Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
25. November 2020, 23:39:31
Übersicht Hilfe Suche Galerie Einloggen Registrieren
News: Viele technische Fragen findest Du in unserer Forumshilfe beantwortet.
forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Pflaume, Zwetschge? Welche Sorte 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
Seiten: [1] 2 Nach unten Drucken
Autor Thema: Pflaume, Zwetschge? Welche Sorte  (Gelesen 37827 mal)
Hummel
Gast
« am: 23. August 2004, 15:47:42 »

Hallo alle Experten,
ich suche einen Pflaumen-(Zwetschgen?)baum und brauche Eure Erfahrung. Die Früchte sollen groß, süß und sehr gut steinlösend sein. Wir wollen sie immer gleich essen, also nix zum Backen oder so. Ob blau oder gelb ist egal. An der Grundstücksgrenze stehen zwei alte Pflaumenbäume mit Spillingen (kleine blaue Pflaumen zum Muskochen), deshalb dürfte die Befruchtung kein Problem sein.
Habt Ihr Empfehlungen?
Danke vorab und liebe Grüße
Hummel
Gespeichert
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #1 am: 23. August 2004, 22:47:59 »

Hallo Hummel,

würde eher zu Zwetschgen als zu Pflaumen raten, da Pflaumen qualitativ nicht so gut sind, außer Du stehst auf viel Saft.
Eine Mischung daraus wäre die Bühler Zwetschge (eher eine PFLAUME ALS EINE Zwetschge), vor allem unreif allerdings sehr säurehaltig und gut für eine Magenverstimmung.

Wie sieht es bei Dir in Sachen Virosenbefall aus?
Eine sehr gute Zwetschge ist die Fellenberger, geschmacklich vielleicht sogar die beste, aber sehr scharkaanfällig und auch sonst virenanfällig.

Geschmacklich gut sind auch Ersinger und Hauszwetschge (hier gibt es diverse Varietäten), aber auch diese sind eher anfällig als resistent.

Eine geschmacklich sehr gute Zwetschge ist die Hohenheimer Hanita, sie ist  scharkaresistent und hat auch sonst viele gute Eigenschaften, allerdings etwas brüchiges Holz.

Ein weiterer Punkt wäre die Reifezeit, wann soll sie denn reif sein?
Es gibt auch folgeartig reifende Sorten.
Mit einigen verschiedenen Sorten ist die Reifezeit jedoch auf einige Monate ausdehnbar.

Was verstehst Du unter groß?
Manche bezeichnen schon eine Petitestean als riesig, Smiley für andere ist selbst eine President gerade groß genug Huch, also Grammangabe oder Durchmesser wäre aussagekräftiger.

Beachtung verdient je nach Lage und Vorliebe auch evtl. Moniliaanfälligkeit, Anfälligkeit gegen aufplatzen bei Regen, Frostempfindlichkeit, Blühzeit, Ertragsmenge, Fruchtfleischfarbe, Fruchtfestigkeit, Haltbarkeit, Alternanzneigung, etc.

Du siehst, so einfach ist es nicht, Dir so mal eben etwas zu empfehlen.

Grüße
Pflaume
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Hummel
Gast
« Antworten #2 am: 24. August 2004, 11:41:02 »

Hallo Pflaume,
ähem, was ist eine große Frucht? Ich würde sagen, wenn ich sie nicht auf einmal in den Mund stecken kann (und ich habe eine ziemlich große Klappe). Grinsend
Über Viren kann ich nichts sagen, die beiden Spillingsbäume sind jedenfalls nicht krank, nur alt und nicht mein Geschmack. In der Nachbarschaft gibt`s auch keine schönen Pflaumen oder Zwetschgen, die haben alle nur Äpfel und Kirschen, gelegentlich mal einen Birnbaum und ab und zu einen Walnussbaum. Und Spillinge.
Folgeartig reifend wäre natürlich toll, da ich nur am Wochenende ernten kann. Aber mehrere Sorten sind auch eine gute Idee, Platz haben wir genug.
Aufplatzen bei Regen wäre nicht so gut und Frostanfälligkeit auch nicht. Wir wohnen sehr luftig, ringsum Feld, eigentlich immer Wind und vollsonnig, wenn die Sonne mal scheint. Zur Klimazone kann ich nicht viel sagen, es ist der westliche Teil der Mecklenburger Seenplatte, zwischen Müritz und Schwerin.
Die Ertragsmenge ist nicht so wichtig, Blühzeit, Haltbarkeit und Farbe auch nicht. Aber süß sollen sie sein und sich gut vom Stein lösen. Es verleidet mir den Genuß, wenn ich am Stein herumnagen muß.
Und groß kann der Baum auch werden, ich esse die Pflaumen auch, wenn sie runterfallen. Außerdem haben wir eine Leiter.
Brauchst Du sonst noch Angaben?
Liebe Grüße
Hummel
Gespeichert
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #3 am: 24. August 2004, 13:05:40 »

