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forum.planten.de  |  gartenlandschaftsforum  |  Boden- und Düngungsforum (Moderator: Walther)  |  Thema: Womit kann in Kalk neutralisieren? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Womit kann in Kalk neutralisieren?  (Gelesen 6044 mal)
Lisa
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« am: 04. April 2002, 09:31:54 »

Hallo, Ihr Lieben,
beim Pflanzen meiner Seidenmohnstauden habe ich aus Versehen Kalk in das Pflanzloch gegeben. Ich habe sie mit dem Islandmohn verwechselt. Und jetzt mickern die Ärmsten vor sich hin. Sie haben schon ganz gelbe Blätter! Wisst ihr ein Mittel, womit ich den Kalk neutralisieren kann?  :-\
Liebe Grüße von Lisa
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Günther
Gast
« Antworten #1 am: 04. April 2002, 12:17:22 »

Nix sinnvolles. Am besten umsetzen, dabei Wurzeln möglicht von Erde befreien. Vorsicht, daß der Schaden dabei nicht noch größer wird. Vor Ort könnte Torfzusatz zur Erde und Gießen mit Torfwasser ein BISSERL helfen, aber nicht viel.
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Iris
Gast
« Antworten #2 am: 05. April 2002, 08:45:07 »

Lisa, ich plädiere auch für Umsetzen und Austausch der Erde. Das mit dem Torf hilft viel zu langsam. Etwas schneller geht es, wenn Du ein Spezialpräparat aus diversen Aminosäuren und Getreideessig zum Gießwasser mischst. Das ist aber im Baumarkt oder sonst wo nicht erhältlich und das hat sicher auch nicht jede Gärtnerei. Ich könnte es von meinem Gärtner bekommen, weiß aber den Namen leider nicht und bin jetzt auch die nächste Zeit nicht hier, um ihn zu fragen. Aber vielleicht bekommst Du ja was dazu raus. Man kann das Präparat auch als Blattdünger verwenden (also da ist ein Haufen Zeug drin). Eisenhaltige Blattdüngung (mal genauer im Fachhandel nachfragen) würde ich Dir sowieso in diesem Fall empfehlen!!! Das wirkt innerhalb von wenigen Tagen und hält auch einige Zeit, bis die anderen Maßnahmen greifen. Dann gibt es noch "Bodenverbesserungskuren" für Rhodobeete, das ist ein Pulver auf Algenbasis. Mehr weiß ich dazu nicht, aber es wirkt auch nur sehr langsam und macht für Dich sicher weniger Sinn als alles andere. Große Gärtnerein säuern manchmal auch ihr Gießwasser mit Schwefelsäure an. Das muß aber sehr verdünnt sein und ist eigentlich für den Laien nicht zu empfehlen, da es da vermutlich keine speziellen Präparate gibt, sondern das durch die Gärtnerein selber hergestellt werden muß. Aus der Schwefelsäure entsteht mit dem Kalk im Boden Gips, der wohl (früher?) auch öfter als Dünger (?) verwendet wurde. Gips ist neutral. Aber wie gesagt: Schwefelsäure kann viel Anrichten, wenn sie falsch dosiert ist! Du willst ja keine Wurzeln verätzen oder so! Aber wenn Du einen guten Fachhandel in Deiner Nähe hast, dann frag doch mal nach, was die haben, vielleicht können sie Dir was abfüllen...
Viel Erfolg!!
Iris
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Günther
Gast
« Antworten #3 am: 05. April 2002, 11:07:26 »

Bitte NICHT eine eingesetzte Pflanze mit verdünnter Schwefelsäure gießen!!! Dann ist sie ziemlich sicher hin. Die Säure reagiert nicht schnell genug mit dem Bodenkalk, sie schädigt zuerst die Wurzeln.
Generell ist das "Entkalken" mit Säure eher ein Unfug, ich kann mir nicht vorstellen, daß ernstzunehmende Gärtnereien sowas machen. Im weiland Gardenweb gabs einen längeren thread dazu, wo ich die ganzen Probleme mehrfach erläutert habe. Wenn gewünscht, bitte nur sagen, ich machs gerne nochmals.
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zorro
Gast
« Antworten #4 am: 05. April 2002, 13:24:53 »

Torf gehört- wie schon oft bemerkt- ins Moor!
Nimm doch Essig um den pH Wert abzusenken!
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Günther
Gast
« Antworten #5 am: 05. April 2002, 20:16:33 »

Der alte(?) Anti-Torf-Kämpfer...
Dann darf man auch keine mineralischen Rohstoffe verwenden, die wachsen überhaupt nicht nach.
Nochmals: Torf ist prinzipiell ein nachwachsender Rohstoff, er darf natürlich nicht übererntet werden - wie meist in der Vergangenheit und teilweise auch jetzt noch. Vollwertigen Ersatz dafür gibts nicht, nur partiell mit Krampf.
Nix für ungut!
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Andreas Regner
Global Moderator
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


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« Antworten #6 am: 05. April 2002, 23:26:52 »

Eine relativ einfache Möglichkeit besteht auch in der Zugabe von Kaffeesatz. Der ist auch relativ sauer. Wird i.d.R. auch recht schnell von den regenwürmer umgesetzt.
Und: Wenn die Pflanzung grad erst passiert ist könnte man ja auch überlegen, die Pflanzen nochmal rauszunehmen und neuzupflanzen
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grüsse
andreas
zorro
Gast
« Antworten #7 am: 06. April 2002, 07:39:56 »

Torf ist das Produkt- das Biozönosenetz Moor wächst nbicht so einfach nach. Bei 1mm Moorwachstum im Jahr kann man sicher nur von prinzipiell nachwachsenden Rohstoffen sprechen- ist alles nur eine Frage der Zeit.
Durch Torfabbau und andere Maßnahmen gibt es bei uns kaum ein intaktes Hochmoor. Dazu kommen noch die Nachteile des Torfes als ungünstige Humusstruktur.
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Lisa
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« Antworten #8 am: 06. April 2002, 08:26:36 »

 Smiley
Ihr Lieben, ich danke euch für eure engagierten Antworten. Das einfachste wird das Umsetzen sein, denn sie sind erst vor einer Woche gepflanzt worden. Und dann noch ein bisschen Kompost und Kaffeesatz dazu, dann werden sie schon wieder auf die Beine kommen.
Vielen lieben Dank für eure interessanten Beiträge, eure Lisa
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Iris
Gast
« Antworten #9 am: 06. April 2002, 09:33:16 »

Das mit dem Kaffeesatz ist sowieso bei vielen Pflanzen gut, weil es ein guter organischer Dünger ist. Man muß nur aufpassen, dass es nicht zu fett wird und sich z.B. Trauermücken ansiedeln.
Zorro, das mit der Essigsäure ist die einfacher Variante von diesem Essigsäure-Aminosäure-Zeug, was ich oben erwähnte.
Liebe Grüße,
Iris
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