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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Apfelsorten: 'Harberts Renette' 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Apfelsorten: 'Harberts Renette'  (Gelesen 4618 mal)
Walther
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Walther

« am: 24. November 2008, 17:58:07 »

Heute ist 'Harberts Renette' an der Reihe, gezeigt zu werden

HarbertsRenetteIMG_2219

HarbertsRenetteIMG_2856   HarbertsRenetteIMG_2862

HarbertsRenetteIMG_2864   HarbertsRenetteIMG_2867

'Harberts Renette' fiel mir durch seine leckere Säure auf. Er war zum Zeitpunkt der Probe saftig und wohl noch nicht ganz vollreif.


LG
Walther
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2012, 12:49:33 von Walther » Gespeichert
Walther
Global Moderator
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Walther

« Antworten #1 am: 13. März 2009, 15:17:20 »




Name:
Harberts Renette
I..............................
weitere Namen
auch: Harbert, Goldrenette (Bayern), Harberts Rambur-Renette, Harbert's reinettenartiger Rambour, Imm-Apfel, Königsapfel, Klosterapfel, Lederapfel
I..............................
Herkunft:
vermutlich Raum Soest. Seit 1830 von Carl Harbert, Arnsberg, verbreitet. (www.nabu.de)
I..............................
Frucht:
weiß-gelb, sonnenseits rötlich, gelb bis zart orangerot gestreift schmackhaft mittelfest, saftig, feinaromatisch und süßsäuerlich abgerundet(www.nabu.de)
regelmäßig gebaut, stielbauchig, abgestumpft, flachrund, bräunliche Punkte gleichmäßig verteilt. (www.arche-noah.at)
renettenartig gewürzt. Kräftige Säure bei hohem Zuckergehalt (www.brenninger.de)
Zucker/Säure: mittel (www.landkreis-rosenheim.de)
I..............................
Verwendung:
Tafelapfel
Frischverzehr, Mus und Saft, Backapfel(www.nabu.de)
recht gut bezahlter Marktapfel (www.obstsortendatenbank.de)
Dörrobst (Petzold)
I..............................
Reifezeit:
Winterapfel aus der Gruppe der Goldrenetten. Anfang Oktober pflückreif und bis in den Januar genießbar (www.nabu.de)
Pflückreife Mitte Oktober, Genussreife Dezember bis März, im Naturkeller gut bis Februar, im Kühllager 6 Monate haltbar. (www.arche-noah.at)
Erntezeitpunkt genau abpassen, sonst starker Fruchtfall (Petzold)
Starker Vorerntefruchtfall, mehrmals durchpflücken. (Mühl)
I..............................
Anfälligkeiten:
auf nassen und tonigen Standorten verstärkt stippeanfällig (www.pomologen-verein.de)
bei hohem Grundwasserstand frostempfindlich im Holz(www.arche-noah.at)
in zu trockenem Boden fallen die Früchte leicht ab. (http://library.wur.nl)
Unempfindlich gegen Blutlaus und Pilzkrankheiten. (www.simon-pfaffenhofen.de)
Befallsfrei oder nur gering anfällig gegen Feuerbrand (www.aufhausen-ndb.de)
stark für Stippe, Hauptnachteil der Sorte (Petzold)
für Stippe auf warmen Standorten. Sehr Fäulnisanfällig im Lager (Mühl)
I..............................
Befruchtung:
triploid, Selbstfruchtbarkeit kommt vor (Mühl)
Schlechter Pollenspender. (www.simon-pfaffenhofen.de)
Befruchtung durch Ananas Renette, Baumanns Renette, Gelber Bellfleur, Gelber Edelapfel, Goldparmäne, Große Kasseler Renette, Croncels u. a. (www.arche-noah.at)
Befruchtungspartner: Ananasrenette, Gelber Bellefleur, Goldparmäne, Ontario und andere. (www.obstsortendatenbank.de)
