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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Gehölze-Forum (Moderatoren: Hilmar, winterliesel)  |  Thema: Rhododendronsterben 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Rhododendronsterben  (Gelesen 2238 mal)
Lucia
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Lucia
Hemerocallis Rainbow Gold


« am: 05. August 2002, 16:32:54 »

Zwei meiner vor 3 Jahren gepflanzten Rhodendren sind abgestorben. Sie haben die Blätter hängen lassen, als wären sie total verdurstet. Dazu ist zu sagen, daß sie inmitten anderer standen, die gut aussehen. Ich habe sie nun ausgebuddelt und die Wurzelballen untersucht. Es ist nichts zu sehen!!!

Des weiteren habe ich schrecklich viele Zikaden. Wie äußert sich der Pilz, den diese fördern? Werden die Blätter gelb mit dunklen Flecken? Einer der anderen Rhodos hatte nämlich viele solche Blätter, die ich jetzt einzeln abgemacht habe. Ich habe jetzt mal mit einem Fungizid gespritzt. Was soll ich gegen die Zikaden tun?

Ich ärgere mich, daß ich ein Rhododendronbeet angelegt habe. Man soll doch wirklich eher das pflanzen, was dem Klima und dem Boden entspricht und nicht Verrenkungen machen, wie Boden austauschen etc. Ich glaube, letztendlich wird es doch nie so ein richtiger Erfolg. Wie ist Eure Meinung dazu?
Lucia
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Wer träumen will muß wacher sein und tiefer träumen als andere.
Karl Foerster (1874-1970)
Andrea
Gast
« Antworten #1 am: 10. August 2002, 15:29:27 »

Die Zikaden (Graphocephala fennahi) habe ich auch massenweise, der Pilz der durch sie gefördert wird befällt aber nur die Knospen, nicht die Blätter.
Wichtig ist die betroffenen abgestorbenen Knospen dann zu entfernen und zu entsorgen, da die Zikade ihre Eier in die Knospe legt und damit für den Pilz (Pycnostysanus azaleae) eine gute Pforte bildet.
http://www.biologie.uni-hamburg.de/ianb/ps/merkblatt/knospen.htm
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bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #2 am: 13. August 2002, 07:33:43 »

... andrea, dein link ist super. da erspar ich mir hier viel getippe.

.... lucia, ich würde dir wirklich empfehlen, die dort angeführten maßnahmen zu ergreifen.

ich würde:
1. befallene knospen entfernen
2. gelbe und braungefärbte blätter entfernen bzw. auch solche mit braunen, grauen oder roten kreisen oder fast abgestorbenen stengeln.
3. die zikade mit schädlingsbekämpfungsmitteln eindämmen - mit neem gehts natürlich.
4. die rhodos zweimal jährlich mit rhododünger düngen.
5. die rhodos wenn möglich mit regenwasser gießen
6. ich gebe im frühjahr auch nadeln vom waldboden ins beet
7. bei trockenheit die rhodos gießen, auch im winter, wenn der boden offen ist - sehr zentral um den stamm gießen

das alles sollte deinen rhodos helfen, sich zu deiner zufriedenheit zu entwickeln. es zahlt sich aus. ich hab rhodos, die stehen schon 30-40 jahre an ihrem platz und berauschen mich jährlich. mittlerweile sind neue dazugekommen. problematisch ist oft auch der "gesundheitszustand" der neuware. hier lohnt ein genauer blick und das aufbewahren der rechnung. im großen und ganzen muß man für seine rhodos allerdings was tun, um belohnt zu werden. mancherorts solls auch ohne zutun funktionieren.....
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freundliche Grüße,
Bernhard
Lucia
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Lucia
Hemerocallis Rainbow Gold


« Antworten #3 am: 14. August 2002, 08:45:52 »

Hallo Bernhard,

vielen Dank für Deine Ratschläge. All das habe ich befolgt. Ich habe im Frühjahr im dritten Jahr hintereinander wegen der Dickmaulrüssler Nematoden ausgebracht. Ich habe jetzt (bisher noch nie) gegen die Zikaden gespritzt und werde die Spritzung auch nochmal wiederholen. So harmlos wie sie manchmal dargestellt werden, sind sie nämlich glaube ich nicht. Ich dünge die Rhodos mit speziellem teurem Rhododünger vor und nach der Blüte. Wenn es trocken ist werden sie gegossen (wir haben sehr weiches Wasser) etc. etc.

