arten und soll hier "die harten Drei" vervollständigen, hat aber keine aufregenden Früchte. Die sind weiß mit braunen Punkten und schmecken angeblich etwas fad.

Von den weniger harten tät mich ja die echte A. chinensis sehr interessieren. Wie die meisten Strahlengriffel hat sie nackte Früchte. Nur A. deliciosa, ihr kultivierter Abkömmling, hat die typischen Kiwi-Früchte. Vor einiger Zeit hab ich im supermarkt eine gelbe, unbehaarte Strahlengriffelfrucht in Kiwigröße gefunden, vielleicht eine Rückkreuzung mit A. chinensis. Jedenfalls hab ich sie vor zwei Wochen im Glashaus ausgesät. Mal sehn was draus wird.
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d'Ehre
Grischa
PP
Gast
« Antworten #8 am: 26. April 2002, 09:53:15 »

Hallo Grischa!

Tja, die russischen Sorten hätt ich auch gern,
scheint aber einfacher, die aus USA (hab übrigens grad den positiven Nachweis,
daß die Bestrahlung wohl doch nicht so
schlimm war, Samen keimen auf jeden Fall gut)
zu kriegen,als aus dem Herkunftsland.

Letztes Jahr in Moskau haben wir auf jeden
Fall nichts gefunden.
Falls du eine Bezugsquelle auftust, kannst ja mal
was hören lassen.



Gruß

PP

PS Aprikosen wachsen in Moskau sehr gut!
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gregor
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« Antworten #9 am: 05. Mai 2002, 22:24:43 »

Pjoter,
schad Daß Du "nur" Gast bist, tät Dich gern privat was fragen. Nämlich ob Du auch weißt ob Marillen noch in Niznij Novgorod wachsen? Bzw. ob dort überhaupt noch viel kultivierbar is.
Zwinkernd (naja, ganz so lustig isses nicht)
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d'Ehre
Grischa
PP
Gast
« Antworten #10 am: 05. Mai 2002, 23:21:59 »

Hallo!

Also da bin ich leider noch nicht gewesen.

Kann dir aber versichern, daß manz.B  im
botanischen Garten von Irkutsk Aprikosen-
bäumchen kaufen kann und bei Moskau
durchaus auch Trauben gezogen werden.

Die Moskauer Aprikosen Sorte hab ich selbst jetzt
im Topf und bin auf die Entwicklung gespannt.
Die russischen Gärtner sollte man also nicht
unterschätzen.


Gruß

PP


 
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gregor
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« Antworten #11 am: 06. Mai 2002, 15:51:25 »

Ach Pjoter, ich weiß, nicht nur Actinidien züchten sie, auch die Sorbus-Fruchtsortenvielfalt ist enorm, etc. Nur, weißt, wenn ein alter Gartensingle seine ca. 1600 Arten und Sorten verlassen sollt, der Herzensangelegenheiten wegen, dann is das nicht leicht. Und dann noch in ein Land, wo er die Sprache nicht kann, nicht weiß was er hackln soll, ...
Naja, Computer mitnehmen und weiter für deutschsprachige Magazine schreiben - eventuell kamma ja davon leben, was ich da bezahlt krieg - derzeit noch.
Es is ziemlich frustrierend, findt so a alter Topf endlich an Deckl, und dann "so einen" Traurig
Ich glaub mein Heimweh stünd dem ihren ned nach. Das Leben ist hart aber ungerecht.
Gregor,
zerrissen
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d'Ehre
Grischa
PP
Gast
« Antworten #12 am: 06. Mai 2002, 17:40:54 »

Hallo Grischa!

Da bin ich erstens mal platt!
Zweitens frag ich mich, ob Ihr denn da keinen Kompromiss
finden könnt.
Es gibt ja im russischen Land auch weniger arktisnahe
Gefilde.
Also wenn ich die Möglichkeit hätte (rein pekuniär)
mir wäre die Schwarzmeerküste und der Kaukasus
durchaus interessant.
Botanisch ist das sicher faszinierend.

Na ja und der Altai und der Baikal und er ferne Osten...

Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Glück.
Vielleicht wirst du ja hier bald über
deine russischen Eindrücke berichten können.

Gruß

PP

 

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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #13 am: 06. Mai 2002, 18:39:02 »

hallo gregor,

zum einen freu ich mich für dich,
zum anderen hoffe ich für uns, daß du uns jedenfalls erhalten bleibst. gott sei dank hat das internet ja keine grenzen - außer in der technik.

zum weiteren bewundere ich schon allein den mut deiner gedankenspiele. ich glaub, ich wär schon zum nachdenken zu feige. gescheige denn rußland, pffffff. ich war zwar noch nicht dort; aber ich kann für MICH sagen: aufgrund von allem was ich aus dem fernsehen und aus büchern und aus erzählungen weiß, käme das für MICH nicht in frage. so rein sozialstaatsmäßig und medizintechnisch: lebt es sich in österreich nicht sicherer und angenehmer.  es kommen so oft "langreisende" und weitgereiste zurück - ich hab so einen in der verwandtschaft - die sagen; ich tausche deutschland oder österreich gegen nichts ein. besagter herr war lange in austalien, in neuseeland, in indien und in china und und und .... danach kam er nach deutschland zurück und gründete dort eine familie und fügte hinzu: nirgends wäre dies für ihn vom umfeld (staat, recht, kultur, soziales, medizin, versorgung, .....) her angenehmer als in deutschland (bzw. österreich). natürlich gibts es auch menschen, die sind von andrem naturell. ich will deiner partnerin weder ihre heimat noch ihr heimweh noch ihre heimatliebe absprechen, aber hat sie österreich schon mal etwas länger getestet.
dies alles soll keine allgemeine wertung sein, ich spreche lediglich nach meinem persönlichen empfinden, nur damit das klar ist und sich niemand auf den schlips getreten fühlt

.... nur so zum weitergrübeln
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freundliche Grüße,
Bernhard
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