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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Pfirsichbaum Blattfarbe, brauche etwas Hilfe 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Pfirsichbaum Blattfarbe, brauche etwas Hilfe  (Gelesen 8460 mal)
sfera-haiza
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« am: 07. Mai 2006, 13:51:38 »

Hallo,
Ich pflanzte letzten Monat einen Pfirsichbaum  inetwa und 15 Tage inetwa davor auch einen (weil ich erst später hörte das 2 besser sind wegen bestäuben, da sie war selbstbestäuber sind aber irgentwann die Frucht drunter leidet, sie kleiner werden oder ganz ausbleiben).
Nun der eine steht schon in Blüte und schlägt aus, der andere nicht. Hab ich was falsch gemacht oder spielt deswegen das Pflanzdatum eine Rolle?
Hatte wenige perlen Blaukorn großflächig verteil um die Bäume. Sind seit kauf etwa schon 2,10m hoch.
« Letzte Änderung: 31. August 2006, 09:01:15 von Walther » Gespeichert
Pflaume
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« Antworten #1 am: 11. Mai 2006, 17:07:31 »

Hallo SH,

Pfirsich ist eine Obstart, von der automatisch wenige eigene Erfahrungen haben (ist ja nicht gerade für jedes Klima geeignet, und selbst wenn, die Aussicht auf jährliche Behandlung wegen der Kräuselblattsache, würde mich abhalten, trotz der tollen Blüte).
Diejenigen die Erfahrung haben können mit Deinen wenigen Angaben wenig anfangen.
Du schreibst nicht über Container oder wurzelnackt, Zustand der Wurzeln, Wurzelschnitt, Pflanzschnitt...
Unterschiedliche Behandlung von Baum 1 und 2, noch nicht einmal welcher der beiden geblüht hat, der zuerst oder zuletzt gepflanzte.

Da ich aber mal unterstelle, daß beide von der gleichen Quelle sind, von Dir auch exakt gleich behandelt wurden, dürfte der entscheidende Fehler vermutlich nicht bei Dir liegen, denn dann hätten beide das gleiche Schicksal geteilt.

Es kann auch sein, daß der wo noch nicht ausgetrieben hat bis zur Auslieferung im Kühlraum war, dann dauert es etwas (sonst könnte um diese Zeit der eine unmöglich noch blühen). Passiert aber in den nächsten Wochen immer noch nichts, dann würde ich den Baum zurückbringen. Da liegt der Fehler eindeutig bei Der Baumschule.

Noch ein Wort zu Blaukorn, auch wenn das hier nicht die Ursache des Problems ist: Mich würde wirklich einmal interessieren, was um Himmels Willen Blaukorn an frisch gesetzten Bäumen verloren hat.
Vielleicht kann mir das mal jemand erklären?
Unterstellt, daß jeder einmal Chemieunterricht genossen hat, die dort erlernten Kenntnisse auf Baumphysiologie angewendet - Huch
Natürlich kann ich dadurch den Ionenhaushalt der Bäume durcheinander bringen, Anfälligkeit gegenüber Läusen und allen Virosen und Bakteriosen erhöhen, die Winterfestigkeit herabsetzen, den Blühzeitpunkt hinausschieben, Wurzeln schädigen, aber das sind doch keine Dinge die ich mache an meinem eigens, mehr oder weniger teuer, erworbenen Obstbaum?
Böse Menschen machen das vielleicht beim Nachbarn, aber bei sich selbst???

Grüße Pflaume
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sfera-haiza
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« Antworten #2 am: 11. Mai 2006, 22:50:44 »

Naja beide Bäume stammen aus dem selben angebot. warv vom Baumark die hatten die mit drin. Naja ich dachte mir ein wenig Dünger kann nicht schaden, sorry wenn ich das falsch mache.

Wurzelballen waren recht kleni beim kauf also würde ich sagen, dass die vor der auslieferung geschnitten wurden.
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Cosima
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Waterkant


« Antworten #3 am: 11. Mai 2006, 23:59:09 »

Hallo Sfera-Haiza,

frisch gepflanzte Bäume bzw Pflanzen sollte man nicht düngen - höchstens vielleicht etwas Hornspäne ins Pflanzloch (ich glaube, das kann nicht schaden, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren).

In welcher Gegend (ganz grob) wohnst Du? Vielleicht war Anfang April (nach meiner Rechnung, wenn ich Deinen Beitrag richtig verstanden habe) auch etwas zu früh? Deine Infos sind etwas verwirrend: Welcher Baum schlägt nicht aus, der erste oder der zweite? Wie Pflaume schrieb: Deine Angaben reichen nicht, um Ratschläge geben zu können.

LG
Cosima
« Letzte Änderung: 11. Mai 2006, 23:59:27 von Cosima » Gespeichert

Allerbeste Grüße, Cosima

Buddhafiguren sind die Gartenzwerge von heute.
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sfera-haiza
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« Antworten #4 am: 12. Mai 2006, 13:32:55 »

Ich wohne in Göttingen. Liegt in Niedersachsen etwa zwischen Hannover nud Kassel ist um Leinetal. Etwa 100km ist der Herz enfernt.

