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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Weinreben 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Weinreben  (Gelesen 3613 mal)
Hermann.
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« am: 16. Juli 2004, 19:37:11 »

Hallo,

meine beiden Weinstöcke haben heuer extrem viele Trauben angesetzt. Ist es sinnvoll, einen Teil der Trauben abzuschneiden, damit der Rest mehr Nährstoffe erhält?

Außerdem würde mich noch interessieren, ob Ihr bei mehltauanfälligen Sorten vorbeugend spritzt und mit welchem Mittel.
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Viele Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann
Feder
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Der Mensch ist Teil der Natur


« Antworten #1 am: 16. Juli 2004, 20:40:31 »

Man kann die Weintrauben ausdünnen, das schadet dem Stock nicht und die verbliebenen Trauben werden grösser.
Allerdings sollte man das machen, solange die Trauben noch sehr klein sind, sonst gehen dem Stock zuviele Nährstoffe verloren. In der Reifezeit der Trauben kann man auch Blätter so einkürzen, dass die Trauben gut besonnt werden.

LG, Maria
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Sven
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Sven
Weinreben - Kletterpflanzen - Rankhilfen


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« Antworten #2 am: 16. Juli 2004, 22:00:14 »

Hallo, Ausdünnen wäre nicht schlecht, und zwar gleichmäßig auf je eine  (zwei) Traube pro Trieb, möglichst vor dem Stadium "Erbsengröße". Jeweils die stammnächste bleibt, die anderen werden abgeknipst. Zuviel Trauben gehen auf Kosten der Winterfrosthärte.
Größer werden die Beeren auch durch Wassergaben und durch Laubeinkürzung.
Früher empfahl man 2 Blatt über der letzten Traube alles wegzunehmen, jetzt eher 6 Blatt, auch wegen der Frosthärte. Was für eine Sorte ist es denn? Einzelheiten zu Ausdünnen bei bestimmten Tafeltraubensorten findest Du ggf. auch auf meiner Webseite

www.fassadengruen.de

unter Weinreben / Rebsorten.

Beste Grüße von Sven!
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Hermann.
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« Antworten #3 am: 17. Juli 2004, 06:12:40 »

Hallo Maria und Sven,

danke für die Antworten. Ich versuchs mal mit Ausdünnen. Bei mir ist gerade die Blüte beendet, also der richtige Zeitpunkt.

Sven, ich habe die Boskoops Glorie. Sehr zu empfehlen, die fehlt noch in Deiner Liste. Zwinkernd Sehr frosthart, wird auch bei mir auf 550 m üM noch reif und zuckersüß, kein Mehltau oder sonstige Krankheiten.

Die weiße Sorte kenne ich leider nicht, ist auch nicht zu empfehlen. Normalerweise kaum Ertrag und wenn, dann Mehltau. Was kann ich eigentlich dagegen tun?
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Viele Grüße aus dem Unterallgäu
Hermann
Feder
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Der Mensch ist Teil der Natur


« Antworten #4 am: 17. Juli 2004, 10:46:25 »

Hallo Hermann

Ich habe auch die Boskoops Glory, eine tolle Traube! Allerdings hat meine ein gesundheitliches Problem: jedes Jahr kommt sie sehr schön, kein Mehltau. Kurz vor der Reife trocknen dann die Trauben und auch Reben teilweise ein. Ist das ein Pilz?Wie kann man dagegen angehen?

Gruss, Maria
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Sven
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Sven
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« Antworten #5 am: 17. Juli 2004, 11:25:11 »

Ach ja, Boskoops Glorie..., Freunde von uns haben sie als waagrechten Kordon mit strengem zapfenschnitt unten an einem Balkongeländer. Massen Trauben jedes Jahr, wir dürfen immer mal mitessen. Leider schmeckt sie nicht so dolle, ist natürlich geschmackssache, hat zumindest vor der Vollreife doch einen Anklang von diesem Amerikaner-Fox (Fuchs-)-Ton, belletristisch mitunter als Erdbeer-Aroma verbrämt. Wenn man einmal Dornfelder oder Muscat bleu gegessen hat, wird man die wahrscheinlich vorziehen. Aber die hohe Frostresistenz ist interessant!

Welke Trauben, Maria, können an Hitzstress leiden, das könnte an Anzeichen sein, dass es der Stock bei Hitze einfach nicht mehr schafft. Auch hier hilft Ausdünnen, gerade bei Boskoops, da der selbst bei Zapfenschnitt wohl stets viel zu viel ansetzt. Ggf. auch mehr gießen. Schrumpeln die Beeren blauschwarz ein („Lederbeeren“), ist es falscher Mehltau.
Den kranken, weißen Stock, Hermann, würde ich rausnehmen und durch eine pilzfeste Sorte ersetzen. Ansonsten müsste Schwefel gespritzt werden, wenn er besonders wertvoll wäre, könnte man noch dies und jenes versuchen, aber das ist ja wohl nicht der Fall.

Sonnengrüße aus Leipzig von Sven
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Sven
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Sven
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« Antworten #6 am: 18. Juli 2004, 20:24:45 »

Zu vertrockneten Beeren, Maria, ist mir ist noch eingefallen, das könnte auch "Stiellähme" sein. Sind die Stiele oder Bereiche am Stielgerüst der befallenen Beeren denn arg eingetrocknet o. ä.? Erinnerungsvermögen gefragt! Zwinkernd Ggf. liegt das dann auch an zu kühler und feuchter Witterung, da hilft nur Hoffen und Harren auf Wärme.
« Letzte Änderung: 18. Juli 2004, 20:27:12 von Sven » Gespeichert
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Der Mensch ist Teil der Natur


« Antworten #7 am: 19. Juli 2004, 10:00:13 »

Stiellähme? Bezeichnest du mit Stiel das
Teil, wo die Beeren dranhängen? Ja, die trocknen auch ein, aber auch Rebteile sind betroffen. Letztes Jahr, wo es sehr wenig Niederschlag gab und extrem heiss war, ist die "Sache" auch aufgetreten.
Jedenfalls danke, dass du darüber  nachdenkst.
 :)Maria
« Letzte Änderung: 19. Juli 2004, 10:01:12 von Feder » Gespeichert
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Sven
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« Antworten #8 am: 19. Juli 2004, 11:06:10 »

Also Maria, ich habe noch mal nachgeschaut zur Stiellähme, finde leider in den Fachbüchern auch wenig Konkretes außer daß es eine Stoffwechselstörung im Bereich des Stielgerüstes, also der Traubenstiele nebst Verzweigungen ist und im halbreifen Stadium der Beeren eintritt. Diese Störung ist von vielen Faktoren abhängig und als Laie lässt sich kaum was dagegen machen, außer die Reben allgemein gesund zu halten. Aber ich glaube, auch im Weinberg sind sie da ziemlich ratlos, da das ganze schlagartige eintritt und dann nicht mehr umkehrbar ist.
In Deinem Fall klingt es mir aber mehr nach Hitzeschaden.... Huch

Grüße von Sven
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