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forum.planten.de  |  Pflanzen  |  Obst-Forum (Moderatoren: Walther, thuja thujon)  |  Thema: Die früheste Pflaume / Zwetschke 0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema. « vorheriges nächstes »
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Autor Thema: Die früheste Pflaume / Zwetschke  (Gelesen 11838 mal)
Habakuk
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Jeder Tag ist ein Geschenk !


« am: 29. März 2004, 00:48:35 »

Welche Sorte ist zuallererst eßbar?

Gibt es eine, die rote Früchte hat???

Habakuk
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Als die Mücke zum ersten Male den Löwen brüllen hörte, da sprach sie zur Henne: "Der summt aber komisch." "Summen ist gut", fand die Henne. "Sondern?", fragte die Mücke. "Er gackert", antwortete die Henne. "Aber das tut er allerdings komisch."
aus: A.Paula/T.Fritz (Hg.): Brücken zum Fremden
Pflaume
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« Antworten #1 am: 29. März 2004, 23:26:15 »

Hallo,
die früheste Zwetschge dürfte die Herman sein. Früchte sind blau mit leicht violetten Schattenstellen, (30-35g), etwas wässerig. Die folgeartige Reifezeit 1. – 3. Juliwoche. Neigt zu vorzeitigem Fruchtfall.
Der Baum ist mittel- bis starkwachsend, scharkatolerant, selbstfruchtbar mit geringen Wärmeansprüchen und regenfester Blüte.
Die Katinka ist wesentlich geeigneter fürs backen aufgrund des festeren Fleisches. Durchmesser von ca. 34mm,  dunkelviolett bis blau gefärbt. Die Reife ist gleichmäßig, die Haltbarkeit lange und die Fäulnisanfälligkeit gering. Die aromatischen Früchte erreichen Öchslewerte um 63°, selbstfruchtbar.
Beste Frühsorte (Geschmack, Steinlöslichkeit, Backfähigkeit, Ertrag). Allerdings eine gute Woche später, ach ja, scharkatolerant.
Rote Frühpflaumen habe ich zwar im Garten als „Eigenzüchtung“, aber eine Sorte kenne ich nicht.
Grüße
Pflaume

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Credo, quia absurdum - Tertullian
Walther
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Walther

« Antworten #2 am: 30. März 2004, 12:28:27 »

Hallo Pflaume,
Ich habe den Eindruck Unentschlossen, du hast vergessen, den Namen der zweiten Sorte anzugeben, die du als "beste Frühsorte" beurteilst, die aber "eine gute Woche später" als 'Herman' reift.

Oder täusche ich mich? Zwinkernd
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Cosima
Moderatoren
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Waterkant


« Antworten #3 am: 30. März 2004, 13:18:55 »

Ich würde jetzt mal auf "Katinka" tippen. Oder?
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Allerbeste Grüße, Cosima

Buddhafiguren sind die Gartenzwerge von heute.
Meine moderativen Beiträge sind blau
Walther
Global Moderator
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Walther

« Antworten #4 am: 30. März 2004, 14:35:29 »

Oh ja, "Katinka" - ist wohl heut nicht mein Tag, das habe ich mehrfach(!) überlesen  Verlegen
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Pflaume
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« Antworten #5 am: 31. März 2004, 21:36:11 »

Anmerkung:
So wurde mir gesagt, habe Katinka selbst noch nicht lange genug um diese Aussage zu unterschreiben. Dürfte aber die verbreitetste Frühsorte sein.
Bezieht sich auf die genannten Eigenschaften, bezüglich Geschmack allein wären Fellenberger besser (aber nicht scharkatolerant, virusanfällig, da unsere klugen Professoren nun aber mal Scharka eingeschleppt haben und deren Ausbreitung wohl nicht zu stoppen ist, müssen wir uns von solchen Sorten wohl verabschieden, denn so anfällige Sorten fördern die Verbreitung massiv). Geschmacklich ist Hanita danach wohl die beste scharkatolerante Sorte, allerdings mit Mitte bis Ende August auch nicht unbedingt eine Frühsorte. Alternative wäre die
ERSINGER FRÜHZWETSCHGE
Sie reift Ende Juli folgeartig bis erste Hälfte August, ist mittelgroß, rot-blau bereift. Das Fleisch ist gelbgrün, weich, süß-säuerlich, gut steinlösend. Wuchs kräftig, hochgehend. Sie benötigt warmes Klima und feuchten Boden, ist zum Teil selbstfruchtbar, Ersinger ist moniliaanfällig mit geringer Lager- und Transportfähigkeit, lediglich fruchtscharkatolerant; geschmacklich wohl die beste Frühsorte, aufgrund des zu erwartenden Gesundheitsproblems denke ich aber über vorbeugende "Veredelung" nach.

Eine geschmacklich optimale Frühsorte kenne ich nicht, da muß man nun wohl auf Hanita warten.

