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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Welche Stachel- und Johannisbeeren setzen? 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Welche Stachel- und Johannisbeeren setzen?  (Gelesen 7399 mal)
Haselmaus
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« am: 10. Februar 2005, 10:44:22 »

Hallo ihr Lieben,

ich möchte im Frühling (also jetzt dann  Grinsend)
folgende Pflanzen beim Gärtner holen:

- Stachelbeere (rote besser?)
- Schwarze Johannisbeere
- Rote Johannisbeere

1. Frage:
Welche Sorten sind besonders aromatisch?

2. Frage:
Wann genau soll ich sie einsetzen?

3. Frage:
Volle Sonne - können das alle 3 brauchen?

4. Pflege - wie sieht die aus  Huch

Danke schomal für eure Hilfe!
Wenn ich zu viele Fragen auf einmal gestellt habe - ich bin auch für Teilantworten sehr dankbar.

Freu mich doch schon soooooo drauf  Smiley
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Liebe Grüße
Haselmaus
Andrea
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #1 am: 10. Februar 2005, 21:06:54 »

Hallo Haselmaus,
bei so vielen Fragen habe ich meinen Gartenordner aus dem Regal geholt und mal nachgesehen welche Beeren ich gepflanzt habe.
Johannisbeeren und Stachelbeeren sind bei mir unermüdlich, und habe mich seit zehn Jahren noch nicht einmal enttäuscht.

Schwarze Johannisbeere: Titania (sehr bekannte Sorte) ich finde sie geschmacklich sehr gut, mag sie allerdings persönlich nicht roh aber in allen möglichen gekochten Varianten.
Rote Johannisbeere:Rolan, schmeckt super und trägt ohne Ende
Weiße Johannisbeere: Versailler: mag ich von allen am liebsten zum vom Strauch in den Mund essen.
Rote Stachelbeere: Rokula, trägt sehr gut und schmeckt.
(Hoffentlich habe ich nichts durcheinander gebracht.)

Die Beerensträucher schneide ich im Herbst oder Frühjahr.
Bei Johannisbeeren lasse ich 5 alte Tiebe stehen, schneide jedes Jahr von den alten raus um für neue Platz zu machen, damit die Pflanze nicht vergreist.
Außerdem kürze ich sie oben um ein Drittel ein.
Stachelbeeren versuche ich so auszulichten dass ich beim Ernten nicht völlig verkratzt bin und dass jung Triebe nachkommen können.
Ich habe allerdings keine Südlage im Garten (Nordosthang) und tiefgründigen Lehmboden.
Grüße Andrea

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Suse
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Wildlife

« Antworten #2 am: 11. Februar 2005, 08:11:00 »

Hallo Haselmaus,
bei der Stachelbeersorte finde ich ganz wichtig, daß es eine Mehltauresistente Sorte ist, sonst hat man ewig Schwierigkeiten damit.  Suse
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Liebe Grüsse, Susanne
Pieter
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pieter
53° 40' Nord und 8° 54' Ost phän.Naturraum 67


« Antworten #3 am: 11. Februar 2005, 09:04:34 »

Hallo Haselmaus, bei den Stachelbeeren habe ich auf Stämmchen gesetzt, die lassen sich gut pflegen und ernten.
Ich habe grüne, gelbe und rote und vor allem, wie Suse schon schrieb, mehltauresistente Sorten, der Zettel mit den Namen ist leider weg. Auch die schwarzen Johannisbeeren habe ich auf Stämmchen umgestellt, gefällt mir besser als große Büsche in der Reihe.
Rote Johannisbeeren habe ich nur noch einen Busch, die Menge reicht jedes Jahr, sie sind eben sehr sauer. Und die weißer Versailler sind als Naschobst sehr empfehlenswert.   Gruß Pieter
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spatenstich
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spatenstich
Ein Tag ohne Lachen ist ein schlechter Tag!


« Antworten #4 am: 11. Februar 2005, 09:23:40 »

Liebe Haselmaus!

Ich hab in alten Unterlagen nachgeschaut und schreib Dir jetzt ein wenig. Die Sorten, die Deinen Beschreibungen nicht entsprechen, hab ich schon weggelassen.

Rote Johannisbeeren - ausgewählt nach geringer Säure - nicht würgend sauer, Großfrüchtigkeit, harmonischer Geschmack
1. Jonkher von Tets: (sehr früh, langtraubig, sehr großbeerig, dünnhäutig, harmonisch süß-säuerlich, sehr früh blühend - Spätfrostgefahr!, starkwachsend, überhängend, Tafelsorte!!
2. Heros: mittelfrüh, großbeerig, gehaltreich süß, harmonisch säuerlich, anspruchsvoll, schleudriger Wuchs, für wärmere Lagen
3. Rote Kirschenjohannisbeere (auch Rote Kritzendorfer): mittelfrüh, Tafelfrucht, gehaltreich, süß-sauer, großfrüchtig, frühblühend, Vorsicht Blattfallkrankheit!!!, für Ribiselwein, schleudriger Wuchs (über den Winter zusammenbinden)

