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Autor Thema: Welche Zwetschgensorte ist empfehlenswert?  (Gelesen 21924 mal)
Leda
Gast
« am: 11. November 2006, 12:37:48 »

Ich suche für den Garten meiner Eltern einen Zwetschgenbaum. Gibt es eine Zwetschgensorte, die empfehlenswert ist?
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flor
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« Antworten #1 am: 11. November 2006, 13:42:43 »

Hallo Leda,

mit dem Einzug vor 6 Jahren haben wir einen Zwetschgenbaum gepflanzt. Die Sorte heißt 'Stanley'.
Wir sind sehr zufrieden. Große Früchte und sehr lecker.
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"Wem Mutter Natur ein Gärtchen gibt und Rosen, dem gibt sie auch Raupen und Blattläuse, damit er's verlernt, sich über Kleinigkeiten zu entrüsten."
Wilhelm Busch (1832 - 1908)
Anika
Gast
« Antworten #2 am: 11. November 2006, 16:06:21 »

Meine Mutter redet in jedem Jahr wieder von den "Bühler Zwetschgen", die so toll sein sollen und das man mit keiner anderen Sorte richtig guten Pflaumen/Zwetschgenkuchen machen kann!
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Pflaume
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« Antworten #3 am: 12. November 2006, 15:05:53 »

Hallo Leda,

würde Dir mal empfehlen verschiedene Pflamen/Zwetschgensorten zu testen, auch wenn das derzeit nicht optimal ist, und im Notfall eben dann noch ein Jahr zu warten.
Geschmäcker sind sehr verschieden, wenn ich z.B. die Empfehlungen von Anika und Flor anschaue, da kenne ich Leute die da nur das Gesicht verziehen.  Smiley

Aber das ist überall so, wer sauer mag kommt eben zu einem anderen Ergebnis, als derjenige der süß mag.
Und was manche Leute einfach als geschmacklos bezeichnen, da findet jemand anders evtl. durchaus Geschmack daran.
Gestern erst meinte eine Bekannte von mir, ja die Pflaumen die sie von mir im Juli bekam, die sollte man schnell essen, sonst würden sie verderben.
Hatte ihr einen Eimer geschenkt (sie ist Single), wäre nie auf die Idee gekommen die zu essen, sind nicht gut, geben aber die beste Marmelade, die ich von Pflaumen/Zwetschgen kenne.
Die gleiche Person meinte, die Zwetschgen im Laden seien zwar dazu im Gegensatz teilweise riesig, aber die würden nicht schmecken, was wohl bedeutet, daß sie an diesen Marmeladepflaumen etwas fand, was ich nicht finde.

Und was sich zum frisch essen wunderbar eignet, kann zum backen oder Marmelade kochen ungeeignet sein.
Gerade Zwetschgen sind hier besonders auffällig, da die meisten sich sauer kochen, einige aber dabei süß werden.
Also ausprobieren und dann feststellen, was Dir am besten schmeckt, unter Berücksichtigung dessen, was Du damit anfangen willst.

Eine Pflaume/Zwetschge die zum Marmelade kochen, backen und Frischverzehr optimal geeignet ist und dabei noch schön groß und leicht vom Stein geht, gibt es wohl nicht, hängt aber sicher auch vom Geschmack ab.
Bei einer Neupflanzung würde ich außerdem auf Scharkatoleranz achten.
Rote Früchte ziehen, gerne Vögel an.
Späte Früchte werden nicht überall in D reif.
Manche sind Nachtfrostgefährdet (also je nach Lage Glücksache).
Dünnschalige, süße Früchte sind gegen aufplatzen und Fruchtmonilia anfällig, werden dann teilweise auch von Bienen und vor allem Wespen besucht, wer damit ein Problem hat, sollte sie besser nicht wählen, bzw. sich bei jemandem der die Sorte hat, vor Ort umschauen ob dies der Fall ist.
Überhaupt ist es sinnvoll wenn man sich entschieden hat zu jemandem zu gehen, der die Sorte hat, und zwar zur Erntezeit, da kann man dann auch andere interessante Dinge, die für einen evtl. Relevanz haben, sehen.
Je nach geplanter Baumgröße kommen auch Mehrfachveredelungen in Frage um z.B. von Anfang Juni bis Anfang November frisch vom Baum ernten zu können.
Ich schätze das sehr, auch wenn ich das mit verschiedenen Bäumen gelöst habe, aber nicht jeder hat meinen Verbrauch bzw. will sich evtl. mit dem Verkauf herumschlagen.

