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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Apfelernte - und nun? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Apfelernte - und nun?  (Gelesen 10637 mal)
Alfredos
Gast
« am: 18. September 2007, 17:14:55 »

Hallo,
sagt mal, nachdem dieses Jahr nun eine riesige Apfelernte ins Haus steht, haben wir ein Entsorgungsproblem...
Ich bin grad beim Auflesen und Pflücken der Äpfel und was irgendwie geht, wird auch vermostet oder anderweitig verwertet - es bleiben aber immer noch Massen an fauligen Äpfeln im Gras liegen. Ich habe schon Unmengen aufgelesen *würg* und auf den Kompost geworfen, aber da ist bald kein Platz mehr... Liegenlassen ist auch blöd, man tritt in die matschigen Dinger und ich denke, das Gras leidet auch.
Was macht Ihr damit? Also mit Eingraben (wie mir empfholen wurde) kann ich mich nicht anfreunden - nicht bei den Temperaturen und Dauerregen, der immer dann kommt, wenn ich mal Zeit hätte...
Zu Hülfe.... gibt es ein Patentrezept? Oder doch liegenlassen?
Viele Grüße,
Alfredos in der Apfelschwemme
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Wutzi
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Wutzi
Dreck macht Speck!


« Antworten #1 am: 18. September 2007, 17:33:24 »

Also ich füttere mit den faulen Äpfeln Wildschweine an. Kein Scherz Cool Die holt bei uns der Jäger ab und gewöhnt damit die Schweine an einen bestimmten Platz...naja und dann bekommen wir dafür ein Stück Wildschweinbraten.
Die ganz Schümmeligen kommen aber in den Kompost oder werden auf dem Feld untergepflügt....ich seh schon...alles keine wirklich praktikablen Möglichkeiten für dich, oder?  Unentschlossen

Ich kanns mir einfach nicht verkneifen, noch ein Vorschlag: Du hast doch dafür vorgefertige Platzhalter. Schlichte sie sauber und ordentlich in die Löcher vom Rasengitter am Bachufer....*Schnellwegduck* Cool
« Letzte Änderung: 18. September 2007, 19:57:43 von Wutzi » Gespeichert

Klimazone 6b
Franken
Amur
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« Antworten #2 am: 21. September 2007, 07:08:34 »

Kommt drauf an.
Moniliafrüchte sollte man entfernen, kann sie aber auf den Kompost geben.
Monilia ist die Fäule bei denen die Schimmelpilze in Ringen auf den Früchten wachsen.
Ansonsten hab ich keine Entsorgungsprobleme: Bis jetzt reichen die Komposte, andernfalls kommen sie auf die Feldmiste.

mfg
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Peter
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« Antworten #3 am: 21. September 2007, 08:15:01 »

Ja... Bei uns reicht der Kompost auch nicht ganz. Einen Teil der fauligen Äpfel werfe ich deshalb unter unsere Naturhecke - da werden sie dann später im Jahr vom Laub zugedeckt.
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Don't argue with idiots. They'll drag you down to their level and beat you with experience.
Leda
Gast
« Antworten #4 am: 21. September 2007, 08:36:30 »

 Wir schmeißen die faulen Äpfel auch unter die Hecke Smiley. Aber so viele sind es nicht in diesem Jahr.
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Alfredos
Gast
« Antworten #5 am: 21. September 2007, 14:33:08 »

Nu sacht mal, was lernt man denn hier.....  Grinsend Grinsend
Aber der Tipp mit der Hecke ist soo schlecht nicht..... das hab ich schon notiert!!

@ Wutzi: das mit den Löchern in den Wabenplatten ist genial (!!!) Grinsend, aber es fällt auf - wir sind die einzigen mit den vielen Apfelbäumen.... (Jäger kenn ich leider auch nicht..)

Also lese ich trotzdem weiterhin auf..... GG hat geschätzt, daß wir dieses Jahr auf ca. 1 Tonne Äpfel kommen werden, anhand der Menge, die bereits in der Mosterei landete...

