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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gehölze-Forum (Moderatoren: Hilmar, winterliesel)  |  Thema: Überall Birkensamen! 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Überall Birkensamen!  (Gelesen 31490 mal)
Simone45
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Simone45
mich knutscht kein Elch


« am: 04. August 2008, 12:01:03 »

Hallo,
recht nah an unserem Garten stehen auf dem Nachbargrundstück 2, inzwischen riesige Birken. Diesen Sommer müssen die besonders viel Samen produziert haben. Es gibt bei uns keine Ecke im Garten, in den Kübeln, im Teich, in der Filterpumpe, in den Kaffeetassen bzw. Weingläser auf der Terrasse, im Haus, im Keller, wo nicht diese lästige Dinger rumliegen und -fliegen. Das feuchtwarme Wetter treibt die Samen auch noch aus!
Ich denke, ich muss diese Sache hinnehmen als von der Natur gegeben, aber ärgern tut's mich doch, da ich jeden Tag mehrere Hundert Minibirken rausreissen und sehr oft den Staubsager betätigen muss.
Andere Nachbarn haben versucht, dass die Birken gekappt werden, da sie viel zu groß für das kleine Grundstück sind und auch noch denen (uns auch, aber bei der Hitze stört mich das nicht so) die Sonne wegnimmt. Aber der Besitzer der Birken sagt ganz lapidär, ihm stört es nicht, er wohnt ja nicht dort! Klasse Auffassung, der Garten ist ja auch etwas "naturbelassen".
Kann man was gegen diese Birkensamenberieselung tun?
VLG / Simone
« Letzte Änderung: 14. Oktober 2012, 12:49:36 von flor » Gespeichert

Wenn einem Pessimisten ein Stein vom Herzen fällt, dann bestimmt auf den Fuß.
Man kann sich immer ärgern, verpflichtet ist man dazu nicht.
netrag
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netrag1
Naturraum 75/süd, Klimazone 6b


« Antworten #1 am: 04. August 2008, 12:09:33 »

Hallo,
soweit ich weiß kann man dagegen nichts tun. Am Besten ist nicht ärgern und mit Gegebenheiten leben. Ich wohne in einem kleinen, von Wald umschlossenen Dorf und kämpfe auch ständig mit irgendwelchen Gehölzsämlingen. Sollte ich deshalb den Wald roden lassen?
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Herzl.Gruß
netrag1
"Die Voraussetzung für Wissen ist die Neugier"
(Jaques-Yves Cousteau)
clara
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Klimazone 8 - Phänolog. Naturraum 67 36m NN


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« Antworten #2 am: 04. August 2008, 12:29:50 »

man müsste Birken kastrieren können - aber das ist noch nicht erfunden. Grinsend
Die männlichen Samen werden erst im Alter reif - wenn ich das richtig erinnere, und fliegen dann auch herum.
Ein Beschneiden ist immer zum Schaden der Birke.
Und wenn das angeflogen kommt, und die Birke ist weg, dann kommts aus Thüringen oder aus Flensburg.

Erheblich mehr machten mir die Pollen der Rapsfelder zu schaffen - die klebten förmlich auf den Möbeln und in meiner Lunge. Und vom Duft bekam ich Kopfweh

So hat jeder seins. Zwinkernd
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Blumigen Gruß
clara
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Leda
Gast
« Antworten #3 am: 04. August 2008, 12:34:44 »

Wir haben hier auch im Garten zwei uralte, riesige Birken. Deren Samen fliegt auch herum, abends manchmal sogar in ein Bierglas Grinsend. Mich stört das überhaupt nicht, im Gegenteil, ich liebe die Birken sehr. Sie spenden Schatten und ich mag ihr Rauschen bei windigem Wetter Smiley. Sämlinge habe ich bisher noch keine gefunden, vielleicht liegt das am Kiesboden? Smiley
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cooperi
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #4 am: 04. August 2008, 12:57:58 »

...
aber ärgern tut's mich doch, da ich jeden Tag mehrere Hundert Minibirken rausreissen und sehr oft den Staubsager betätigen muss.
...


Hallo,

kann es sein, dass Du da so "ein kleines bißchen" übertreibtst ...


Schönen Gruß

Peter
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Alfredos
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« Antworten #5 am: 04. August 2008, 15:05:08 »

Hallo Simone,
das ist ein Kreuz mit dem Bäumen...