Selbstverständlich gelten die genannten Reifezeiten nicht auf der Alb oder im Hochallgäu oder im Erzgebirge etc..  Smiley
« Letzte Änderung: 23. Februar 2005, 14:23:19 von Walther » Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Arko
Gast
« Antworten #6 am: 01. April 2004, 00:14:33 »

Hallo Obstfreunde
In meiner Reifetabelle von der Baunmschule Kiefer steht
dei Sorte Ruth Gerstetter noch vor der Sorte Herman.
Ich kenne dei Sorte allerdings nicht.
Eine durchunddurch rotfruchtige Pflaume,ist die Sorte
Unica,die ich bei der Baumschule-boysen.de kaufte.
Eine sehr saftige Sorte.
            Gruss Arko
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Pflaume
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« Antworten #7 am: 04. April 2004, 10:07:50 »

Hallo Arko,

ist die Sorte saftig (süß, ausgezeichnete Tafelfrucht Zunge, geschmacklich besonders empfehlenswert) oder ist das nur das Werbewort für wässerig, sprich weich, schnell verderblich, mangelnde Platzfestigkeit und für backen und Marmelade ungeeignet? Wie sieht es mit Resistenzen aus? Kannst Du die Unica empfehlen?

Bei der Ruth Gerstetter hast Du recht, sie reift eine Woche vor Herman  Smiley(sofern der Baum frei von Krankheiten ist, bei Virusbefall z.B. verspätet sich die Reife merklich), eine Pflaume, mittelgroß, dunkelblau, steinlöslich, rundoval, säuerlich Weinen, weiches Fruchtfleisch, nur wenig wertgebende Inhaltsstoffe, eine sehr alte, aber nicht mehr besonders angebaute Sorte, obwohl die ersten Pflaumen auf dem Markt die besten Preise erzielen. Als Befruchter kommen The Czar, Zimmers Frühzwetsche und Ersinger in Frage. Anbau abhängig von regional verbreiteten Pflaumenkrankheiten.

Grüße
Pflaume
« Letzte Änderung: 23. Februar 2005, 14:23:51 von Walther » Gespeichert

Credo, quia absurdum - Tertullian
Antonie
Gast
« Antworten #8 am: 04. April 2004, 14:39:03 »

Hallo
Gegenwärtig haben wir eine wunderbare weisse Blütenpracht vor unserem Fenster, so dass ich das Forum benutze, um meine Freude darüber bei anderen loszuwerden! Es ist eine Rote Herzpflaume. Den Hochstammbaum habe ich vor 4 Jahren als Sichtschutz gegen die Nachbar-Siedlung gepflanzt. Gekauft habe ich ihn von einem Baumschulisten, der vor allem alte und seltene Sorten zieht. Ich denke, dass man die "rote Herzpflaume" auch auf Halb-, Niederstamm oder noch kleiner haben kann. Diese Pflaume blüht sehr früh und überreich (vor den meisten Schlehdorn-Büschen und fast so früh wie die japanische Winterkirsche "Prunus subhirtella") und stellt damit jeden japanischen Zier-Prunus in den Schatten!! Als ökologisch wertvoller Zierbaum kann ich diese Pflaume nur empfehlen!
Jetzt aber die Nachteile: die roten Pflaumen sollen gross und saftig sein, doch bisher konnte ich sie noch nicht kosten. Zwar trägt diese Sorte schon sehr bald nach der Pflanzung Früchte, sogar als Hochstamm, doch mein lieber Mann hat den Baum im zweiten Jahr nach der Pflanzung im Februar stark geschnitten. Da diese Pflaume jedoch am vorjährigen Trieben blüht und fruchtet, war da gar nix mehr. Diesen "Nachteil" kann man mit Schneiden nach der Blüte leicht umgehen. Der zweite Nachteil ist der Spätfrost. Letztes Jahr blühte er ebenfalls traumhaft schön, doch eine einzige Nacht mit -7°C genügte, und es gab keine Früchte. Dennoch kann ich diese wunderschöne und recht alte Pflaumensorte empfehlen. Vor allem auch denjenigen, die jetzt nach so etwas wie japanischer Zierkirsche & Co. Ausschau halten.
Frühlingsgrüsse von Antonie
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Arko
Gast
« Antworten #9 am: 05. April 2004, 02:37:14 »

Hallo Pflaume
Die Sorte Unica ist eine Rundpflaume,die
auch Nachteile hat.Bei feuchter Witterung
ist sie nicht platzfest.Die Schale manchmal
etwas bitter.Wegen des hohen Saftgehaltes
zum Backen nicht geeignet.Anfällig für Bak-
terienbrand.Trotzt dieser Nachteile,nnöchte
ich sie nicht missen.Ich würde sagen eine
Liebhabersorte.Ich mag sie so zum Essen,aber
auch in Kompot und Marmelade in der Mischung
verschiedener Sorten,wertet sie diese mit
ihrem Anteil in Geschmack und Aroma wesentlich
auf.
           Gruss Arko
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