Der Witz ist, daß die beiden "Verendeten" gar nicht so viele gelbe Blätter hatten wie manche anderen. Und ein 25 Jahre alter Rhodo meiner Freundin, 100 m Luftlinie entfernt, ist unter den gleichen Anzeichen eingegangen: hängt einfach seine (grünen) Blätter als wäre er vertrocknet. Allein sein Alter sagt Dir, daß meine Freundin in Sachen Rhodo keine Anfängerin ist.

In der Zwischenzeit bin ich der Meinung, daß man Rhodes einfach nicht vergewaltigen sollte. Man sollten sie dort pflanzen, wo sie sich boden- und luftmäßig wohl fühlen!Ich denke bei mir an der Südlichen Weinstraße ist dies einfach nicht gegeben. Ich habe die Erde zwar mit sehr viel Rhodohum aufgebessert und manche Sorten, wie der "Cunningham´s White" oder "Bellini" scheinen es auch zu vertragen, die anderen sehen einfach mickrig aus. Es ist sehr schade, aber ich werde mein vor 3 Jahren angelegtes Beet wohl langsam wieder auf andere Pflanzen umstellen. So scheint es z.B. einer Kamelie sehr gut dort zu gefallen.

Nichtsdestotrotz würde mich brennend interessieren, was die beiden Obengenannten und den Rhodo meiner Freundin akut umgebracht hat. Hälst Du es für möglich, daß auch die Sonne eine gewisse Wirkung hat? Irgendwie scheint sie ja stärker als früher, ich habe dauernd irgendwelche Pflanzen mit Sonnenbrand. Aber die Eingegangenen hatten keine Flecken!!!

Oh Gott, ist das schwierig, als ob man im Garten nicht so schon mit genügend Imponderabilien zu kämpfen hätte!!!

Verzweifelte Grüße
Lucia
P.S. Bitte gib mir auch noch Antwort in Sachen Prunus subh.
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Karl Foerster (1874-1970)
bernhard
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Klimazone 6


« Antworten #4 am: 16. August 2002, 15:33:52 »

hallo,

bezgl. des rhododendron-vergewaltigens bin ich nicht ganz einer meinung mit dir. sogesehen vergewaltigen wir ja unzählige pflanzen. jede pflanze in topf und kübel würde da wohl reinfallen. hunderte pflanzen die in der natur weit verbreitete vorkommen und unter verschiedensten klimatischen bedingungen leben, sollen bei uns auf wenigen hundert quadratmetern ihre schönheit entfalten. ich bezeichne das eher als "herumgärtnern". manchesmal gelingt es uns besser, manchesmal ist es eben schwieriger. für mich liegt darin ein kleine herausforderung.

zwei verluste, wie du sie beschreibst, hatte ich heuer auch zu verbuchen. einen konnte ich reklamieren. den hab ich schon krank gekauft. die andern der selben sorte sind  in der gärtnerei nämlich auch eingegangen. die wußten natürlich auch nicht warum. ich bekam ersatz: meinen ersten gelbblühenden 'gold buckett' ich tippe auf pilz in den leitungsbahnen oder an den wurzeln.  ein anderer - sehr alter - ist eben falls langsam mit schlaff hängenden blättern vertrocknet. ein schnitt durch die äste ergab allerdings keine dunklen verstopften leitungsbahnen. ich tipp da bei meinen beiden - von einander unabhängigen fällen - auf den wurzelbereich. beim alten war es vielleicht auch der sehr harte winter -frosttrocknis.
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freundliche Grüße,
Bernhard
Andrea
Gast
« Antworten #5 am: 19. August 2002, 15:50:11 »

Auf der suche nach einem geeignetem Mittel gegen meine Zikaden bin ich auf folgendes gestoßen.
Eine Pilzerkrankung die genau deinem Bild entspricht, alle Blätter noch grün hängen mit einmal herunter ist die Wurzelform der Phytophthora-Welke, es gibt auch eine Form die nur einzelne Äste betrifft.
Da hilft nur schnelles und vollständiges Entfernen der befallenen Rhodos bei der Wurzelform denn diese sind bereits abgestorben, ein Gegenmittel gibt es nicht.
http://www.biologie.uni-hamburg.de/ianb/ps/merkblatt/rhodo.htm

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Lucia
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Lucia
Hemerocallis Rainbow Gold


« Antworten #6 am: 20. August 2002, 16:39:35 »

Danke Andrea für den Link. Ich denke schon, daß mein Schadbild mit den Zikaden zu tun hat.
Schöne Grüße
Lucia
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Karl Foerster (1874-1970)
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