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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Boden- und Düngungsforum (Moderator: Walther)  |  Thema: Wenig Mutterboden 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Wenig Mutterboden  (Gelesen 2325 mal)
Petra_B
Gast
« am: 23. Oktober 2002, 20:03:40 »

Hallo, liebe Gartenfreunde,
unser Vorgarten macht mir Probleme: nach gut 30 cm ist Schluß mit Erde. Es kommen Kies, Sand und kaputte Dachschindeln, Steine zum Vorschein (Reihenhaussiedlung von 1960). Da ich Rosen pflanzen will, habe ich für die ersten beiden versucht, ein möglichst großes tiefes Loch (1 m war's bestimmt) zu buddeln und mit Kompost und Blumenerde aufgefüllt. Ich habe wenig Lust, den ganzen Boden auszuwechseln. Das Löchergraben und Erdeschleppen war schon anstrengend genug. (Ein gutes hat die Sache ja, selbst die engsten Hosen passen wieder  Grinsend) Irgendwann müsste die Kiesschicht doch auch zuende sein? Können Rosen und zukünftig auch noch Buchshecken und -kugeln und vielleicht Rittersporn ... mit solch punktuellen Erdlöchern was werden? Ich hoffe sehr. Ich könnte mir z.B. noch Kompost anliefern lassen, den gibt's jetzt ganz günstig. Oder wäre das des Guten zuviel? Der Kies löst sich wohl nicht in Wohlgefallen auf?
Gruß Petra.
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Susanne
Gast
« Antworten #1 am: 23. Oktober 2002, 20:10:56 »



30 bis 50 cm normaler Gartenboden sind genug für Rosen, es sei denn du hast sehr große, alte Pflanzen.
Bei Neuanpflanzungen reicht es aber durchaus, die Wurzeln müssen dabei eh ein wenig zurückgeschnitten werden.

Diese 1 m-Krater brauchst du dir wirklich nicht anzutun, die bringen nicht viel. Trage regelmäßig Kompost und dünne Mulchschichten auf, dann wird der Boden schnell besser.

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Petra_B
Gast
« Antworten #2 am: 23. Oktober 2002, 20:22:38 »

Echt? Ich bin baff! Ich denke, Rosen sind Tiefwurzler und gehen mindestens 1 m in den Boden? Wenn das stimmt, wäre mir mein ganzer Bauschutt vom Herzen gefallen. Ab ins Wohnzimmer und schön Musik gehört  Cool. Danke!
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Frauenzimmer
Gast
« Antworten #3 am: 23. Oktober 2002, 21:05:27 »

Ich habe nur um die 30 cm Erde, teilweise deutlich weniger, darunter Beton (Dach der Tiefgarage) - aber wie Susanne schrieb: Für Rosen-Neupflanzungen reicht das völlig. Mit Mulch und Kompost arbeite ich von oben her daran, dass die Erdschicht langsam stärker wird; nur an den Stellen, wo von vornherein weniger als 30 cm Erde waren, hab ich Pflanzflächen mit Dachziegeln eingefasst und gleich aufgeschüttet, mehr als 40 cm hab ich trotzdem nirgends. Den Rosen macht das eindeutig nix: Sie wurzeln einfach in die Breite.

mfg,
Mika
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Susanne
Gast
« Antworten #4 am: 23. Oktober 2002, 21:05:48 »



Sie sind auch Tiefwurzler, aber sie machen das selbst, das Wachsen... solange der Boden weiter unten nicht aus trockenen Löchern besteht, werden sie durchwachsen.

Gut angießen und anhäufeln mit Erde zum Schutz zumindest im ersten Winter solltest du trotzdem, außerdem wie oben gesagt, Kompost und Mulch.

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Anne (Rhein-Main)
****
Offline Offline

Anne (Rhein-Main)

« Antworten #5 am: 25. Oktober 2002, 09:41:43 »

Kann das nur bestätigen, habe selbst in einem Reihenhaus aus den 60ern mal gelebt mit den gleichen Boden-Voraussetzungen. Die Rosen, die damals meine Mutter anpflanzte (mit einem ganz normalen nicht über 40-50 cm Tiefe hinausgehenden Loch), sind wunderbar gewachsen und heute "dicke Jonnies". Die, die ich später hin und wieder ausgrub, hatten lange, lange Wurzeln. Natürlich wurde auf gute Düngung und allmählicher Aufbringung von Erde geachtet.
Anne
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Petra_B
Gast
« Antworten #6 am: 25. Oktober 2002, 16:58:47 »

Da hab' ich wirklich was dazugelernt! Nochmals danke. Stimmt es, daß man ca. 20 Liter Kompost pro qm aufbringen soll? Und was genau versteht Ihr unter Mulch? Rasenschnitt, Gehäckseltes?
Gruß Petra.
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Susanne
Gast
« Antworten #7 am: 25. Oktober 2002, 19:23:33 »



Was immer du hast... das kann frisches Kompostmaterial, Laub, Rasenschnitt, Meerschweinchenkäfiginhalt, Sägespäne, Rindenschnitzel, Gehäckseltes oder richtig gute Komposterde sein. Wenn du das Material nach und nach in dünnen Schichten aufbringst, wird es leicht antrocknen und nicht schimmeln. Im Prinzip ist Mulchen nur eine Variante der Flächenkompostierung, also das, was die Natur von alleine macht: mal Laub, mal Regen, mal ein bißchen Vogelscheiße...


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