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Autor Thema: Alte Obstbäume  (Gelesen 16128 mal)
spatenstich
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spatenstich
Ein Tag ohne Lachen ist ein schlechter Tag!


« Antworten #30 am: 21. Januar 2005, 08:52:43 »

Liebe Gisela!

Kopf hoch, das wird schon!!!

Ich schneide jedes Jahr Bäume, deren Hauptäste der ersten Galerie einen Durchmesser von ca. 25-30 cm haben.

Faulstellen gibt´s da auch genug. Die Besitzerin wollte die 4 Kumpel´s fällen. Jetzt erntet sie jedes Jahr und hat ihren Spaß daran. In manchen Faulstellen waren schon Wasserpfützen. Ich habe durch entsprechende Bohrungen die Möglichkeit geschaffen, daß das Wasser abrinnen kann.

Da wurde in grauer Vorzeit mit Blechplatten (angenagelt!!) gearbeitet - hat ja eh nichts gebracht - also hab ich das Zeug entfernt. Wenn die Bohrungen dauerhaft offen bleiben sollen, müßte man für einen Abfluß sorgen (nichtrostendes Röhrchen, ...) Bei Faulstellen räume ich immer das schlimmste raus und fange an mit dem Trockenlegen. Der Baum hält mehr aus, als wir uns so denken können.

Wenn du auf das Jungholz in der Krone Rücksicht nehmen mußt und deswegen nicht reinklettern kannst (ein Genuß den ich Dir vergönnen würde), dann ist die Substanz von dem Baum auch noch nicht erschöpft - er kämpft ja eh. Mußt ihm nur helfen. Ich hab das die Abhandlungen von baum-fex gelesen - super - lies Dir das mal in Ruhe durch.

Da jeder Baum anders ist, mußt Du eh Deinen Weg suchen. Aber prinzipiell gilt - je mehr Du schneidest, desto mehr treibt er. Kannst Du von den jungen Ästen nicht welche zu neuen Hauptästen aufbauen?

Spatenstich - also, wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich mit Dir schneiden  Lächelnd
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Wühlmaus
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Wühlmaus
Raue Ostalb, 500m ü.NN, Tallage, 6b


« Antworten #31 am: 21. Januar 2005, 11:10:01 »

Genau *stolzstrahl*
Die Holzbeine sind oben an Metallringen verankert, sie lassen sich also entweder ganz anlegen zum Verstauen oder eben weit spreizen und in den Boden pieksen.
Dank Dir für das LeihAngebot   Zwinkernd
Einige Jahre konnte ich in einem (mit Haus  Cool) gemieteten ObstGarten eine solche Leiter benutzen. Leider hat der Eigner sie nach Mietende behalten wollen...

Gisela, all die Schäden, die Du beschreibst und verständlicherweise am liebsten rückgängig machen würdest, gehören aber auch genau zu den Eigenschaften sterbender Bäume, die die alten Streuobstwiesen so wertvoll machen.
Ich weiß, daß es Dir auch um die Bäume als solche geht, aber wegen der Sorten, da würde ich auf jeden Fall versuchen, durch Veredeln eine Sicherheitskopiezu erstellen...

Liebe WühlmausGrüße
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Gisela
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Gisela

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« Antworten #32 am: 21. Januar 2005, 11:44:30 »

@Spatenstich
Ja, ich versuche, neues Holz nachzuziehen und langsam das alte zu ersetzen. Das wird Jahre dauern, wenn der Baum so lange überlebt.

