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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Weinrebe 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Weinrebe  (Gelesen 5502 mal)
Erdraupe
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Erdraupe
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« am: 08. April 2004, 20:49:01 »

Hallo, ich habe eine Frage (bitte nicht lachen) über die Veredlungsstelle von Weinreben. Warum muß diese beim Pflanzen ebenerdig sein? Was passiert, wenn sie über der Erde ist? Bilden sich dann Wildtriebe unterhalb der Veredlungsstelle?  Huch
Danke im voraus!
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manuela
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manuela
sempervivum; klimazone 7a (391 m.ü.m.)


« Antworten #1 am: 08. April 2004, 22:13:28 »

die veredlungsstelle muss über der erde sein, so ca. 3 cm bis handbreit. das hat zu tun mit der aus amerika importierten reblaus: als unterlage werden resistente amerikanerreben genommen, darauf werden europäische vitis vinifera-sorten gepfropft, welche diese resistenz nicht aufweisen. ohne die möglichkeit der veredelung hätten wir bei uns keinen weinbau mehr - nachdem die reblaus ende 19. jh. nach europa eingeschleppt wurde, brach der weinbau  vielerorts zusammen.

manuela
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wissen ist wie ein garten - ohne ständige pflege gibt es keine ernte (sprichwort aus guinea)
Erdraupe
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Erdraupe
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« Antworten #2 am: 08. April 2004, 23:20:25 »

Danke Manuela, für die schnelle Antwort! Da habe ich ja einiges dazugelernt, denn davon wußte ich bis jetzt gar nichts. Die Weinrebe (königliche Esther) habe ich im Oktober letzten Jahres sozusagen als "Souvenir" aus Bernkastel-Kues mitgebracht. Der Verkäufer sagte, daß die Veredlungsstelle ebenerdig liegen müsse, mein Nachbar meinte, sie müsse über der Erde bleiben. Also habe ich, etwas verwirrt, die Rebe so gepflanzt, daß die Veredlung eine handbreit über der Erde ist. Gut zu wissen, daß das richtig war. Smiley
Nochmals danke & viele Grüße
Erdraupe
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Sven
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Sven
Weinreben - Kletterpflanzen - Rankhilfen


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« Antworten #3 am: 13. April 2004, 22:34:05 »

Durch das (nützliche) Mulchen passiert es bei im Garten gezogenen Weinreben immer mal, daß die Verdelungsstelle dann doch unter der Erdoberfläche landet. Dann will sich das aufgepfropfte Edelreis "freimachen", entwickelt selber Wurzeln, die straff in die Erde gehen und über kurz oder lang die (für das Edelreis) lästige Veredelungsunterlage ausschalten, es setzen sich dann die Wurzeln des obenliegenden Edelreises durch. Diese sind aber eben nicht reblausfest.
In Weinbaugebieten ist es verboten, unveredelte Reben zu pflanzen wegen dieser Geschichte.
Außerhalb aber ist es erlaubt "wurzelechte" Reben ohne Veredelung, also zum Beispiel Senker oder angezogene Reben aus Steckholz zu pflanzen.
Es gibt auch einige alte Weinberge in Deutschland, in denen sich trotz Reblaus seit Jahrzehnten, ggf. sogar seit hundert und mehr Jahren historische wurzelechhte Reben halten und Ertrag bringen.
Im Gegensatz zu einer veredelten lebt eine wurzelechte Rebe viel länger, veredelte werden in den Weinbergen nach 20 - 25 jahren wieder gerodet, weil dann der Ertrag sinkt usw.... Ein sehr komplexes Thema!
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