An Sortenbeschreibungen findest Du jede Menge im Archiv, aber wie schon oben geschrieben, was der Eine als wohlschmeckend empfindet, findet der Andere widerlich, schönes Beispiel ist Knoblauch.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
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Wühlmaus
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« Antworten #4 am: 12. November 2006, 15:47:37 »

Ja - da ist wirklich, so wie Pflaume es schreibt, viiiiel Geschmackssache dabei. Und so solltest Du auch vor einer SortenEntscheidung wissen, was Du mit den irgentwann seeeehr reichlich anfallenden Früchten machst. Sollen sie hauptsächlich roh oder auf dem Kuchen schmecken? Oder ist Kompott, Marmelade und/oder ZwetschenMus Euer Favorit?
Und dann kommt da noch die Reifezeit dazu. Du wohnst in Zone 6? Da wären Sorten, die mit Erntezeit September/Oktober angegeben sind, vielleicht nicht sooo optimal. Allerdings geben die HausZwetschen, wenn es  denn einen guten Herbst gibt, schon das beste ZwetschenMus...
Wegen all dieser hin und her bewegten Gründe hab ich mich für die Schön(e?)berger Zwetsche entschieden. Wenn ich denn in einem guten ZwetschenJahr von Bekannten oder Nachbarn noch einen Eimer HausZwetschen dazu bekomme, ist es ideal.

WühlmausGrüße
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Leda
Gast
« Antworten #5 am: 12. November 2006, 16:49:56 »

Die Zwetschgen werden wahrscheinlich bei meinen Eltern zum Kuchenbacken und zum Einmachen (Rotweinzwetschgen) verwendet.Die Hauszwetschge gab es auch in der Baumschule zu kaufen, das weiss ich. Mein Vater mag auch säuerliche Früchte Augen rollen.
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Pflaume
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« Antworten #6 am: 13. November 2006, 09:58:02 »

Hallo,

bei Hauszwtschen gibt es viele örtlich verschiedene Schläge, die entsprechend etwas variieren, also nicht wundern, wenn die etwas anders schmecken als erwartet.
Hauszwetsche ist leider nicht gerade Scharkatolerant.
Die Früchte sollten möglichst mehreren Personen zusagen (nicht jede Person verbraucht Eimerweise Pflaumen/Zwetschgen wie ich).
ich weiß ja nicht wie alt Dein Vater ist, aber ein Baum ist eine langfristige Anschaffung, die auch einige Jahre bis zu einem vernünftigen Ertrag benötigt. In dieser Zeit ändert sich oft einiges.
Zum backen sind sehr saftige Früchte wie z.B. Hermann wenig geeignet, die zerfließen.
Also am besten alles zuerst ausprobieren.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
Leda
Gast
« Antworten #7 am: 13. November 2006, 12:51:28 »


Hauszwetsche ist leider nicht gerade Scharkatolerant.

Was bedeutet das? Huch


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flor
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« Antworten #8 am: 13. November 2006, 13:36:41 »

Scharka ist ein Virus der bei Zwetschgen vorkommt.
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flor
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« Antworten #9 am: 13. November 2006, 13:40:08 »

Leda
 in dieser Seite weiter unten steht was über Zwetschgen. Vielleicht hilft Dir das weiter.
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"Wem Mutter Natur ein Gärtchen gibt und Rosen, dem gibt sie auch Raupen und Blattläuse, damit er's verlernt, sich über Kleinigkeiten zu entrüsten."
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« Antworten #10 am: 13. November 2006, 18:34:51 »

Kann man nicht zur Zwetschgenzeit einfach mal probieren gehen und die Bäumchen danach aussuchen  Huch

Genau das meinte ich, allerdings muß darauf geachtet werden, daß die Dinger reif sind, was bekanntlich zu sehr unterschiedlichen Zeiten ist, ansonsten schmeckt die beste Sorte nicht.
Aber wenn ich auch backen etc. will, dann muß ich das damit natürlich auch noch tun.

@Leda
Macht doch nichts, in diesem Fall einfach vom Nachbarn ein Edelreis holen und okulieren oder pfropfen. Das hat den Vorteil, es ist dann mit Sicherheit die gleiche Sorte. Es soll schon vorgekommen sein, daß die gekaufte Sorte nicht die ist, die auf dem Etikett steht. Smiley
Wenn Du das nicht selbst kannst, mal z.B. im Obst u. Gartenbauverein mal fragen, ob die jemanden wissen.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
Leda
Gast
« Antworten #11 am: 13. November 2006, 18:44:15 »

Hallo Pflaume,
danke Dir für Deine Antwort Lächelnd. Wann ist die beste Zeit zum Veredeln? Jetzt noch im Herbst oder im nächsten Frühling?
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Pflaume
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« Antworten #12 am: 14. November 2006, 13:22:27 »

Hallo Leda,

Pfropfungen werden, je nachdem welche, von Februar bis Anfang Mai gemacht, Okulationen Juli, Anfang August.
Pfropfreiser werden Ende Dezember geschnitten, Edelreiser für Okulation am besten direkt davor.

Grüße
Pflaume
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Leda
Gast
« Antworten #13 am: 14. November 2006, 13:44:13 »

Kann man irgendwo nachlesen, wie das Propfen oder Okulieren gemacht wird? Hab leider überhaupt keine Ahnung davon Verlegen.
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Pflaume
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« Antworten #14 am: 14. November 2006, 13:58:30 »

Hallo,

wurde hier auch schon im Forum diskutiert, Vorteil ist wenn man einmal gesehen hat, wie es geht.
Fotos und Beschreibung in jedem guten Obstbaumbuch.
Vielleicht auch mal in der örtlischen Stadtbücherei schauen, vermutlich haben die was dazu da.

Grüße
Pflaume
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Credo, quia absurdum - Tertullian
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