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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Pflaume, Zwetschge? Welche Sorte 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Pflaume, Zwetschge? Welche Sorte  (Gelesen 37830 mal)
Pflaume
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« Antworten #15 am: 24. August 2004, 23:55:48 »

Schließen möchte ich mit der wohl zweitfrühesten, wirtschaftlich interessant wohl frühesten Zwetschge:

HERMAN
wurde 1974 in Schweden aus `Czar` x `Ruth Gerstetter´ gezüchtet und reift in der 2. PZW (Pflaumen-Zwetschgenwoche), also ca. 2. Juliwoche. Die Früchte sind sehr schön blau mit leicht violetten Schattenstellen, mittelgroß bis groß (30-35g) und von sehr guter innerer Qualität.
Der Ertrag setzt für eine Frühsorte relativ rasch ein und ist hoch; die folgeartige Reife erfordert jedoch in den meisten Fällen ein Durchpflücken, oftmals vorzeitiger Fruchtfall.
Der Baum ist mittel- bis starkwachsend, scharkatolerant, selbstfruchtbar mit geringen Wärmeansprüchen und regenfester Blüte.
Reifezeit 1. – 3. Juliwoche

Vom Ertrag her sind in absteigender Reihenfolg Top, Auerbacher, Cacak´s Schöne führend.

Vom Geschmack her leider nur mäßig, hier führen in absteigender Reihenfolge: Fellenberger, Hanita, Ersinger

Wobei Geschmack natürlich bekanntlich relativ ist, ich stehe mehr auf süß, der nächste vielleicht auf trocken etc.
Dennoch möchte ich in aufsteigender Reihenfolge die mit dem schlechtesten Geschmack nicht unerwähnt lassen:

Firenze ist wohl kaum zu überbieten, Auerbacher, Cacak´s Fruchtbare, aber auch Stanley, wie gesagt, über Geschmack läßt sich nicht streiten.

Wie Du in der Liste siehst, erkauft man zumeist Vorteile mit Nachteile bei anderen Dingen.
Die Liste ist natürlich nicht vollständig, bewußt habe ich diverse Sorten weggelassen, da sie bei Geschmack oder Ertrag oder Krankheitsanfälligkeit oder einer Kombination diverser Nachteile ausfielen und nicht durch andere Punkte sich doch noch retten konnten.
Aber wie Du siehst, Plantboy ist von Opal geradezu begeistert, aber es kommt nicht von ganz ungefähr, daß diese Sorte im Erwerbsobstbau praktisch nicht vorkommt.
Entscheidend sind jedoch immer die persönlichen Präferenzen in Kombination mit den örtlichen Gegebenheiten.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
Hummel
Gast
« Antworten #16 am: 25. August 2004, 10:42:35 »

Uff, da hast Du schwer geschuftet für mich, bis in die tiefe Nacht! Augen rollen  Ich danke Dir vielmals, Pflaume und werde mich mit Deiner Sortenliste auseinandersetzen. Auch an Plantboy lieben Dank. Wenn ich mich entschieden habe, laß ich es Euch wissen. Und jetzt tschüß, ich habe zu tun, Sortenliste ausdrucken, Baumschulen anrufen, Pflanzplatz aussuchen und und und... Grinsend
Liebe Grüße
Hummel
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wendel
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #17 am: 25. August 2004, 13:22:08 »

Hallo,
das war wirklich eine Fleissarbeit von Pflaume!!!
Es bleibt mir nur noch zu sagen, dass sehr spätreifende Sorten Presenta, Topend plus ,Elena nicht vernünftig reif werden am gewünschten Standort. 2001 ist bei uns in Köln Presenta nur noch grießig und steinunlösend gewesen, die gosse aber ertragsmässig schlechte Tophit hatte  dagegen einwandfreie leckere Früchte,also Vorsicht. Ausserdem ist die Blütenfrostempfindlichkeit bezüglich Nässe und Frost zu Beachten. Weiterhin leiden besonders die Spätsorten unter Blattrost,so dass die Früchte nicht richtig ausreifen können, ohne Blätter gehts halt nicht. Frühsorten ,wie die wirklich gute Katinka oder Hermann macht das nichts aus . Katinka muss aber in 7 Tagen gepflückt werden und ist recht Läuseanfällig,sowie in der Blüte Nässeempfindlich mit zt Moniliaproblemen im HOLZ. Die leckere Hermann reift folgernd ist gross und fällt auch schnell vom Baum .. Jojo ist die einzig nicht scharkainfizierbare Sorte und schmeckt mittel,Die gelbviolette USA Sorte Burbank schmeckt sehr würzig süss,löst aber überhaupt nicht vom Stein,Cacaks Schöne ist ein Blender., Hanita der beste Kompromiss, auch wenn der Baum schnell abbrechen Kann, Elena  super für Kuchen ,nur mittel für Frischverzehr.
Vielleicht mal die Nichtselbstfruchtbare Grosse Grüne Reneclaude  probiere,wenn die Wespen nicht schneller sind Sehr Süss und Würzig Zt Steinunlöslich.
Good Luck Wendel
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Re-Mark
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #18 am: 25. August 2004, 22:45:09 »

Weiter oben schreibst du
Zitat
CACAKS FRUCHTBARE
...
Das Fleisch ist saftig, gelb bis gelbgrün mit ausgezeichnetem Geschmack (beste der Cacakssorten), hohem Zuckergehalt und sehr guter Steinablösbarkeit.

