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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Kulturheidelbeeren - ph-Wert regulieren 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Kulturheidelbeeren - ph-Wert regulieren  (Gelesen 11694 mal)
Thomas
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« am: 22. Juni 2006, 18:36:33 »

Hallo,

ich habe im Garten eine Kulturheidelbeere, welche seit einigen Jahren sehr gut wächst und auch gut trägt. Sie steht in einem eingesenkten Maurerbottich in Torf-Substrat. Die Oberfläche ist mit Rindenmulch gemulcht.

Leider regnet es bei uns im Sommer sehr selten, so daß ich drauf angewiesen bin, die Heidelbeere mit reichlich Leitungswasser zu gießen. Und ich denke, daß sich dadurch der ph-Wert nach und nach erhöht.

Welche chemische Möglichkeit gibt es, den ph-Wert wieder zu senken? Früher gab es mal einen speziellen Dünger für Moorbeetkulturen, der ph-senkend wirkte ... gibts sowas noch? Oder kann ich "Hortensien-Blau" nehmen? Wer hat damit schon Erfahrungen bei Kulturheidelbeeren gemacht?

Danke und viele Grüße Thomas
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Viele Grüße Thomas
spatenstich
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spatenstich
Ein Tag ohne Lachen ist ein schlechter Tag!


« Antworten #1 am: 30. Juni 2006, 07:14:23 »

Es gibt da schon Möglichkeiten. Kalk fällt ab 40 °C aus. Lass vielleicht eine Regentonne in der Sonne stehen und paß auf, dass keine Gelsen zur Eiablage reinkommen (Netz drüber).

Eine weitere Möglichkeit wäre, eine 10 cm dicke Schicht reinen (nicht aufgekalkten) Torf um die Heidelbeere zu geben. Da kannst Du dann draufgießen. Der Torf filtert Dir dem Laöl beim Gießen raus. Du mußt ihn nur regelmäßig (jährlich) austauschen. Aber im Garten oder für Zimmerpflanzen ist er schon noch zu verwenden.

Spatenstich  Zwinkernd
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AngieH
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AngieH

« Antworten #2 am: 30. Juni 2006, 07:20:09 »

ich habe mir für meine zwei Heidelbeerpflanzen Walderde geholt, da ich dachte: dort wachsen ja auch Heidelbeeren. Bis jetzt funktioniert das sehr gut. Ich habe die Pflanzen jedoch auch erst seit diesem Frühjahr.
Spatenstich, könnte es reichen, wenn ich jedes Jahr neue Walderde aufbringe und untermische?
Ich hatte schon mal vor Jahren Heidelbeeren auf Torf gepflanzt, jedoch nicht viel Erfolg damit.
Das gleiche gilt für eine Preiselbeerpflanze, die steht unter gleichen Bedingungen.
Angie
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Nur wer über den Gartenzaun blicken kann, ist imstande, seinen Horizont zu erweitern.
spatenstich
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spatenstich
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« Antworten #3 am: 30. Juni 2006, 07:24:06 »

Man darf nicht übersehen, dass es sich bei der "sauren" Walderde oft nur um eine, wenige Zentimeter dicke Rohhumusauflage handelt.

Wenn es funktioniert, dann ja, aber untermischen solltest Du die Walderde mit der Kalkanreicherung durch das Gießwasser nicht - also nicht bei den Heidelbeeren, sonst ist der Kalk genau dort, wo wir ihn eigentlich nicht hätten haben wollen.

Vielleicht nimmst Du doch den Torf. Beide Methoden sind nicht unbedingt die umweltfreundlichsten, aber wenn schon, dann soll der Erfolg gesichert sein.

Spatenstich  Grinsend
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Soili
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« Antworten #4 am: 04. Juli 2006, 15:52:26 »

Hallo,

ich habe 2004 meinen Heidelbeerstrauch in Rhododendronerde gepflanzt. Hat dieses Jahr eine Menge Rohlinge angesetzt...

LG,
Soili
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Lieber Hydrokultur als gar keine Bildung.
tomatengarten
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WWW
« Antworten #5 am: 19. Juli 2006, 12:55:20 »

@thomas: also es gibt schon direkten dünger für heidelbeeren. gärtner poetschke bezeichnet diesen "als pH-absenkenden Spezialdünger". das müsste also genau das sein, was du brauchst. aber aus eigenen erfahrungen weiss ich, dass rhododendren-dünger auch geht. den führt fast jeder anbieter oder baumarkt.
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gartenuta
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gartenuta

« Antworten #6 am: 19. Juli 2006, 14:29:17 »

Na wenn ihr schon über diese Pflanzen redet, dann frage ich noch mal. Hatte es schon mal versucht und nix gehört. Scheidet ihr die Heidelbeeren auch und wie. Ich habe auch eine im Kübel und die wächst ganz schön gakelig in alle Richtungen. Sieht komisch aus. Schneidet ihr? Danke schon mal für die Antwort.  
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grüner gruß von gartenuta
tomatengarten
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« Antworten #7 am: 19. Juli 2006, 20:17:06 »

@gartenuta: insgesamt meine ich, dass ich sie nicht schneiden sollte. höchstens trockene äste entfernen.

ich wollte ja kulturheidelbeeren, um mich nicht mehr beim ernten bücken zu müssen (inzwischen ist auch der bauch im wege).

dieses jahr ist die ernte ansich bescheiden. das nur nebenbei.

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Habakuk
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Jeder Tag ist ein Geschenk !


« Antworten #8 am: 25. Juli 2006, 14:00:17 »

Nimm Sägemehl von Nadelhölzern, gemischt mit Rhodo-Dünger oder Komposterde. Das reicht auch.
Frag in Sägewerken danach. Tischlereien haben meist leimverschmutztes aus Hartfaserplatten.
« Letzte Änderung: 25. Juli 2006, 14:01:15 von Habakuk » Gespeichert

Als die Mücke zum ersten Male den Löwen brüllen hörte, da sprach sie zur Henne: "Der summt aber komisch." "Summen ist gut", fand die Henne. "Sondern?", fragte die Mücke. "Er gackert", antwortete die Henne. "Aber das tut er allerdings komisch."
aus: A.Paula/T.Fritz (Hg.): Brücken zum Fremden
Thomas
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« Antworten #9 am: 28. Juli 2006, 13:00:11 »

Hallo,

vielen Dank an alle, die mir mit Tips weitergholfen haben.  Smiley

Ich habe die Pflanze jetzt mit einer Mischung von Rhododendron-Erde und Torf abgedeckt, eine ca. 10 cm dicke Schicht. Das ganze werde ich jedes Jahr erneuern. Derzeit wächst die Pflanze sehr gut, hat auch sehr reichlich getragen.

Eine Frage hab ich aber noch: Ich hab festgestellt, daß an den frischen Triebspitzen immer Ameisen rumkriechen. Die Triebe bekommen dann oft braune Punkte und sterben unter der Triebspitze ab, so als hätte den Trieb jemand angefressen. Andere Tiere als die Ameisen hab ich aber nie gesehen. Was machen die Ameisen da? Der Heidelbeere scheint es nicht direkt zu schaden, sie treibt recht schnell wieder aus und hat mittlerweile eine Höhe von ca. 1,80 m. Aber ich denke, auf Dauer geht das zu Lasten der Blütenknopsen im nächsten Jahr ...

« Letzte Änderung: 28. Juli 2006, 13:01:28 von Thomas » Gespeichert

Viele Grüße Thomas
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