Ich kann da nichts dazu sagen, ich stehe quasi auf der anderen Seite. Ich kämpfe für meine riesige Weide vor dem Haus. Obwohl die Nachbarn sie weghaben wollen... weil sie Dreck macht. Und zwar das ganze Jahr über.... Blätter, Äste und Samen kullern und wehen ständig herum. Mich stört es nicht... ich hab meinen Garten auch naturbelassen.... aber es liegt immer ein Konfliktpotential in sowas.... Leider. Wobei ich mir hier bei uns sage: der Baum steht seit 70 Jahren, hätten sie halt woanders bauen sollen....  Augen rollen
lg
Alfredos
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clara
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Klimazone 8 - Phänolog. Naturraum 67 36m NN


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« Antworten #6 am: 04. August 2008, 15:17:48 »

simone ich hab sie auch direkt im Garten - aber Sämlinge hatte ich noch nicht - dafür sorgt da s eng gepflanzte Blumenthum...
Der Rasen, die Spinnweben - ja natürlich ist das alles voll.
Die Gartenstühle, der Kaffee auch -n ur bei deml Sturm den wir haben sitze ich nicht draussen.
Und ich mag wie das Licht immer noch durchscheint - mich aber andererseits auch vor den Nachbarn schützt - kann ihre grimmigen Gesichter nicht sehen -
natürlich muss man fegen - anderntags kommen Azaleen oder Heckenschnitt an - fege ich auch ohne aufzumucken - obwohl es nicht mein Unrat ist,
und die Katzenkacke bring ich auch nicht zurück Grinsend
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Blumigen Gruß
clara
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Ranunkel
Gast
« Antworten #7 am: 05. August 2008, 07:50:24 »

Moin zusammen,

wo kämen wir hin, wenn jeder, den etwas in Nachbars Garten stört, das entfernen lassen könnte? Irgendwann wären alle Gärten kahl und leer. Es gäbe keine Parks mehr und die Wälder wären auch abgeholzt.

Und zum Schluss stirbt alles Leben auf unserem Planeten ...

Grüße
Ranunkel
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clara
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Klimazone 8 - Phänolog. Naturraum 67 36m NN


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« Antworten #8 am: 06. August 2008, 08:56:25 »

grins - da wir hier alle so gerne sämereien verschenken
ich hätte auch birkensamen anzubieten  Grinsend
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Blumigen Gruß
clara
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Simone45
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Simone45
mich knutscht kein Elch


« Antworten #9 am: 06. August 2008, 10:17:57 »

Hi Peter und alle,
nö, ich übertreibe nicht! Alleine soeben nur aus den Balkonfugen mind. 50 Stück entfernt! Teich abgefischt und in den (mehr als 50) Kübeln, waren es auch sehr viele.
So habe ich nie das Problem, überlegen zu müssen: was mache ich denn jetzt bei diesem schönen Wetter im Garten!  Grinsend
Interessant: ich habe auch mehrere kleine Eichen gefunden, wobei hier weit und breit keine Eichen stehen. Vielleicht haben die es von Thüringen bis ins Rheinland geschafft?
Stimmt, das Rauschen im Birkenwäldchen ist angenehm  Smiley
VLG / Simone
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Klimazone 8 - Phänolog. Naturraum 67 36m NN


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« Antworten #10 am: 06. August 2008, 10:34:59 »

simone, ich verstehe ja, das es mehr als unsauber aussieht
und ja, es macht auch Mühe immerzu den Hof zu fegen.
auch weiss ich, das birken aus jeder Ritze spriessen -
aber deine Sämlinge sind von diesem Jahr noch nicht aufgegangen, oder doch?
richtige kleine spriessende Stengelchen mit Blatt?

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Blumigen Gruß
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Moniis
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Moniis
Klimazone 8a


« Antworten #11 am: 06. August 2008, 10:58:33 »

Ja, doch. Die Birkensämlinge spriessen wie blöd..  Grinsend
Ob es allerdings die diesjährigen Samen sind, die auflaufen, oder die vom letzten Jahr weiss ich nicht.
Aber die Sämlinge sind noch so klein, dass es keine Mühe macht sie zu entfernen, sie sind so groß wie anderes, dass bei dem feucht-warmen Wetter beste Sprießbedingungen hat.

Meine Birken bleiben trotzdem, ich mag sie!  Grinsend
LG, Moniis
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Gabriele S.
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« Antworten #12 am: 06. August 2008, 11:54:29 »

Klar nervt`s wenn ein oder 10 Birkensamen im Kuchen landen. Und ja, es gibt auch Birkensaemlinge.

Aber wenn ich das nicht wollte, dann duerfte ich auch keinen Kirschbaum als Hausbaum haben, der wegen Schrotschusskrankheit jedes Jahr um diese Zeit 100erte Blaetter fallen laesst. und ich durfte auch keinen Rambler als lebendiges Sonnensegel verwenden - da fallen erst die Bluetenblaetter, dann abgeworfene Blueten, dann Laub...

