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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Kirschbaum... schon wieder keine Früchte 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Kirschbaum... schon wieder keine Früchte  (Gelesen 21000 mal)
Tina3
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Tina3
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« am: 23. Mai 2006, 07:58:07 »

Inzwischen habe ich mein Bäumchen 5 Jahre... Jedes Jahr setzt er zwar Blüten an aber es entwickeln sich fast keine Früchte daraus. Im letzten Jahr hab ich es auf den Frost geschoben, aber dies Jahr hatten wir keinen Frost... Die nächsten Kirschbäume stehen in einer Gartenanlage ca. 1 km Luftlinie. (Die Verkäuferin damals meinte, das sollte für eine Befruchtung ausreichen) Wer hat Ideen woran es liegen könnte, dass mein Baum keine Kirschen trägt?
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Pflaume
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« Antworten #1 am: 23. Mai 2006, 10:11:44 »

Hallo,

Du scheinst sehr sparsam zu sein, wobei ein paar mehr Infos nicht viel kosten würden. Smiley

Z.B. Sorte (z.B. damit man erfährt ob selbstfertil ….), Unterlage, Boden, Klima, Schnitt, düngst Du gar mit stickstoffhaltigem Dünger, evtl. andere in Frage kommende Pollenspender in der Umgebung, wie viele Bienenvölker im Umkreis von 3 km (weiter fliegen die nämlich wegen einer Kirsche nicht, bei Raps sieht das anders aus) etc. sind für eine Antwort nicht gerade von Nachteil.

Auch wenn der Baum bereits seit 5 Jahren blüht, vermute ich dennoch, daß der Baum noch kein Blütenparadies für Bienen, Hummeln etc. darstellt. Dies wäre aber selbst bei gutem Wetter nötig um diese Insekten zu einem solch weiten Umweg zu veranlassen (Du machst vermutlich auch keinen Umweg von einem km zu einem Miniladen mit geringem Angebot, wenn Du eine größere Auswahl von Superdiscountern hast, wo das Zeug auch noch billiger, sprich für die Insekten bei geringerem Energieaufwand, zu bekommen ist). Wenn dann gleichzeitig jede Menge anderer Blüten zur Verfügung stehen, vielleicht sogar noch der Raps blüht, dürften sich wenige Insekten von dem 1 km entfernten Pollenspender zu Dir verirren.
Sollte es an der Befruchtung liegen, wäre evtl. die Aufpfropfung einer Befruchtersorte auf einen Ast oder den Mitteltrieb die Lösung.

Grüße
Pflaume

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Tina3
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Tina3
Hmmmm... eigene Ernte!


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« Antworten #2 am: 23. Mai 2006, 10:44:18 »

Oje, soviele Fragen... Ich weiß das alles garnicht...
Wir wohnen jedenfalls in einem neueren Wohngebiet am Stadtrand. Ist sehr grün ringsherum. Blühen tut´s aber nicht sooooviel um uns herum. 2 Gärten weiter steht ein kleiner Kirschbaum...) Gärten mit vielen Bäumen liegen etwa 1000 m Luftlinie entfernt. Wird eine Kische windbestäubt oder nur durch Bienen? Bienen gibts hier wirklich nicht viele.. ein paar Hummeln höchstens... Es ist jedenfalls keine Befruchtersorte aufgepfropft (bekomme ich das alleine hin, habe ich noch nie gemacht?). Gedüngt habe ich nur den Rasen auf dem der Kirschbaum steht (mit handelüblichem Rasendünger).
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karmina
Gast
« Antworten #3 am: 23. Mai 2006, 10:58:06 »

Unser Kirschbaum ist schon über 10 Jahre alt und fängt erst jetzt so langsam an zu tragen. Wir hatten direkt beim Kauf darauf geachtet, dass der Baum zwei Sorten hatte, damit auf jeden Fall eine Bestäubung stattfinden kann.

 Man hatte uns schon damals beim Kauf darauf aufmerksam gemacht, dass es leider des Öfteren vorkommt, dass mit einer Ernte erst nach zehn Jahren zu rechnen ist.
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Pflaume
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« Antworten #4 am: 23. Mai 2006, 12:32:37 »

Hallo,

Kirsche ist kein Windbestäuber sondern ist auf Insektenbesuch angewiesen.
Die Frage ist natürlich, was für eine Sorte? Die meisten Sauerkirschen/Weichseln sind nicht selbstfertil, bei Süßkirschen sieht das schon anders aus. Und nicht jede Kirschensorte eignet sich als Pollenspender für jede beliebige andere Sorte.
Kirsche zu veredeln ist nicht so erfolgreich, wie z.B. ein Apfelbaum.
Rasendünger enthält extrem viel Stickstoff, was natürlich den Ionen- und Hormonhaushalt des Baumes durcheinander bringt, führt zu verstärkter Auxinbildung und damit natürlich zu einer Verzögerung der Fruchtbildung.

@karmina
Wie bei allen Obstbäumen auf Unterlagen hängt der Beginn der Ertragsreife neben Schnitt, Boden, Sorte etc. vor allem von der Unterlage ab. Faustregel: je wüchsiger die Unterlage, desto später erreicht der Baum sein Ertragsalter, aber desto älter und größer wird er auch.
Die ersten vereinzelten Früchte hängen meiner Erfahrung nach im 2. Jahr der Blütenbildung am Baum, wobei die Erntemenge dann die nächsten Jahre normalerweise jedes Jahr zunimmt, und wie ich heute gesehen habe, scheint das auch dieses Jahr wieder zu gelten, wobei nun natürlich noch viel dazwischen kommen kann. Wenn der Baum nun bereits das 5. Jahr in Folge geblüht hat, so handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um eine extrem schwachwüchsige Unterlage wie Gisela etc., sollte also unter normalen Bedingungen nun im Ertragsalter stehen. Ein Kirschbaum auf z.B. Vogelkirsche als Unterlage würde vermutlich noch nicht einmal geblüht haben.

Grüße
Pflaume
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