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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Birnengitterrost 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Birnengitterrost  (Gelesen 2957 mal)
Pewe
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« am: 21. Juni 2007, 10:42:38 »

An alle Kundigen:
Habe im letzten Jahr 3 Birnbäume gepflanzt, die sowohl schon im letzten Jahr als auch nun wieder dieses Jahr Rostpickel hatten/haben. Ich gehe mal davon aus, dass es sich um Birnengitterrost handelt. Dies soll lt. meinem zwischenzeitlich erfolgten "Literaturstudium" der Sommerwirt des Wacholderrostes (Winter) sein.
Ich selbst habe zwar keinen Wacholder mehr, aber sicher die Nachbarn und im Wald ohnehin, d.h. ich muss wohl oder übel damit leben. Worauf muss ich mich einstellen (gleich entsorgen oder lässt es sich damit leben) bzw. gibt es etwas, das dagegen wirklich hilft (mir, d.h. den Bäumen, nicht dem Hersteller).

Schon mal schönen Dank - Petra
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LK Celle
PyrusC
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« Antworten #1 am: 26. Juni 2007, 09:51:42 »

Hallo Pewe,

der Birnengitterrost in Hausgärten ist besonders bei mir im Osten Deutschlands nach der Wiedervereinigung zu einen echten Problem geworden. Vorher hat Niemand dran gedacht auf seiner Parzelle irgendwelche asiatischen Wacholderarten zu pflanzen. Damals in Zeiten der Mangelwirtschaft war der  eigene Garten eine vielgeschätzte Quelle für hochwertiges Frischobst und -gemüse. Nun wird der Garten meist nur noch zur Dekoration und als Grillplatz missbraucht  Traurig
Aber zu deiner Frage: Der Birnengitterrost überwintert nur auf einigen speziellen Wacholderarten der hierzulande schon lange bekannte Säulenwacholder gehört nicht dazu. Daher kommt der Wald als Infektionsquelle nur sehr selten in Betracht. Das Problem sind wirklich die Ziersträucher im Vorgarten. Mit Fungiziden kann man sich auch nur begrenzt helfen.
Das Ergebnis konnte ich die letzten Jahre gut beim Nachbarn beobachten, der neben Birnenbäumen auch zweifelhaft schöne Zierwacholder stehen hat.
Also kurz und gut er hat nun alle drei Jahre einen abgestorbenen Birnbaum gefällt und diese Bäume hatten vorher 50 Jahre lang schöne Früchte getragen. Das Problem ist, dass die Blätter offensichtlich sehr geschwächt werden, dem Baum Fehlt dann gesundes Blattmaterial zur Assimilation. Über Kurz oder Lang kann er dann nicht mehr genügend Nährstoffe speichern um über den Winter zu kommen. Nicht zuletzt leidet darunter auch die Fruchtqualität erheblich.

 Fazit: Wo Birnengitterrost nicht ausgeschaltet werden kann (durch Entfernen der Winterwirte) sollte man erstmal keine Birnen anpflanzen.

 Weinen Tut mir leid dir deinen Traum von schönen saftigen Birnen zu verleiden. Ich würde auch gerne wieder Birnen anbauen, aber die Gewächse in Nachbars Garten sind irgendwie dagegen.

Grüße
Pyrus
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Man liebt das, wofür man sich müht, und man müht sich für das, was man liebt.

Erich Fromm
Pewe
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« Antworten #2 am: 26. Juni 2007, 10:55:18 »

Danke, PyrusC - auch wenn es nicht aufbauend ist.
Exotische Wacholder habe ich in der Nachbarschaft allerdings noch nicht gesichtet, meine eigenen heimischen habe ich vorsichtshalber bezeiten gekillt, wenn auch, wie ich nun höre, unnötiger Weise. Haben mir aber eh nicht wirklich gefallen. Schade, umsonst auf Birnen gefreut - Nochmals Danke

LG - Petra
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LK Celle
baumling
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baumling

« Antworten #3 am: 26. Juni 2007, 13:00:19 »

hallo petra,

wir führen dieses jahr einen feldzug gegen den birnengitterrost durch, in dem der von diesem pilz infizierten wacholderart Juniperus sabina aka sadebau oder auch stinkwacholder ausgraben lassen und vernichten.
in unserer gemeinde sahen dieses in diesem jahr folgendermaßen aus:

Bild 415

Bild 412
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Geh barfuß und fühle die Erde unter Deinen Füßen.
Umarme einen Baum,leg Deine Wange an seine Borke
und sprich mit ihm, laut oder in Gedanken...
Pewe
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« Antworten #4 am: 26. Juni 2007, 13:19:51 »

Igitt - sowas hab ich ja überhaupt noch nicht gesehen. Ich glaub, das wär mir aufgefallen. Werde aber mal genauer die Nachbargrundstücke ins Auge fassen.

Wenn Ihr das Zeug fällt, müssen ja ungeheure Mengen Sporen frei werden. Grusel.

LG - Petra
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LK Celle
winterliesel
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winterliesel
Don't feed trolls - Naturraum 69, Klimazone 7b


« Antworten #5 am: 26. Juni 2007, 13:25:38 »

Ich fürchte, das noch größere Problem ist der Umkreis, in dem man diese Gewächse theoretisch entfernen müsste, damit die Birnen verschont bleiben.... Traurig
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<°)))o><) Komik entsteht, wenn man Tragödien anschaut und dabei ein Auge zukneift. (E. Ionesco)

Glück ist eine schnurrende Katze auf dem Schoß.
Rosige Grüßle - Lizzy
baumling
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baumling

« Antworten #6 am: 26. Juni 2007, 14:04:36 »

@pewe: hatte ich bisher auch noch nicht, deshalb haben wir zum großen feldzug aufgerufen. das was wie aprikosenmarmelade aussieht sind die sporenlager des pilzes. deshalb haben wir beim entfernen der büsche auch keine sporen freigegeben, da das zeug runtergeschleimt ist und die teile der büsche wieder "trocken" sind...

@winterliesel: da hast du wohl recht, wobei sich der pilz wohl sehr gut über die luft verbreitet und deshalb vermutlich der boden kaum noch kontaminiert ist...hoffentlich  Augen rollen
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