Hallo Hummel,

die Problematik ist eben die, daß ein Baum, der heute veredelt (um diese Jahreszeit wohl eher okuliert Smiley) bzw. gepflanzt wird, einige  Jahre bis zu einer größeren Ernte benötigt, Dich aber bei vernünftigem Schnitt evtl. überlebt (zumindest auf Bühler-, Hauszwetschgen oder Sämlingsunterlage, wenn, ja wenn er nicht gefällt wird, z.B. wegen Krankheiten.

Selbst wenn Scharka heute noch 100 oder gar 500 km von Dir entfernt ist, kann es schon nächstes Jahr unter Umständen durch die Unachtsamkeit von jemandem Weinen, im Nachbargarten ankommen.
Möglicherweise hast Du aber auch die nächsten Jahrzehnte kein Problem damit. Je mehr besonders anfällige Bäume in der Gegend herumstehen, desto besser sind natürlich die Verbreitungsmöglichkeiten.

Aus diesen Gründen würde ich persönlich keine empfindlichen Sorten mehr anpflanzen, auch wenn es bei der Fellenberger etwas weh tut, denn Scharka breitet sich bekanntlich nach wie vor aus.

Blütezeit und Frostanfälligkeit haben hier (einige km nördl. vom Bodensee, gut 500m über NN) miteinander zu tun, denn (Ausnahmen bestätigen die Regel) je später, desto geringer sind hier (vermutlich auch bei Dir) die Chancen auf entsprechend starke Bodenfröste, auch wenn die eine oder andere Sorte wesentlich mehr einstecken kann als eine andere.

Interessant wären evtl. Deine Bodenverhältnisse und die Wasserversorgung.

Werde mal eine Liste mit m.E. empfehlenswerten Sorten bis (sofern nichts dazwischenkommt) heute Abend/Nacht zusammenstellen, damit Du einen Überblick hast.
Anstelle von Mundgröße (m. W. nach keine international gültige Größenangabe für Zwetschgen) versuche ich mal das Gewicht oder den Durchmesser (sind natürlich immer Durchschnittswerte) dazuzuschreiben.

Öxlewerte für Zwetschgensorten Zunge sind mir kaum bekannt, vielleicht hat da jemand hier entsprechende Werte.

Grüße
Pflaume
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Hummel
Gast
« Antworten #4 am: 24. August 2004, 13:48:43 »

Hallo Pflaume,
vielen Dank für Deine Mühe.
Bodenverhältnisse: relativ steinig, bißchen sandig, insgesamt unauffällig. Zeigerpflanzen: Große Brennessel, an einigen Stellen Sauerampfer (unter 4 Apfelbäumen)
Wasserversorgung: relativ hoher Grundwasserstand und außerdem haben wir einen langen Schlauch.
Frostgefahr: wir hatten schon Fröste während der Boskop-Blüte und dieses Jahr sind mir im Mai die ersten Tagetes erfroren.
Ich freu mich auf Deine Liste
Liebe Grüße
Hummel
Gespeichert
Plantboy
Gast
« Antworten #5 am: 24. August 2004, 19:37:22 »

Hallo Hummel,

ich kann dir die Sorte Opal sehr empfehlen!...eher unbekannt, aber sehr gut!

