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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Obst-Spalier bzw. Obsthecke 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Obst-Spalier bzw. Obsthecke  (Gelesen 13940 mal)
Christine
Gast
« am: 09. Mai 2005, 20:17:53 »

Tach zusammen,

ich bin an Überlegen, ob ich (nicht dieses Jahr, nächstes oder übernächstes wohl eher) im Zuge der Neugestaltung meines langen schmalen Grundstückes auf Halbstämme oder Buschbäume verzichten und stattdessen ein Spalier oder eine Obsthecke anpflanzen soll. Das Grundstück ist nur wenig mehr als 6 m breit, und in der Mitte verläuft ein Plattenweg. Bislang stehen vier Obstbäume rechts vom Weg in der Mitte zwischen Weg und Grenze. Bis auf einen noch jungen Birnbaum haben alle ihre besten Jahre wohl hinter sich bzw. sind mit Krankheiten geschlagen und stehen eventuell sowieso nicht mehr ewig.  Das in Frage kommende Stück ist ca. 12 m lang, und die geplante Hecke würde in Nord-Süd-Richtung verlaufen. Es gibt keinen Zaun zum Nachbarn, und ich wäre nicht böse, wenn ich auf diese Weise eine gewisse Abgrenzung schaffen könnte...  Cool

Wie weit müßte man mit einer Holzkonstruktion von der Grenze wegbleiben, bzw. wie stark entwickeln sich Bäume in einer Hecke in der Tiefe? Ist es zwingend notwendig, die Rückseite des Spaliers zu Pflegearbeiten erreichen zu können?
Wie weit muß man die Bäumchen auseinandersetzen oder andersrum: Wieviele könnte man auf ca. 12 m unterbringen, wenn ich gerne Apfel, Birne, Pfirsich und Aprikose haben möchte? Wenn ich meinem Gartenbuch folge, dann eben genau diese vier. Ich habe aber auch schon gesehen, daß jemand (Ich glaube aber Spindelbüsche)im Abstand von ca. 1 m gepflanzt hat,was mir wenig erscheint, und ich weiß auch nichts über den Ertrag zu berichten.

Hat jemand praktische Erfahrung damit?
Oder gibt es evtl. Probleme, wenn ich verschiedene Obstsorten in einem Spalier mischen will?
Gibt es prinzipiell ungeeignete Sorten der genannten Obstarten für diesen Zweck, oder ist es jeweils nur die Frage einer geeigneten Unterlage, da die Bäumchen ja wohl nicht so starkwüchsig sein dürfen wie z.B. Hochstämme?

Fragen über Fragen..... Danke im voraus, wenn sich jemand mal damit befassen würde.  Lächelnd

Viele Grüße
Christine
« Letzte Änderung: 09. Mai 2005, 20:18:36 von Christine » Gespeichert
Fleadheat
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« Antworten #1 am: 09. Mai 2005, 20:34:19 »

Also:
Abstandsfragen sind in jedem Bundesland anders geregelt. Da mußt Du Dich mal erkundigen. Aber, wenn Du Dich mit Deinem Nachbarn einigst, könnt Ihr doch einen Flechtzaun direkt auf die Grenze setzen. Das Spalierobst kann dann unmittelbar an den Zaun gesetzt werden (20 cm Abstand). Spalierobst muß auf schwachwachsende Unterlagen veredelt sein (Fachausdruck ist irgendetwas mit M 7 oder M 9. Die Fachleute oder google werden Dir da weiterhelfen). Die Breite des Spaliers ist abhängig von Deinen Schnittkünsten, aber richtig geschnitte wird die Anlage nicht breiter als 30 cm. Der Pflanzabstand richtet sich nach der Sortenwahl. Persönlich würde ich lediglich Äpfel oder Birnen auswählen. Der Abstand von 1 m ist evtl zu gering, 1,5 m bis 2 m sind wohl ausreichend. Pfirsich und Aprikose wären mir zu anfällig in Bezug auf Wetter und Krankheiten. Evtl. wachsen sie auch nicht Dicht genug.
Zur ERziehung der Bäume soll man noch ein Drahtgitter mit drei bis vier Spanndrähten setzen um daran die Äste zu Formen.
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Unkraut ist die Auflehnung der Natur gegen die Diktatur der Gärtner
Christine
Gast
« Antworten #2 am: 09. Mai 2005, 21:13:11 »

Hi Fleadhead,
danke für die prompte Anwort!