Ich kaeme nie auf die Idee die beiden ausgewachsenen Birken meiner Nachbarn auf die Abschussliste setzen zu lassen. Statt dessen goenne ich mir einen Seufzer beim kehren und damit ist dem Umstand genuege getan. Natur broeselt und kennt keine akkurate Grenze. Wie bei allem in Leben ist das was schoen ist zumeist auch ein wenig anstrengend  Grinsend

Ah... und von wegen Schattenwurf... ich bin ganz dankbar um die Morgenstunden, die mir die Birken noch Schatten spenden. Bei der Hitze faengt damit das saft- und kraftlose Schwitzen wenigstens etwas spaeter an...
Vielleicht sollten sich die Nachbarn mal in die knalle Sonne setzen und ausprobieren wie lange sie das aushalten. Dass grosse Baeume ein Problem fuer Handtuchgaerten sind.... ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Eine sinnvolle Bepflanzung ist fuer solche Gaerten eine Herausforderung. Was man anhand von Schrebergartenpflanzordnungen schon sicher mal erlaeutert hat. Was auch beispielhaft zeigt, wie unterschiedlich die Wuensche von Gartenbesitzern sind. Die einen moegen eine gruene Flaeche zum sitzen mit moeglichst wenig Arbeit, der naechste will zurueck zur Natur. Fuer beide duerfte es mit gemischten Gefuehlen bestueckt sein den jeweils anderen Garten zu sehen. Der eine schimpft ueber Samenflug - der andere ueber vergeudete Natur.

Viele Gruesse
G.S.
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Ranunkel
Gast
« Antworten #13 am: 06. August 2008, 11:58:12 »

Wir wohnen auf dem Land. Um uns herum große, alte Obstbäume im eigenen und den umliegenden Gärten. Der Wald ist hier nur wenige Meter entfernt. Wiesen und Äcker auch.

Wenn ich mich über unsaubere Beete beschweren wollte und über Mehrarbeit beim Fegen, Entfernung von aufgelaufenen Sämlingen in der Straßenkandel oder den Fugen des Gehwegbelags - die ich sauber zu halten habe - und in den Beeten, dann müsste ich hier alles per Beschwerde entfernen lassen was auch nur den Anschein erweckt, durch die Gegend fliegen zu wollen.

Die Kirche im Dorf lassen, das ist die einfachste Art, damit fertig zu werden. Oder einen Glaskasten über Haus und Grundstück stülpen. Unter Glaskästen lebt es sich so schrecklich isoliert ...

@ Simone
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Man kann sich immer ärgern, verpflichtet ist man dazu nicht.
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Klimazone 8 - Phänolog. Naturraum 67 36m NN


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« Antworten #14 am: 06. August 2008, 13:37:03 »

ich möchte Gabriele fast Danke sagen für ihren Einwurf.
Ja, so ist es.
Aber auch bei Handtuch - oder Taschentuchgärten sehe ich das Problem Schatten weniger.
Jedenfalls bei mir -
denn die Birken werden so enorm hoch, dass die Krone Mittags - drei Gärten weiter liegt - und dort ist es kein kalter Schatten mehr, in dem man friert oder das dort angepflanzte nicht mehr genügend Licht bekommt.
Wandert die Sonne weiter, wandert der Schatten auch - ja, zur heissesten Zeit liegt der Schatten meiner Birke auf den Dächern der Nachbarn - kühlen also dort die Räume - evtl.
Lediglich ich selbst habe morgens gegen Acht uhr den kalten, oder kühlen Schatten auf der Terrasse. Nun ist es eh nie so warm, oder wir so früh hoch, dass wir immer dort frühstücken - und zwei Meter weiter, wo auch Terrasse ist, kann ich acuh den Tisch und Stühle aufstellen, wenns denn wirklich wärmer sein soll und die Butter schmelzen.
Auch am späten Nachmittag bringen die Dächer der Häuser schneller Schatten, in diese enge Bebauung, als diese eine Birke es je tun könnte.

Was aber auch da ist, das die Angst der Leute - Birken brechen ja bekanntlich schnell mal.  Das wäre natürlich mehr als fatal - doch solange sie noch elastisch ist, und nicht überall abeholzt bis zur Unkenntlichkeit, sollte auch das nicht zum Problem werden.

Wenn ich allerdings sehe, das in dem Bereich auf zwei Verschiedenen Grundstücken Glyzinen wachsen - die evtl. durch massive Bodenbarbeitung und Änderung der Wasserverhältnisse krüppelig aussehen, dann kanns natürlich auch mal die Ader einer Birke treffen. Von zweibeinigen Mäusen verursacht die auch sinnlos und alljährlich wieder die Frühjahrsblüher ausgraben, zur falschen Zeit geschnitten, nie blühten, aber meinten die Birke sei schuld. Da krieg ich Runzeln.
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Blumigen Gruß
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