Das ist so ein Zwischending zwischen Zwetschge und Pflaume.Sie ist manchmal in den Baumärkten bei den Billigbäumen zu bekommen.Die Früchte sind größer als die von der Zwetschge und ein wenig runder.Sie sind nicht so sauer, wie eine Zwetschge und nicht so super süß/weich wie eine runde Pflaume, aber insgesammt süß.Es gibt keinen negativen Nachgeschmack.Die Haut habe ich bisher garnicht beim Essen bemerkt...muß ich ehrlich sagen.Der Geschmack ist PERFEKT!
Der Stein ist praktisch immer schon in der Frucht gelöst.Man braucht ihn nur noch rausnehmen.Die Frucht lässt sich sehr gut in zwei Hälften mit den Fingern teilen.
Bevor ich mir die gepflanzt habe, habe ich mir erstmal ein Obstsortenbuch ausgeliehen und die Eigenschaften von den Pflaumen vergliechen.Die Sorte Opal war eine der besten Sorten.
Die Fruchte sind gerade reif.Manche müssen noch ein bisschen auf dem Baum bleiben und nachreifen.
Wenn sie weicher sind und sich leicht runterziehen lassen sind sie perfekt.Magst du sie eher säuerlicher, pflückst du sie halt ein paar Tage früher.

Gruß
Gregor
« Letzte Änderung: 24. August 2004, 19:51:16 von Plantboy » Gespeichert
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #6 am: 24. August 2004, 22:17:59 »

Hallo Hummel,

einen großen Baum zu tränken ist (zumindest bei unseren Wasser- und Abwasserpreisen hier) ein teurer Spaß.
Aber bei einem hohen Grundwasserstand dürfte das nur bei einer schwachwüchsigen Unterlage ein Problem sein., bzw. in den ersten Jahren.
 
Für Pflaumen/Zwetschgen sind steinige Böden kein sonderliches Problem, tiefgründige Böden sind ihnen allerdings lieber als Sand, andererseits sind sie relativ anpassungsfähig.

Auf Düngung in Deinem Fall verzichten, vor allem mit stickstoffhaltigen Düngern, dazu gehört auch Mulch von Rasenschnitt bzw. die daraus gewonnene Erde.

Für den Fall, daß Dir bei Vollertrag die Zwetschgen zu den Ohren herauswachsen, habe ich auch Eignung für Kuchen vermerkt.

Aus Zwetschgen kann man natürlich auch vorzügliche Marmelade (Xelz wie man im Schwäbischen sagt)  etc. herstellen, die sehr saftigen Sorten und Pflaumen sind für Kuchen und Konfitüre weniger geeignet.

Da für viele Leute (Verkauf etc.) Farbe wichtig ist, ist auch diese erwähnt.

Grüße
Pflaume
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #7 am: 24. August 2004, 22:30:51 »

KATINKA®
ist eine Hohenheimer Züchtung aus `Ruth Gerstetter` x `Ortenauer;
Katinka ist mittelgroß (26-28g), sehr gut im Geschmack, dunkel-violett bis blau gefärbt.
Der Baum wächst mittelstark, verzweigt schön und ist scharkatolerant.
Gute, festbackende Sorte mit dafür idealen Durchmesser von ca. 34mm, eine sehr gute Steinablösbarkeit und die Früchte zerfließen beim Backen nicht; Katinka ist in Deutschland derzeit die meistgepflanzte Frühsorte!
Die Reife ist sehr gleichmäßig, die Haltbarkeit lange und die Fäulnisanfälligkeit gering.
Die aromatischen, geschmacklich hochwertigen Früchte erreichen Oechslewerte um 63°.
Sehr blühwillig. Jungbäume haben bereits im Jahr nach der Pflanzung Erträge von je 5-7 kg gebracht.
Befruchter: selbstfruchtbar
Beste Frühsorte (Geschmack, Steinlöslichkeit, Backfähigkeit, Ertrag, selbstfertil)
Manko: Fruchtgröße, ähnlich Hauszwetschge
ZW 3 = letzte Juli-Dekade

ERSINGER FRÜHZWETSCHKE
Sie reift Ende Juli folgeartig, ist mittelgroß, rot-blau bereift.
Das Fleisch ist gelbgrün, weich, süß-säuerlich, gut steinlösend und zwetschgenartig gewürzt.
Wuchs kräftig, hochgehend und schleudrig.
Sie benötigt warmes Klima und feuchten Boden, ist teilweise selbstfruchtbar, Ersinger ist moniliaanfällig mit geringer Lager- und Transportfähigkeit, fruchtscharkatolerant aber nicht scharkatolerant.
4. Juliwoche und erste Hälfte August