@Wühlmaus
Das mit dem Sortenerhalt ist ein prima Idee. Du musst dir vorstellen, diesen Baum hat mein Vater gesetzt, als er noch ein Junge war. Mein Opa hatte während des Krieges einmal eine längere Zwangsabwesenheit, in der sein Sohn den Garten betreuen musste. Da lehnte eines Tages ein Obstbaumsetzling am Zaun und der Junge pflanze ihn ein, damit er nicht kaputt ging. Das ist der heutige Baum, wie mir mein Vater versichert. An der typischen Astverteilung hat er ihn nach so vielen Jahren wiedererkannt. Er hat den Garten ebenso wie ich über 40 Jahre lang nicht mehr gesehen.
Vielleicht kannst du dir ein bisschen ausmalen, welch ein Abenteuer für uns das kleine Stückchen darstellt.

Gisela grüßt
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Habakuk
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Jeder Tag ist ein Geschenk !


« Antworten #33 am: 10. Februar 2005, 23:15:22 »

Die Holzbeine sind oben an Metallringen verankert, sie lassen sich also entweder ganz anlegen zum Verstauen oder eben weit spreizen und in den Boden pieksen. So steht die Leiter steil oder weniger steil gerade wie man's braucht. Ich muss sie auch nicht lose an den Stamm lehnen, sondern kann links und rechts des Baumes immer noch die Stützen einsetzen.
Ist fast schon 'n antiquarisches Teil, bestimmt schon vierzig, fünfzig Jahre alt.

hergeben tu ich die nicht mehr!


Wenn Du sie nicht hergeben willst, könntest Du Deine Superleiter fotografieren und (die Fotos) hier reinstellen. Gute Handwerkerarbeit soll nicht in Vergessenheit geraten und Nachbauen kann man ja auch noch.
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Als die Mücke zum ersten Male den Löwen brüllen hörte, da sprach sie zur Henne: "Der summt aber komisch." "Summen ist gut", fand die Henne. "Sondern?", fragte die Mücke. "Er gackert", antwortete die Henne. "Aber das tut er allerdings komisch."
aus: A.Paula/T.Fritz (Hg.): Brücken zum Fremden
Gisela
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Gisela

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« Antworten #34 am: 11. Februar 2005, 05:53:27 »

Gute Idee Habakuk
Sobald es geht, werd ich also die Leiter fotografieren  Zwinkernd

Gisela grüßt
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spatenstich
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spatenstich
Ein Tag ohne Lachen ist ein schlechter Tag!


« Antworten #35 am: 11. Februar 2005, 06:50:27 »

Hallo Gisela!

Ich habe gerade die Einträge den Feuerbrand betreffend gelesen.

Die Kirsche die daneben steht bekommt den Feuerbrand nicht. Feuerbrand kommt nur bei den "Kernobst"-Vertretern der Rosaceae vor. Da dann aber auch an den Ziergehölzen. Bevorzugt Cotoneaster. Hochempfindlich Cotoneaster salicifolius - der weidenblättrige. Aber auch Halesia ist gefährdet. Quitten, Birnen, Weißdorn (Crataegus monogyna) ....

Das Werkzeug, mit dem "Feuerbrandpflanzen" geschnitten werden, muß gut desinfiziert werden. Aber leider, stehen auch Bienen in Verdacht, den Feuerbrand weiter zu verbreiten.

In manchen Gebieten geht die Offizialberatung andere Wege. Befallen Pflanzen werden gerodert (starker Befall) bzw. vom Schnitt ausgenommen (schwacher Befall). Was das Beste ist kann ich nicht sagen.

Spatenstich
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Gisela
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Gisela

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« Antworten #36 am: 11. Februar 2005, 09:52:19 »

Ich danke dir Spatenstich
ich darf glaub ich mit Recht bezweifeln, dass es Feuerbrand ist. Die Apfelbäume ringsrum in den anderen Gärten (stehen nicht weit weg) sind nicht befallen (nur meine beiden *schnief*). Auch habe ich nirgends an meinen Bäumen orangen Schleim gefunden und das geschnittene Holz ist hell, nicht braun oder rot.

Ich bin recht guter Dinge

Gisela grüßt
« Letzte Änderung: 11. Februar 2005, 09:53:33 von Gisela » Gespeichert

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