Den Baum den ich zuerst pflanze und kaufte schlug aus, den ich später nachkaufte (weil ich hörte das 2 besser sind wegen dem Fruchtertrag) der hat nochnicht ausgeschlagen. Gepflanz hab ich beide Bäume etwa 2m voneinander auf einer Rasenfläche sonnenseitig.

ichts so oder wollt ihr mehr wissen ( wenn ja was genau?)
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Pflaume
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« Antworten #5 am: 13. Mai 2006, 05:31:27 »

Hallo SH,

waren die beiden Bäume aus der selben Charge, oder waren es verschiedene Lieferungen (bei uns gibt es einen Discounter, der hat im März ein Angebot und 2 Wochen später ein weiteres, mit frisch gelieferten Bäumen).

Wenn beide aus der selben Lieferung stammen, sollten beide in etwa zur gleichen Zeit austreiben.

In Zeiten von DigiCams kostet ein Bild so gut wie nichts, es würde sich anbieten, vor Pflanzung die Wurzeln zu fotografieren (habe ich bisher auch nicht getan), für den Fall, daß es solche Probleme gibt, schon als Gedankenstütze.

Waren die Pflanzen wurzelnackt oder im Container?
Waren die Wurzeln angeschnitten oder eher angerissen?
Hast Du nachgeschnitten?

Die Bäume werden heute meist mit der Maschine aus dem Boden geholt, dadurch bleibt von den Wurzeln nicht viel übrig.
Wenn Wurzelnackt, in was waren die Wurzeln eingepackt (z.B. Sägemehl)?

War die Erde bzw. Sägemehl etc. trocken, feucht, naß)?

Grüße
Pflaume

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Pflaume
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« Antworten #6 am: 13. Mai 2006, 05:51:43 »


 höchstens vielleicht etwas Hornspäne ins Pflanzloch (ich glaube, das kann nicht schaden,

Hallo Cosima,

Du dürftest mit obiger Empfehlung in Einklang mit den derzeit üblichen Empfehlungen sein.

Warum würde ich auch das nicht tun?

Hornmehl ist ein Stickstoff betonter Langfristdünger. Welche Wirkungen Stickstoff auf Obstbäume hat, dürfte bekannt sein. Vorteil hier ist lediglich, daß der Stickstoff hier über Jahre freigesetzt wird. Aus Sicht der Umwelt könnte man noch anführen, daß hierdurch so gut wie nichts ausgewaschen wird und damit in Gewässer oder Grundwasser gelangt, im Vergleich z.B. zu Blaukorn.

Nun benötigen natürlich auch Obstbäume (wenn auch relativ zu den meisten anderen Gartenpflanzen) geringe Mengen an Stickstoff, aber es gibt hier in D wohl nur extrem wenige Grundstücke, deren Boden einen so geringen pflanzenzugänglichen Stickstoffgehalt haben, daß für Obstbäume eine Zugabe nötig ist.

Man könnte nun argumentieren, es sei ein Unterschied zwischen Sämlings- und M-Wurzeln.
Schon richtig, schwachwüchsige Unterlagen sind auf Mangelernährung ausgewählte Variationen, damit die Veredelung nicht so kann, wie sie genetisch gerne würde.
Wenn ich nun aber diesen Mangel ausgleiche (gerade Stickstoff führt ja zu Austrieb und verspäteter Blütenbildung beim Obstbaum), wozu nehme ich dann eine M-Unterlage?
Je schwachwüchsiger eine Unterlage, desto weniger lebensfähig ist logeischerweise der Baum, sprich um so empfindlicher ist er. Dann nehme ich doch besser einen starkwüchsigeren Baum und dünge den nicht. Der geht von Natur aus mehr ins Wachstum und hat auch etwas verspätete Blütenbildung, muß ihn nicht düngen und der Baum ist im Schnitt deutlich robuster.

Natürlich gilt das so nicht für Intensivobstanlagen mit tausenden von dicht an dicht stehenden Bäumen.

Grüße
Pflaume
« Letzte Änderung: 13. Mai 2006, 05:56:09 von Pflaume » Gespeichert

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sfera-haiza
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« Antworten #7 am: 13. Mai 2006, 10:25:36 »

Moin erstmal,
Also waren beide aus der gleichen Lieferung (habe den Baum stehen sehen schon als ich mir meinen ersten kaufte.