TEGERA -S-
Wuchs mittelstark
Frucht mittelgroß bis groß; violett bis dunkelblau; fest, saftig; steinlösend
Befruchter selbstfruchtbar
Ertrag früh einsetzend; regelmäßig und hoch
Eignung: wertvolle Sorte für Erwerbsobstbau wie Hausgarten
Besonderheit: weitgehend scharkatolerant
Ersingerersatz; bessere Festigkeit
Pflückreife Ende Juli / Anf. Aug
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #8 am: 24. August 2004, 22:31:00 »

PITESTEAN
Diese rumänische Sorte reift zwischen Ersinger und Cacaks Schöne und ist vor allem  durch ihren hohen Ertrag in Blütenfrostlagen aufgefallen.
Die große (40-50g), länglichovale Frucht ist dunkelblau gefärbt und schön blau beduftet.
Das Fruchtfleisch ist grünlich-gelb, saftig, schmeckt gut - leicht säuerlich und löst meist gut vom großen, langen Stein.
Der Baum wächst mittelstark und bildet flache, breite Kronen.
Scharkatoleranz, gute Anfangserträge, hohe Platzfestigkeit und nicht zuletzt ihre Fruchtqualität machen Pitestean trotz Pollensterilität interessant.

CACAKS SCHÖNE
Reifezeit: Anfang bis Mitte August.
Sie ist groß (35-40g), dunkelblau mit starker Beduftung und mit festem grünlich-gelbem Fruchtfleisch.
Sie benötigt zur geschmacklichen Entfaltung Weinbauklima.
Die Sorte hat einen mittelstarken Wuchs, trägt sehr früh, reichlich und regelmäßig, ist selbstfertil und sehr fruchtscharkatolerant.
Vor allem durch Ihre Transportfestigkeit und sehr gute Lagerfähigkeit stellt die `Cacaks Schöne´ momentan für den Großmarkt die meistgepflanzte Sorte dar.
Anbau nicht ausweiten wg. Scharka, dürfte für Dich wg. Klima auch nicht in Frage kommen.
ZW 5/6 = 2. Augustwoche
 
CACAKS BESTE
Diese Frucht reift Ende August, ist sehr groß (40-60g), dunkelblau gefärbt und sehr stark beduftet.
Das Fruchtfleisch ist sehr fest, saftig, gelb-grün gefärbt, gut steinlösend und sehr transportfest.
Geschmacklich befriedigt sie nur in guten Jahren bzw. in warmen Anbaugebieten.
Der Baum wächst mittelstark, trägt sehr früh, sehr reichlich und regelmäßig. Die Sorte ist partiell selbstfertil und scharkatolerant!
2. – 4. Woche August + 1. Septemberwoche
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #9 am: 24. August 2004, 22:31:21 »

HANITA®
ist eine Hohenheimer Neuzüchtung, aus ´President´x´Auerbacher´ entstanden und reift Ende August.
Diese Sorte bringt große, längliche Früchte (33-40g), dunkelblau mit starker Beduftung, gelb bis goldgelbem Fruchtfleisch, hervorragend im Geschmack, harmonisch aromatisch mit feiner Säure.
Die Steinablösbarkeit und Transportfähigkeit sind gut.
Hanita ist scharkatolerant mit frühzeitigem, hohem und regelmäßigen Ertrag.
Durch ihre ausgeprägte Neigung zum Fruchtansatz am 1-jährigen Holz, wächst sie Anfangs stark (vor allem der aufrechte Wuchs ist Hanita´s größter Nachteil), mit zunehmendem Ertrag aber schwach.
Relativ spätfrostfest.
Befruchter selbstfruchtbar
Etabliert trotz sparrigem Wuchs. Das Holz ist sehr brüchig.
Positiv bezüglich Qualität, Ertrag, Fruchtgröße (40 – 45 g), Backfähigkeit
besonders blühwillig;
selbstfruchtbar, regelmäßige, hohe Erträge
ZW 7/8, Mitte-Ende August

Felsina
Neuzüchtung aus Stuttgart Hohenheim.
Mittelstarkwüchsig, kräftiges Holz; anscheinend weitgehend selbstfertil.
Früheinsetzende, mittlere bis hohe Fruchtbarkeit.
Große, länglich-zwetschenförmige Frucht, dunkelblau mit teilweise violetter Schattenseite, gut steinlösbar, zuckerreich, aromatisch, Tafelfrucht.
Scharkatoleranz wird derzeit noch geprüft
Reifezeit: 2-3 Augustdekade.

