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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gehölze-Forum (Moderatoren: Hilmar, winterliesel)  |  Thema: Anstriche für Baumrinden 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Anstriche für Baumrinden  (Gelesen 5811 mal)
Günther d.G.
Gast
« am: 07. April 2002, 20:03:48 »

Wie macht man Anstriche für Baumrinden?

Nur mit Kalk? Mit Löschkalk? Mit Rindermist?

Dürfen Farbpigmente dabei sein?

Stören Mörtelspritzer vom Hausverputzen die Bäume?

Welchen pH-Wert dürfen die Anstriche haben?

Wer kennt sich aus? Wer weiß Antworten?

Günther d.G.  
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Andreas Regner
Global Moderator
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


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« Antworten #1 am: 07. April 2002, 20:11:07 »

Mörtel, Zement usw. ist Gift für Bäume - der pH-Wert ist viel zu hoch.
Das früher regional übliche Verfüllen von Baumhölungen mit Beton ist nicht fachgerecht und eine zusätzliche Schädigung beim Einbau und auch auf Dauer, weil dauerfeuchte Bereiche geschaffen werden.

OT  -  Off Topic
Tip: Bei verschiedenen Fragestellungen empfiehlt sich die Eröffnung mehrerer Threads = Diskussionsstränge, weil dann
a) gezieltere Antworten eintrudeln (die Fragen sind besser findbar)
b) es eine bessere thematische Sortierung gibt und das Lesen vereinfacht ist
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grüsse
andreas
Peterr
Gast
« Antworten #2 am: 08. April 2002, 07:49:32 »

Als leidenschaftlicher Koch verrate ich euch mal mein bewährtes und wirksames Rezept für Baumanstrich.
Vor dem Auftragen wird die Rinde von allen meinen schutzbedürftigen Bäumen mit einer Bürste vorsichtig abgerieben. Dadurch entferne ich lockere Reste von alten Anstrichen, Schädlinge, Puppen, Maden...Schützenswert sind für mich alle neu gepflanzten oder jüngere, stark der Sonne ausgesetzten Bäume. Sowie alles Obst.

Rezept:

3 Teile Sumpfkalk (gelöschter, sehr alter Kalkbrei)
1 Teil gut abgehangener Kälbermist
1 Teil hellbrauner Töpferton
Einen Schuss Schachtelhalmbrühe
Eine Prise Tapetenkleister

Alles mit der Bohrmaschine gut sämig rühren und nicht zu dick auftragen. Es kühlt, schützt, nährt und vermittelt Passanten den Eindruck von Sorgfalt und Durchblick.

Peterr

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Preacherman
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« Antworten #3 am: 08. April 2002, 10:13:53 »

Kupferhaltige Anstriche für Baeume sollten hiermit auch erwaehnt werden.
 
Bordeauxbrühe (Kupferkalkbrühe aus Kalkmilch und Kupfersulfat) kommt bei meinen Citrus jaehrlich zum Einsatz. Diese Brühe wird seit dem 19. Jahrhundert in der Agrarwirtschaft angewandt und ist sehr wirksam als fungizid und  biozid.

Die Erlaubniss zur Anwendung von Bordeauxbrühe ist gemaess EG-Verodnung am  31.Maerz.2002  abgelaufen.

"Kupferpraeparate sind als schwerlöslich bekannt. Bedenklich sind die Kupferanreicherungen in Boden und Wasser. Dagegen sind die Kupfermittel als nicht bienengefaehrlich eingestuft. Die wirksame Komponente des Kupfers sind die in Lösung befindlichen Kupferionen. Die biozide Wirkung der Kupferionen entsteht durch die Blockade des Enzymsystems im Stoffwechsel der Mikroorganismen. Kupfer-Brühen wirken auch in starker Verdünnung noch biozid. Rückstände an Gemüse und Obst sind nicht gesundheitsschädlich, leicht abwaschbar." (zitiert)

Ich habe dieses Jahr noch termingerecht die Baeume mit der B.Brühe anstreichen können, wohl zum letzten mal. Wie wird es weitergehen ??

"Dem ökologischen Landbau stehen gegenwärtig keine ausreichenden alternativen Lösungen für den Ersatz von Kupferpräparaten zur Verfügung. Für den ökologischen Wein-, Obst-, Hopfen- und Kartoffelbau sind Kupferpräparate gegenwärtig noch unerläßlich. Das Verbot der Anwendung von Kupfermitteln nach dem 31. März 2002 würde das Ende des ökologischen Anbaus einiger Kulturarten, insbesondere des Weines, bedeuten." (zitiert)

Ich habe mich vor einiger Zeit freiwillig der Kontrolle des Instituts für Marktökologie (Schweiz) unterworfen, dh. ich muss laut Verordnungen vorgehen. Ausserdem Kupfer ist mir auch nicht so geheuer. Was meint ihr dazu, gibt es vielleicht Alternativen ?

Sorry Günther, Dein Thema habe ich wohl zu weit geführt.

Preacherman



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