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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: 2 Fragen: Anzucht von Pflaume und Marone 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: 2 Fragen: Anzucht von Pflaume und Marone  (Gelesen 6558 mal)
Fawkes
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Ich liebe dieses Forum!


« am: 26. August 2006, 17:47:44 »

Hallo!

1. Ich ürde gerne einen Pflaumenbaum züchten. Ich weiß bereits, dass man dazu den Stein einer Pflaume erst öffnen muss, um den Kern zu bekommen. Aber stimmt es, dass wenn der Baum dann groß ist, man ihn veredeln muss? Was bedeutet dass, und wie funktioniert es?

2. Klip und Klar: Wie züchtet man einen Maronenbaum?

Liebe Grüße und Danke im Vorraus
Fawkes
« Letzte Änderung: 10. September 2006, 19:24:39 von Andreas Regner » Gespeichert
Rhiannon
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Rhiannon
Klimazone 6


« Antworten #1 am: 27. August 2006, 15:06:04 »

Ich bin auf dem Gebiet keine Expertin, kann dir aber deine erste Frage teilweise beantworten.
Ich kenne das Veredeln von Apfelbäumen her. Dabei wird bei einem Baum mit kräftigem Wurzelwerk der Stamm (bzw. einige Äste) schräg abgeschnitten und darauf wird ein Ast/Stamm von einem anderen jungen Baum gesetzt und befestigt. Wie das genau funktioniert kann ich dir nicht sagen, ich habe es nie selbst gemacht, sondern nur zugesehen. Insgesamt macht man das um einen Baum zu bekommen, der kräftige Wurzeln hat und gute/viele Äpfel trägt, man mischt die guten Eigenschaften zweier Bäume.
Vielleicht hast du schon einmal bei Äpfelbäumen etwas über dem Boden im Stamm einen "Knoten" gesehen, der kommt meist vom Veredeln.
Diese Technik verwendet man nach meinem Wissen aber nur, wenn man Obstbau im größeren Stil betreibt. Wir haben selbst viele Obstbäume (auch Pflaumenbäume) im Garten und davon ist keiner veredelt. Ich habe einmal gehört, dass man das auch machen kann, wenn ein Baum nicht mehr viel trägt, aber unbedingt nötig ist es nicht.
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Waldmeisterin
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Waldmeisterin

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« Antworten #2 am: 10. September 2006, 19:04:36 »

Ehrlich gesagt ist es zu aufwendig, dir diese Fragen erschöpfend zu beantworten.
Besorg dir am Besten ein gutes Buch (z.B. "Die neue Garten Enzyklopädie" von der Royal Horticultural Society), lies den betreffenden Teil durch, und frag dann gezielter nach.

LG Waldmeisterin

PS: Schreib das nächste Mal einen besseren/ genaueren Betreff
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Klimazone 7-8, 529m ü. N.N.  48° 20′ N, 9° 53′ O, phän. Naturraum D64/ 45
Andreas Regner
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


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« Antworten #3 am: 10. September 2006, 23:18:40 »

Hallo,

Anzucht und Züchtung sind verschieden. Züchtung meint das Erzielen einer neuen Sorte mit bestimmten Eigenschaften. Anzucht meint die Kultivierung vom Samen an.

Liegt aber, wenn man mit z.B. wilden Samen arbeitet durchaus eine gewisse Nähe vor. Die eigentliche Züchtungsarbeit liegt dann aber in der späteren Selektion, d.h. die Prüfung auf Standorteignugen, Fruchtqualität, Resistenzen usw.

M.W. hat Mitschurin dazu was Umfangreicheres geschrieben (sog. Volks-Selektionen bei der Kornellkirsche). (Gibt's davon englische oder gar deutsche Übersetzungen?)
Diese Art der Züchtungsarbeit ist meist sehr langsam und kommt überall vor, wo Menschen z.B. Obst über Generationen kultivieren.

Geht es dir nur um die Pflanze und nicht um den Ertrag ist die Anzucht vom Samen an sicherlich eine schöne Sache. In seltenen Fällen wird man bei der Pflanze sehr gute Fruchteigenschaften haben.

Deswegen ist die Frage zur Veredelung nicht schlecht: wenn ich sicher gehen will in Bezug auf die Fruchteigenschaften veredele ich auf einen Sämling (dann idealtypisch von ausgesuchten Mutterbäumen und viele Baumschuler würden wahrscheinlich Virusfreiheit fordern) oder eine Typenunterlage. das geht auch an alten Gehölzen, wird normalerweise aber mit jungen Pflanzen gemacht.

Konkret:

Castanea sativa: siehe
http://forum.planten.de/index.php?board=9;action=display;threadid=23456
Stratifizierung hast du dort recht gut beschrieben.

Pflaume: Wenn kein Scharka-Virus zu befürchten ist, könnte man sich Wurzelausläufer der Hauspflaume/Hauszwetsche besorgen.

Zufallssämlinge von Pflaumen , die ich kenne tragen alle recht gut und schmecken auch meist hochwertig. Allerdings sind die Früchte meist  deutlich kleiner als die der Pflaume, von der die Samen gewonnen wurden. Wäre aber einen versuch wert, wenn mann ein bischen Spass an Überraschungen hat und der Platz gross genug ist für Experimente.
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grüsse
andreas
Andreas Regner
Global Moderator
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Klimazone 7 (6-8), phän. Naturraum 70


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« Antworten #4 am: 10. September 2006, 23:22:25 »

Ach so,

wenn man ein paar mehr Kerne der Pflaume hat, würde ich mir die Stratifizierung schenken und einfach ein paar mehr Kerne (vollständig unbearbeitet) in die Erde stecken. Kommen halt ein paar Prozent weniger. Wenn's nicht erwerbsmässig ist, sollte das eigentlich im Verhältnis zur enormen Arbeitsersparnis sinnvoll sein.
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grüsse
andreas
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