BOSNISCHE - ITALIENISCHE - ELBETALER - FELLENBERG
Diese Sorten reifen Ende August bis Anfang September.
Die Früchte sind mittelgroß bis groß, dunkelblau gefärbt und bereift.
Das Fleisch ist gelblichgrün, fest saftig und sehr gut im Geschmack.
Der Baum bringt mittlere oft unregelmäßige Erträge, wächst mittelstark, bildet breite und hängende Kronen, ist beschränkt selbstbefruchtend und nicht scharkatolerant.
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #10 am: 24. August 2004, 22:41:24 »

VALOR
ist eine kanadische Neuzüchtung, reift Ende August - Anfang September und bringt sehr große (40-60g), dunkelblau gefärbte Früchte mit violetten Partien auf der Schattenseite.
Das Fruchtfleisch ist gelb-grün, saftig, von mittlerer Konsistenz, weist einen sehr hohen Zucker- und Säuregehalt auf und ist von sehr guter Geschmacksqualität.
Valor ist scharkatolerant und bringt trotz Selbststerilität sehr frühe und hohe Erträge.
Der Baum wächst mittelstark, breitaufrecht mit vielen vorzeitigen Jahrestrieben.
Die etwas weiche und moniliaempfindliche Frucht in niederschlagsarme Gebiete auspflanzen.
Reife Mitte August bis Mitte September

CACAKS FRUCHTBARE
Diese mittelgroße bis große Zwetschge (32-36g) reift Anfang September, ist dunkelblau gefärbt und beduftet.
Das Fleisch ist saftig, gelb bis gelbgrün mit ausgezeichnetem Geschmack (beste der Cacakssorten), hohem Zuckergehalt und sehr guter Steinablösbarkeit.
Die Sorte wächst relativ schwach, kommt früh in Ertrag und bringt sehr gute Erträge.
Sie ist selbstfertil und nicht scharkatolerant.
Bei Extrembehang (wie 2000) negative Fruchtgröße.
ZW 8/9, Ende August

PRESIDENT
Sie war sehr lange die größte und späteste Zwetschge, pflaumenähnlich, dunkelviolett bis leicht rötlich gefärbt, süß, recht saftig und in warmen Lagen angenehm im Geschmack.
Der Baum wächst stark, aufrecht und neigt von innen heraus zum Verkahlen.
Die Erträge sind trotz Selbststerilität durchschnittlich sehr hoch und neigen immer wieder zu absoluten Spitzenerträgen.
Moniliaempfindlichkeit und Geschmack erfordern trockenes Weinbauklima und gute Böden.
Relativ scharkatolerant.
2. bis 4. Septemberwoche, 1. Oktoberwoche
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #11 am: 24. August 2004, 22:58:08 »

TOPEND PLUS
Herkunft: Kreuzung Forschungsanstalt Geisenheim, Fachgebiet
Eltern:Cacaks Beste x Valor
Blüte: mittelfrüh, selbstfruchtend, robust
Wuchs: mittelstark wachsend,
Frucht: groß, stahlblau, beduftet, länglich, zwetschenförmig,
Fruchtfleisch: hellgelb, fest, saftig, steinlösend, sehr hangfest, lange Ernteperiode, sehr lange lagerfähig,
Geschmack: hervorragend, sehr gute Backqualität,
Reifezeit: Ende September bis Mitte Oktober
Ertrag: sehr hoch, früh einsetzend, keine Alternanzneigung
Resistenzen: scharkatolerant bis -resistent, geringe Anfälligkeit für Monilia, Rost, Fruchtfäulen, kein Reißen, sehr gute Blatt- und Holzgesundheit

