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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Rosen-Forum (Moderatoren: Giuseppe, winterliesel)  |  Thema: Vermehrung Hundsrose 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Vermehrung Hundsrose  (Gelesen 7858 mal)
Selmi
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Ich liebe dieses Forum!


« am: 11. Juli 2004, 10:45:18 »

Kann man eigentlich Hundsrosen durch die Hagebutten, die sie bilden, vermehren? Und wenn ja,worauf muss man achten? Huch  
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Rosemarie
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Wo eine Rose gedeiht,kann keine Distel wachsen.


« Antworten #1 am: 11. Juli 2004, 12:30:29 »

Von jeder Rose kannst du Sämlinge machen.
Hagebutten vor starken Frösten abnehmen,um Weihnachten aussähen,dann kommen die Samen im Frühjahr,wenn sie nicht zu kalt stehen.
     LG Rosi!
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alba
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Stadtpflanze


« Antworten #2 am: 11. Juli 2004, 16:21:43 »

Hallo Selmi !
Die reifen Samen werden besser vom Fruchtfleisch getrennt,
also schälen und auswaschen, sonst kann sich die Keimung verzögern.
R. canina braucht eine Frostperiode zum keimen.

Dann allerdings ist das weitere ein Kinderspiel,
aussähen in Töpfchen, aufstellen im lichten Schatten-
gaaanz wichtig : nie austrocknen lassen !
Im darauffolgenden Herbst kannst Du sie pikieren.
Im ersten Jahr bekommen die Pflänzchen gerne Mehltau,
aber das macht ihnen nix aus.
Wenn Du allerdings für den eigenen schnellen Bedarf
vermehrern willst, mach lieber Wintersteckhölzer Zwinkernd
Um aus einem Samen eine grosse canina zu ziehen, braucht es mehrere Jahre.
Viele Grüße
Alba
« Letzte Änderung: 11. Juli 2004, 16:23:58 von alba » Gespeichert

Lasst Euren Hemmungen freien Lauf.
Selmi
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Ich liebe dieses Forum!


« Antworten #3 am: 12. Juli 2004, 06:20:02 »

Wie genau und wie schnell geht das denn mit den Wintersteckhölzern?
Du kannst zwar immer viel lesen in Büchern und im Internet, aber eine genaue Anleitung, die auch was bringt, gibt´s leider meist nicht!
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Antonie
Gast
« Antworten #4 am: 12. Juli 2004, 07:08:45 »

Das Vermehren aus Samen ist nach meinen Erfahrungen recht einfach. Vor zwei Jahren habe ich von einem Bauern gehäckseltes Holz bezogen, um Gartenwege gegen Unkraut abzudecken. Wahrscheinlich sind auch auch Äste einer Wildrose (Hundsrose?) durch den Häcksler gelassen worden, denn es hatte im Holz auch schöne grosse Hagebutten. Jetzt wachsen überall kleine Rosenpflanzen. Im Herbst werde ich sie an den Waldrand setzen. Doch habe ich vor, zuletzt nur die besten stehen zu lassen.
Denn das Problem ist nicht die Vermehrung sondern die Auslese: werden  diese Sämlinge auch so schöne Hagebutten und dementsprechende Blüten produzieren? Zwar sind in Timmermann/Müller und anderswo etwa 40 einheimische Wildrosen beschrieben, doch sei "jeder Rosenstrauch ein unverwechselbares Individuum" (T. S. 19). In Sangerhausen gibt es deshalb viele schöne Variationen. Bei unseren beschränkten Platzverhältnissen wäre es doch wünschenswert, wenn möglichst blühfreudige und reichlich früchtetragende Variationen wachsen würden. Wie kommen wir dazu? Über die Variationen gibt es meines Wissens kaum Literatur, geschweige denn Bezugsquellen. Deshalb müsste man eher im Frühling (Blütezeit) und im Herbst (Hagebutten) bei Wanderungen die Augen offenhalten und Stecklinge=Klone schneiden.  Schön wäre natürlich auch ein Austausch von den besten Wildrosenvarianten unter Forumsmitgliedern!!!

Gruss     Antonie
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alba
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Stadtpflanze


« Antworten #5 am: 12. Juli 2004, 10:07:36 »

Hallo Antonie !
Wenn das Hächselmaterial aus Deiner Gegend stammt,
dann ist das doch klasse.
Gerade bei Wildrosen wie der Rosa canina gibt es Regionale unterschiede, die man auch nicht vermischen sollte.
Ich ziehe heimische Wildrosen, um sie dann auch wieder auszuwildern.
Also würde ich keine Wildrosen aus der Rheinebene hier aussetzen, sondern wirklich nur die, die mit dem Klima
"hessisch Sibierien" zurecht kommen und nicht eine
R.canina von woanders Importieren.
Leider wird kommt es in der praxis vor, das
aus Preisgründen billige Wahre von den Gemeinden eingekauft wird, um sie dann als "Vogelschutzhecken" anzusiedeln.
So kommen Variationen von Rosa canina aus Marocco
in die freie Wildbahn, das ist eben nicht gut.
Für den Garten ist das was anderes, aber gerade Feldreine und an Waldrändern sollte man immer nur die heimische Variationen aussetzen.
Liebe Grüsse
Alba
« Letzte Änderung: 12. Juli 2004, 10:08:58 von alba » Gespeichert

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Antonie
Gast
« Antworten #6 am: 12. Juli 2004, 14:05:02 »

Jein, Alba!
Das Häckselmaterial stammt wahrscheinlich nicht von einer ursprünglichen Hecke, denn solche gibt es in meiner Gegend kaum mehr. Vielmehr wurden in den letzten Jahrzehnten vermehrt wieder Wildhecken gepflanzt. Wahrscheinlich aber wird erst seit wenigen Jahren darauf geachtet, dass lokale Sorten verwendet werden. Es kann also gut sein, dass es sich letzten Endes doch um eine weiter entfernte Canina handelt.
Aus Gründen, die zugegebenermassen egoistisch-ästhetisch sind, bin ich für eine gewisse Auslese. Ich nehme an, dass unsere Vorfahren auch so dachten. Dafür gibt es in meinem Garten sehr viel Einheimisches - im Gegensatz zur weiteren Umgebung, wo "gepflegte" Rasen und Thujahecken dominieren.
Gruss      Antonie
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alba
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Stadtpflanze


« Antworten #7 am: 12. Juli 2004, 15:43:18 »

Hallo Antonie !

Dass ist es ja gerade, was wir in unseren Gärten machen, ist eine Sache, aber was in der Landschaft wächst, eine ganz andere.

Viele Gruesse
Alba
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