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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Alte Sauerkirsche - Schattenmorelle 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Alte Sauerkirsche - Schattenmorelle  (Gelesen 4054 mal)
Maria R.
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« am: 09. Mai 2006, 07:40:39 »

Was meint Ihr:
ist so ein Kirschbaum veredelt?
Ich meine, wenn er oben ziemlich "verhunzt" ist, tote Äste hat und ellenlange Peitschenzweige, weiter unten aber neu austreibt, könnte ich dann darüber absägen, um ihn zu erhalten?

Maria
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am Waldrand in Süd-West Mecklenburg, sandig
phänologischer Naturraum 76
Zwiebelchen
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Zwiebelchen
Rosenfan, jetzt schwäbisch-fränkischer Wald, 500 m


« Antworten #1 am: 09. Mai 2006, 11:06:56 »

Sauerkirschen (Schattenmorelle) werden nach der Ernte ziemlich radikal verschnitten und das jedes Jahr. Dann kommt es nicht zu den langen Peitschenzweigen und sie tragen auch wieder gut. Bestimmt gibt es hier noch den entsprechenden Tipp zum Schneiden von den Experten. Ich kann es schlecht beschreiben. So im August wird geschnitten und dann wachsen noch im Herbst die neuen Triebe, die Dir im nächsten Sommer leckere Kirschen bringen.
Grüße vom Zwiebelchen
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Grüße vom Zwiebelchen
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Soblu
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Soblu
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« Antworten #2 am: 09. Mai 2006, 11:18:34 »

Hallo Maria,

wenn das weiter unten Zweige/Äste mit Blüten und später auch Sauerkirschen sind, dann kannst Du die Krone beruhigt "abwerfen".
Achte bitte darauf, dass dem Baum ein Teil der Blattmasse erhalten bleibt.
Ich habe solche starken Schnittaktionen im Spätwinter/Frühjahr (vor dem Austrieb) erledigt.
Jetzt ist der Saftfluß ziemlich stark.
Wenn Du dieses Jahr noch etwas machen möchtest, dann direkt nach der Ernte.
Besonders die Schattenmorelle sollte stark geschnitten werden, da sie am einjährigen Holz blüht. Auch etwas Dünger schadet bei ihr nicht.
Bei anderen Obstbäumen regt das die Holzproduktion (vegetatives Triebwachstum) an, bei ihr ist es erwünscht.

Beste Grüße

Soblu
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Sonnige Grüße,

Soblu
Maria R.
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« Antworten #3 am: 09. Mai 2006, 13:22:21 »

hallo Ihr Beiden,

ja, das hilft mir schon weiter. Werde also mal abwarten, was geschieht und meine Männer bitten, die Zweige da unten nicht abzureißen.

Einen weiteren Baum habe ich schon ganz gut im Griff, die Kirschen sind jetzt fast doppelt so groß wie vorher. Aber dieser steht so ungünstig, man kommt schlecht heran.

Vielleicht kann mir noch jemand die Frage nach der Veredlung beantworten?
Andererseits - wenn ich das richtig verstanden habe, sollte ich jetzt sowieso nicht mehr sägen.

vielen Dank
Maria
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am Waldrand in Süd-West Mecklenburg, sandig
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Pflaume
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« Antworten #4 am: 09. Mai 2006, 15:27:08 »

Bei jungen Kirschbäumen macht es m.E. nach nicht so viel aus, wenn man daran herumsägt, dieses Jahr ist sowieso extrem spät. Allerdings spielt es eine große Rolle, ob der Baum in leichtem Boden steht, der das Wasser gut abfließen läßt, oder in zu Staunässe neigendem Lehmboden, was Süßkirschen nicht mögen. Auch wenn die Ecke für Kirschen zu kalt ist, sind sie für Gummifluß anfälliger. Sauerkirschen sind da sowieso relativ unempfindlich.
Süßkirschen sind beinahe immer veredelt, Sauerkirschen, insbesondere Schattenmorellen nicht unbedingt.
Früher wurde meist in 1,5-2 m Höhe veredelt (teilweise wurde auch am Boden ein Stammbildner veredelt, der dann unterhalb der zukünftigen Äste erneut mit der Edelsorte veredelt wurde), heute wird aus Kostengründen praktisch nur noch kurz über dem Boden okuliert. Die Veredelungsstelle muß dann nur von Erde freigehalten werden, damit sich die Veredelung nicht freiwächst.
Meist ist die Veredelungsstelle leicht zu erkennen, da an der Übergangsstelle der Stamm unterschielich dick ist.

Grüße
Pflaume
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