TOPGIGANT PLUS
Herkunft: Kreuzung Forschungsanstalt Geisenheim
Eltern: Cacaks Beste X President
Blüte: mittelfrüh, robust, eingeschränkt selbstfruchtend, Fremdbefruchter empfohlen
Wuchs: mittelstark bis starkwachsend
Frucht: sehr  großfrüchtig, blau, beduftet, länglich zwetschgenförmig
Fruchtfleisch: hellgelb, saftig, steinlösend
Geschmack: gut, säurebetont
Reifezeit: Anfang August bis Anfang September, langes Erntefenster sehr hangfest, lagerfähig
Ertrag: hoch und früh einsetzend
Resistenz: Frucht und Baum Scharkaresistent, geringe Anfälligkeit für Monilia Rost, Fäulnis, gute Blatt- und Holzgesundheit

TOPHIT®
ist ebenfalls eine Züchtung von Dr. Jacob und aus einer Kreuzung von Cacaks Beste x President entstanden.
Tophit® reift mit President und hat auch deren Lagerfähigkeit.
Die sehr großen (50-65g) eiförmigen bis länglichen Früchte sind tiefdunkelblau - stahlblau gefärbt mit mittlerer Beduftung.
Das Fleisch ist goldgelb, fest, saftig, für eine Sorte dieser Fruchtgröße auffallend aromatisch und löst gut vom Kern.
Der Baum gleicht in Wuchs und Ertrag President. Tophit® verbindet die Vorteile von President - sehr großfrüchtig, hoher Ertrag, lange Lagerfähigkeit - mit einer leuchtend blauen Fruchtfarbe und gutem Geschmack.
Blüte: mittelspät, selbstbefruchtend, regenunempfindlich.
Wuchs: mittelstarkwachsend.
Frucht: sehr großfrüchtig, gelbes Fruchtfleisch, steinlösend, saftig, fest, gute Lagerfähigkeit.
Geschmack: sehr gut, süß mit harmonischer Säure.
Ertrag: früh einsetzend, hoch, regelmäßig.
Resistenzen: wenig anfällig für Pilzkrankheiten und das Scharkavirus.
Reifezeit: Mitte September, Pflückreife kurz nach President.
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #12 am: 24. August 2004, 22:58:26 »

Die HAUSZWETSCHKE
nur für scharkafreie Gebiete.
Geschmacklich ist die Sorte ausgezeichnet und mit deutschen Selektionen stehen auch großfruchtige Typen zur Verfügung.
Wird besonders auf Fruchtgröße Wert gelegt, können als frühreifender Typ ´Meschenmoser´ und als spätreifende Typen ´Schüfer´ und ´Etscheid` empfohlen werden.
Legt der Anbauer besonderen Wert auf den Ertrag, sind ´Gunser´ als etwas frühreifender Typ sowie ´Wolff´ zu empfehlen.
Hauszwetschken sind gegen kaltes Blühwetter empfindlich, wachsen meist stark und kommen spät in Ertrag.

TOP®
Die Geisenheimer Spätzwetschge TOP, von Dr. Jacob aus ´Auerbacher´x ´Stanley´ gezüchtet, reift mit President, ca. Mitte September.
Die Haut ist intensiv dunkelblau, stark beduftet - dadurch stahlblaues Aussehen; das Fleisch ist gelb bis leicht orange, fest und saftig, sehr gut steinlösend; der Geschmack ist süß, mit angenehmer und erfrischender Säure, aber hier nichts anbauwürdiges.
Wuchs: Mittelstarke Jugendentwicklung, lockerer und schneller Kronenaufbau, flacher Astabgang, durch sehr frühen Ertragsbeginn gebremster Wuchs;
Bildet Blüten am einj. Langtrieb sowie bei älterem Holz am Kurztrieb, die selbstfruchtbar, robust und regenunempfindlich sind.
Top zeigt eine Empfindlichkeit gegenüber Holzkrankheiten, ist wie Marillen sehr sauber zu schneiden.
Wenn möglich in der Vegetationszeit und nach dem Schnitt Wundpflege bzw. Pflanzenschutzmaßnahmen tätigen.
Kurz nach 'Hauszwetsche', frühe, äußerst hohe Erträge mit günstiger Größe (± 35 g), wäre "top" wenn nicht Probleme mit innerer Qualität ("griesige", rote Fruchtstellen) in warmen Lagen auftreten würden – in kühlen Lagen angeblich nicht.
ZW 8/9, Ende August

