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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Maulbeerbaum 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Maulbeerbaum  (Gelesen 10416 mal)
flottelotta
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Klimazone 7a


« am: 12. August 2006, 13:02:15 »

Hallo,

wir waren gerade auf Bornholm und haben sehr schöne Maulbeerbäume gesehen...hat jemand einen im Garten stehen und kann mir seine Erfahrungen mitteilen?

lg flottelotta
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Klabusch
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Klabusch

« Antworten #1 am: 13. August 2006, 11:12:16 »

Tach auch,

Tja, was ich groß erzählen? Wir haben auch 2 Maulbeeren im Garten, eine weiße und eine schwarze. Die weiße kam etwas größer und vor ca. 3 Jahren, die schwarze war etwas kleiner und kam auch erst ein Jahr später. Die Winter haben sie jeweils gut überstanden. Bei der weißen eh kein Problem, die schwarze soll etwas empfindlicher gegen die Fröste sein, hat sich bislang nicht bestätigt.

Geblüht und damit gefruchtet haben sie beide noch nicht, und das ist der eigentliche Grund, warum ich sie haben wollte. Ich wollt mal schauen, was mit den Beeren ao anzufangen ist. Getrocknet auf dem Weihnachtsmarkt gekauft sind sie jedenfalls köstlich.

Mit den Seidenraupen hab ich auch mal überlegt, aber da kommste mit einem Busch nicht sonderlich weit. Und so wie seinerzeit die Königs in Brandenburg nu alle meine Bauernstellen darauf zu verpflichten, Maulbeerblätter zu sammeln und zu trocknen, wollte ich nicht verantworten Lächelnd

Mehr kann ich noch nicht berichten. Ansonsten sind se schlichte grüne Büsche, momentan so 1,50-2m hoch. Und auch nicht zu ausladend. Lassen sich gut einbauen in die Landschatfsplanung.

Abraten wg irgendwelcher Horrorgeschichten wie sofortiges Absterben im kühl-feuchten Bremer Klima oder nicht-winterhart etc kann ich nicht. Wennste also einige Jahre Geduld aufbringen kannst beim Warten auf Ertrag, kauf man zu! Welche zu kriegen ist auch kein Problem. Zwar nicht bei Obi, aber bei Eggert und anderen sind sie immer im Sortiment, auch die schwarzen.

Auf ans Werk!
Klabusch
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flottelotta
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Klimazone 7a


« Antworten #2 am: 13. August 2006, 13:44:01 »

Hallo,

vielen Dank für die Antwort. Gibt es eigentlich "tiefschürfendere" Unterschiede zwischen schwarz und weiß ( ...ich wollte es dann doch erst einmal mit einem Exemplar versuchen...)?

lg flottelotta
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Tina3
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Tina3
Hmmmm... eigene Ernte!


WWW
« Antworten #3 am: 13. August 2006, 14:32:40 »

Die Früchte schmecken völlig anders! Die dunklen Früchte sind so ziemlich das köstlichste, was ich kenne, aber sehr empfindlich (ähnlich wie Himbeeren). Die weissen sind fester, weniger saftig, aber sehr süß.
Auf meinem Schulhof (Land Brandenburg) stand früher ein gigantischer Maulbeerbaum mit dunklen Früchten. Also Frost scheint er gut zu vertragen.
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Anette
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« Antworten #4 am: 13. August 2006, 14:41:35 »

Hallo,

wir haben seit 7 Jahren eine schwarze und weiße Maulbeere. Sie sind völlig frosthart (Land Brandenburg).
Auch ich kenne die Bäume noch aus dem früheren Schulgarten.

Unsere weiße Maulbeere ist vor ein paar Jahren unseren Gänsen zum Opfer gefallen - war schon aufgegeben - und treibt nun doch wieder zahlreich aus.
Die Schwarze ist inzwischen ein stattlicher ca. 3m hoher mehrstämmiger Baum und trug in diesem Jahr erstmalig.
Die Früchte schmecken wirklich gut  - die Ernte zur Verwertung - ist aber mühselig. Die Früchte reifen über einen längeren Zeitraum und ein Kilo für Marmelade zu bekommen war in diesem Jahr noch nicht möglich.

Wenn es nur eine Maulbeere werden soll, würde ich auch eine schwarze empfehlen. Sie schmecken einfach besser.
Aber daran denken es werden stattliche Busch - Bäume

viele Grüße
Anette
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Sheevah
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Sheevah
Klimazone 8a


WWW
« Antworten #5 am: 14. August 2006, 05:18:45 »

Zitat
...ich wollte es dann doch erst einmal mit einem Exemplar versuchen...

Dann wird es aber wohl nix mit Beeren, denn Maulbeerbäume sind zweigeschlechtlich. Oder gibt es auch eingeschlechtliche Sorten? Das einzelne Exemplar, das wir bis letztes Jahr im Garten hatten, hat zwar regelmäßig jedes Jahr Blütenstände gebracht, aber niemals Früchte. Es fehlte eben einfach der Partner.
« Letzte Änderung: 14. August 2006, 05:19:25 von Sheevah » Gespeichert

Viele Grüße
Sheevah
spatenstich
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spatenstich
Ein Tag ohne Lachen ist ein schlechter Tag!


« Antworten #6 am: 14. August 2006, 05:34:43 »

Ich kenne Maulbeeren aus Südungarn. Sie sind dort sehr robust, obwohl es im Winter dort arg grauslich werden kann.

In Wien ist sie winterhart, wenn auch im Jugendstadium etwas spätfrostempfindlich. Ertrag gibt es aber regelmäßig (Donaukanal).

