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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gehölze-Forum (Moderatoren: Hilmar, winterliesel)  |  Thema: Sternrußtau an Rotdorn - muß das sein? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Sternrußtau an Rotdorn - muß das sein?  (Gelesen 6952 mal)
Pezi
Gast
« am: 26. Dezember 2005, 11:41:57 »

In meinem Garten steht ein Rotdorn im Teenageralter, der andauernd an Sternrußtau leidet. Ab dem Spätsommer steht meistens nur noch das leere Astgerippe da und sonst nichts  Traurig.

Jetzt soll ja dieser Baum richtig hoch werden - gibt sich das dann mit dem Pilz oder wird es immer ein Problem bleiben?

Die genaue Sorte weiß ich leider nicht, vermute, es handelt sich um eine sehr gängige Sorte, die Baumschulen gerne verkaufen (Paul Scarlet  Huch ? stimm das so  Verlegen)

Danke schön!  Lächelnd
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Giuseppe
Moderatoren
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Giuseppes Fotoalbum
Zone 6, Naturraum 60, 470m ü. NN


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« Antworten #1 am: 27. Dezember 2005, 02:10:08 »

Aber Sternrußtau ist das schon mal sicher nicht.

Alle Weißdorne incl. der Kulturofrm "Rotdorn" sind jedoch bekanntermaßen anfällig für eine Reihe von Pilzen, zu denen auch die beiden hier erwähnten gehören.

Interessanterweise gehört einer zur gleichen Gattung wie unser lieber Sternrußtau, wird also auch ähnliche Symptome hervorrufen.

"Geben" tut sich das mit dem Pilz bestimmt auch nicht. Den Sporen ist es egal, ob sie auf den Blättern eines großen oder eines kleinen Baumes landen und auskeimen. Ich befürchte eher, dass sich das mit dem Rotdorn auf die Dauer "gibt". Ein paarmal macht so ein Bäumchen das mit, aber doch nicht auf Dauer, oder?

Giuseppe
« Letzte Änderung: 27. Dezember 2005, 02:12:13 von Giuseppe » Gespeichert

Mithilfe von Stereotypen können sich Voreingenommene das Dazulernen ersparen
Pezi
Gast
« Antworten #2 am: 27. Dezember 2005, 10:13:33 »

Ein paarmal macht so ein Bäumchen das mit, aber doch nicht auf Dauer, oder?

Giuseppe

Das befürchte ich ebenfalls. Is wirklich toll, wenn Frau mit dem Baum gleich den dazu passenden Pilz einkauft.  Traurig

Würde es was bringen, wenn ich den Baum nächstes Jahr gleich mit den Rosen mit einem Pilzmittel behandle?

Das "Bäumchen" war nämlich nicht gerade billig  Schweigend. Den Baumschuler brauch ich wahrscheinlich auch nicht fragen, da weiß ich ja noch mehr als der (der weiß nur, daß es in England schönere Gärten gibt  Cool).

Wäre Saprol und etc. eine Lösung, um den Pilz abzutöten, solange ich noch weit genug rauf kann?
« Letzte Änderung: 27. Dezember 2005, 10:13:53 von Pezi » Gespeichert
Pieter
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pieter
53° 40' Nord und 8° 54' Ost phän.Naturraum 67


« Antworten #3 am: 27. Dezember 2005, 10:34:30 »


Würde es was bringen, wenn ich den Baum nächstes Jahr gleich mit den Rosen mit einem Pilzmittel behandle?

Das "Bäumchen" war nämlich nicht gerade billig  Schweigend. Den Baumschuler brauch ich wahrscheinlich auch nicht fragen, da weiß ich ja noch mehr als der (der weiß nur, daß es in England schönere Gärten gibt  Cool).

Wäre Saprol und etc. eine Lösung, um den Pilz abzutöten, solange ich noch weit genug rauf kann?
Hallo Pezi, da stellst Du aber eine Frage.
Es ist ja allgemein bekannt, daß Fungizide gegen Pilze wirken, nur hat der Gesetzgeber der allgemenen Verwendung den Riegel vorgeschoben, daß ein Mittel auch für eine bestimmte Pflanze oder Pflanzengruppe und gegen bestimmte Schadpilze zugelassen sein muß. Für uns Hobbygärtner ist da nicht viel übrig geblieben.
Ich habe hier z.B. eine Packung Pilzfrei Saprol F, da steht drauf: Spritzmittel gegen Pilzkrankheiten  Wirkt bei Befall und vorbeugend   Für Rosen und Kernobst
Oder Baymat: Rosenspritzmittel gegen pilzliche Krankheiten wie Echten Mehltau, Rost und Sternrußtau.
Rosen und Zierpflanzen.
Dein Rotdorn ist doch eine Zierpflanze oder soll es noch werden. Grinsend
Oder Euparen Pilzfrei gegen Grauschimmel, Lagerfäulen, Kräusel- u.a. Krankheiten
bei Erdbeeren, Obst, Wein, Gemüse, Zierpflanzen.
Versuch macht kluch. Ob Du die Pest auf Dauer vertreiben kannst, ich weiß es nicht.
Wir haben hier in den Anfängen unseres Gartendaseins auch einen Rotdorn gepflanzt, der steht manches Jahr gegen Ende des Sommers auch ziemlich nackend da, aber da sind wohl Raupen am Werk.
Gruß Pieter
« Letzte Änderung: 27. Dezember 2005, 10:42:46 von Pieter » Gespeichert
gregor
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« Antworten #4 am: 29. Dezember 2005, 09:44:59 »