ELENA®
Die Sorte Elena ist eine fruchtscharkatolerante Spätzwetschke von Dr. Hartmann aus Hohenheim (´Fellenberg`x ´Stanley´) mit einer mittleren Fruchtgröße (34-28mm).
Die selbstfertile Sorte ist ertragreich und bringt regelmäßige Erträge.
Sie blüht mittel bis spät und ist wenig spätfrostempfindlich.
Die dunkelblau gefärbten Früchte sind stark beduftet und haben ein festes, saftiges Fruchtfleisch, das meist gut vom Stein löst.
Die Früchte schmecken süß-harmonisch und haben eine sehr gute Transportfestigkeit und Lagerfähigkeit.
Der Wuchs ist mittelstark.
Von der Größe und den inneren Fruchteigenschaften her eignet sich Elena besonders für den Frischmarkt als Tafel- oder Kuchenzwetschge.
Wuchs Anfang: starker, später: mittlerer Wuchs
Ertragreiche, qualitativ gute Frucht (Aroma, hohe Säure- und v.a. Zuckerwerte, > 100° Oechsle!).
Je nach Behang um 30 g, Steinlöslichkeit bei kühler Witterung nicht immer optimal
ZW 10/11, Mitte/Ende September:
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #13 am: 24. August 2004, 23:46:29 »

TOPFIVE®
Rundum dunkelblau gefärbt mit stahlblauem Reif, sehr süß, angenehme Fruchtgröße und eine Woche vor Cacaks Schöne reifend, dass sind wohl die größten Vorteile dieser Geisenheimer Neuzüchtung aus Cacaks Beste x Auerbacher.
Topfive ist sehr reichtragend und ertragssicher.
Da frühreifende Sorten meist entweder kleinfrüchtig, rötlich gefärbt, nur gering transportfähig oder für den Anbauer im Ertrag nicht befriedigten, stellt Topfive eine Alternative zu den bisherigen Frühsorten dar.
Blüte: selbstfruchtend, mittelspät, sehr robust. Blütenbildung am ein- und mehrjährigen Holz
Wuchs: mittelstarkwachsend
Frucht: dunkelblau, duftet, rundlich-länglich.
Geschmack: sehr gut, sehr hohe Backqualität
Ertrag: früher und hoher Ertrag
Resistenz: scharkatolerant in Frucht und Blatt, geringe Anfälligkeit für Monilia und Rost
Reifezeit: Juli – August, 4. – 6. PZW

TOPKING  ®
Ist eine Neuzüchtung aus Geisenheim und aus einer Kreuzung ´Cacaks Beste´ x ´Italienische´ entstanden und extrem ertragreich mit sehr guter Backfähigkeit.
Die mittelgroße Frucht reift 2 Wochen nach Cacaks Schöne, ist stahlblau beduftet, kernlösend, fest, saftig und süß.
Durch seine hohe Blühwilligkeit bereits am einjährigen Langtrieb, Selbstfruchtbarkeit und der Unempfindlichkeit gegenüber schlechtem Blühwetter bringt Topking® sehr frühe, sehr hohe und regelmäßige Erträge.
Blüte: mittelspät, selbstbefruchtend, regen- und frostunempfindlich.
Wuchs: mittelstarkwachsend.
Frucht: großfrüchtig, stahlblau, gelbes Fruchtfleisch, gut steinlösend, fest, saftig, gut lagerfähig.
Geschmack: gut, süß-aromatisch.
Ertrag: früh einsetzend, hoch, nicht alternierend.
Resistenzen: wenig anfällig für Pilzkrankheiten und das Scharkavirus
Reifezeit: ab Mitte August, mit Auerbacher reifend.

TOPPER®
ist aus einer freien Abblüte von Cacaks Beste im Fachgebiet Obstbau der Forschungsanstalt Geisenheim.
Die mittelgroßen (32-36g), länglichen Früchte sind dunkelblau gefärbt mit sehr starker Beduftung.
Das Fleisch ist fest, gelb gefärbt, saftig, löst hervorragend vom Stein und schmeckt harmonisch aromatisch, an Ersinger erinnernd.
Wie Top® bringt Topper® extrem frühe, hohe und regelmäßige Erträge und ist vor allem durch ihren schwachen Wuchs besonders für Intensivanlagen geeignet.
Blüte: mittelspät, selbstbefruchtend, regen- und frostunempfindlich.
Steinlösend; Gute Fruchtqualität
Geschmack: sehr gut, aromatisch.
Reifezeit: mit den Hauszwetschen reifend.
Ertrag: früh einsetzend, hoch, nicht alternierend.
Resistenzen: wenig anfällig für Pilzkrankheiten und das Scharkavirus.
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Pflaume
****
Offline Offline