Die Wurzeln waren in einem Edtopf in Erde eingesetzt. Wurzeln nicht sehr viele daher denke ich, dass sie geschnitten wurden.
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Pflaume
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« Antworten #8 am: 13. Mai 2006, 12:43:13 »

Hallo S-H,

wenn wenig Wurzeln bei einer Containerpflanze vorhanden sind, so bedeutet das normalerweise, daß die Pflanze noch nicht, wie es sich für eine qualitativ hochwertige Containerpflanze gehört, seit mindestens einem Jahr in diesem Container befindet. Sprich, sie wurde entweder im Herbst umgepflanzt, oder, vielleicht sogar erst im Frühjahr. Finde ich persönlich unseriös, denn dann sind die Containerpflanzen nicht wertvoller als wurzelnackte Ware. Letztere hat den Vorteil, daß ich die Qualität der Wurzel besser abschätzen kann und im Schnitt deutlich billiger ist. Ein Wurzel- oder Pflanzschnitt wird nur bei der Einpflanzung vorgenommen.

Würde an Deiner Stelle schon mal den Kassenzettel suchen und das Ding, falls es noch immer keine Knospen schiebt, zurückgeben.
Du kannst ja mal sicherheitshalber wo einen Zweig, der nicht wirklich Sinn macht, abschneiden und schauen, ob er schon tot ist, oder ob das Kambium noch grün ist.

Grüße Pflaume
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« Antworten #9 am: 13. Mai 2006, 16:02:59 »

Der ist noch grün. Einige Zweige waren hin , aber sind noch etliche dran die Frisch (also grün) sind.

Hm, ich weiß einfach nicht ob das was wird.
Stammt aus einer namhaften Baumarktkette (Max Bahr) . Die waren da im super Sonderangebot für 5,99 EUR.
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Pflaume
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« Antworten #10 am: 14. Mai 2006, 07:08:51 »

Morgen SH,

grün ist die Hoffnung. In diesem Fall würde ich noch etwas warten, auch wenn es kein gutes Zeichen ist, daß der Baum noch nicht ausgetrieben hat.
Ich kenne zwar Deinen Baumarkt nicht, würde aber wetten, daß der die nicht unter eigener Regie produziert sondern von einem Lieferanten wie Hoffmeyer (der z.B. die Bäume im Osten ziehen läßt und dann importiert) bezieht. Bei einem VK von 6 Euro darf der Bezugspreis des Großhändlers nicht über einem guten Euro liegen. Zu den Preisen kannst Du in D unmöglich einen Baum produzieren, da sind die fälligen Abgaben, Steuern und Kosten für div. Vorschriften schon deutlich höher.

Aber selbst im Osten können diese Preise nur erreicht werden, in dem man die Bäume mit der Maschine rodet. Da bleibt eben oft nicht viel von dem übrig, was früher eine schöne Wurzel war. Ausfälle sind da vorprogrammiert. Kann natürlich sein, daß die Wurzel derzeit versucht sich zu regenerieren und aufgrund des nicht vorhandenen Saftdruckes die Pflanze noch nicht austreibt, was in diesem Fall sinnvoll ist, denn die Blätter würden nach dem Austrieb notgedrungen absterben. Was sonst dabei herauskommt, das siehst Du im Thread von Pusteblume.

Grüße
Pflaume
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Waterkant


« Antworten #11 am: 14. Mai 2006, 07:12:29 »

Danke für die Infos zu den Hornspänen, Pflaume! Ich habe nur einen Aprikosenbaum und der wird nie gedüngt - kann aber sein, dass ich bei der Pflanzung eine Handvoll Hornspäne dazugegeben habe.  Zwinkernd

LG
Cosima
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Allerbeste Grüße, Cosima

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« Antworten #12 am: 14. Mai 2006, 08:55:51 »

Morgen Pflaume ,

kann man da etwas einschreiten?
Also das man den Baum wieder hilft hochzukommen?
Durch beschneidung von Ästern o.ä.?
Sollte ich erstmal die Äste abschneiden di nichtmehr ok aussehen?
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Pflaume
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« Antworten #13 am: 14. Mai 2006, 13:36:14 »

Hallo SH,

so lange keine Blätter am Baum sind ist der Wasserverbrauch durch die Zweige minimal, denn auf der Phloemschicht liegt ja die Bastschicht und darüber die Rinde. In den Zweigen ist außerdem noch etwas Stärke und andere Reservestoffe, die kann der Baum in Sicherheit bringen und wenn nötig dann den Zweig selbst abschotten, sprich absterben lassen, wenn er es für nötig hält. Würde den Baum einfach mal in Ruhe lassen und abwarten, ob er es packt.
Davon abgesehen wird Dich das Personal in einem Baumarkt, das sich zumindest hier kaum durch überragende Kenntnisse in Pflanzephysiologie auszeichnet, vermutlich dumm anschauen, wenn Du Ihnen evtl. in einigen Wochen dann einen zweiglosen Stummel zurückbringst. Smiley

Grüße
Pflaume
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« Antworten #14 am: 14. Mai 2006, 13:59:21 »

Naja stimmt, aber für 5,99EUR werde ich mir nicht den weg wieder zurück machen da es wohl eh noch der einzigste war den sie da hatten als ich en kaufte .

Also abwarten und Tee trinken, gell?
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