Blüten endständig am Kurzholz auf mehrjährigen Langtrieben (Petzold)
Blüte spät, an zweijährigen Langtrieben (www.arche-noah.at)
Blüte lang anhaltend und unempfindlich  (www.pomologen-verein.de)
blüht spät und die Blüte währt lange. Sie ist damit auch im Frühjahr eine extravagante Obstsorte! (www.rgv.co.at)
I..............................
Ertrag:
setzt spät ein, ist dann aber recht hoch(www.nabu.de)
neigt zur Alternanz (www.pomologen-verein.de)
an geeigneten Standorten meist jährlich (Petzold)
setzt später ein, ist dann regelmäßig und sehr hoch. (www.brenninger.de)
Früchte bleiben auch auf Hochstamm gleichmäßig groß (Mühl)
I..............................
Standort:
Ein Anbau in kühleren Höhenlagen ist möglich. (www.nabu.de)
Bevorzugt schwere, gut versorgte Böden. Auch bis ins Alpenvorland und 500 m Höhenlage geeignet. (www.arche-noah.at)
kommt in schwerem und leichtem Boden gleich gut fort (http://library.wur.nl)
in nicht zu rauhen Gegenden an Wegen und Strassen (http://library.wur.nl)
breit anbaufähig, hat nur geringe Ansprüche an Witterungs- und Bodenverhältnisse (www.pomologen-verein.de)
Für alle nicht zu schweren Böden (Mühl)
I..............................
Wuchs:
sehr starkwüchsig, mächtige, kugelige Krone, idealen Hochstamm-Baum für Streuobstwiesen(www.nabu.de)
gehört zu stärkst wachsenden Sorten(www.arche-noah.at)
Wuchs: mittel (www.landkreis-rosenheim.de)
für Hecke nicht geeignet (Petzold)
I..............................
Schnitt:
Nach Aufbau der Krone nur Überwachungs- und Auslichtungsschnitt(www.arche-noah.at)
Schnitt der Leittriebe lang, der des Fruchtholzes kurz. (www.obstsortendatenbank.de)
Verjüngung kaum notwendig, Wuchskraft hält bis ins Alter an (Petzold)
I..............................
Veredelung:
für alle Stammlängen geeignet, Hoch- und Halbstämme auf Sämling ohne Stammbildner. Viertelstämme und Büsche auf M4 und MM106, auch A2 möglich. Niederstämme auf M9, M26 Pi80 (Petzold)
I..............................
Sonstiges:
Harberts Renette ist Saarpfälzer Streuobstsorte 2007 (www.nabu.de)
in der Liste der empfohlenen Sorten bei vielen Landschafts- und Bebauungsplänen (www.nabu.de)
Ähnlichkeit mit Röthaer Blenheim, Hildesheimer Goldrenette, Wilhelmsapfel (Petzold)
I..............................
Literatur:
(Bannier): Zitiert aus: Bannier, Empfehlenswerte Streuobstsorten für Ow-L, 2000
(Mühl) Zitiert aus: Mühl, Alte und neue Apfelsorten 5. Aufl.
(Petzold) Zitiert aus: Petzold, Apfelsorten, 1982


LG
Walther

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JörgHSK
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« Antworten #2 am: 19. Juli 2009, 18:57:53 »

vermutlich hat die Sorte als Sämling im Obstgarten des damaligen Klosters Wedinghausen in Arnsberg gestanden. Der pomologisch interessierte Carl Harbert hat die Sorte bekanntgemacht. Noch heute legen Nachfahren von Carl Harbert zu Allerheiligen Äpfel der Sorte aufs Grab.
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JörgHSK
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« Antworten #3 am: 26. November 2009, 18:44:07 »

Carl Harbert soll die Sorte in Arnsberg entdeckt haben. Die Nachfahren der Harberts leben noch, die legen jedes Jahr zu Allerheiligen ein paar Äpfel auf das Grab auf dem Eichholzfriedhof.
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