« Antworten #14 am: 24. August 2004, 23:46:43 »

TOPGIGANT PLUS
Herkunft: Kreuzung Forschungsanstalt Geisenheim, Fachgebiet
Eltern: Cacaks Beste X President
Blüte: mittelfrüh, robust, eingeschränkt selbstfruchtend, Fremdbefruchter empfohlen
Wuchs: mittelstark bis starkwachsend
Frucht: sehr  großfrüchtig, blau, beduftet, länglich zwetschgenförmig
Fruchtfleisch: hellgelb, saftig, steinlösend
Geschmack: gut, säurebetont
Reifezeit: Anfang August bis Anfang September, langes Erntefenster, sehr hangfest, lagerfähig
Ertrag: hoch und früh einsetzend
Resistenz: Frucht und Baum Scharkaresistent, geringe Anfälligkeit für Monilia Rost, Fäulnis, gute Blatt- und Holzgesundheit

TOPHIT®
ist ebenfalls eine Züchtung von Dr. Jacob und aus einer Kreuzung von Cacaks Beste x President entstanden.
Tophit® reift mit President und hat auch deren Lagerfähigkeit.
Die sehr großen (50-65g) eiförmigen bis länglichen Früchte sind tiefdunkelblau - stahlblau gefärbt mit mittlerer Beduftung.
Das Fleisch ist goldgelb, fest, saftig, für eine Sorte dieser Fruchtgröße auffallend aromatisch und löst gut vom Kern.
Der Baum gleicht in Wuchs und Ertrag President.
Tophit® verbindet die Vorteile von President - sehr großfrüchtig, hoher Ertrag, lange Lagerfähigkeit - mit einer leuchtend blauen Fruchtfarbe und gutem Geschmack.
Blüte: mittelspät, selbstbefruchtend, regenunempfindlich.
Wuchs: mittelstarkwachsend.
Frucht: gelbes Fruchtfleisch, steinlösend, saftig.
Geschmack: sehr gut, süß mit harmonischer Säure.
Ertrag: früh einsetzend, hoch, regelmäßig.
Resistenzen: wenig anfällig für Pilzkrankheiten und das Scharkavirus.
Reifezeit: Mitte September, Pflückreife kurz nach President.

Presenta
Enorm wichtige Sorte, da Saison-verlängernd und gut lagerfähig.
Ertragreich, mittelgroße Frucht (ca. 28 – 30 g) mit besten Qualitäten (sehr hohe Oechsle-Grade, backfähig, steinlösend, Optik)
Vor allem wegen sehr später Reife interessant; Fruchtgröße nur mittel. Nur für warmen Lagen.
ZW 11/12, Ende September, Anfang Oktober

Jojo
Herkunft: Kreuzung aus der Uni Hohenheim 1981.
Eltern: Ortenauer x Stanley.
Blüte: mittelfrüh, mit Cacaks Schöne und Bühler.
Wuchs: mittelstarkwachsend, breit und locker, sehr günstige Baumform.
Frucht: mittelgross (Durchmesser 34 - 40 mm, Größe 40 - 50 g), länglich oval,
dunkelviolett mit starker Beduftung, festes Fruchtfleisch, gut steinlösend, lang am Baum haltbar.
Geschmack: gut, zwischen Ortenauer und Hauszwetschge
Reifezeit: spät, kurz vor oder mit der Hauszwetschge .
Ertrag: sehr früh einsetzend, hoch und regelmäßig
Resistenzen: absolut scharkaresistent.
Fruchtfarbe: dunkelblau bis leicht violett mit hellblauer Beduftung
Erntezeit:
August bis Anfang Oktober
Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Seiten: [1] 2 Nach oben Drucken 
forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Pflaume, Zwetschge? Welche Sorte « vorheriges nächstes »
Gehe zu:  


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Impressum | Netiquette | Nutzungsbedingungen | Hilfe
Inhalte (Fotos, Texte...) unterliegen seit 02.09.2006 der Creative Common License

Powered by SMF 1.1.21 | SMF © 2006, Simple Machines