Morus alba - die weiße, Morus rubra - die rote und Morus nigra - die schwarze Maulbeere sind so geläufig, wobei die rote eher seltener ist.

Die weiße ist eher süß, fast fad. Aus der schwarzen kann man köstliche Marmelade machen. Die Ungarn brenne aus den Maulbeeren einen Schnaps.

Die Maulbeere ist etwas brüchig, aber sehr gut schnittverträglich. Der Pirol bevorzugt sie als Nistgelegenheit.

Die Maulbeere ist diözisch - d.h. zweihäusig getrenntgeschlechtlich. Also immer darauf achten, dass Männchen und Weibchen vorhanden sind.

Spatenstich  Grinsend
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Rizinus
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Rizinus
l´amour cèst un enfant de la liberté


« Antworten #7 am: 14. August 2006, 10:49:42 »

hallo,

man sollte schwarze maulbeeren auf keinen fall in die nähe einer terrasse, eines weges o.ä. pflanzen ! der beerensaft färbt extrem gut und hinterläßt nachhaltige spuren auf fingern, kleidern, steinen und überhaupt allem. wahrscheinlich könnte man damit tatsächlich stoffe färben, ich hab´s aber selber nicht ausprobiert.

gruß rizinus
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gruß aus der klimazone 8a
Gurke
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« Antworten #8 am: 14. August 2006, 13:53:28 »

Die Maulbeere ist diözisch - d.h. zweihäusig getrenntgeschlechtlich. Also immer darauf achten, dass Männchen und Weibchen vorhanden sind.

also das kann ich nicht bestätigen
ich kenne einen weißen maulbeerbaum der blüten beider geschlechter ausbildet und auch gut fruchtet

bei der schwarzen sorte welington und 2 anderen sämlingen konnte ich diesjahr nur weiblich blüten sehen sie haben aber trotzdem sehr gute früchte gebildet
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Anette
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« Antworten #9 am: 14. August 2006, 17:55:32 »

Hallo,

ich denke auch nicht das es "weibliche" und "männliche" Maulbeeren gibt - Sie bilden weibliche und männliche Blüten am selben Baum und befruchten sich auch allein. Evt. ist der Ertrag höher / die Befruchtung sicherer durch einen zweiten Baum.

Unsere Schwarze hatte jedenfals keinen Befruchter in der näheren Umgebung.

... übrigens geht der Maulbeersaft nicht zum Wolle färben, er ist nicht lichtecht. Lebensmittel kann man aber gut einfärben.

viele grüße
Anette
« Letzte Änderung: 14. August 2006, 17:56:08 von Anette » Gespeichert
jutta
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jutta

« Antworten #10 am: 14. August 2006, 20:56:32 »

Wir haben einige, zum Teil sehr alte, Maulbeerbäume im Garten. Der größte hat Viele männliche und weniger weibliche Blüten. Die Früchte sind große, dunkle süß(ich sage etwas fade) Beeren. Anderen schmecken sie gut.
Dann haben wir 2 Bäume mit schwarzen Beeren. Die schmecken, wenn sie nicht überreif sind, leicht säuerlich, für mich sehr gut. Sie tragen sehr viel und ich habe noch keine männlichen Blüten bei ihnen entdeckt.
Außerdem trägt ein Sämling seit 2 Jahren weiße Maulbeeren, von Geschmack her süß, zwischen beiden. Auch der hat sehr viele, nur weibliche Früchte.
Winterhärte ist bei mir kein Thema (Wien).

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Re-Mark
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« Antworten #11 am: 26. August 2006, 16:46:32 »

Die Fruchtfarbe ist meines Wissens nach nicht geeignet, um Weiße und Schwarze Maulbeere auseinanderzuhalten. Jedenfalls gibt es von Morus alba Exemplare mit weißen und welche mit dunklen Beeren.

Angeblich schmeckt Morus rubra sehr gut und ist frostverträglicher als Morus nigra, aber man bekommt sie hier fast nicht, die meisten Leute, einschließlich Baumschuler, haben noch nie davon gehört. In amerikanischen Foren werden als Fruchtsorten u.a. zwei Hybriden genannt: "Illinois Everbearing" und "Collier". Müssten Kreuzungen aus M. alba und M. rubra sein.

Meine eigene, angelblich rote, Maulbeere hat dieses Jahr erstmals ein paar Früchte getragen. Das Bäumchen müsste jetzt ca. zwei Jahre dort stehen. Allerdings fand ich die Früchte etwas fade. Das nächste Mal würde ich zusehen, dass ich eine auf Früchte gezüchtete Sorte kriege (wie z.B. die Illinois Everbearing). Die Ameisen waren auch wild auf die Früchte, musste beim kosten aufpassen.

Meine beiden Morus nigra sind noch etwas zurück. Die eine ist z.B. letztes Jahr bis knapp über den Boden abgestorben (Frost? Weiß nicht mehr.). Hat dann zwar innerhalb weniger Wochen/Monate wieder fast die vorherige Höhe erreicht, aber dieser 'Stamm' ist noch zu weich, hat sich diesen Sommer bis zum Boden runtergebogen. Die andere ist zur Zeit mehr ein Kleinststrauch, weiß noch nicht, ob sie es schaffen wird.

Bye,
Robert
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flottelotta
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Klimazone 7a


« Antworten #12 am: 27. August 2006, 18:31:43 »

...so...habe mich jetzt für "Morus nigra Wellington" entschieden...mal sehen, ob sich die Wahl als gut erweist...

lg flottelotta
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