Es ging mir weniger um den erlaubten Grenzabstand als darum, wie tief die Hecke denn wächst, damit ich damit nicht auf Nachbars Grunstück lande. Wenn ich das vermeide, wird er, glaube ich, nicht mit der Hessischen Gemeindeordnung oder was auch immer wedeln. Und wenn doch, könnte ich ihn peinlich zu seinem Nußbaum befragen, der sich auch so ganz und gar nicht an Grenzabstände und Grundstücksgrenzen hält.....

Was genau meinst Du mit "Flechtzaun"? Ich wollte eigentlich nicht erst einen Zaun ziehen und dann die Hecke davorpflanzen, sondern einfach nur die Hecke, die mit einer Stützkonstruktion ja auch eine Art Zaun ergeben würde.

Daß Pfirsich und Aprikose empfindlich sind, stimmt zwar, aber ich lebe im Rheingau, und man kann es hier schon wagen. Ich habe auch jetzt einen Pfirsichbaum, der zwar nicht jedes Jahr trägt, aber wenn, dann reichlich. Sind Aprikosen etwa noch empfindlicher als Pfirsiche?

Viele Grüße
Christine
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Fleadheat
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« Antworten #3 am: 10. Mai 2005, 11:53:10 »

Hallo,
Die Breite oder Tiefe des Spaliers hängt davon ab, wie intensiv Du die Pflanzen schneidest bzw. sonst formatierst. Eine Mindesbreite gibt es dabei nicht. Eher die Frage wieviel Zweige und Blätter lasse ich zu, damit mich mein Nachbar nicht mehr sieht. Dabei ist es aber nicht so, dass alle Zweige, die das Bäumchen treibt erhalten bleiben sollen. Es sollte, wie gesagt, kräftigt geschnitten und formartiert werden. Keinesfalls sollten Deine Vorstellungen über das Aussehen in Richtung einer Gehölzhecke (Hainbuche oder Liguster) gehen. Das ist bei Spalierobst nicht angesagt.

Den Flechtzaun habe ich nur erwähnt, weil Spalierobst nicht Blickdicht ist. Schweigend Eine Stützkonstruktion (Pfähle mit Draht) ist ausreichend.

Bezüglich der Empfindlichkeit meinte ich halt die Frostempfindlichkeit und die Anfälilgkeit für Läuse. Obs da unterschiede zwischen Pfirsich und Aprikose gibt?  Unentschlossen


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Christine
Gast
« Antworten #4 am: 10. Mai 2005, 13:07:37 »

Keinesfalls sollten Deine Vorstellungen über das Aussehen in Richtung einer Gehölzhecke (Hainbuche oder Liguster) gehen. Das ist bei Spalierobst nicht angesagt.

Den Flechtzaun habe ich nur erwähnt, weil Spalierobst nicht Blickdicht ist. Schweigend Eine Stützkonstruktion (Pfähle mit Draht) ist ausreichend.


Neenee, völlig blickdicht muß es nicht werden, auch wenn der Nachbar nicht besonders nett ist. Ein bißchen Abtrennung reicht völlig.  Grinsend

Ich nehme an, die Stützkonstruktion sollte halt nicht direkt auf der Grenze stehen und daß man nur die Seitenäste beläßt, nicht aber die, die nach vorne oder hinten weggehen. Sind 40 cm Grenzabstand für die Stützkonstruktion da okay oder eher zuviel oder gar zuwenig?

Viele Grüße
Christine
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