Und hier taucht Cacak's Fruchtbare dann bei den am schlechtesten schmeckenden Pflaumen auf!?:

[...]
Dennoch möchte ich in aufsteigender Reihenfolge die mit dem schlechtesten Geschmack nicht unerwähnt lassen:

Firenze ist wohl kaum zu überbieten, Auerbacher, Cacak´s Fruchtbare, aber auch Stanley, wie gesagt, über Geschmack läßt sich nicht streiten.

Kann man eigentlich um diese Zeit noch Veredlungen an Pflaumen vornehmen?
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Pflaume
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« Antworten #19 am: 26. August 2004, 20:31:41 »

Hallo Re-Mark,

gut bemerkt. Grinsend
Die Lobhudelei habe ich bewußt übernommen und am Schluß meinen Senf dazugegeben, man sieht hier sehr schön, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind.
Allerdings ist die Cacak´s Fruchtbare wohl wirklich die schmackhafteste der Cacak´s Sorten, Du kannst Dir ja denken, was das für den Rest bedeutet.

Palmer schreibt in seinem Buch "Mit Riesenpflaumen wie Cacak´s macht man den Zwetschgenanbau kaputt."
Ist nicht ganz wortgetreu, da ich gerade zu faul bin die Stelle herauszusuchen.
Später schreibt er aber zu Präsenta (er meint wohl Presenta), die noch größer ist, "einen Baum sollte man haben". Er hat also offensichtlich nichts gegen die Größe an sich.
Wobei Presenta als Vorteil die späte Reife und die Größe hat, nicht unbedingt den Geschmack.

Okuliern dürfte noch gehen, sofern Du nicht gerade an einer kalten Stelle wohnst.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
Gartengogel
Gast
« Antworten #20 am: 29. August 2004, 21:32:01 »

Hallo Hummel,

bei Deiner Entscheidungsfindung sollst Du es nicht zu einfach haben!
Meine Empfehlung: "Ontariopflaume"
Sie ist groß, gelb, saftig, reift etwa Mitte August und ist von einem erlesenen Geschmack. Wenn man die Schale abzieht, kann man sie sogar einkochen und auch konserviert ist sie mit keiner anderen Pflaumensorte vergleichbar.
Seit meiner Kindheit steht sie bei uns im Garten und wird bei Bedarf von mir weitervermehrt.
Positiv ist auch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber der Taschenkrankheit.

Gruß GG
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Pflaume
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« Antworten #21 am: 31. August 2004, 22:38:23 »

Hallo Wendel,

schreibe dies nun zum dritten Mal, mal sehen ob es nun klappt, hätte vielleicht doch nicht das Microsoftupdate ausführen sollen. Smiley
Bin erstaunt, daß Presenta bei Dir teilweise nicht mehr ausreift, dachte eigentlich die Kölner Bucht sei ziemlich mild.
Presenta benötigt zwar, wie ich schrieb, Weinbauklima, aber ich glaube, ich habe in Bonn mal Weinberge gesehen, aber manchmal machen schon ein paar Meter (und die Strecke Bonn-Köln ist nachweislich deutlich länger) viel aus.
Auch in Dresden sah ich mal m.W. ein paar Weinberge, aber Hummel wohnt ein gutes Stück davon entfernt, aber Sie kennt ihr Klima wohl am besten.
Deshalb schrieb ich ja
Zitat
Entscheidend sind jedoch immer die persönlichen Präferenzen in Kombination mit den örtlichen Gegebenheiten.
Überrascht bin ich auch, daß Tophit bei Dir ertragsarm ist.
Wie alle Geisenheimer hat sie eigentlich den Ruf (zumindest in kg)eher ein guter Träger zu sein.
Hast Du eine Vermutung (Vögel, Fruchtfall...)
Wie Du schreibst mag Hanita wirklich der beste Kompromiß sein, allerdings bringen verschiedene Sorten, evtl. auch auf dem gleichen Baum (dann vielleicht wg. der Brüchigkeit Hanita als Mitteltrieb) nicht nur eine längere Erntezeit, sondern auch eine größere Ertragssicherheit, denn wenn die eine Sorte in einem Jahr (z.B. wg. Frost etc.) versagt, dann hat man noch andere. Lächelnd

Grüße
Pflaume

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Credo, quia absurdum - Tertullian
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