Voriges Jahr war es einfach, da hatte wir fast gar keine.... war auch nicht recht.....
Die Bäume können machen wie sie wollen, Mensch ist unzufrieden...  Zwinkernd
lg
Alfredos
« Letzte Änderung: 21. September 2007, 16:26:54 von Alfredos » Gespeichert
Soblu
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Soblu
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« Antworten #6 am: 21. September 2007, 15:26:29 »

Hallo Alfredos,

klingt, als ob Eure Bäume alternieren. (klick)
Ihr müßtet in einem Jahr mit vielen Blüten, also höchst wahrscheinlich 2009, nach der Blüte einen Teil der Früchte entfernen, bevor sie das sogenannte T-Stadium überschritten haben.
Zitat
Richtiges Ausdünnen: Das T-Stadium

Nicht nur die kommende Apfelernte wird durch genügendes und termingerechtes Ausdünnen günstig beeinflusst. Man beugt damit außerdem einen unerwünschten Ertragswechsel im nächsten Jahr vor. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man diese Arbeit vor dem 20. Juni leistet. Die Bäume werfen zwar um diese Zeit von alleine allerhand ab; nur reicht diese „Selbstausdünnung„ meist nicht aus. Auch wenn es Überwindung kostet, sollte man auf 10 cm Trieblänge nicht mehr als einen Apfel hängen lassen. Von Bedeutung ist nun, welche Fruchtansätze eines Fruchtstandes dranbleiben bzw. wegfallen. Obwohl die Frucht aus der Zentralblüte oftmals einen Entwicklungsvorsprung aufweist, entfernt man sie trotzdem, wie aus ihr häufig deformierte Äpfel wachsen. Entfernen soll man auch alle Früchte, die um den 20.Juni noch nicht das sogenannte T-Stadium (siehe Abbildung) erreicht haben. solche „Spätentwickler“ gehören in der Regel zur Erntezeit nicht zu den sonderlich gut entwickelten Früchten.

Quelle
Und ein Bild:http://www.stv-kleingaertner-schweinfurt.de/bilder/wasgrossvaternochwusste1.jpg)

So schafft Ihr es, dass die Bäume jedes Jahr ordentlich tragen, aber eben nicht in solchen Unmengen.
Stell Dir nur vor, die Obstbauern hätten solche Ernten - ein Jahr fast nichts und das nächste haben alle viel zuviel.  Unentschlossen

Zur eigentlich Frage kann ich leider nichts beitragen. Meine Apfelbäumchen stehen noch nicht mal 12Monate im Vorgarten und tragen keinen einzigen Apfel.  Augen rollen
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Sonnige Grüße,

Soblu
Hexe
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Hexe
Klimazone 7a


« Antworten #7 am: 21. September 2007, 20:41:16 »

Hallo Alfredos,

ich habe manche Jahre ebenfalls so ein Problem. Wo hin mit den vielen faulen Äpfeln?
Ich möchte solche Mengen nicht unter eine Hecke werfen. Wir entsorgen sie in extra dafür vorgesehene Grünschnittkontainer, die eine Wertmarke benötigen. Die ersten 4 Wertmarken gibts kostenlos. Benötigt man weitere, kann man sich beim Bürgeramt für 0,50 Cent neue besorgen.
Ich finde es umweltfreundlicher als das faulige Zeug in der Natur zu entsorgen. Bei uns gibt es leider genug Gartenfreunde, die den nahegelegenen Wald als Müllhalde benutzen. Ärgerlich
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viele Grüße
Hexe
Amur
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« Antworten #8 am: 23. September 2007, 16:00:37 »

Vielleicht kennst du einen Pferdehalter. Die nehmen u. U. auch Äpfel. Aber natürlich nicht die verfaulten.

mfg
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saxonia
Gast
« Antworten #9 am: 25. September 2007, 09:58:47 »

Vorsicht beim Entsorgen im Wald.
Das ist verboten und auch die Jäger dürfen die Äpfel etc. nicht zum anfüttern der Wildschweine nehmen. Wenns der Förster sieht gibts Ärger........

Allerdings hab ich auch keine besseren Vorschläge außer Kompost oder die Mithaufen auf den Feldern.

Eine abenteuerliche Variante wäre ein Katapult im Garten. Dann könnt ihr die fauligen Dinger übern Bahndamm schießen. Bestimmt ein Supergaudi.... Grinsend Grinsend
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Citrus
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Citrus
Kein Leben ohne Grünzeug ;)


« Antworten #10 am: 25. September 2007, 18:20:10 »

...Moniliafrüchte sollte man entfernen, kann sie aber auf den Kompost geben.