Üblicherweise sind jährliche Massenbefälle ein Zeichen eines falsch gewählten Standortes - dann gibt es sich tatsächlich nicht. Eigentlich aber sollte es sich am richtigen Standort von selbst erlebigen, nach spätestens 2-3 Jahren - länger dauern Massenbefälle an gesunden Standorten üblicherweise nicht.
Dein Roter oder Rot-Weißdorn (der Name Weißdorn hat nichts mit der Blütenfarbe zu tun, genauso wie der Schwarzdorn nicht schwarz blüht - beides bezieht sich auf die Rindenfarbe, das wichtigste Unterscheidungsmerkmal im Winter) steht also vermutlich falsch oder er ist durch einen Probleme durch die Veredelung (etwa unterschiedliche Wuchsgeschwindigkeiten von Unterlage und Edelreis, schlechte Verwachsung der Gefäßbündel an der Veredelungsstelle etc.) geschwächt, was ich eher glaube, da die ökologische Amplitude von Weißdorn sehr groß ist.
Wenn der Pilz aber wie Sternrußtau auf den Ausscheidungen von Blattläusen wächst, so gibt sich das tatsächlich mit dem größer werden, da die Blattläuse üblicherweise nur die jungen Langtriebe befallen, die immer außen sitzen. in einer großen geschlossenen Krone ist das Verhälnis befallener Triebe zur Gesamtblttmasse geringer und die Menge der Ausscheidungen reicht nicht, um einen bedrohlichen Befall des gesamten Baumes hervorzurufen.
Bei jährlichem starkem Blattlausbefall tät ich aber auch daran denken den Garten stärker zu strukturieren, damit Nützlinge eine Chance haben!
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d'Ehre
Grischa
Pezi
Gast
« Antworten #5 am: 29. Dezember 2005, 10:05:38 »

Herzlichen Dank für Eure Antworten!  Lächelnd

Blattläuse sind mir bisher nicht an der Pflanze aufgefallen und da ich regelmäßig meine Pflanzen inspiziere, kann ich die schon mal ausschließen.

Der Standort ist ganz normal, kein schlechterer Boden als im restlichen Garten, auch nicht irgendwo reingequetscht.

Ich denke, die Pflanze war aufgrund ihrer "Haltung" in der Baumschule von Anfang an geschwächt. Der Baumschuler fesselt die Sträucher und schnürt sie zusammen, damit er sie recht eng nebeneinander in de Erde einschlagen kann, bis die nächste LKW-Fuhre anrollt. Also ideales Pilzklima  Traurig. Von daher wird das wahrscheinlich kommen.

Nun ja, das war jetzt erst das 2.Jahr für den Baum bei mir im Garten, dann warte ich eben noch ab (hätte ihn eh nicht wieder rausgeworfen  Zwinkernd).

Aber in Zukunft werd ich mir schon genauer anschaun, wie die Pflanzen in der Baumschule "gehalten" werden (wie bei den Tieren  Unentschlossen).
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Baumpfleger
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Baum für Baum


« Antworten #6 am: 29. Dezember 2005, 17:50:24 »

Hallo Pezi,

worauf du auf alle Fälle achten solltest ist, dass das gesamte herabgefallene Laub unter dem Baum entfernt wird. Wenn im Frühjahr der Neuaustrieb dann bei Regen gleich wieder mit den Sporen vom Boden infiziert wird gibt's nen ewigen Kampf!
In den Baumschulen wird regelmäßig gegen Pilzliche und Tierische Schaderreger gespritzt- nur Pflanzenstärkungsmittel verwenden die wenigsten, auch wenn Sie das dem Kunden so verkaufen...
Gruß Klaus
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Piemont
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Piemont

« Antworten #7 am: 02. Januar 2006, 17:36:11 »

Hallo Pezi,

auch ich habe Pech mit meinem Weiß(rot)dorn. Er steht seit gut 10 Jahren und ist schön gewachsen. Seid ca. 3 Jahren tritt vermehrt der Pilz Diplocrpon Mespilli auf. Nicht nur bei uns, sondern bei vielen Rotdornen. Man kann es beobachten, da hier in unserer Gegend gerne Rotdorne - auch als Straßenbäume - geplanzt werden.

Der Standort ist sicher vernünftig. Wir sind dazu übergegangen, den Baum kurz vor (wichtig) dem ersten Blattaustrieb mit Euparen zu spritzen. Leider muß man ca. 3 mal nachspritzen. Dann bleibt der Pilz gut eingedämmt und der Baum behält seine Blätter. Wir lieben unseren Baum trotzdem, aber hätten vielleicht keinen geplanzt, wenn das Problem damals schon verbreiteter gewesen wäre. Viele Grüße, Piemont.
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Pezi
Gast
« Antworten #8 am: 02. Januar 2006, 17:59:34 »

Danke Dir  Zwinkernd

wann erfolgen denn bei Dir die Nachspritzungen? Und wie machst Du das mit der Höhe? Kannst Du etwa fliegen, hm?  Cool  Zwinkernd
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Piemont
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Piemont

« Antworten #9 am: 03. Januar 2006, 12:51:24 »

Hallo Pezi,

nein, fliegen kann ich leider nicht, da muß die Leiter ran. Grinsend Es ist auch keine so angenehme Arbeit. Wichtig ist, daß kein Wind herrscht, sonst wird es ungesund. Die Abstände belaufen sich so auf 10 - 14 Tage. Ich kann Dir ja eine Nachricht geben, wenn ich mit dem Spritzen anfange. Mein Standort ist Nähe HH. Liebe Grüße, Piemont.  
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