Schwarze Johannisbeeren (meine Lieblinge) - ausgewählt nach Gesundheit, Aroma, nicht zu sauer
1. Goliath: alte Sorte, früh, kurztraubig, großbeerig, ungleiche Reife, fallen ab wenn sie reif sind
2. Silvergieters: mittelfrüh, mittellang, mild (für den Rohgenuß geeignet), säurearm, Beeren fallen leicht ab, wenig verzweigt, frosthart, hitzeempfindlich (pannonisches Klima - Notreife)
3. Wellington 30: mittelfrüh, langtraubig, feste Haut, etwas herb, säurereich, festhaltend, starkwachsend, fällt auseinander;
4. Daniels September: spät (eine Woche nach den anderen Sorten), säurereich, spätblühend, starkwachsend, aufrecht)

Stachelbeeren
(super zum Mischen mit den Schwarzen Johannisbeeren - eine Traummarmelade) - ausgewählt nach: Dünnhäutigkeit, kahl oder wenig behaart, mehltauresistenz!
1. Maiherzog: sehr früh bis früh, rot, kahl,
2. Hönigs Früheste: sehr früh, grün-gelb, behaart, dünnhäutig, klein, zart, dünnborstig
3. Grüne Flaschenbeere: mittelfrüh, kahl, dünnhäutig, groß, flaschenförmig
4. Starkl´s Mehltaufreie: mittelfrüh, grün, mehltauresistent, dickhäutig, klein, österr. Züchtung,
5. Rote Höfleiner: mittelfrüh, glatt, dünnhäutig, mehltauresistent

Sicher nicht vollständig, aber vielleicht eine kleine Hilfe

Spatenstich
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spatenstich
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spatenstich
Ein Tag ohne Lachen ist ein schlechter Tag!


« Antworten #5 am: 11. Februar 2005, 09:26:41 »

Ohje, mein Hirn läßt aus!!

Pflege: ich laß immer über den Winter 4 dreijährige Triebe, 4 zweijährige Triebe, 4 einjährige Triebe stehen; im Frühjahr nehm ich dann die ältesten heraus - wenn der Frost nicht mehr zuschlagen kann.

Gut anhäufeln ist absolut wichtig!! Damit bekomme ich von unten immer gute Jungtriebe nach. Die schwächsten werden wieder zurückgeschnitten - die bringen eh nicht wirklich gutes Fruchtholz.

Spatenstich - ich werd wohl mehr Knoblauch essen müssen  Augen rollen
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Haselmaus
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« Antworten #6 am: 11. Februar 2005, 13:34:22 »

Hallo Leute,

erstmal vielen, vielen Dank für eure Mühe!  Smiley

@ spatenstich:
ich brauche auch Knoblauch! Wollte diesen Beitrag eben unter Gemüse suchen  Cool Oder ist Ginseng auch was?
...

 :)Gut, dass ihr mich auf den Mehltau hinweist, denn mit diesem kämpfe ich jedes Jahr. Hat sich hier schnell, leider...

Auch die Idee mit den Stämmchen finde ich super.

Die schwarzen Johannisbeeren möchte ich auch gern zu Marmelade oder Gelee verarbeiten, habe das allerdings noch nie gemacht Huch Roh schmecken sie mir auch nicht besonders. Vielleicht finde ich hier im Archiv ein Rezept!

Weiße Johannisbeeren hab ich noch nie probiert! Hab wohl was versäumt  Unentschlossen Aber die kann ich ja auch noch in mein Sortiment aufnehmen.

Nochmal herzlichen Dank für die vielen Tipps!
Sobald die Pflänzchen beim Gärtner erhältlich sind, werde ich sie setzen.
Sie tragen aber sicher erst ab dem 2. Jahr?
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Liebe Grüße
Haselmaus
spatenstich
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spatenstich
Ein Tag ohne Lachen ist ein schlechter Tag!


« Antworten #7 am: 11. Februar 2005, 13:50:40 »

Hallo Haselmaus!

Schwarze Johannisbeeren sind enorm pektinreich - Du kannst beim Einkochen den Zucker stark reduzieren.

Außerdem würde sich ein Schuß Cassis (ist doch der Likör/Schnaps von der Schwarzen Johannisbeere, oder) sehr gut machen. Bezüglich Zucker bin ich sehr knausrig. Ich koste immer, ob es schon ausreichend süß ist und komm mit sehr wenig aus. Ich will einfach viel Frucht schmecken.

Ich nehme nie mehr als 25 dag Zucker je kg Früchte. Wenn´s geht weniger. Will ich zuckerfreie Marmeladen hole ich mir von Staud´s die mit Apfelsaftkonzentrat eingekochte. Schmeck schmatz!

Die Sträucher tragen sicher im ersten Jahr schon. Habe voriges Jahr für Freunde 37 Sträucher gepflanzt und da waren schon ein paar Kilo´s oben.

Spatenstich  Grinsend
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Haselmaus
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« Antworten #8 am: 11. Februar 2005, 13:59:50 »

Hallo spatenstich,

das klingt ja toll  Smiley Ich mag auch nicht so verzuckerte Marmeladen, lieber fruchtig - bekomme schon wieder Hunger ..
Die Nachricht, dass sie schon im 1. Jahr tragen, baut mich jetzt richtig auf. Wo doch heut so ein trübseliges Wetter ist  Zunge
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Liebe Grüße
Haselmaus
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