@ amur,
Danke für den Tip! Hab die bisher immer als tonnen-pflichtig angesehen  Unentschlossen, weil ich mir so gar nicht sicher war, ob die Pilze im Kompost unschädlich gemacht werden.
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Herzlichen Gruss   Citrus

47°08' nB  7°14' öL,  440m ü NN,  Klimazone 7a/7b
Wutzi
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Wutzi
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« Antworten #11 am: 25. September 2007, 19:49:15 »

Vorsicht beim Entsorgen im Wald.
Das ist verboten und auch die Jäger dürfen die Äpfel etc. nicht zum anfüttern der Wildschweine nehmen. Wenns der Förster sieht gibts Ärger........

Echt? Aber unser Förster weiß davon...und Schwarzwild darf zum Abschießen angefüttert werden, zumindest laut unserem lokalen Jagdrecht.  Sie liegen aber auch nicht "im" Wald, sondern auf einem angrenzenden Acker. Die Schweine tun mir zwar ein wenig leid, aber hier gibt´s wirklich viele und ich hab schon  Tage und Wochen damit verbracht unsere Wiesen wieder bearbeitbar zu machen. Vom Schaden am Mais und so weiter sag ich lieber nix....und ein deutscher Bioapfel müsste doch für eine Wildsau eine weit artgerechterer Ernährung sein, als ein gespritzer, amerikanischer Futtermais.  Ich versteh ja, dass sie was fressen müssen, aber ich bin auch sehr zufrieden, dass hier in der Gegend langsam immer mehr Buchen und Eichenwälder heranwachsen...dort dürfen gerne mehr Schweine wühlen und schnüffeln.
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Klimazone 6b
Franken
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« Antworten #12 am: 25. September 2007, 20:36:13 »

Das kommt auf das jeweilige Landesjagdgesetz an. In BW wäre es ebenfalls nicht erlaubt.

mfg
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Wutzi
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Wutzi
Dreck macht Speck!


« Antworten #13 am: 25. September 2007, 21:33:42 »

Jetzt war ich selbst mal neugierig...ich weiß, ein wenig OT...aber ich möchte nun endlich wissen, ob man Äpfel gesetzestreu zur Wildfütterung und damit eventuell auch zum Anfüttern (aber das muß es ja nicht immer bedeuten) abgeben kann

Das bayrische Jagdgesetz schweigt sich dazu aus...wo nix steht, ist´s auch nix verboten.

Im badenwürtenbergischen Jagdgesetz finde ich folgendes:
§ 20 Ablenkungsfütterung, Kirrung, Arzneimittel und synthetische Lockmittel für Wild
(1) Fütterungen zur Ablenkung von Schwarzwild im Wald sind ganzjährig zulässig. Das Futter muss so dargeboten werden, dass es anderem Schalenwild nicht zugänglich ist. Zur Ablenkung von Wildenten sind Fütterungen nur außerhalb der Jagdzeit und bis spätestens sechs Wochen vor Beginn der Jagdzeit zulässig.
(2) Das Anlocken von Wild mit geringen Futtermengen zur Erleichterung der Bejagung (Kirrung) ist während der Jagdzeit ab 1. September erlaubt.
Wenn ichs richtig verstehe, darf man nun nach dem 1. September auch in BadenWürtenberg mit ein paar Äpfeln Wildschweine zum Abschuß anlocken ohne dafür bestraft zu werden...aber nix is es mit tonneweiser Entsorgung. Oder interpretiere ich das falsch?
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Klimazone 6b
Franken
Alfredos
Gast
« Antworten #14 am: 27. September 2007, 09:31:38 »

Hallo,
erstmal danke ich Euch für Eure Rückmeldungen und Tipps!!  Küsschen

Ich habe jetzt eine Teillösung:
gestern traf ich eine Bekannte, ich kann ihr meine halbfauligen Äpfel (die, die ich nicht zur Mosterei bringen kann) für die Pferde geben. Na wenigstens was. Da hab ich schon mal einen Teil los....
Nun muß nur das Wetter wieder besser werden, bei der Kälte und vor allem Dauerregen mag ich keine auflesen....
lg
Alfredos
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